Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

ganz allgemein zu Hochbegabung und IQ, theoretisch und praktisch


Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

Beitragvon Lukarcure » Mo 18. Dez 2017, 13:11

Hallo Leute,

ich habe den Verdacht das mein Kind hochbegabt ist. Es kann schon extrem schwere Rechenaufgaben lösen und ich möchte es darin weiter fördern. Ich habe gehört dass das Umfeld extrem wichtig ist. Also das sich das Kind wohlfühlt und sich nicht unter Druck gesetzt vorkommt. Es muss liebevoll gefördert werden heißt es. Aber was heißt das? Was soll ich machen, ihn jeden Tag 2h Aufgaben rechnen lassen oder andere hochbegabten Aufgaben? Das kann ja auch nicht die Lösung sein oder? Was macht ihr um eure Kinder zu fördern? Habt ihr gute Ratschläge für mich was man machen sollte und was besser nicht?
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Re: Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

Beitragvon Raslamared » Di 19. Dez 2017, 11:53

Ich bin da offen, ich bin streng, aber liebevoll. Soll heißen, das Kind hast feste Spielzeiten, aber auch feste Lernzeiten, wo ich versuche es spielerisch neues Wissen anzueignen. Habe nämlich gelesen das Spaß ein sehr wichtiger Faktor beim Lernen ist. Wer keinen Spaß am lernen hat, der lernt automatisch viel schlechter. Aber am Ende erzieht jeder eben etwas anderes. Muss nicht heißen das es schlecht oder gut ist. Aber dein Kind sollte sich wohlfühlen. Lieber Zuckerbrot statt Peitsche, so hat es uns die Geschichte gelehrt. Musst nur aufpassen das er nicht verzogen wird. Das kann schnell passieren.
Viele liebe Grüße
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Re: Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

Beitragvon HBMama » Di 19. Dez 2017, 16:40

Hallo Lucarcure,

wie alt ist Dein Sohn denn? Die Tipps werden je nach Alter sicher unterschiedlich ausfallen.

Was ich grundsätzlich wichtig finde, ist es das Lernen in den Alltag einzubauen. Also nicht hinsetzen und extra Übungsblätter machen, sondern einfach alle möglichen Anlässe nutzen, um etwas zu lernen.

Was meine ich damit?
Rechnen: Beim Kochen: "wir brauchen 200 g Mehl. In der Schüssel sind schon 153 g. Wie viel brauchen wir noch?"

Da ist m.E. die Motivation am größten und auch die Erfolgserlebnisse für die Kinder.

Wünsche Dir viel Glück.
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Re: Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

Beitragvon unwissende-neu » Mo 29. Jan 2018, 10:18

hm, also bei uns läuft da gar nichts. Die Kinder fragen, was sie wissen wollen und dann erkläre ich es ihnen. Meist löchern sie mich beim Abendbrot essen. Und in der Regel reicht die Zeit um ein Thema zu verstehen. Letzte Woche wollte meine beiden ( 1. und 2. Klasse) wissen, was es mit den Brüchen auf sich hat. Das habe ich ihnen erklärt. Sie können jetzt auch Brüche Erweitern und Kürzen ( da eignet sich der Abendbrottisch natürlich ganz hervorragend als Anschauungsunterricht). Danach waren sie mit der Antwort zufrieden und alles ist gut. Da sie es sich bildlich vorstellen, können sie auch ( bis zu einem gewissen Grad) Brüche addieren und subtrahieren. Aber warum sollte ich nun multiplizieren und diffidieren der Schule vorwegnehmen, wenn sie nicht fragen?

Im Auto gibt es meisten ( auf Grund der Nachrichten) politische oder ethische Grundsatzdiskussionen. Ansonsten fördere ich aber lieder im Bereich der Kreatitität, denn das ist die Grundlage alles mal aus einem "anderen" Blickwinkel zu betrachten.

Ihnen irgendwelche Aufgaben vorzusetzen würde bei uns nicht funktionieren, solange sie keinen eingenen Bezug dazu haben. Ich fühle mich auch nicht wirklich als " der Lehrer" meiner Kinder. Aber sowas kommt natürlich auch hauptsächlich auf die Charaktäre an. Meine jüngere Tochter nimmt kaum Hifestellungen an und will alles auf eigene Faust erkunden. Daher kommt es auch immer wieder vor, dass sie das "Rad neu erfinden muss" obwohl fragen ja eigentlich viel einfacher wäre.... - aber das macht sie nicht.

Und in der Bereichen ihrer Interessen, komme ich mit dem Fachwissen eh nicht mit. Da muss ich mich geschlagen geben. Und die Bereiche die mich interessieren, finden meine Kids äußers langweilige...
Elternkram halt..... :D
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Re: Beste Voraussetzungen für ein kreatives Arbeiten

Beitragvon unwissende-neu » Mo 29. Jan 2018, 10:30

ach ja, bei meiner großen hat ein zu großer Wissensvorsprung ( lesen können, Schuhe binden, rechnen etc.) beim Eintritt in den Kindergarten zu eine Art Schockerlebnis geführt, da sie ja vorher noch nicht wusste, dass sie "anders" ist. Im Kindergarten kam sie in so fern zurecht, dass sie sich eher als Aussenseiter bzw. als Hilfserzieherin sah.

Das führte dann zu einer Lese- und Lernphobie. Sie wollte nicht eingeschult werden und wir waren die ganze 1. Klasse ( mit Psychologen) am Kämpfen, dass sie überhaupt in die Schule ging. Dieses hat sich nun im 2. Schuljahr zum Glück gebessert, es war aber ein harter Kampf.

Der Vorteil an HB ist ja, dass sie, im Gegensatz zu andern Kindern, ja nicht lernen müssen ( jedenfalls nicht in dem Ausmaß). Im Alltag ist es schwer, den Unterschied zwischen Fördern und Unterrichten einzuhalten. Man konzentriert sich am Besten auf "nicht schulische Bereiche" - würde ich sagen. Zum Glück gibt es da ja genug, was die Schule einfach nicht unterrichtet. ;)
Nur bei direkte Fragen würde ich "unterrichten". - So mein momentaniger Standpunkt.
Ein Richtig oder Falsch gibt es glaub ich nicht wirklich. Wenn was schief läuft sieht man es ja leider immer erst recht spät.
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