Phasenlernen

ganz allgemein zu Hochbegabung und IQ, theoretisch und praktisch

Re: Phasenlernen

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 11. Jun 2020, 23:25

@Meine3

Ich habe mich zu ungenau ausgedrückt. Ich meinte ausgeprägte Interessen in den früheren Kinderjahren, die weit über das Durchschnittsniveau hinausgehen. Die meisten Kinder sind meiner Erfahrung nach spontan. Sie sehen was, sie probieren es. Aus dem Augen - aus dem Sinn. Jetzt ist das Nächste dran. Meine Kinder gehörten auch dazu. Sie gingen nicht in die Bücherei, um bestimmte Bücher auszuleihen, sondern griffen ins Regal und blätterten, ob das Buch sie anspricht oder nicht. Sie wollten nicht jedes Wochenende Fussball spielen, sondern hörten den Vorschläge an: "Gehen wir doch heute lieber in die Eishalle?" und entschieden sich aus dem Bauch heraus, ob sie gerade hier und jetzt in die Eishalle wollten oder nicht. Dem Großen waren lange Zeit die Sachbücher lieber als die Romane. Auch die Richtung konnte man deutlich erkennen - lieber was Technisches. Aber innerhalb dieses Rahmens war er schon sehr flexibel, und notfalls ging auch der Rest. Aber er hat sich nie ein Buch über Lokomotiven oder Flugzeuge explizit gewünscht, und seine Wunsch zum Geburtstag war immer: "eine Überraschung".

PS. Die Ähnlichkeit zwischen unseren Kinder überrascht mich immer wieder aufs Neue...
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Re: Phasenlernen

Beitragvon alibaba » Mo 15. Jun 2020, 09:48

Rabaukenmama hat geschrieben:Bei meinen Jungs beobachte ich auch diese Phasen, sehe das aber nicht als HB-spezifisch, sondern als normale, kindliche Entwicklungsschritte. Ich glaube sogar, bei Remo H. Largo gelesen zu haben, dass es eine übliche Art der kindlichen Weiterentwicklung ist, eher die Regel als die Ausnahme.


Diese Aussage hätte von mir sein können. So muss ich sie nicht wiederholen. ;)

Ich finde Phasen wunderbar. So kann man im geschützten Rahmen das heraus finden, wenn die Eltern nur genug Phasen zulassen, was einem wirklich liegt und was man, letzten Endes, mag und für sich dann gefunden hat. Schaue ich mal bei meinen Kindern zurück, ist von den frühkindlichen Phasen nichts mehr geblieben. Paläontologe will mein Kind schon lange nicht mehr werden. Und wenn ich die musikalische "Karriere" meiner Kinder so ansehe, sind sie schon lange nicht mehr da, womit sie mal angefangen haben.

Es ist schon eine gewisse Kunst die Phasen zuzulassen und dem Kind zuzugestehen sie alleine zu finden.
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