Geigenkinder

Mathematik, Musik, Kunst - alles zu spezieller Hochbegabung

Re: Geigenkinder

Beitragvon Julia1985 » Do 16. Feb 2012, 14:09

Nee also ich muss sagen die Zeit bis Juni letztes Jahr war auch immer wieder erlernen von neuen Rythmen und das verpackt in kleine Liedchen wo dann stück für stück die Finger dazu kamen.
Wenn das bei der Suzuki-Methode überwunden ist kommen die Kinder wirklich schneller vorran. Im zweiten Heft geht es dann auch langsam mit den Noten los. Also da hat deine Tochter meinem Sohn schon was vorraus.
Aber ich finde trotzdem beeindruckend was er in einem Jahr geschafft hat, weil ich ja den Unterschied zu den anderen Kindern im Gruppenunterricht sehe. Aber was ich wirklich gut finde an der Suzuki-Methode ist das er eben alle bis jetzt erlernten Lieder auch ohne Hilfe von Noten oder CD auswendig spielen kann. Er muss jedes Lied wenigstens einmal die Woche gespielt haben damit ers nicht vergißt. Wir machen das ganz gern zum Abschluss vom Üben, als eine Art kleines Konzert.

Das stimmt einer der kein Kind hat das ein Instrument lernt und dazu auch noch Geige, der weiß nicht wie das teilweise klingt. :shock:
Dann das Problem mit der Haltung dazu. :schwitz: Zuerst hatte er eine super Bogenhaltung, dafür stimmte die Geigenhaltung nicht richtig. Jetzt stimmt die Geigenhaltung und J. hat sich angewöhnt am Frosch immer weiter hoch zu rutschen das dann seine Bogenhaltung nicht mehr stimmt. Immer was anderes :lol:
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Re: Geigenkinder

Beitragvon Fredericke » Do 16. Feb 2012, 23:08

Hallo

Was ist der unterschied bei euren lernmethoden? Könnt ihr als Eltern auch Geige spielen oder irgendein Instrument? Wenn ihr selber nicht Geige spielt, wie ist es dann mit dem erhören der richtigen Töne? Könnt ihr da euren Kindern helfen?
Lg fredericke
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Re: Geigenkinder

Beitragvon Julia1985 » Fr 17. Feb 2012, 11:52

Also alibabas Tochter lernt nach der, ich sag mal klassischen Methode. Also Notenlernen, die Verbindung zu den Fingern und den Noten. Wenn ich das jetzt falsch gesagt hab alibaba dann korrigier mich.

In der Suzuki-Methode fing es bei meinem Sohn an das er zu erst eine selbstgebastelte Pappgeige bekommen hat wo er Haltung und das streichen des ersten Rhythmus geübt hat. Das ganze wurde in kleine Spiele verpackt, wo er die Rhythmen kennen gelernt hat auch über Klanghölzer und Lieder.
Nach ca. 1 Monat bekam er seine Geige. Er lernt die Lieder aber nicht nach Noten sondern nach gehör und nach abschauen. Er bekam über kleine spiele beigebracht was er tun muss und hat eine CD wo er die zu übenden Lieder anhören kann/soll und diese wird auch zum spielen benutzt. Der Lehrer Zeigt dem Kind was es tun soll und das Kind macht es nach. Du kannst auch mal auf die Seite musikando-leipzig.de gehen da wird die Methode gut beschrieben. Mein Sohn kann jetzt glaube ich 14 "richtige" Lieder spielen + die kleinen Übungslieder, beginnt aber jetzt erst mit dem verknüpfen der Töne mit dem Namen der Note und wie diese aussieht. Ich glaube das ist der größte Unterschied. Eine tolle Sache beim Suzuki sind die Workshops. Da alle Kinder dieselben Lieder lernen, können da internationale Treffen gehalten werden. Wir waren im Sommer in Weimar und ich dachte erst ob das nicht bissel viel ist, nein er war so begeistert das er sogar in den Pausen durch die Flure mit der Geige gegangen ist und gespielt hat. Sprachbarrieren gibt es bei Kindern anscheinend auch nicht den mein kleiner war mitten drinnen und hat auch tollen Kontakt zu den Amerikanischen Kindern gehabt.

Ich selber spiele Akkordeon und hab eigentlich gar keine Ahnung (naja Noten kann ich lesen aber von Geige halt nicht) ;) Es gibt bei Suzuki die Möglichkeit das Instrument gleich mit zu erlernen aber leider hab ich gar keine Zeit zum üben. Somit erklärt mir die Lehrerin auf was ich achten soll und was wir üben sollen und das geht super.
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Re: Geigenkinder

Beitragvon alibaba » Fr 17. Feb 2012, 12:57

Hallo in die Runde,

meine tochter lernt hier klassich, nach Noten, welcher finger. wobei ich sagen muss, auch sie lernt das schnell auswendig und spielt dann eher aus dem Kiopf als nach Note! ;) Ich denke aber, das ist normal. Hier lernen ja alle Kigakinder recht schnelle etas auswendig. Die können ja noch nicht lesen, was wo steht, also höen sie und können das dann aus dem Kopf. Also ganz anders zum Erwachsenen.

Ich selber spiele aktiv Trompete, der Sohn Gitarre, Flöte und er ist im Chor. Ich kann natürlich meinen Kinder schon beistehen, da ich weiß was die Notenwerte bedeuten, wie ein Rythmus richtig gespielt wird, kann vorklatschen........das finde ich alas Vorteil. Mein Mann wäre hier hilflos. Und ich weiß, das üben anstrengend und auch mit Frust verbunden ist. Da bleibe ich dicht dran. Ich begleite meiner Kinder, sitze daneben, höre, korrigiere. Sage wenn etwas falsch ist. Da ist meine eigene musikalische Ausbildung sicherlich von Vorteil. Die richtigen Töne kann ich erhören, aber das kann ein Kind dann auch, das ist kein Problem, auch wenn man das Instrument nicht selber spielt.

Man muss als Mama willig sein, das Instrument der Kinder auf eine gewisse Art uns Weise mitzulernen. Ich muss wissen wo fis gegriffen wird, zumal wenn die Kinder noch so jung sind. Oder ich muss wissen wo es steht (Grifftabelle). Klappt das dann, ist man nur noch Zuhörer. Bis es aber mal soweit ist, dauert es.

Kann man selber zur Musik kiene Verbidnung herstellen, sollte ein Kind erst spätere selber anfangen ein Instrument zu erlernen oder aber Kind lässt es. Denn eins ist klar, alleine üben meine nicht. Das muss ich schon ansagen.

VLG
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Re: Geigenkinder

Beitragvon Fredericke » Fr 17. Feb 2012, 13:24

Hallo

Vielen dank.

Lg Fredericke
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Re: Geigenkinder

Beitragvon Julia1985 » Mo 20. Feb 2012, 13:22

So meine Taktik scheint auf zu gehen :)
Er hat hinter jedem Lied 3 Kleberchen :D also fein jeden Tag geübt.
Dazu kam noch das wir bei meinem Opa waren und da hatte er seine Geige mitgenommen, weil dieser ihm ja versprochen hatte mal mit ihm zusammen zu spielen (er spielt Akkordeon), na das war der Oberknaller.
Mit dem Vater von meinem Mann haben wir am Wochenende auch ausgemacht das er mit ihm mal wieder Geige spielt (spielt auch Geige) und da hat er sich auch dolle gefreut.
Es wird langsam wieder und die Lust wird wieder größer :)
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Re: Geigenkinder

Beitragvon loew1970 » Fr 30. Mär 2012, 09:03

Hallo!

Meine Tochter spielt auch Geige. Ich kann nur aus bitterer Erfahrung raten: DIE KINDER SOLLEN VON ANFANG AN NOTEN LESEN LERNEN. Die Schule von Sassmannshaus ist da ideal. Das können auch 4-jährige.

Obwohl ich selbst einmal Geige studiert habe, hab ich mich um meine kleine Tochter erstmal wenig gekümmert und hab ihr Potential nicht erkannt. Sie hat mit 4 Jahren Geige gelernt, indem sie Stücke, die ich oder ihre ältere Schwester spielte einfach nachgespielt hat. Damit ist sie immerhin bis zu original Vivaldi-Konzerten und Dancla-Variationen gekommen. Aber jetzt ist das Notenlernen wirklich schwer, denn die Stücke die sie spielt sind schon sehr komplex und ihr fehlt der Reflex zwischen Note sehen-spielen.

Suzuki und Gruppenunterricht ist nett als Motivation, aber eine musikalische Hochbegabung sollte man spätestens ab 6 Jahren im Einzelunterricht fördern.

In Amerika gibt es ein Projekt, bei dem Kinder mit sehr intensivem Unterricht schon früh zu Höchstleistungen befähigt werden (Starling Project). Prof. Sassmannshaus (der Sohn des Autors der Geigenschule) vertritt die Ansicht, man könne jedes gesunde Kind mit entsprechendem Einsatz auf ein sehr hohes Niveau bringen. In jedem Fall sind die kurzen Videos zu technischen Fragen echt empfehlenswert. Einfach mal auf youtube Sassmannshaus eingeben.

Viel Spass und lg
loew1970
 
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Re: Geigenkinder

Beitragvon alibaba » Fr 30. Mär 2012, 10:55

loew1970 hat geschrieben: Suzuki und Gruppenunterricht ist nett als Motivation, aber eine musikalische Hochbegabung sollte man spätestens ab 6 Jahren im Einzelunterricht fördern.


Naja, nicht jedes junge Geigenkind ist ja musikalisch hb. ;) Aber Einzelunterricht ist eh immer besser, da man da individuell auf die Stärken und Schwächen eingehen kann. Will man dann das Gruppenspiel üben geht man bei uns ins Mini-Orchester, was man nach ca. 1 1/2 Jahren Unterricht hinbekommt.

loew1970 hat geschrieben:.....vertritt die Ansicht, man könne jedes gesunde Kind mit entsprechendem Einsatz auf ein sehr hohes Niveau bringen.


Ja, das glaube ich auch, allerdings muss das Kind dazu motiviert sein, grundsätzlich das Instrument eben spielen zu wollen. Will ein Kind nicht, kann man es auch nicht zu Höchstleistungen "trimmen."

VLG
alibaba
 

Re: Geigenkinder

Beitragvon loew1970 » Sa 31. Mär 2012, 19:31

Ja, das glaube ich auch, allerdings muss das Kind dazu motiviert sein, grundsätzlich das Instrument eben spielen zu wollen. Will ein Kind nicht, kann man es auch nicht zu Höchstleistungen "trimmen."

VLG[/quote]

Man sollte sowieso kein Kind zu irgendetwas zwingen und zum Geigespielen schon gar nicht. Das ist für das Kind, die Eltern und die Nachbarn dann eher furchtbar. :lol:

Meine ältere hat letztlich aufgehört, weil sie nicht von alleine üben wollte und ich sie nicht zwingen will. Die Kleine spielt gerne, mal sehen...
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Re: Geigenkinder

Beitragvon alibaba » Mo 2. Apr 2012, 09:59

Hallo,

was heißt alleine üben, bei uns im Haushalt will keiner alleine üben, keiner seine Schuhe wegstellen, keiner den GS einräumen, keiner HA machen, ich wasche auch nicht gerne Wäsche.....ich muss hier auch alles und jedes kommentieren! ;)

VLG
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