"Hochbegabung" kann verschwinden!

Eltern
haben Kluge Kinder auch Kluge Eltern? Alles zu Hochbegabung bei Erwachsenen

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Beitragvon julia » So 12. Feb 2006, 01:30

ich denke es liegt an der förderung &&&&&& vielen dingen mehr!
ich bin der classisch gecrashte schüler.. mit 20 habe ich mich mit einer boutique in der ersten lage selbstständig gemacht, das land verlassen, eine firma für fotografie & make up ins leben gerufen, zwischendurch ein sternerestaurant eröffnet & wieder verkauft & nun produziere ich kaffee.. ich war legastheniker & ein dummes kind.
liebe grüsse an alle entmutigten! julia
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Re: "Hochbegabung" kann verschwinden!

Beitragvon Amy » So 12. Feb 2006, 10:44

Wieso glaubst Du, das Du dumm warst? Kann ich mir eher überhaupt nicht vorstellen, bei dem was Du schreibst. Zudem kenn ich hier in meiner Gegend auch einen Legastheniker, den man gerade auf die Hauptschule abschieben wollte. Nun hat der Vater einen Test machen lassen... Irgendwas über 140... soviel zu dem wie es wirkt und wie es ist.

ICh find jedenfalls DEin Leben klingt enorm interessant :-)
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Beitragvon julia » So 12. Feb 2006, 19:34

liebe amy, meine schulzeit war ein trauma.. ja, so kann man es nennen..
meine tochter wurde als hb kind eingestuft & bei mir taten sich welten auf.. vererbt?? zu schön der gedanke! lg julia
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Beitragvon sylvia » So 12. Feb 2006, 20:36

Aller, was nicht "streamlined" ist, ist dumm, wusstet Ihr das nicht???
Tut mir leid fuer Dich, Julia, auch, wenn ich mich selbst nie fuer richtig klug oder so gehalten habe, aber soo schlimm war es bei mir nicht.
Liebe Gruesse von Sylvia
sylvia
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Beitragvon julia » So 12. Feb 2006, 21:40

liebe sylvia,
ist nicht mehr schlimm.. man kommt nur ins denken.. es ist einfach schade, dass es so laufen musste, aber da bin ich wohl nicht die einzigste! aber gut, dass der schatten nun etwas weichen kann.. irgendwie die ironie des schicksals.. :-) glg julia
.. gut, dass das rätzel eine lösung hat..
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Re: "Hochbegabung" kann verschwinden!

Beitragvon Amy » So 12. Feb 2006, 22:44

Ja so bekommt es doch alles eine neue Perspektive. Schade, wenn es so spät ist und es Dir in DEiner Schulzeit so schlecht ging! Aber schön, das man es bei Deiner Tochter erkannt hat!!!! So kann ihr Weg ein wenig positiver verlaufen. Zudem hat sie ja in Dir eine Mutter, die einiges an Verständnis aufbringen kann für die Situation, nicht wahr?
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Re:

Beitragvon julia » So 12. Feb 2006, 23:04

na, klar.. allerdings bekommt es gerade format.. & ich weiss nicht immer wie ich auf auf meine tochter reagieren soll..
gestern hat sie ihren vater richtig doll gebissen.. aus heiterem himmel.. :-( ihre reizschwelle ist niedrig um so mehr, wenn müdigkeit dazu kommt.. normal.. uuuffff! alles muss nach ihren vorstellungen sein.. sie kann weinen wie ein baby & hält trotzdem das zepter in der hand!
bis zu einem gewissen punkt spiele ich ihre rollenspiele mit aber wo bitte ist schluss??
sie spielt ausschliesslich rollenspiele & spielzeug ist weitgehend uninteressant.
ihre "fern"betreuerin sagt, ich sollte mich warm anziehen.. auch wenn es warm sein sollte.. auf mallorca.. :-) wird schon werden!
wie läuft es bei euch? lg julia
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Re: "Hochbegabung" kann verschwinden!

Beitragvon Amy » Mo 13. Feb 2006, 09:58

Also das mit den Rollenspielen kenne ich! ICh habe keinen 4-jährigen Jungen, ich habe grundsätzlich nur Sachen wie einen Triceratopos, einen Archaeopterix, einen kleinen Harry Potter oder Leon (aus die wilden Kerle). Normles Spielzeug ist auch eher wenig in Gebrauch (Die Murmelbahnstecker werden zum ZAuberstab) ;-).

Das mit der Reizschwelle kann ich nicht bestätigen. Er war immer ein recht verlässliches Kind, wobei die Einschätzung im Moment auch stark wackelt ("ooops..wie ist denn der Koffer die Treppe runtergeflogen?") grrrrrr

Mein Kleiner ist so ein Wüterich.. Hemmschwelle geht stark gegen null... aber ich glaube, wenn ich ihn einschätze, der ist weit davon entfernt hochbegabt zu sein... :-). TOtal quirliges Kind... häufig von mir unterschätzt, aber bei weiten nicht auffällig was Auffassungsgabe, Sprache oder so angeht. (Er ist 2 1/2)

NA dann zieh Dich mal warm an :-)
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Beitragvon julia » Mi 15. Feb 2006, 01:08

liebe amy,
die lina ist normalerweise ein zärtliches, ruhiges kind, dass noch nie agressiv war etc.. warum sie gebissen hat? ich denke, einmal gehört es in die entwicklung & zum anderen hat sie eine menge druck.. sagt ihre "betreuerin".. wie & warum erfahre ich noch in kürze.
wird zeit, das lina unter gleichgesinnte kinder kommt!
schein ja auch nett was los zu sein bei euch.. viel spass mit deinen beiden!
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Re:

Beitragvon zwetschke » So 26. Mär 2006, 22:32

WOW! Tolle Berichte....

Als erstes weiß ich jetzt auch, nachdem ich seit gut einem Jahr den Verdacht hatte, ich gehöre auch zu den HBs. Cool. Ich wurde mit ca. 13 auf einen IQ von 136 getestet. Und keiner hat sich was dabei gedacht. Ich hab in der Oberstufe so gut wie NIE eine Hausübung gemacht und bin trotzdem immer durchgekommen. Und keiner hat sich was dabei gedacht. Ich hab französisch in einem halben Jahr von cirka Null auf Maturaniveau gehabt. Und keiner hat sich was dabei gedacht. Ich hab mich in der Volksschule gelangweilt. Und keiner hat sich was gedacht.

Meine Kindheit war keine leichte. Meine Schwester verstarb, als ich 6 war, mein Vater hatte einen Herzinfarkt als ich 8 war. Mein Verhältnis zu meinen Eltern war kein sehr gutes. Ich wuchs in einem sehr konservativen und strengem Elternhaus auf. Und die Meldung meiner Lehrer: Nicht blöd aber faul. tat ihr übriges dazu. Ich bekam von meinen Eltern soviel seelische Knacks mit, daß mir die Sache mit dem Lernen eigentlich pfurzwurscht war. Erst jetzt, da ich beginne meine seelischen Probleme zu lösen (meiner Kinder willen, damit sie nicht das selbe mitkriegen, wie ich), wird mir bewußt, was für ein Potential ich eigentlich gehabt hätte.

Und soll ich euch was sagen. Ich bin deswegen nicht unglücklich. Es ist mein Leben und es ist gut, so wie es ist. Jetzt weiß ich es ja und es ist schön. Ich wurde früher so niedergemacht (was nichts mit meinem Intellekt zu tun hatte. du bist faul, du bist blöd, du bist fett, du bist zu nichts zu gebrauchen, du wirst es zu nichts bringen und die ein oder andere tracht prügel), da kam nicht einmal ich auf die Idee, ich könnte anders sein. Ich war es sowieso, denn alle anderen waren ja besser wie ich.

Wißt ihr, meine Eltern haben auch nur versucht ihr Bestes zu geben und trotz aller Widrigkeiten konnte ich mir ihrer Liebe immer sicher sein. Auch wenn sie heute manchmal noch immer sehr weh tut.

Und so ist es schön, daß ich einfach nur weiß, ich wäre etwas besonders gewesen. Und für mich weiß, wie mein Weg weitergeht, daß ich alles auf dieser Welt schaffen kann, denn an Grips fehlt es nicht.

Ich hab es schon an verschiedenen Stellen im Forum hier anklingen lassen und wie Erika wurde ich auch schon ein paar mal mißverstanden. Bitte liebe Mütter von HBs: Vergeßt auf die Liebe nicht!! Eure Zuwendung ist das, was Eure Kinder am notwendigsten brauchen!
zwetschke
 
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