Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand selber wieder gefunden?

Eltern
haben Kluge Kinder auch Kluge Eltern? Alles zu Hochbegabung bei Erwachsenen

Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon reilo » Mo 23. Feb 2009, 22:38

Wo habt Ihr Euch testen lassen?

Wie seid Ihr an einen erfahrenen Psychologen gekommen?

Würde mich gerne testen lassen, einfach nur, um für mich einen Strich drunter ziehen zu können, habe aber bei meinen Recherchen nichts passendes gefunden.

Viele Grüße

Tina
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Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon Ines123 » Mi 25. Feb 2009, 22:43

@Tina: welchen Bericht hattest du denn gelesen?
würde das auch gerne mal lesen, auch wenn es wahrscheinlich wirklich "mitnehmend" sein wird. aber weißt du, wir haben nun eine Erklärung; ja leider viel zu spät (hatte auch einiges hinter mir), aber immerhin wissen wir JETZT, dass wir NORMAL sind (normal eben für mögliche Hbs;-) ) und das haben wir unseren Kindern zu verdanken, weil sie so sind wie sie sind und weil wir so einiges über UNS herausfinden konnten...
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Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon heidimoritz » Fr 27. Feb 2009, 09:12

@Elisa

Wo hast du dich testen lassen?
lG
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Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon reilo » So 1. Mär 2009, 19:43

Hallo,

bis auf das mit dem Klavier könnte ich alles unterschreiben,
was ich aber besten finde ist dieser Satz:

Elisa hat geschrieben:Da einzige was ich in der Schulzeit effektiv gelernt habe, ist, mein Hirn auf "Stand by modus" zu schalten.
Das kann ich echt super, und es fällt mir immer noch schwer es da wieder rauszuholen.


Da bin ich auch superklasse!

Immerhin habe ich damit die Schwangerschaft überstanden, in der ich 9 Monate krank geschrieben war und überwiegend liegen musste. Ohne diese "Hirnausschaltefunktion", wie ich sie nenne, hätte ich das nicht überstanden.

Liebe Grüße

Tina
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Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon Eichhörnchen » Mi 19. Aug 2009, 13:31

Hallo loewe03,
bisher hatte ich mich nicht veranlasst gesehen, hier meinen Senf dazuzugeben.
Aber als ich deinen Bericht hier las, hab ich mir gedacht, das wäre ich.

Auch ich bin ein DDR-Kind. Schule hat mich nicht wirklich interessiert. Gelernt hab ich ein einziges Mal. Und da hab ich dann eine 3 bekommen. (es war Geschichte) Da hab ich das Lernen wieder sein lassen. Auch ich wollte nie 1er haben. Ungeübte 2er sind doch super. Meine Kl.-Lehrerin wollte immer, das ich die 10. Kl. mit Auszeichnung abschließe. Aber das ging mir sehr am A... vorbei. Aus heutiger Sicht (und Kenntnis meines IQ) sage ich mir, die Frau hatte Recht.
Auch ich war kirchlich sehr engagiert und auch ich bin ein absoluter Logiker. Mathe fiel mir nur so zu.
Meine erste Lehre zur Krankenschwester musste ich wegen Allergie abbrechen. Gott sei Dank. Ich hätte Muskeln und andere Sachen dann doch lernen müssen. Und da wusste ich ja nicht so richtig, wie man das anfängt. Ich habe dann Bürokauffrau gelernt und habe diese Ausbildung ohne lernen (auch vor den IHK-Prüfungen nicht) bestanden.

Diese Tendenzen sehe ich schon auch bei meinen 2 jüngeren.


lG Eichhörnchen
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Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon alibaba » Mi 2. Sep 2009, 10:35

Hallo,

in einem Austria-Forum ein Club aus ehemaligen DDR-Kindern. Na das nenne ich Zufall. Ohne über die DDR-Zeit zu werten muss ich dzu schreiben, das sich in Ost wie West, Nord oder Süd, Deutschland oder Österreich vor 30 Jahren wohl noch nicht so viele Leute Gedanken um die Begabungen Ihrer Kinder gemacht haben.

Auch im Rückblick auf meine eigene Kindheit geben meine Eltern zu bekennen, das es damals eben nicht "Mode" war den Kindern bei Interesse etwas anzubieten. Ich war draußen, draußen, draußen. Lernte in der Schule schwimmen, Dinge die ich gerne machen wollte - keine Zeit - kein zweites Auto, keine Busverbindung. Früher war es ganz normal eine Berusfausbildung zu machen, das war damals noch anerkannt - das zählte. Heute zählt nur noch Gymnasium, Studium, sonst wird es nichts mit den vielen Geld und der Verwirklichung seiner Träume.

Die Zeit ist einfach anders. Dank PISA oder IGLU .... wird wieder mehr Wert aufs Lernen gelegt. Jeder spricht von Förderung, Integration -zu meiner Zeit wusste man nicht mal was man damit anfangen sollte. Rückblickend erkennen meine Eltern schon das sie durchaus etwas mehr hätten machen können - nun, zu meiner Zeit machte das aber keiner. Nicht nur meine Eltern nicht.

Und so nahm ich mein Glück später selber in die Hand und holte mein Ding auf dem zweiten Bildunsgweg (wie es so schön heißt) einfach nach.

@loewe: Mir geht es auch so. Häufig urteile ich dann instinktiv in "mit dem kann ich" "mit dem nicht". Allerdings spüre ich nur Abneigung und Zuneigung, so detailliert wie du spüre ich meine Gegenüber nicht. Mittlerweile lehrt mich die Erfahrung mich mit solchen schnell getroffenen Urteilen zurück zu halten und die Person erst einmal näher kennen zu lernen. Und häufig wurde ich dann überrascht, positiv wie negativ.

Ich kannte mal eine sehr taffe Frau die später ihren Mann, weil er nicht mehr in Ihr Bild passte, erstochen hat. Ihr IQ wurde auf überdurchschnittlich festgestellt. Da ich doch schon engen Kontakt hatte, lehrte mich diese auserordentliche Erfahrung, mich mit pauschalen Wertungen grundsätzlich massiv zurück zu halten. Es gelingt mir nicht immer.

Viele Grüße
alibaba
 

Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon ellen » Sa 12. Sep 2009, 22:57

Das ist sehr interessant... und huch, hier kommt nochmal ein DDR-Kind...

Auch ich bin eigentlich erst durch die potentielle Hochbegabung meines Kindes mit dem Gedanken konfrontiert worden, dies auch mal für mich selbst zu hinterfragen. Und es hat mich schon auch zu Tränen gerührt... Nicht, dass ich mich für hochbegabt halte, es liegt doch wohl eher an der unteren Grenze dahin. Doch nun, beim Rückblick, gibt es durchaus hier und dort Hinweise, die ich so nie wahrgenommen hatte. Ich begann mit 6 Monaten zu sprechen, Lernen in der Schule nicht nötig, Stadtmeisterschaften in der Matheolympiade (was sich auf dieser Ebene rückblickend als reine Intelligenz-Meisterschaft herausstellt). Sowas habe ich vorher nie wirklich beurteilt. Ich hatte es aber auch immer leicht, immer Freunde, annerkannt, war nicht unglücklich. Aber klar, warum auch? Ich war gewiss kein Überflieger. Und doch bewegt es mich. Vielleicht, weil ich schon immer etwas mit meinem Lebenslauf hadere. Weil er nicht zu meinem Potential passt. Ich mich sogar für ihn schäme manchmal, weil ich eigentlich nur von gebildeten Leuten umgeben bin...
Ich habe nicht studiert, ich habe nichtmal Abi (und es würgt in mir, wenn ich das sage) obgleich ich immer wusste, es wäre überhaupt kein Problem gewesen. Oft verwundert war, wie ungebildet und "unschlau" manch ein Akademiker war und mich fragte, was man denn zu so einer Laufbahn überhaupt mitbringen müsse. Nun, ich bin in der DDR aufgewachsen, Schule war ein Kinderspiel, nie gelernt, anfangs beste Noten, später die Lust verloren. Immer mit dem latenten Gefühl, wie traurig es ist, nicht motiviert zu sein. Ich hörte damals als Kind mal von einer Experimental-Schule in der reformpädagisch unterrichtet wurde (ja, selbst in der DDR), und mein Herz blutete mir damals bei dem Gedanken, man könnte so lernen. Es blutet mir noch heute (aber im Positiven), wenn ich z.B. von Montessori-Schulen lese, bzw. auf einem Elternabend bei meinem Kind im Kinderhaus bin und höre, was die da so tun (dürfen). Genial. Ich bin mir sicher, dass ein solches Lernen bei mir sehr viel Potential hätte wachrütteln können. Ich lag beim Schulabschluss in einigen Fächern auf 3, weil ich überhaupt nichts mehr für die Schule tat und auch oft nicht dort war. Für die Prüfungen habe ich dann gelernt und alle mit 1 abgeschlossen, aus dem Ärmel. Ich denke überhaupt, dass das in den meisten Fächern möglich gewesen wäre, wenn ich nur zugehört hätte und versucht hätte mitzumachen.
Ich denke oft, dass ich gern in der Forschung oder zumindest in einem Job hätte arbeiten können, in dem ich mein geistiges Potential nutzen würde. Aber damals, studieren? in der DDR? Wozu? Gefragt hat mich auch keiner. Keiner, den ich kenne konnte dort studieren. Keine Perspektive, dort gehörte ich ohnehin nicht hin und bin am Ende eh getürmt. Also passierte es nicht, das Studieren, und einen Job hatte ich immer sofort, auch als Quereinsteiger. Bin Autodidakt. Verstehe sehr schnell.
Unglücklich bin ich nicht, ich habe eigentlich meinen Wunschjob gefunden, und er gibt auch hier und da die Möglichkeit an geistige Grenzen zu kommen, glücklicherweise auch an kreative. Aber es brodelt doch bisweilen, wenn ich mal wieder nach meiner Laufbahn gefragt werde, ... und mich schäme. Und so langsam wird mir erst klar, warum vielleicht ich mit nur so wenigen Leuten wirklich klarkomme, heißt an so wenigen wirklich interessiert bin. Wenn ich dies mal so reflektiere, dann habe ich sicherlich oft Schwierigkeiten gehabt mit Menschen, die vieles nicht denken können oder welchen, die über nichts reden aber dennoch reden. Das gibt mir aber auch ein wenig Zuversicht, denn es gibt mir ein wenig mehr Selbstbewusstsein. Und für mein Kind bin ich froh, dass es (bis jetzt) so lernen kann wie es das braucht und hoffe sehr, wir werden das auch in der Schule irgendwie relaisieren können. Er hat es wie ich sehr leicht, viele Freunde, sozial sehr integriert und glücklich. In der altersgemischten Montessori-Kita ist das sicherlich auch noch leicht möglich Es gibt bisher noch keinen Grund mir Sorgen zu machen, ich hoffe, es geht so weiter. Aber vor der Schule in zwei Jahren habe ich durchaus Respekt....
ellen
 

Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon Alex+Co. » Mo 14. Sep 2009, 11:48

Noch ein Zugang im Club der hochbegabten DDR-Kinder ;) !

Endlich habe ich Zeit gefunden, mir mal eure Geschichten durchzulesen (die ich extrem interessant finde) und möchte mich hier auch vorstellen.

Anfang der 70er in der DDR geboren, war ich bereits im Kindergartenalter ein Außenseiter. Ich konnte sehr früh sprechen, mit 5 Jahren habe ich ganze Bücher gelesen (aber keine Kinderbücher, sondern z.B. Fachbücher über Wildtiere in Afrika), ohne daß mir es jemand beigebracht hätte. Im Kindergarten kam ich mir albern vor, das mitzumachen, was alle anderen machten. Ich fand das schlicht und ergreifend "blöd". Ich habe mich geschämt, mit anderen rumzuhopsen oder so etwas in der Art, und habe dabei deshalb auch nie mitgemacht - eben, weil ich es kindisch und albern fand. Für meine Begriffe waren das Spiele für 2jährige und nicht für mich.

Jemanden, mit dem ich mich ernsthalt über meine Interessen unterhalten konnte, hatte ich, bis auf meine Mutter, nicht.

In der Schule habe ich mich 12 Jahre bis zum Abi eigentlich nur gelangweilt. Ich habe zu Hause nie für die Schule gearbeitet, und hatte trotzdem nur 1er und 2er. Deswegen galt ich bei allen als Streber, und ich mußte auch oft für die Lehrer als Beispiel herhalten ("Schaut euch mal die xyz an, die kann das, weil sie fleißig zu Hause ist"). Das war, wie gesagt, völliger Schwachsinn, aber für meine Lehrer war das ein Ding der Unmöglichkeit, daß ein Kind zu Hause nicht lernt und übt und trotzdem 1er Zeugnisdurchschnitte hat. Ich hab mein Abi mit 1,2 gemacht, ohne je dafür einen Hefter in die Hand genommen zu haben.

Im Schulalter kristallisierten sich dann schon früh die Interessen heraus, die ich heute noch habe: Medizin und südostasiatische Ethnologie (also Völkerkunde), vor allem Kambodscha. Natürlich konnte ich mich damit wieder mit keinem unterhalten. Mein Taschengeld habe ich für entsprechende Fachliteratur ausgegeben, und alles andere, womit sich 10, 12 oder 14 Jahre alte Mädchen normalerweise beschäftigen, war mir ziemlich egal - bis auf meine Puppenfamilie zu Hause, die ich hingebungsvoll und lange gepflegt habe (ja, es konne passieren, daß ich mit 15 noch meine Babypuppe in den Arm genommen habe :oops: :oops: :oops: .....) Matheolympiaden und sowas habe ich nie mitgemacht, obwohl ich mehrmals vorgeschlagen wurde - das war mir Zeitverschwendung gegenüber meinen wahren Interessen, also Medizin und Völkerkunde...

Ich wollte Medizin studieren, was mir aber vom DDR-Regime verwehrt wurde, weil ich nicht systemtreu war und mich geweigert habe, in die SED einzutreten. Ich war aber wild entschlossen, auch ohne Partei meinen Studeinplatz zu bekommen, und hatte Widerspruch gegen den Bescheid eingelgt (eine Todsünde), der freilich abgelehnt wurde. Doch im nächsten Jahr wollte ich es wieder probieren. Deshalb habe ich als pflegerische Hilfskraft im örtlichen Krankenhaus an, wo ich schon immer in den Schulferien gejobt und manches Mal die Schwestern mit meinem angelesenen medizinischen Wissen verblüfft hatte.

Dann kam (Gott sei Dank!!!) die "Wende" dazwischen, und ich wurde plötzlich von heute auf morgen mit Kußhand an meiner Wunschuniversität zum Medizinstudium immatrikuliert. Im Studium hab ich mich zum ersten Mal als Gleiche unter Gleichen gefühlt, gefordert, gefördert, anerkannt. Das war eine schöne Zeit! Doch auch da fiel mir das Lernen viel leichter als anderen, und auch das Studium habe ich mit 1,7 abgeschlossen. Im Studium haben wir im Rahmen der Psychologievorlesungen über Intelligenztests gesprochen und hatten freiwillig die Möglichkeit, uns sozusagen im "Selbstexperiment" mit psychologischer Anleitung und Auswertung testen zu lassen - ich fand das lustig, habe aus Spaß mitgemacht und fiel aus allen Wolken über meinen IQ von 150............

Meine Interessen habe ich im Studium weiter ausgebaut und miteinander verbunden - in einem Verein, der sich um Waisenkinder und medizinische Entwicklung in Südostasien kümmert. (Da bin ich noch heute aktiv, mittlerweile im Vorstand). Nach dem Studium habe ich meinen Facharzt in Rekordzeit gemacht und bin eine der jüngsten Fachärztinnen für Anästhesie und Intensivmedizin in Deutschland gewesen (29 bei Bestehen der Prüfung). Neben meiner Arbeit in der Klinik bin ich beizeiten selbst mit nach Kambodscha geflogen, habe autodidaktisch die Sprache gelernt (nicht nur Sprechen, auch in Wort und Schrift). Daraus wurden sieben Jahre regelmäßigen Aufenthaltes dort in internationalen Teams und mit den kamobdschanischen Kollegen. Diese sieben Jahre waren für mich DIE Erfüllung schlechthin! Mein medizinisches Wissen und Können mit meinen (zwar auch nur autodidaktischen, aber immerhin) völkerkundlichen Kenntnissen in Einklang zu bringen und noch dazu den Menschen dort zu helfen, haben mich rundherum glücklich gemacht.

Noch glücklicher macht mich nur mein Sohn, der vor anderthalb Jahren geboren wurde und der mich mehr braucht, als alle anderen Menschen auf der Welt. Deshalb ist momentan auch meine aktive Entwicklungshilfezeit vorbei. Rückblickend auf meine eigenen Erfahrungen und mit dem heutigen Stand der Wissenschaft betrachtet, befürchte ich (ja, ich befürchte es regelrecht), daß mein kleiner Sohn auch hochbegabt werden könnte.

Es ist schön, ihn aufwachsen zu sehen, aber (ganz ehrlich und unter uns) - "nur" mit Familie und "normaler" Arbeit in meinem Beruf in Deutschland fange ich schon wieder an, mich unterfordert zu fühlen....
Alex+Co.
 

Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon Alex+Co. » Mo 14. Sep 2009, 13:01

Danke für dein Lob :oops: :oops: :oops: -ich find das ganz normal (ist auch sowas, was andere oft nicht verstehen können...)

loewe03 hat geschrieben:Hoffentlich wird dein kleiner Sohn auch so wie du, weil ich solche Menschen über alles schätze.


Naja, sehr selbstbewußt und zielstrebig isser schon mal, oder spricht man bei kleinen Kindern da eher von "Trotz" oder "Bock" :schwitz: :lol:
Alex+Co.
 

Re: Hat sich bei der Nachforschung über HB der Kinder jemand sel

Beitragvon Alex+Co. » Mo 14. Sep 2009, 14:06

Da fällt mir gerade ein Erlebnis aus meiner Vorschulzeit ein:

An sich habe ich gerne (und wohl auch gut) gemalt, war aber immer der Meinung, was ich zu Papier gebracht habe, sei nicht gut genug, nicht schön genug, ich habe immer ein Detail gefunden, was nicht meiner Vorstellung entsprach - nein, "ich kann das nicht!!!" Wenn meine Mutter dann das Gegenteil behauptet und meine Arbeit gelobt und gesagt hat, wie sehr ihr mein Werk gefällt, war bei mir alles zu spät. "Nein, das ist häßlich, das ist blöd, das ist ganz und gar Mist, wie kannst du das nur gut finden" hab ich geschrien usw., usw. Zufrieden war ich hingegen, wenn meine Mutter gesagt hat, was ihr an dem Bild nicht gefällt, und was ich anders (meiner Meinung nach besser) machen könnte. Dann habe ich mich auf der Stelle hingesetzt und das Bild ein zweites Mal gemalt, aber das Mädchen hatte dann eben z.B. einen blauen und keinen roten Rock mehr an. Aber dafür hatte dann der Baum zu wenig Äste... So habe ich manchmal stundenlang gesessen und habe gemalt, bis mir mein Bild, dank "konstruktiver Kritik" meiner Mutter selber auch gefallen hat.

Völlig verdutzt war ich, als ich einmal im Kindergarten einen Malwettbewerb gewonnen hatte. Da konnte ich natürlich nicht ...zig Varianten anfertigen, sondern nur eine einzige - die ich freilich wieder "unter aller Kanone" fand. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich sogar zur Erzieherin gesagt, sie soll mein Bild wegwerfen und nicht den anderen zeigen. Als mein Bild später als 1. Platz für alle gut sichtbar im Eingangsbereich des Kigas hing, war ich zunächst völlig perplex, dann sauer auf meine Erzieherin, weil sie das Bild nicht weggeworfen hatte, und zum Schluß ganz mächtig stolz!
Alex+Co.
 

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