Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon unwissende-neu » Sa 8. Apr 2017, 11:27

Hallo,
ich bin mit meiner 7-jähriger Tochter gerade im erneuten Testverfahren um ihre Verhaltensauffälligkeiten auf die Spur zu kommen. ( Diesmal ist die Schule der Auftraggeber)

Gestern bekamen wir ein Schreiben vom SPZ ( Bericht) mit dem Befund von 2015 - wo mir damals gesagt wurde "kein Befund". Einen Bericht wurde damals nicht gemacht, warum auch immer, was der Ärztin im aktuellen Gespräch auch scheinbar unangenehm war. Nun stehen dort plötzlich doch Befunde drauf, mit dem Hinweis:" Notwendigkeit spezifischer Maßnahmen. "
- Was auch immer das heißt, es ist ja nicht erfolgt.

Das weiteren wurde der IQ - Test, der damals gemacht wurde auch angegeben, wobei er damals als "nicht auszuwerten" galt. Hier steht ein Satz drunter:
" ... freundliches Mädchen, das alle Subtests ohne Erreichen des Ausstiegskriteriums bearbeitet hat...."

Was bedeutet dieser Satz? Wir nicht immer bis zum "Ausstieg" getestet, damit man weiß, bis wohin jemand etwas kann? Oder verstehe ich das nun vollkommen falsch?

LG
ich

p.s. es ging damals um den Wppsi-III
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon Bliss » Sa 8. Apr 2017, 13:49

Das Ausstiegskriterium sind 4 falsch oder nicht beantwortete Fragen hintereinander. Wenn sie also überall bis ans Ende gekommen ist, dann hatte sie in keinem Subtest 4 ungültige Antworten hintereinander.
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 8. Apr 2017, 16:10

unwissende-neu hat geschrieben:Das weiteren wurde der IQ - Test, der damals gemacht wurde auch angegeben, wobei er damals als "nicht auszuwerten" galt. Hier steht ein Satz drunter:
" ... freundliches Mädchen, das alle Subtests ohne Erreichen des Ausstiegskriteriums bearbeitet hat...."

Was bedeutet dieser Satz? Wir nicht immer bis zum "Ausstieg" getestet, damit man weiß, bis wohin jemand etwas kann? Oder verstehe ich das nun vollkommen falsch?

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Das mit den Austiegskriterien habe ich auch nicht gewusst (danke Bliss :) ). Die Grenze, die du meinst (bis wohin jemand etwas kann), heißt "Deckelung". Wenn davon die Rede ist bedeutet es, dass die Aufgaben zu leicht für das Kind waren und es daher im Test (bzw. in Subtests) nicht an seine Leistungsgrenze gekommen ist.
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon unwissende-neu » So 9. Apr 2017, 16:31

ah ok. der ominöse Bericht wirft immer mehr Fragen auf. Warum taucht er nach 2 Jahren plötzlich auf, warum wurde der Test nun doch ausgewertet, wo sie doch gerade erst einen neuen Hawik Iv gemacht hat. Er galt damals als " nicht auszuwerten" und nun weißt er einen IQ 117 in der Gesamtwertung auf, mit diesen Nachsatz. Wenn sie keine Ausstiegskriterien hatte, müsst es doch höher sein, oder die Psychologin ( die wir nun zum Glück nicht noch einmal bekommen haben) hat von sich aus nicht weiter gefragt ( gibt es das auch?)?
- Macht alles überhaupt keinen Sinn.
Außerdem steht dort auch, dass ein EEG gemacht werden sollte, welche nie erfolgt sind und die Diagnose motorische Dyspraxie - wovon mir nie jemand etwas gesagt hat.
Ein weiterer Befund ist Enuresis, welches völliger Blödsinn ist, sie war mit 3 Jahren und 6 Monaten zuverlässig trocken.

Nach dem Konzentrationstest und dem IQ Test kam eine verstört aussehende Psychologin auf uns zu und meine, sie Stünde kurz vor der Rente und hätte noch nie ein solches Zackenprofil gesehen. Ich solle noch kurz im Wartezimmer platznehmen. Dann gab es ein getuschel zwischen verschiedenen Personen, die Suche nach der Chefärztin begann, die war aber gerade auf der Station und nicht erreichbar, dann wurde gesagt, dass sie unbedingt ein Blutbild bräuchten und vor der Ergoüberprüfung wollte sie erst ein 4-Augengespräch mit der testenden Therapeutin führen. Und wir waren 6 (!) Stunden dort im Krankenhaus unterwegs, statt 3 Stunden, wie geplant.

Bevor wir Donnerstag in die nächste Runde gehen, will ich dazu erst einmal mit unserem Hausarzt drüber sprechen. Irgendetwas scheint dort ja mächtig schieflaufen. Da bin ich ja fast versucht, auch den Fall meiner kleinen Tochter noch einmal aufrollen zu lassen. Denn dort schütteln ja auch alle mit dem Kopf, wenn ich sage, dass ausser eine vermutete HB ( IQ 128 im HT mit 3 Jahren Kaufmann ABC mit Verweigerungen anderer Bereiche, die dann als nicht aussagekräftig erklärt wurden ) keine weiteren Befunde gekommen sind. Da warten wir ja im Prinzip auch ab, bis sie im Sommer zur Schule kommt und die Schule dann vermutlich ebenfalls als Auftragsgeber neue Tests haben möchte.
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon unwissende-neu » Mo 24. Apr 2017, 21:41

So, nach einer Reihe von Tests habe ich nun noch mal eine Frage.
Was bedeutet das "Entwicklungsalter"? Ich meine, was kann man sich darunter vorstellen?
Da der Hawik nicht auszuwerten war ( extremes Zackenprofil), wurden nun Entwicklungstests gemacht, wo sie verschiedene Dinge zeichnen musste. Ein Haus, ein Baum, ein Mensch, Geometrische Figuren, und noch ein paar Wahrnehmungs- oder Koordinationstests oder so, genau weiß ich das nicht, da ich ja nicht mit war. Jedenfalls kam dort raus, dass ihr momentanes Entwicklungsalter "10 Jahre" ist. Also 3 Jahre älter. Aber weiß genau bedeutet das, außer, dass sie gut zeichnen kann? Also ich meine im Bezug auf die Schule und Sozialkompetenz?
Es bedeutet doch nicht, dass Sie sich benimmt, wie eine 10-jährige, oder sie das Wissen einer 10-jährigen hat, oder?
Ich meine als Baby wäre es ja klarer, Frühentwickler, kann früh sprechen, laufen oder sonst etwas. - Also Fix dabei. Das sagt aber ja nichts über die Intelligenz, also ggf. Unterforderung aus, oder? Oder das sie bald in die Pubertät kommt.... Intelligenz ist mir ja im Prinzip klar, aber was genau ist denn Entwicklung? - Klingt echt blöd, aber ich steh damit echt irgendwie auf dem Schlauch....
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon unwissende-neu » Di 25. Apr 2017, 08:51

Zum Entwicklungsalter finde ich entweder nur die Entwicklungsstufen für Kleinkinder oder so ganz grobe Säugling, Kleinkind, Schulkind, Pubertät,....

Was meine Kinder haben? - Keine Ahnung.
Sie benehmen sich "anders".
Ich schrieb ja schon, dass sowohl die Psychologin, als auch die Lehrerin vor Rätseln stehen.
Sie passt in kein Profil so richtig rein.

Folgende Test hatten folgende Ergebnisse:

Konzentrationstest unauffällig
Hawik IV sehr durchwachsen
optische Beobachtung: unkonzentriertes Verhalten, dann wieder Fokosierst, Stift fällt ständig aus der Hand, Kind fällt in der Fokosierten Phase vom Stuhl, stellt sich dann lieber hin,
erreicht zwischendurch Spitzenwerte, dann beim selben Untertest findet sich keine Antwort auf Fragen, wo die Psychologin meinte, dass hätte sie mit Sicherheit mit 5 schon gewusst.
Zwischendurch gab es Phasen, wo sie komplett wie gegetreten da saß und erst auf Berührung wieder weitermachte. Außerdem zeigte sie eine sehr große Verunsicherung und überlegte jedes Wort, welches sie sagte.

So ergibt sich, dass sie ganz unterschiedliche Ergebnisse in Untertests der gleichen Kategorie erreicht hat, so dass selbst die Werte in der jeweiligen Kategorie nicht sehr aussagekräftig sind.
Wenn man es dann errechnet ergibt sich folgendes Bild:

Sprachverständnis 122
Wahrnehmungsgebundenes logisches Denken 117
Arbeitsgedächtnis 97
Verarbeitungsgeschwindigkeit 95

Blutunteruchung unauffällig
Ergotestung überdurchschnittlich mit dem Ergebnis: Entwicklungsalter 2-3 Jahre über dem eigentlichem Alter. ( Abbruch zur Zeitrahmensprengung)

als nächstes steht nun an, dass eine Psychologin an 3 unabhängigen Tagen sie in der Schule beobachtet ( ohne das meine Tochter es weiß)
ein EEG ( allerdings erst im Juni)
und eine Physiotestung, da sie Ermüdungserscheinungen zeigte und z.B. das Treppenlaufen sie unnatürlich stark anstrengte.

Wir sollen nun erstmal Sandrin und Omega 3 und 6 Hochdosiert nehmen, manchmal scheint es unterstützend zu wirken.
Und haben eine Überweisung ( 10x) zu einer Ergotherapeutin erhalten, die auf Begabtenföderung, ADS etc. speziallisiert ist, die soll mal mit ihr Arbeiten und Beobachten.

Ob es nun etwas patholoisches ist oder Charakter ( in unserer Familie sind viele sehr schrulllig, teilweise mit Diagnosen, teilweise ohne) - ich habe keine Ahnung.
Aber gestern erhielt ich dann wenigstens die Nachricht, dass sie mit in die 2. Klasse gehen wird.

In der Schule kommt sie nicht wirklich klar. Sie verletzt sich häufig ( recht schwer), träumt im Unterricht in einem Aussmaß, dass sie nicht einmal mitbekommt, wann es zur Pause klingelt, geschweige denn, welche Unterrichtsstunde gerade stattfindet. Auch im Alltag ist sie lustlos und fast schon Depressiv. Außerdem hat man das Gefühl, sie entwickelt sich zurück. - Es begann schon im Kindergarten, wo wir dachten, es sei eine Phase oder wie auch immer....
Laut Lehrerin nehmen auch andere Kinder sie anders wahr, als ob sie nicht auf einer Ebene stehen würden. Sie wird in Ruhe gelassen und wenn sie etwas sagt, hören alle auf sie. Als Konfliktschlichter sei sie unschlagbar und kann Situationen analysieren, die selbst die Lehrkräfte so schnell gar nicht überblicken. Für die Pausenaufsicht ist sie eine echte Bereicherung :)

Sie selbst mag die Schule überhaupt nicht, mal schlimmer mal weniger schlimm. Sport ist ihr schlimmstes Fach. Und die Aufgaben aus der Schule macht sie zu Hause, da sie in der schule "nicht fertig wird" meist steht nur der 1. Buchstabe dort. Die Beschwert sich zwar nicht oder kaum, aber Mühe gibt sie sich auch nicht.
Und ich weiß, dass sie sich selbst eher als "Alien" auf dem Schulhof fühlt. - Dieses Gefühl kennen die meisten Familienmitglieder bei uns ;)

Tja, soviel dazu....
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 26. Apr 2017, 09:04

unwissende-neu hat geschrieben:So, nach einer Reihe von Tests habe ich nun noch mal eine Frage.
Was bedeutet das "Entwicklungsalter"? Ich meine, was kann man sich darunter vorstellen?
Da der Hawik nicht auszuwerten war ( extremes Zackenprofil), wurden nun Entwicklungstests gemacht, wo sie verschiedene Dinge zeichnen musste. Ein Haus, ein Baum, ein Mensch, Geometrische Figuren, und noch ein paar Wahrnehmungs- oder Koordinationstests oder so, genau weiß ich das nicht, da ich ja nicht mit war. Jedenfalls kam dort raus, dass ihr momentanes Entwicklungsalter "10 Jahre" ist. Also 3 Jahre älter. Aber weiß genau bedeutet das, außer, dass sie gut zeichnen kann? Also ich meine im Bezug auf die Schule und Sozialkompetenz?
Es bedeutet doch nicht, dass Sie sich benimmt, wie eine 10-jährige, oder sie das Wissen einer 10-jährigen hat, oder?
Ich meine als Baby wäre es ja klarer, Frühentwickler, kann früh sprechen, laufen oder sonst etwas. - Also Fix dabei. Das sagt aber ja nichts über die Intelligenz, also ggf. Unterforderung aus, oder? Oder das sie bald in die Pubertät kommt.... Intelligenz ist mir ja im Prinzip klar, aber was genau ist denn Entwicklung? - Klingt echt blöd, aber ich steh damit echt irgendwie auf dem Schlauch....


Hallo unwissende,

hier ist ein Link wo das Entwicklungsalter erklärt wird:

http://lexikon.stangl.eu/11171/entwicklungsalter/
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon alibaba » Mi 26. Apr 2017, 12:34

Mich irritiert das Ganze.

Auch wenn ein Test ein Zackenprofil ausweist, kann man trotzdem Stärken und Schwächen gut erkennen. Jeder gute Psychologe kann das. Hier scheint es kein Guter gewesen zu sein. Ich würde nachtesten. Die 300 € würde ich investieren und in ein Institut für Hb gehen. Grundsätzlich ist ein SPZ super für Schwächen da, aber für Hb eher nicht geeignet.

Bei einem 7-jährigen Kind noch vom Entwicklungsalter zu sprechen, halte ich ja für selten dämlich. Wie weit kommt man denn nun mit so einem Ergebnis? Zumal, man beachte, man ein Entwicklungsalter auch eher für Schwächen angibt, als für Stärken. Erklärt ja auch der Link sehr schön. Und ich mag es mir auch noch gefallen lassen, wenn man bei einem 3-jährigem vom Entwicklungsalter spricht, aber ab dem Schulalter? Nicht für umsonst nimmt man ab da den HAWIK. Dieses Rätselraten nach Zeichnungen, da kann ich nur lachen. Mein Kindklein malte bereits immer besser als mein Kindgroß. Viel detailreicher, viel künstlerischer. Mein Kindgroß malt immer noch "Strichmännchen". Und dumm ist er ja nun nachweislich nicht.

Das was ich jetzt heraus lesen kann, würde mir persönlich nun so gar nicht weiter helfen.

VG
alibaba
 

Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon unwissende-neu » Fr 28. Apr 2017, 00:33

Hallo,
danke für eure Unterstützung.

Ja, unfähig kann man das SPZ wirklich nennen. Das einzig Gute ist, dass ich eine Überweisung zur Ergo bekommen habe. Ich habe mir eine Ergotherapeutin mit Zusatzqualifikationen gesucht. Unteranderem ist sie Hochbegabten-Pädagogin. Dort hatten wir nun Erstgespräche. Auch die Lehrerin hat sich freiwillig gemeldet und unterstützt mit Beobachtungen und Beurteilungsbögen. Ich habe die Therapeutin von der Schweigepflicht gegenüber der Lehrerin und ggf. weitere Spezialisten entbunden, damit wir klare Gespräche führen können.

Autistin ist sie nicht. Wir haben in der Familie zwar 2 Fälle von Autismus, aber sie hat Schlüsselqualifikationen, die bei Autismus gestört sein müssten. Außerdem hatten wir schonmal die Verdachtsdiagnose bei meiner kleinen Tochter. Aber auch dort trifft es nicht zu. Wobei die noch eher dazu hin tendiert. Außerdem hat die kleine momentan auch wieder "Wackelkontakte" ( wie meine größere immer sagt), entweder durch Unterforderung im KiGa oder Eifersucht weil die große momentan Aufmerksamkeit zieht und einfach alles zusammen. Mir platzt bald der Kopf, da beide ihr volles Programm fahren von Bauchschmerzen bis Bettnässen haben wir alles dabei, im Doppelpack. KiGa Verweigerung, Angst um die Weltpolitik, sie ziehen alle Register.

Definitiv hat sie eine Lernblockade ( um es mal harmlos auszudrücken).

Das SPZ hat, laut Ergotherapeutin, einen alten Test verwendet, zudem ist der Hawik IV für HB Diagnostik überhaupt nicht geeignet, vorallem wenn ggf. zusätzlich Teilleistungsschwächen oder ungeklärte pathologische Defizite vorliegen. Zudem dürfen die nicht einfach einen IQ runterreduzieren, das wäre nicht zulässig und die Interpretation werde quatsch. Zumal die ja auch einen Bericht 2 Jahre später verfasst haben. Leider haben die SPZ hier so eine Art Gebietsrecht und das nächste 50km entfernt, würde uns nicht aufnehmen.
Zudem ist es etwas skuriel, dass sie mir "Sandrin" empfohlen haben. Das ist auf Baldrian und Melisse Basis. Wir waren alle sehr erstaunt, dass sie lethargie und Antriebslosigkeit mit Baldrian behandeln wollen. Vielleicht ist der Denkansatz ja: Wenn Aufputschmittel bei Hyperaktivität hilft, vielleicht hilft dann Baldrian bei Antriebslosigkeit. - Gleiches mit Gleichem vergelten sozusagen..... :o


Die Therapeutin schaut nun erst einmal und versucht eine "vertrauensbasis" aufzubauen und viel mit ihr zu spielen. Wenn sie meint, dass meine Tochter Leistungsfähig / Leistungsbereit ist, wird sie einen anderen IQ Test einschieben, ohne das meine Tochter es mitbekommt und einfach vorallem auch für sich, klarheit zu haben. Sie meinte, dass die Psychologin hätte erkennen müssen, dass etwas schiefläuft, dass wenn ein Untertest z.B. Verbalteil in verschiedenen Subtest eine Diskrepanz aufweist von 17 IQ Punkten und solche Schwankungen hatten wir 3 von 4 Bereichen.

Über den Konzentrationstest war ich auch erststaunt. Aber wenn sie Unterfordert ist und kein Bock hat sich zu Konzentrieren, dann ist es ja klar.
Wir haben übrigends einen Placebotest gemacht. Ich habe ihr Konzentrationstabletten gegeben ( Traubenzucker). Dieses klappte tatsächlich 3 Tage lang. Sie war viel besser Konzentiert und Leistungsbereiter. Dann war es wieder ohne Wirkung. Es scheint also ( zumindestens zu einem gewissen Prozentsatz) absichtlich zu sein.

Ich weiß auch, dass sie absichtliche Fehler einbaut. Zumindestens weiß sie, wieviele Fehler sie in der Matheüberprüfung hat, bevor sie korrigiert wurde.... ( Aussage Kind: Nein, ich habe nicht Korrekturgelesen, weil ich ja diesmal alles richtig gemacht habe) :evil:
Auch beim Lesen, stottert sie und lies falsche Wörter, wenn ich nicht korrigiere, hört sie nach 3 weiteren Wörtern auf zu Lesen und guckt mich an. Oder hält auch in Mathe inne und guckt ob ich etwas sage. Eventuell hat sie das beim Test auch gemacht. Oder sie fand es öde zu leichte Fragen zu beantworten ( denn das sagte die Psychologin, dass sie Fragen, die sie vermutlich mit 5 Jahren hätte beantworten können, nicht beantwortet hat -> warum stellt sie die dann ?!? )

Aber dennoch scheint sie auch Defizite zu haben, die sie nicht absichtlich herbei führt. Vorallem motorisch. Dyspraxie ( so einer der Verdachtsdiagnosen im SPZ) finde ich gar nicht so abwägig. Aber eine Schildddrüsenunterfunktion schien auch plausibel und hat sich nicht bestätigt.

Ich bin mal gespannt, wann das SPZ sich meldet um in der Schule zu hospitieren. - Und vorallem, was dabei rum kommt. Zum Glück habe ich nun zugang zur Therapeutin, die ein Auge drauf hält, was das SPZ so macht.

Momentan baue ich komplett auf die Therapeutin. Sie scheint echt kompetent und engagiert zu sein, und vorallem weiß sie wovon man redet, da sie persönlich Erfahrungen in dem Bereich hat.

Hospitieren in der 2. Klasse, haben wir bereits drüber nachgedacht, aber lassen es erstmal, da die Klasse recht "rauh" ist und wir einen Glücksgriff mit der Lehrerin haben. Sie ist für alles zu haben und scheut sich nicht vor ggf. Zusatzarbeit. Nur braucht sie, wie wir auch, Hilfe mit ihr.


Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Und vermutlich nächstes Jahr nochmal mit der kleinen.
Wobei dort keiner HB mehr anzweifelt und sie ja schon eine schwammige SPZ Diagnose hat: HB nicht ausgeschlossen.
- Nur ist fraglich ob dem Landkreis das reicht um Förderstunden zu bewilligen oder ob sie einen Definitiven und vorallem Aktuellen Test haben wollen.
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Re: Bitte hilfe bei Begriffserklärung

Beitragvon alibaba » Fr 28. Apr 2017, 09:22

Koschka hat geschrieben: .... nur einen absolut sicheren Ausschluskriterium für Autismus: ein gut ausgeprägtes Vermögen in großen Gruppen klar zu kommen


Oh Koschka, da wäre ich vorsichtig mit so einer Behauptung. Da würde ich aber viele Autisten kennen. ;) Mich eingeschlossen. Große Gruppen mag ich gar nicht. Nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer Oberflächlichkeit. Dann das darin mitschwingende Konkurrenzgebaren - schrecklich. Ich ziehe da kleine Gruppen oder mich selbst oder mich plus einen Nebensitzer vor.

Ich denke, Autismus ist und hat ein weiter Spektrum. Nicht für umsonst spricht man auch von einer Autismusspektrumstörung mit zig Unterarten. Und auch hier sind nicht alle Ausprägungen gleich. ich denke Autisten eint viel mehr, als nur eine Gruppenunfähigkeit. ;)

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