Testwert im Normbereich ;)

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Twochild » Do 11. Mai 2017, 23:08

So, heute war ja der Test und wie oben geschrieben liegt das Ergebnis im Normbereich um 100. Der Verbalteil war dabei deutlich besser (aber auch im Normberereich), als der Handlungsteil (war auch um die 100). Unterdurchschnittlich war dafür die Verarbeitungsgeschwindigkeit/Viso-Motorik mit einem Wert von 80 :shock:

Damit ist hier das Thema "hohe Begabung" vom Tisch ;)

Was mich etwas ärgert ist, dass ich meinen Sohn nicht richtig darauf vorbereitet habe, dass ich nach 2 Minuten den Raum verlasse. Ich hatte die Testerin so verstanden, dass wir uns erst eine Weile unterhalten und ich dann rausgehe, wenn das Kind gut angekommen ist. Das war er definitiv noch nicht :? Ich saß dann vor der Tür und konnte hören, was gesprochen wurde. Er war extrem schüchtern, hat total leise gesprochen und Dinge nicht "gewusst" die er auf jeden Fall schon lange kennt (z.B. Jahreszeiten :roll: ) Er bestätigte mir hinterher, dass er sehr schüchtern war (kein Summen, kein Singen, kein lockerer Spruch. Er kam mir fast vor wie ein anderes Kind :?: :o :lol:

Der Testerin fiel auf, dass er bei den Aufgaben, wo es z.B. darum ging etwas abzustreichen oder logische Ketten zu vervollständigen sehr schnell gemacht hat, also sich die Aufgaben garnicht erst richtig angeschaut hat. Entsprechend hoch war dann die Fehlerquote.
Dieses Verhalten habe ich hier zu Hause allerdings durchaus auch schon beobachtet. Während die Schwester gerne ab und zu mal in Vorschulblöcken etwas gemacht hat, zeigt er da überhaupt kein Interesse. Sehr selten bearbeitet er mal eine Sache, aber eben auch nur ganz schnell... Bilder ausmalen macht er ebenfalls selten. Z.Zt. malt er zwar gerne, aber nur Phantasiegebilde. Der Testerin war auch seine schlaffe Stifthaltung aufgefallen. Auch das war mir bekannt und hat sich tatsächlich schon deutlich gebessert.
Fazit der Testerin ist, dass er so Schwierigkeiten bekommen könnte in punkto Flüchtigkeitsfehler und Geschwindigkeit. Sie vermutet das er vom Kopf her weiter ist, als er es umsetzen kann und dies zu Frust führt.

Offensichtlich hat als sein Verhalten im Kiga nicht mit einem zu hohen IQ-Niveau im Vergleich zu seinen Kigakumpels zu tun, wie es die EZB vermutete.

Erstaunlich finde ich dennoch, dass ein Kind soviel Wissen in seinem Kopf haben kann bei einem IQ von 100 :mrgreen:
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Willow77 » Fr 12. Mai 2017, 08:37

Hallo,

Ich möchte mal ein wenig von uns erzählen. Wir wurden mit unserem Großen auch vom Kindergarten her nach links und rechts geschickt um dieses und jenes testen zu lassen. Auditive Wahrnehmungsstörung? ADS? ADHS? Hypo- und Hyperaktiv gleichzeitig? Motorisch gestört?

Wir haben eine ganz liebe Psychologin gefunden, die sich Zeit genommen hat. Eine Stunde mit mir allein. Als Sohn in der Schule war. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen, zur Entwicklung unseres Sohnes als Baby und Kleinkind. Ich musste viel über ihn reden, erzählen, Fragen beantworten.

Die Woche darauf, sollte dann mein Sohn erst einmal für eine Stunde zu ihr, allein, mit ihr spielen reden, sich gegenseitig kennenlernen. Daraufhin meinte sie zu mir, ADHS und so weiter würde sie erst mal ausschließen, bzw. weiter beobachten, sie würde, wenn ich einverstanden wäre lieber erst einmal mit einem IQ Test anfangen. In der Testsituation würde sie dann auch merken, wenn in den anderen Bereichen etwas wäre und näher getestet werden sollte.

Die Woche danach, IG Test, die Wochen danach, Entwicklungstests. Resultat: hoher IQ, und in Sprache und Mathe den Kindern in seinem Alter weit, bis zu 2 Jahren mindestens voraus.

Da war also nix mit testen, in einer fremden Situation, mit einer fremden Person oder so. Von daher würde ich die Testergebnisse wie Koschka sagt, auch erst einmal anzweifeln, ohne sie aber jetzt über zu bewerten. Wäre es eine Möglichkeit, einfach mal alles laufen zu lassen, und bei Problemen in der Schule noch einmal testen zu lassen?

Ich kenne Leute bei Mensa, die ihre Kinder auch "testen" lassen, und dabei solange nach einem geeigneten PSychologen suchen, bis sie einen haben, der bereit ist, alle Tests nur solange zu machen, bis sie merken, dass die Konzentration nachlässt, und dann Pause machen: Das Kind eine Runde rennen lassen, oder ganz auf einen anderen Tag verschieben, um dann da weiter zu machen, wo das Kind stehen geblieben war. Naja, da ist dann wohl das Ergebnis den Eltern sehr wichtig.

Ach ja, mit meinem Sohn waren wir dann auch in psychomotorischer Behandlung, doch sowohl die Psychologin die IQ usw getestet hatte als auch die Psychomotorikerin (als auch der Kinderarzt!) waren der Meinung, dass er es eigentlich nicht braucht. Was ist denn dabei, wenn ein Kind nicht die schönste Schrift der Welt hat? Das muss nicht gleich eine schlimme Störung sein....

Und: Mein Sohn hat mit fast 9 die HP Bücher gelesen und verschlungen. Mit 7 und 8 hat er sich einfach noch nicht ran getraut. Da keiner seiner Kollegen so was gelesen hätte/fähig gewesen wäre sowas zu lesen. Auch dass er sie mit fast 9 gelesen hat, scheint wohl noch aussergewöhnlich. :-D

LG,
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 12. Mai 2017, 09:41

@twochild: Da trifft vermutlich das zu, was ich immer sage: wenn Kinder vor Schuleintritt getestet werden ist das Ergebnis einfach nicht sehr aussagekräftig! Einige Kinder sind in der Testsituation befangen, fühlen sich nicht wohl, zeigen nicht, was sie können. Da ist das Ergebnis falsch zu niedrig. Andere Kinder sind voll motiviert, geben "alles" und schaffen (auch in Anbetracht dessen, dass viele kluge Kinder nicht ihr volles Potential zeigen) hohe bis sehr hohe Werte, die dann de facto auch "falsch" sind.

Zur Erinnerung: der IQ-Test zeigt nicht, wie klug ein Kind ist. Er zeigt, was das Kind in der konkreten Testsitiaion im Vergleich mit gleichaltrigen Kindern gezeigt hat.

Willow77 hat geschrieben:Da war also nix mit testen, in einer fremden Situation, mit einer fremden Person oder so. Von daher würde ich die Testergebnisse wie Koschka sagt, auch erst einmal anzweifeln, ohne sie aber jetzt über zu bewerten. Wäre es eine Möglichkeit, einfach mal alles laufen zu lassen, und bei Problemen in der Schule noch einmal testen zu lassen?


Sehe ich genauso :) !

Willow77 hat geschrieben:Ich kenne Leute bei Mensa, die ihre Kinder auch "testen" lassen, und dabei solange nach einem geeigneten PSychologen suchen, bis sie einen haben, der bereit ist, alle Tests nur solange zu machen, bis sie merken, dass die Konzentration nachlässt, und dann Pause machen: Das Kind eine Runde rennen lassen, oder ganz auf einen anderen Tag verschieben, um dann da weiter zu machen, wo das Kind stehen geblieben war. Naja, da ist dann wohl das Ergebnis den Eltern sehr wichtig.


Ich denke auch, dass das künstliche Schaffen einer "Idealsituation" für falsche Ergebnisse sorgt. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass sie Werte, mit denen dann der Vergleich gemacht wird, von Kindern stammen, die die künstliche Idealsituation eben NICHT hatten. Ich halte es auch nicht für notwendig, einem Kind vorweg alles genauestens zu erklären und darauf hinzuweisen, nach wie viel Minuten es eventuell mit der Person, die testet, alleine sein wird, etc. Wofür? Wie wichtig ist das Ganze? Und man kann trotz allem nicht vorhersehen, wie es dann konkret sein wird!

Hingegen halte ich "kennenlernen" und grundsätzlich Vertrauensbasis schaffen vor dem Test für sehr wichtig (wie du es bei euch auch schön beschrieben hast). Dass es introvertierte Kinder gibt, die erst mal Zeit zum "ankommen" brauchen, solle ein testender Psychologe eigentlich wissen und berücksichtigen.
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Twochild » Sa 13. Mai 2017, 22:45

Koschka hat geschrieben:Schmeißt den Test in die Mülltonne, und ich meine es ernst. Ein gewöhnliches Kind lernt nicht mit 2 Jahren von sich aus Buchstaben, kann nicht mal in 6 Monaten selber durch die Fibel durcharbeiten und auch nicht vor der Schule den Zahlenraum über 20 erschließen. Die Tests, vor allem in dem Alter erfordern u.a. Konzentration. Wenn ein Kind damit Probleme hat und ein Paar Fehler schon bei leichten Aufgaben macht, wird der Untertest abgebrochen noch bevor man zu den schweren Aufgaben kommt. Aber vielleicht hätte ja das Kind ausgerechnet die letzte Aufgabe, die 99% der Kinder nicht geschafft haben, doch richtig gelöst.



Mein Sohn machte einen einfachen Test mit 4 Jahren. Aufgrund dessen hat man mir gesagt, er sei gut gefördert, der Gesamtwert lag unter der magischen Grenze. Manche Untertests aber hat er gedeckelt, andere dagegen im Bereich nah an Lernbehinderung absolviert. Wahrscheinlich ist das mit den hohen Werten aber angelernt, hat man vermutet. Anders gesagt, die überergeizige Mutter hat dem Kind gerne Wissen eingetrichtert. Drei Jahre danach hat das gleiche Kind bei Mathekänguru, für seine Kategorie mehr als 2 Jahre zu jung, einen ersten Preis gewonnen. Sein Ergebnis lag trotz des Altes über dem 99. Percentil.

Wenn ich richtig verstehe, ist dein Sohn eher nicht mehr lange im Kindergarten. In der Schule würde ich erstmal gar nicht den Test ansprechen und einfach abwarten, was passiert. Das Thema Konzentration und Stifthaltung kann man so und so sehen. Man kann versuchen ein Jahr lang jede Woche zum Ergotherapeuten zu fahren. Ich habe es versucht, ob das was gebracht hat, da habe ich meine große Zweifel


Wir werden als nächstes erstmal einen Augenarzt aufsuchen, da bei der Schuluntersuchung am letzten Dienstag zu Auffälligkeiten kam. :geek:
Wegen eines Ergorezeptes spreche ich nochmal mit dem KiArzt. Ich würde es glaube ich garnicht schlecht finden. Allein schon um zu sehen, wie er sich verhält.(Er hatte in der Musikschule mal Probestunden und wirkte dabei teilweise wie weggetreten/mit den Gedanken völlig woanders. Das war schon etwas unheimlich...)
Ob das in Punkto Feinmotorik und Konzentration etwas bringt werden wir abwarten müssen. Bis zur Schule ist es nicht mehr lang...
Heute hat er Matheaufgaben gelöst, die diesmal ich ihm gestellt/aufgeschrieben habe. Die Ergebnisse hatte er innerhalb von Sekunden, das Aufschreiben hat laaange gedauert und er war sehr frustriert, weil es ihm nicht so gelingen wollte. Da hat die Testerin also schonmal Recht mit ihrer Aussage ;)
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Twochild » Sa 13. Mai 2017, 23:07

Willow77 hat geschrieben:Hallo,

Ich möchte mal ein wenig von uns erzählen. Wir wurden mit unserem Großen auch vom Kindergarten her nach links und rechts geschickt um dieses und jenes testen zu lassen. Auditive Wahrnehmungsstörung? ADS? ADHS? Hypo- und Hyperaktiv gleichzeitig? Motorisch gestört?

Wir haben eine ganz liebe Psychologin gefunden, die sich Zeit genommen hat. Eine Stunde mit mir allein. Als Sohn in der Schule war. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen, zur Entwicklung unseres Sohnes als Baby und Kleinkind. Ich musste viel über ihn reden, erzählen, Fragen beantworten.

Die Woche darauf, sollte dann mein Sohn erst einmal für eine Stunde zu ihr, allein, mit ihr spielen reden, sich gegenseitig kennenlernen. Daraufhin meinte sie zu mir, ADHS und so weiter würde sie erst mal ausschließen, bzw. weiter beobachten, sie würde, wenn ich einverstanden wäre lieber erst einmal mit einem IQ Test anfangen. In der Testsituation würde sie dann auch merken, wenn in den anderen Bereichen etwas wäre und näher getestet werden sollte.

Die Woche danach, IG Test, die Wochen danach, Entwicklungstests. Resultat: hoher IQ, und in Sprache und Mathe den Kindern in seinem Alter weit, bis zu 2 Jahren mindestens voraus.

Da war also nix mit testen, in einer fremden Situation, mit einer fremden Person oder so. Von daher würde ich die Testergebnisse wie Koschka sagt, auch erst einmal anzweifeln, ohne sie aber jetzt über zu bewerten. Wäre es eine Möglichkeit, einfach mal alles laufen zu lassen, und bei Problemen in der Schule noch einmal testen zu lassen?

Ich kenne Leute bei Mensa, die ihre Kinder auch "testen" lassen, und dabei solange nach einem geeigneten PSychologen suchen, bis sie einen haben, der bereit ist, alle Tests nur solange zu machen, bis sie merken, dass die Konzentration nachlässt, und dann Pause machen: Das Kind eine Runde rennen lassen, oder ganz auf einen anderen Tag verschieben, um dann da weiter zu machen, wo das Kind stehen geblieben war. Naja, da ist dann wohl das Ergebnis den Eltern sehr wichtig.

Ach ja, mit meinem Sohn waren wir dann auch in psychomotorischer Behandlung, doch sowohl die Psychologin die IQ usw getestet hatte als auch die Psychomotorikerin (als auch der Kinderarzt!) waren der Meinung, dass er es eigentlich nicht braucht. Was ist denn dabei, wenn ein Kind nicht die schönste Schrift der Welt hat? Das muss nicht gleich eine schlimme Störung sein....

Und: Mein Sohn hat mit fast 9 die HP Bücher gelesen und verschlungen. Mit 7 und 8 hat er sich einfach noch nicht ran getraut. Da keiner seiner Kollegen so was gelesen hätte/fähig gewesen wäre sowas zu lesen. Auch dass er sie mit fast 9 gelesen hat, scheint wohl noch aussergewöhnlich. :-D

LG,
Willow77




Hallo Willow77

Danke, für deinen Bericht. Das hört sich wirklich gut an, wie das bei euch gelaufen ist. Auch, dass ein Entwicklungstest gemacht wurde, war sicherlich hilfreich.
Wir werden hier wohl erstmal so weitermachen wie bisher - das Kind hat sich durch das Ergebnis ja nicht verändert ;) Sollte es in der Schule schwierig werden, müssen wir eben neu überlegen.

Mein Sohn hatte auch einige Zeit Psychomotorik. Er wollte aber nicht soooo gerne hin, da dort 1-2Kinder waren die sich für ihn unberechenbar verhalten haben (Schlagen, Schubsen ohne Vorwarnung) Da die Trainerin ihn auch als völlig "normal" empfand, hat er dann wieder aufgehört.

Ja, du hast recht, auch mit 8/9 Jahren lesen sicherlich nicht soooooooo viele HP. Tochterkind hat in der dritten Klasse eine Buchvorstellung über Band 3 gehalten. Dazu hat sie ein Bild von einem Dementor gemalt - so wie sie ihn sich vorgestellt hat. Ein Kind hat dazu dann einen blöden Spruch gemacht. Er und ein bis zwei weitere Kinder hatten bereits den Film gesehen (also mit 8, ich glaube er ist FSK 12). Das fand ich schon ziemlich krass...

LG, twochild
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Twochild » Sa 13. Mai 2017, 23:31

Rabaukenmama hat geschrieben:@twochild: Da trifft vermutlich das zu, was ich immer sage: wenn Kinder vor Schuleintritt getestet werden ist das Ergebnis einfach nicht sehr aussagekräftig! Einige Kinder sind in der Testsituation befangen, fühlen sich nicht wohl, zeigen nicht, was sie können. Da ist das Ergebnis falsch zu niedrig. Andere Kinder sind voll motiviert, geben "alles" und schaffen (auch in Anbetracht dessen, dass viele kluge Kinder nicht ihr volles Potential zeigen) hohe bis sehr hohe Werte, die dann de facto auch "falsch" sind.

Zur Erinnerung: der IQ-Test zeigt nicht, wie klug ein Kind ist. Er zeigt, was das Kind in der konkreten Testsitiaion im Vergleich mit gleichaltrigen Kindern gezeigt hat.



Diesen letzten kleinen Absatz finde ich wichtig. Der Test spiegelt wider, was er genau in dem Moment und in der Situation zeigen konnte und/oder wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht war es wirklich zu "früh" für ihn oder es fehlte nur ein besseres Vertrauensverhältnis oder, oder, oder...

Ich würde auf jeden Fall nicht auf die Idee kommen, jetzt zum nächsten zu gehen und so lange zu testen, bis etwas entsprechendes rauskommt. Sollte es in der Schule zu Schwierigkeiten kommen, denke ich, dass eine umfassende Diagnostik sicherlich hilfreicher sein wird, als ein weiterer IQ-Test.
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon unwissende-neu » Mi 17. Mai 2017, 23:15

Ihr habt auch den Hawik gemacht, richtig?
Bei uns ging er auch in die Hose. Aber so, dass er nicht auszuwerten ist.
Wir sind überwiesen worden zu einer Ergotherapeutin -> Begabtenpädagogin.
Sie meinte, in der Hawik Anleitung von Petermann steht, dass es für die Hochbegabtendiagnostik nicht geeignet ist, bzw. nicht vorgesehen ist.
Ich habe es gegoolet und es scheint tatsächlich zu stimmen.
Es fängt mit sehr leichten Aufgaben an und steigert sich dann. Bis man im Bereich der HB testet dauert es. Kinder mit wenig Geduld und junge Kinder, die ja von der Entwicklung her auch eine kürzere Konzentrationsspanne haben, schalten dann häufig ab, was man auch oft an der Verarbeitungsgeschwindigkeit sehen kann.

Das klang für mich recht einleuchtend.

Auch bei Wiki steht so etwas im Absatz "Interpretation" https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-W ... BCr_Kinder
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon Twochild » Di 30. Mai 2017, 21:40

unwissende-neu hat geschrieben:Ihr habt auch den Hawik gemacht, richtig?
Bei uns ging er auch in die Hose. Aber so, dass er nicht auszuwerten ist.
Wir sind überwiesen worden zu einer Ergotherapeutin -> Begabtenpädagogin.
Sie meinte, in der Hawik Anleitung von Petermann steht, dass es für die Hochbegabtendiagnostik nicht geeignet ist, bzw. nicht vorgesehen ist.
Ich habe es gegoolet und es scheint tatsächlich zu stimmen.
Es fängt mit sehr leichten Aufgaben an und steigert sich dann. Bis man im Bereich der HB testet dauert es. Kinder mit wenig Geduld und junge Kinder, die ja von der Entwicklung her auch eine kürzere Konzentrationsspanne haben, schalten dann häufig ab, was man auch oft an der Verarbeitungsgeschwindigkeit sehen kann.

Das klang für mich recht einleuchtend.

Auch bei Wiki steht so etwas im Absatz "Interpretation" https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-W ... BCr_Kinder


Hallo unwissende-neu,
das hört sich auf jeden Fall plausibel an. Er wurde mit dem WPPSI getestet. Laut KARG HB-Portal wohl noch nicht entschieden, ob es zur HB-Diagnostik geeignet ist. Ab 6 Jahren wird jedenfalls empfohlen andere Tests zu nutzen. Naja, schade für ihn finde ich, dass "rechnerisches Denken" nicht vorkam. Denn da hat er im Moment am meisten Spaß und Motivation.

Ich habe nun auch den schriftlichen Befund bekommen. Es ist schon erschreckend zu lesen, dass das eigene Kind mit einem Wert von 80 in der Verarbeitungsgeschwindigkeit weit unter dem Altersdurchschnitt bleibt :? In dem Gutachten wird mehrfach darauf hingewiesen, dass die gezeigte Gesamtleistung aufgrund der geringen Aufmerksamkeit nur dem Minimum entsprechen kann. Als "Lösung" wird zunächst Ergotherapie empfohlen. Ich hoffe unser Kinderarzt macht da mit und wir finden passende Ergos.

Der Kiga betonte jetzt nochmal, dass er kognitiv sehr weit sei, ihm die Umsetzung aber nicht bzw. nur schwer gelingen würde. Die Erzieherin denkt da an z.B. eine visuelle Wahrnehmungsstörung als Ursache.

Ich bin gespannt wie sich das alles weiterentwickelt ;)
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon alibaba » Mi 31. Mai 2017, 10:48

Willow77 hat geschrieben:
Und: Mein Sohn hat mit fast 9 die HP Bücher gelesen und verschlungen. Mit 7 und 8 hat er sich einfach noch nicht ran getraut. Da keiner seiner Kollegen so was gelesen hätte/fähig gewesen wäre sowas zu lesen. Auch dass er sie mit fast 9 gelesen hat, scheint wohl noch aussergewöhnlich. :-D


Nun, ich denke, derjenige, der das behauptet, hat wohl zu wenig Vergleichskinder. ;) Mein Sohn war 7 als er HP las. Ich denke, das hat etwas mit Interesse für diese Art Buch zu tun. Mein Sohn liebt a) Bücher und b) über solche Dinge. Vom IQ würde ich das nicht abhängig machen. Bücher - das war schon immer das Ding von meinem Sohn. Bereits als Baby saß der ewig auf meinem Schoß und rannte mir mit Büchern hinterher. Das zieht sich bis heute durch.
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Re: Testwert im Normbereich ;)

Beitragvon alibaba » Mi 31. Mai 2017, 10:52

Twochild hat geschrieben: Erstaunlich finde ich dennoch, dass ein Kind soviel Wissen in seinem Kopf haben kann bei einem IQ von 100 :mrgreen:


Mein Großkind hatte deutlich mehr IQ. Aber zur Beruhigung darf ich Dir sagen, davon übrig geblieben ist auch bloß nichts. :mrgreen: Noch kurioser wird es, wenn er mir nach der Schule alles erzählt, was er gelernt hat, was langweilig war, was nicht, wenn er erklärt und erklärt und dann trotzdem im Test ne 4 oder 5 schreibt. :gruebel: So ist das eben. Man wird sich noch des Öfteren wundern zum Verhältnis gefühltes und gemessenes Können. :schwitz:
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