Wo wart ihr zum Test?

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » So 5. Aug 2018, 16:24

Test war vor 2 Wochen, Auswertung erfolgt aufgrund unseres Urlaubs erst diese Woche.
Bin schon sehr gespannt...
Spaß gemacht hat es dem Kind jedenfalls und sie fand es "ganz schön kniffelig".
sinus
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » Mi 8. Aug 2018, 13:48

So, heute war das Auswertungsgespräch, die ausführliche schriftliche Auswertung kommt in weiteren zwei Wochen.

Das Gespräch war gut und hilfreich, wie ich finde. Man hat mir sogar jeweils die Aufgaben gezeigt, die das Kind lösen musste. (Obgleich mir meine Tochter das alles schon recht präzise beschrieben hat, war das interessant für mich)

Bestätigt hat sich sowohl die Hochbegabung (etwas über der gewissen Grenze), als auch meine Beobachtung, dass sie sich ungewöhnlich unter Druck setzt, wenn eine Aufgabe ihr mal nicht so direkt gelingt. Sie reagierte da wohl sogar körperlich, atmete schneller, zeigte also körperliche Symptome von Angst.
Das werde ich also unbedingt im Auge behalten müssen und vielleicht auch Atemtechniken mit ihr üben (zur Unterbrechung des "Kreislaufes der Angst" so die Psychologin) und wir sollten ein positives Selbstbild "üben". (Z.B. über die Wahrnehmung von Situationen, also bspw wenn etwas gut gelingt: Woran liegt es, dass es so gut klappt? Da möglichst sich selbst zuschreiben: "weil du das richtig gut kannst, weil du klug, geschickt, ausdauernd (...) etc bist". Wenn dagegen etwas mal nicht gelingt auf ihre üblichen "Ich bin zu dumm!" hin fragen: "liegt es wirklich an dir? Oder ist die Aufgabe zu schwer, fehlt es an Übung, ist die Umgebung unpassens/ablenkend ?" u.ä. Das Kind also unterstützen, Erfolge sich selbst zuzuschreiben, Misserfolge dagegen nicht zwangsweise auch.)

Große Differenzen bei den Werten gab es übrigens nicht, die Verarbeitungsgeschwindigkeit war der niedrigste Wert mit 111, da nehme ich an, dass das damit zusammenhängt, dass sie Angst vor Fehlern hat/hatte und darum lieber langsamer und gründlicher gearbeitet hat.
Den höchsten Wert hatte sie beim wahrnehmungsgebundenen logischen Denken, also Schlussfolgern, Probleme lösen, Zusammenhänge herstellen.(140)
Große Überraschungen gab es also nicht, alles passt so ziemlich zu meiner Wahrnehmung.
Ich selbst bin jetzt auch erstmal richtig froh, dass ich es bestätigt bekommen habe, dass meine Wahrnehmung nicht falsch/verblendet war/ist.

Zum Test gehörte übrigens auch eine Befragung des Kindes zur Schule und das Ergebnis war auch deutlich: dass sie sich sozial wohl fühlt, es aber keine Herausforderungen für sie im Unterricht gibt und die (Lern-)Motivation im Vergleich zur Altersgruppe schon sehr weit unten angelangt ist. (Alle Antworten des Fragebogens standen immer im Vergleich zur Altersgruppe.)
Damit kann ich auf jeden Fall jetzt auch ganz gut argumentieren im Gespräch mit der Lehrerin.

Außerschulisch hat sie genug Förderung, aber im Schulalltag müssen wir jetzt echt schauen, dass da was anders läuft.
Wegen der Stressreaktion/Angst werd ich mich jetzt mal tiefergehend kundig machen, wie man das am Besten angeht.
Ein paar Verhaltenstipps für den Alltag habe ich schon bekommen. (Die Atemtechniken z.B. und fürs Instrument Üben empfahl die Psychologin, evtl lieber nach der Uhr zu üben - also bspw täglich 20 Minuten, unabhängig vom erreichten Ziel, statt nach einer Zielsetzung wie "bis XY klappt".)

Es muss sich jetzt natürlich erstmal setzten, ist sehr frisch, ich sitze grad im Zug auf der Heimreise von der Auswertung.
Alles in allem glaube ich aber, dass der Test sich für uns gelohnt hat und sowohl ihr, als auch mir weiterhelfen wird!
Zuletzt geändert von sinus am Mi 8. Aug 2018, 20:31, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » Mi 8. Aug 2018, 13:51

Ps: Der Test war übrigens an einer Uni und kostenlos.
Es wurde wenn ich mich richtig erinnere der WISC V gemacht und noch irgend so ein anderer, dessen Name ich vergessen habe, der wohl aber nur logisches Denken beinhaltete. (Ein ganzes Heft voll von so Musterfolgenaufgaben)
(Bei Interesse dann in 2 Wochen noch mal genauer)
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon Maca » Fr 10. Aug 2018, 11:34

Das klingt doch wunderbar.
Da bist du vermutlich sehr erleichtert, nun alles hinter euch zu haben und dann auch noch mit dem erhofften Ergebnis.
Wirklich schön für deine Tochter, hoffentlich gibt ihr das nachhaltig mehr Selbstvertrauen.

Wenn schon der neue WISC V gemacht wurde, wäre das großartig, weil dieser Test einfach toll ist und man als Eltern mit der Auswertung viel mehr Informationen erhält, als mit den Vorgängerversionen.

Neben dem Gesamt IQ werden noch 5 weitere (sekundäre) Indexwerte ermittelt, die einem gegebenenfalls helfen, individuelle Blockaden beim Kind besser einordnen zu können.

https://www.testzentrale.de/die-neue-wisc-v

euch alles Gute
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » Fr 10. Aug 2018, 14:40

Ja, der V wars. (Habe in deinem Link die neuen Aufgaben gecheckt und die waren defintiv dabei!)
Damit erklärt sich vielleicht auch, dass das Gutachten jetzt nochmal so lange dauert... (Obwohl die Ergebnis-Werte zumindest ja alle schon aus-/umgerechnet waren)
Dann bin ich jetzt noch mehr gespannt, was ggf noch zusätzlich dann im Gutachten steht.

Tochter wollte es erst gar nicht glauben, dass sie wirklich zu den "2%" gehört. Ich selbst hätte sie ja auch eher unter der Grenze eingeordnet. (Also eher weit überdurchschnittlich, als wirklich hb)
Sie meinte einige Tage später zu mir, dass sie froh ist, dass wir das "jetzt schon" rausgefunden haben. Wie auch immer sie das meint.

Im September haben wir noch mal einen Termin bei einer Psychologin, da gehts gar nicht um die Begabung, sondern eher um einige Verhaltensweisen, die mir Sorgen machen. (u.a. auch der beschriebene selbst gemachte Leistungsdruck)
Das ist die Anlaufstelle, wo damals der beschriebene Freund war.
Den Termin hatte ich etwa zeitgleich mit dem IQ-Test organsiert.
Mal schaun, ob ihr und uns das auch noch mal weiterhilft...

Ansonsten sind meine Gefühle etwas zwispältig. Die "ganz große Erleichterung", es endlich sicher zu wissen, ist ausgeblieben.
Eigentlich sollte ich mich doch freuen, dass meine Einschätzung zumindest tendenziell richtig war.
Ich hatte ja auch immer wieder Zweifel, grad weil sie z.B. auch nicht vor der Schule richtig lesen konnte (das Prinzip des Buchstabenzusammenziehens hatte sie verstanden, aber dann kein weiteres Interesse daran, z.B. an den Kleinbuchstaben), die Uhr lesen dito.
Da habe ich nicht selten gedacht, dass ich mich wohl doch täuschen muss...

Aber ganz so, wie man es auch immer wieder liest - das Kind bleibt dasselbe und die Kenntnis vom IQ löst keine Probleme.
Aber ich denke und hoffe mal, es hilft uns immerhin, in Zukunft an der richtigen Stelle und vor allem dann mit mehr innerer Sicherheit "anzupacken".

Wir werden sehen...

(Was ich jetzt schon mal anders mache: sie hat mehr Medienzeit und darf mehr an den Computer. Bisher war ich da ziemlich restriktiv, "schöngeistige" und körperliche Tätigkeiten waren mir immer viel wichtiger.
Aber da sie grad jetzt in den Ferien Interesse am Programmieren zeigte und da jetzt auch schon viel erreicht hat - allein mit Hilfe von anleitenden Büchern - möchte ich sie da nicht ausbremsen, nur weil mir Musizieren, Malen, Schreiben als Hobby sehr viel besser gefällt, als am Computer sitzen.
Solange es nicht NUR noch der PC ist...)
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon Maca » Sa 11. Aug 2018, 11:40

sinus hat geschrieben:Aber da sie grad jetzt in den Ferien Interesse am Programmieren zeigte und da jetzt auch schon viel erreicht hat - allein mit Hilfe von anleitenden Büchern - möchte ich sie da nicht ausbremsen, nur weil mir Musizieren, Malen, Schreiben als Hobby sehr viel besser gefällt, als am Computer sitzen.
Solange es nicht NUR noch der PC ist...)


Liebe Sinus.

Auch wenn es phasenweise NUR der PC sein sollte, was ist daran eigentlich so schlimm?
Programmieren ist hochanspruchsvolles und kreatives Problemlösen, welches die Logik als Werkzeug nutzt.

Du schreibst, dass du nicht vom einer HB ausgegangen wärest, da deine Tochter vor der Schule nicht lesen und Schreiben konnte.
NUN zeigt sie dir in WELCHEM Gebiet ihre individuell ausgeprägte hohe Begabung sich zeigen kann und dabei ist dein Kind voller Enthusiasmus und Enagement.
Und du willst das wieder kontrollieren? ;)

Durch meinen Sohn, der seit ca.2 Jahren leidenschaftlich programmiert, habe ich gelernt, dass diese Beschäftigung eine Form von Faszination und Schönheit haben kann, die dem musisch/schöngeistigen Bereich ähnelt.

Es gibt keine Zeitbeschränkungen unsererseits , er darf vollkommen frei mit seinem Laptop arbeiten.

Das tut er dann manchmal sehr exzessiv und dann wieder sehr viel weniger.
Er spürt selber (meistens), wenn er überreizt ist.

Es ist, so finde ich , auch echt gemein, wenn Eltern ihre Kinder bei einer Tätigkeit unterbrechen, die gerade so richtig Spass macht!
Nur weil wir meinen, sie sollten etwas kreatives, etwas für ihre ganzheitliche Entwicklung, etwas für ihren Geist tun.

Das tun sie doch! :D

LG
Maca
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon Maca » So 12. Aug 2018, 12:08

Ich muß gestehen, diesen Film noch nicht gesehen zu haben, obwohl er schon mehrfach von anderen dringend empfohlen wurde.

Nun werde ich es aber wirklich mal nachholen.
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » So 12. Aug 2018, 14:30

Koschka hat geschrieben:Kennt ihr die "Hidden figures"?

https://www.imdb.com/title/tt4846340/?ref_=fn_al_tt_1

Ich fand den Film Klasse. Er macht Mut gegen die Anpassung zu leben. Auch wenn es oft Ärger bedeutet. Und er zeigt, dass Frauen in der Mathematik und im Programmieren durchaus was zu sagen haben. Alles ganz lebendig erzählt, ohne unnötig zu moralisieren.



Hm, also besonders angepasst leben wir schonmal nicht, allein unsere Familienkonstellation ist etwas ungewöhnlich. :P :fahne:
Ich selbst hatte schon immer einen eigenen Kopf, galt schon als Kind als eigensinnig.
Die Große passt sich im Schulalltag zwar an und mag ungern auffallen, ist aber nicht unbedingt insgesamt als Persönlichkeit "stromlinienförmig". Sie setzt ihren Willen zwar eher "leise", aber immer äußerst konsequent um.
Ich schrieb hier sicher auch schon davon - in Klasse eins und zwei hat sie z.B. als Junge gelebt, Frisur und Kleidung entsprechend gewählt, sich sogar an jungenhafter Körpersprache versucht und wer sie nicht kannte, bekam einen Jungennamen genannt.
Sie war auch echt überzeugend in der Rolle, also selbst Leute, die sie vom Kindergarten her kannten, hatten Mühe, sie wiederzuerkennen.
Sie selbst nannte als Grund übrigens, dass sie das Gefühl hat, als Mädchen weniger ernst genommen zu werden, außerdem konnte sie zu der Zeit mit den anderen Mädchen nicht wirklich was anfangen.

Koschka hat geschrieben:Das Wissen über den IQ wird jetzt das Kind auf eine bestimmte Schiene schieben, was du auch bei dieser Entscheidung über die Medienzeit zeigst. Mach ihr einfach Mut Sachen auszuprobieren, die ihr Spaß machen, ob sie kopflastig sind oder nicht, ist dabei vollkommen irrelevant. Es muss auch nicht gründlich und ordentlich sein. Auch beim Instrument kann man sich jetzt noch die Frage stellen, spielt das Kind das was es will oder würde es lieber etwas nehmen was nicht zum klassischen Weg gehört, dafür aber viel mehr Spaß macht?

Wird dieser Test eure Entscheidung bezüglich der weiterführenden Schule beeinflussen?

LG
Koschka


Als Instrument hat sie das Saxophon gewählt, als es hieß, sie sei dafür mit 6 Jahren zu jung und sollte evtl erstmal mit Flöte beginnen, sagte sie "Das oder gar kein Instrument!" (Und hat sich damit durchgesetzt)
Klavier als Zweitinstrument wollte sie dann noch ein Jahr später dazu, weil ihr Cousin und Cousinen das beide (ebenfalls als Zweitinstrument) spielen.
Da hat sie mehrere Monate immer wieder danach gefragt. (Ich selbst musste als Alleinerziehende und Alleinverdienerin erstmal schauen, ob wir uns das überhaupt leisten könne, letzten Endes haben es dann die Großeltern finanziert)
Leider hat die Klavierlehrerin in den 2 Jahren zu ihr keinen Draht gefunden, u.a. deswegen hat sie glaube ich bald schon auch die Lust daran verloren. (Es ist aber tatsächlich auch etwas schwierig, meine Tochter "zu knacken" und einen Zugang zu ihr zu finden)
Und natürlich auch, weil das Üben Arbeit macht.

Koschka hat geschrieben:Das mit der Medienzeit ist eine ziemlich irrationale Entscheidung :-) Nicht das ich was gegen Medienzeit hätte... Du und deine Tochter scheinen mindestens einen Punkt gemeinsam zu haben: ihr macht über alles viele Gedanken, und manchmal ist es vielleicht einer zu viel. Viele Gedanken setzten gewisse Erwartungen voraus, die auch einen erheblichen Druck erzeugen. Dieser Druck kann durch spontane Entscheidungen genommen werden. Der Prozess soll Spaß machen nicht der Weg, und Gemeinschaft ist wichtig, nicht das Ergebnis.
LG
Koschka


Beim Computer habe ich die Sorge, dass sie sich irgendwann ZU sehr darauf konzentriert und andere Interessen darunter leiden, die sie jetzt noch sehr vielfältig hat und auslebt.
Hab ich schon von vielen gehört, dass das so passiert ist.
Ein Tablet (für Minecraft) haben wir übrigens erst seit ca. einem halben Jahr, meinen Laptop haben wir bisher nur fürs DVD Schauen benutzt und eigentlich erst jetzt mit "Scratch" hat sie begonnen, sich damit zu anderweitig zu beschäftigen.

Es ist auch nicht so, dass ich ihr "den Stecker ziehe", wenn die Zeit rum ist, sie darf schon Sachen beenden und lasse mit mir verhandeln. Ich sage ihr rechtzeitig, wenn es langsam genug ist bzw überlasse ich es ihr dann selbst, tatsächlich Schluss zu machen. Das klappt bisher eigentlich auch.
Anfang der Ferien hat sie ein paar Tage mal komplett freie Hand gehabt, da ging es ihr nach mehreren Stunden am Laptop tatsächlich nicht gut, sie hatte Kopf- und Augenschmerzen und meinte dann selbst, dass es zu viel war. (sie hat auch einen leichten Sehfehler und mitunter Augenprobleme, aktuell noch nicht so, dass sie eine Brille braucht, aber in absehbarere Zeit wird das auf sie zukommen, meinte die Augenärztin)
Ich würde auch nochmal Unterschiede machen, ob sie grad programmiert/kreativ arbeitet, oder nur spielt und Youtubefilmchen über Minecraft schaut.
Grad gestern war spontan ein Klassenkamerad da, mit dem sie zusammen Minecraft gespielt bzw gebaut hat. Da gabs dann auch 2 Stunden "extra" drauf.

Ich finde schon,dass man bei einem 9jährigen Kind sowas noch bisschen mit steuern kann und sollte. Es wird nicht mehr all zu lange dauern, dass das schwieriger wird, ich möchte die Zeit jetzt noch nutzen, mit ihr gemeinsam einen gesunden Umgang zu "einzuüben".

Alles in allem wird bei uns im Alltag wirklich wenig restriktiert. Schlafenszeit, Naschen u.ä. - darüber kann sie frei entscheiden. Auch ob sie nach der Schule direkt heim kommt oder in den Hort geht (macht sie eher selten) entscheidet sie schon ein Jahr lang allein. Bisher klappt es auch gut so.
Also ich glaube nicht, dass ich sie zu sehr einschränke. Bzw gehe ich auch davon aus, dass sie, eben weil das so ist, sie meine Empfehlungen/Grenzen auch immer akzeptiert hat und es bisher hier keine Kämpfe um sowas hier gibt.
Also ich bin in der Sache relativ sicher, einen guten Weg zu gehen. Dazu gehört halt auch, die wenigen herrschenden Regeln immer mal wieder zu hinterfragen und zu prüfen, wie eben jetzt grad mal wieder.

Vielleicht ist ja in Zukunft ein Wochenkontingent eine Lösung... Also soundsoviel Stunden, wann sie die nutzt und wie sie die aufteilt egal...?!
Ich glaube, ich werde sie einfach mal selbst fragen, wie sie es möchte.

Koschka hat geschrieben:Wird dieser Test eure Entscheidung bezüglich der weiterführenden Schule beeinflussen?
LG
Koschka


Darüber denke ich derzeit in der Tat nochmal neu nach. Sehr wahrscheinlich aber nicht.
Erstens, weil Tochter sagt: "Mathematik? Auf keinen Fall!" (das wäre eine Schule mit einer Begabtenförderung)
Und zweitens, weil ich sowohl finanziell in der Schulwahl beschränkt bin, als auch organisatorisch. (ich könnte sie nicht täglich irgendwohin fahren)

Bleibt eigentlich nur das Gymnasium vor Ort, auf dem ich auch war. Das liegt für uns optimal - 10 Minuten Radfahrt und an einem See.
(Tochter mag auch z.B. die Stadt nicht und fühlt sich umgeben von viel Natur am wohlsten. In eventuellen Freistunden könnte sie problemlos an den See gehen, nach der Schule noch mal mit Freunden dort baden etc)
Einziger Nachteil: es ist riesig - 1000 Schüler. Das könnte aber letzten Endes sogar auch ein Vorteil sein, weil es dadurch sicher auch viele zusätzliche Angebote gibt und sie sicherlich auch eher mal noch "Gleichgesinnte" findet.

Steht jetzt noch die Entscheidung aus, ob dort in die "normale" Klasse oder in die Musikklasse. (Schwerpunkt Chor)
Ich war damals in der Musikklasse, obwohl ich auch schon wusste, dass ich nicht für die Musik brenne, sondern mich eher für Kunst/Malen interessierte.
So ist es bei Tochter auch.
Ich habe übrigens inzwischen einen Kreativberuf, betreibe aber nach 25 Jahren Pause nun seit ein paar Jahren auch wieder intensiv Musik und profitiere dabei sehr von meinen Kenntnissen aus der Zeit!
Überhaupt bin ich in den letzten Jahren wieder mehrfach wieder drauf zurück gekommen, was mich schonmal als Jugendliche und Kind mal zeitweise beschäftigt hat.
Darum denke ich, dass die Vielfalt der Erfahrungen wirklich sinnvoll und wichtig ist.

Ich habe mich damals unter den "musischen" Mitschülern äußerst wohl gefühlt und das hört man immer wieder von diesen Klassen. Also dass in der Musikklasse der Zusammenhalt so gut sei. (sie verbringen auch viel Zeit zusammen, Chorlager, Proben etc)
Das finde ich nicht unwichtig, gerade für ein sensibles Kind mit "Eigenheiten". Da denke ich, ist sie unter "den Künstlern" gut aufgehoben.
(wie hatten damals auch durchaus einige "besondere Persönlichkeiten" in der Klasse...)

Letztes Jahr hat das Kind selbst übrigens noch gesagt, es wolle nicht in die Musikklasse, da wollte sie in einen naturwissenschaftlichen Zweig, weil sie der Meinung war, dass das ja "was mit Natur" zu tun haben müsste. (das wäre eben jene Schule mit Begabtenzweig und viel Mathematik, die sie jetzt ablehnt)
Inzwischen möchte sie es mit der Musikklasse probieren, sagt sie.
Mehrere der Kinder, mit denen sie sich bisher besonders gut verstand/versteht und zu denen sie einen guten Draht gefunden hat, sind auch genau in diese Klasse gewechselt. Das hat sie sicher u.a. auch nochmal beeinflusst. (und mir auch noch mal gezeigt, dass sie da vermutlich gut reinpassen würde)
Sie hat grad nur noch etwas Sorge um die Aufnahmeprüfung, ich bin aber sicher, dass sie die besteht und eine enge Freundin (Sängerin und Musikpädagoin) könnte sie auch vorbereiten.
Es fehlt vor allem am Mut, vorzusingen.
Aber das packt sie, da bin ich sicher.

Also aktueller Stand vor und nach dem Test: wir/sie probiert es. In Klasse 11/12 kann sie dann sowieso noch mal entscheiden und könnte dann ja immernoch Mathe, Bio etc als Leistungskurs statt Musik-LK machen. (Ich hab damals auch in Klasse 11 Kunst gegen Musik getauscht, inzwischen gibt es die Möglichkeit zu einem Kunst LK hier aber leider nicht mehr)
Zuletzt geändert von sinus am So 12. Aug 2018, 15:09, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Wo wart ihr zum Test?

Beitragvon sinus » So 12. Aug 2018, 14:31

Maca hat geschrieben:
sinus hat geschrieben:Durch meinen Sohn, der seit ca.2 Jahren leidenschaftlich programmiert, habe ich gelernt, dass diese Beschäftigung eine Form von Faszination und Schönheit haben kann, die dem musisch/schöngeistigen Bereich ähnelt.

Es gibt keine Zeitbeschränkungen unsererseits , er darf vollkommen frei mit seinem Laptop arbeiten.

Das tut er dann manchmal sehr exzessiv und dann wieder sehr viel weniger.
Er spürt selber (meistens), wenn er überreizt ist.

LG


Wie gesagt - einfach unterbrechen tu ich nicht, ich gebe nur einen gewissen Rahmen vor.
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