Angeblich niedriger IQ

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Smarti26 » Mi 6. Feb 2019, 20:33

Ich war gestern beim Schulpsychologen er hat meinen Sohn auf Legasthenie getestet.

Raus kam etwas völlig anderes was mich sehr Irritiert.

Er soll im Rechtschreibtest ÜBERDURCHNITTLICH gut abgeschnitten it einem PR von 80!!
Lesetest PR 61

Auf die Frage hin warum es so gut klappt meinte mein Sohn
“Hier ist es ruhig, in der Klasse ist es immer so laut“

Mathe wurde er auch getestet mit PR 50
Er verstand auch ganz normal die Text Aufgaben die er vorgelesen bekam.

Zusätzlich wurde der IDS gemacht.
Wo an genau sah das er Auditive, Konzentration, Aufmerksamkeits Probleme hat (AVWS, ADHS)
Die Werte waren auch ganz unten bei Untersurchschnittlich.

Der Schulpsychologe wollte mir den IQ nicht sagen, weil es seiner Meinung nicht wichtig ist.
Ich bin mir aber sicher das er Unterdurchschnittlich ausfiel.

Aber wie passt das den alles zusammen??
Ist der Legasthenie Test falsch?
Der IQ Test falsch?
Wie kann ein angeblich Lernbehindertes Kind mit niedrigem IQ solch Ergebnisse Erzielen?

Vl kann mir jemand helfen.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Smarti26 » Mi 6. Feb 2019, 22:39

Also die Differenz zwischen den einzelnen Untertest waren so groß das er keinen IQ ermitteln sollte/darf
Sind ja bis zu 20-30 Punkte Unterschied in den einzelnen Kategorien.

Ja er hat die Diagnsose AVWS, ADHS ist Sprachverzögert
Ja mein Sohn bekommt Ergotherapie seit 2j
Andere Therapien seit er 3,5j ist.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Maca » Do 7. Feb 2019, 02:53

Ach mach dich doch nicht so verrückt!

Viele AD(H)S- Kinder können ihre Leistungsfähigkeit nur in den Bereichen zeigen, auf die sie sich gerade fokussieren und die Motivation spielt ebenfalls eine große Rolle.
Für deinen Sohn waren bei den vergangenen Testungen diejenigen wichtig, die schulrelevante Themen abprüften.
Er hat den ruhigen Rahmen genutzt, um zu zeigen, was er kann.

Auf die reine IQ-Testung hatte er bestimmt wenig Lust. Das ist anstrengend und aus seiner Sicht vielleicht auch überflüssig.
Er wollte zeigen, dass er gut schreiben, lesen und rechnen kann, was soll da noch der andere Kram? ;)
Man muss schließlch haushalten mit seinen Kräften, das weiß ein cleverer ADSler. :mrgreen:

Ein (vermeintlich) lernbehindertes Kind, welches GUT Lesen und Schreiben gelernt hat, ist ganz offensichtlich NICHT lernbehindert.
So einfach ist das.
Oder würdest du einem Testwert mehr vertrauen als den gezeigten Fähigkeiten deines Kindes?

Vertrau dem Psychologen!
Der GesamtIQ hat keine Aussagekraft, da in den einzelnen Kategorien die Leistungen zu heterogen waren.

LG
Maca
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon alibaba » Do 7. Feb 2019, 12:14

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Zuletzt geändert von alibaba am Fr 26. Apr 2019, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Smarti26 » Do 7. Feb 2019, 17:13

Hab heute noch von der Lehrerin erfragt (Er hat ja auch mit ihr gesprochen)
Das er einen niedrigen IQ hat, er aber gut in der Schule ist weil er ja Therapien macht und ich klar auch noch übe Zuhause sollte er wo Schwierigkeiten habe.
Aber das ist nicht jeden Tag, welches Kind will noch zusätzlich Zuhause nach der Schule nochmal was lernen für die Schule (außer Test)

Er wird schon getestet seit er 3,5j ist, man muss ja auch immer die Therapien genehmigen lassen und die wollen ständig neue Austestungen (Als ob sich so schnell was ändern würde :roll: )

Ja ich hätte ihm auch die Fragen stellen können, leider fällt einem sowas ein, wenn man Zuhause ist....
Und ich war auch mal Irritiert, weil ich hab eigentlich mit ganz einem anderen Ergebnis gerechnet.

Der “IDS“ wurde ja schon mal gemacht mit dem Ergebnis IQ72!!! Das is doch schon an der Grenze zur Geistigen Behinderung. Da kann ich Zuhause Fördern oder die Therapien fördern genug, er könnte da ja trotzdem nicht mit kommen mit den andere.

Ja ich liebe mein Kind wie es ist, ja ich mache mir Sorgen, wie jede andere Mutter auch, auch um die Zukunft.
Vor allem will ich es auch verstehen, das ich auch für mich abschließen kann und mir nicht ständig den Kopf zerbreche.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Smarti26 » Do 7. Feb 2019, 20:35

Ja Visuell liegt er im kompletten Durchschnitt.
Der Psychologe meinte auch das er das Auditive gut mit dem Visuellen Kompensieren kann.
Wenn beides Unterdurchschnittlich wäre könnte er es nicht Kompensieren.
Sehr starke Konzentrationsschwäche, ja er bekommt Medikamente.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 8. Feb 2019, 10:05

Hallo Smarti26,

meine Jungs sind beide diagnostizierte Autisten, der ältere zusätzlich mit ADHS, der jüngere zusätzlich gehörlos. Beim älteren gab es noch keine offizielle IQ-Testung. Beim jüngeren ist der Wer "nicht ermittelbar", weil zwischen bestem und schlechtestem Unterergebnis über 70! Punkte liegen. Rein rechnerisch käme ein IQ von 85 raus, aber ich weiß, dass das nicht stimmt.

Bei meinem älteren Sohn lasse ich jetzt mal ein Begabungsprofil machen, das ist aussagekräftiger als ein reiner IQ-Wert, wo seine ADHS-bedingten Schwachpunkte (Arbeitsgeschwindigkeit und Konzntration) das Ergebnis ohnehin verfälschen würden.

Lass dich von so einem Testergebnis nicht fertig machen. Wenn ein IQ-Test was "falsches" anzeigt, dann ist es immer "nach unten" falsch. Kein Kind erreicht "zufällig" einen sehr hohen IQ, aber die Gründe für ein "schlechtes" Ergebnis können vielfältig sein ( Motivation, Tagesverfassung, Testbedingungen, körperliche Einschränkungen wie Fieber oder Schmerzen,...).

Leider gilt so ein IQ-Testergebnis oft in der Schule als in Stein gemeisselt Wahrhaftigkeit. Daher würde ich zukünftig Festungen und Diagnostiken auf eigene Faust bei Profis machen lassen ( also bei einem guten KJP, nicht im SPZ), der einerseits den passenden Test auswählt und wo du nachher selbst entscheiden kannst, wem du den Test zeigst, und wem nicht.

Bei einem offensichtlich kognitiv fitten Kind kann ein I Q -Wert um 70 nicht nur "nicht stimmen", er führt im schlechtesten Fall auch noch dazu, dass das Kind unterschätzt und weniger gefördert wird.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon alibaba » Fr 8. Feb 2019, 12:20

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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Smarti26 » Fr 8. Feb 2019, 13:26

@ Koschka
Ja genau, das selber hat der Schulpsychologe auch gesagt, man könne nicht viel tun, ich solle genau so weiter machen wie bisher den er zeigt und vollbring für ihn schon die besten Leistungen.
Die Lehrerin meinte halt auch zu mir, weil sie jetzt seit 1 Woche “km,m,dm,cm,mm/kg,dag,g“ durchmachen und es ihm schwer fällt, er versteht das umrechnen, es fällt ihm halt schwer wenn dann andere Zahlen da stehen dann um zu denken und um zu Rechnen.
Das sieht sie dann halt als “beweis“ es ist doch eine “Lernbehinderubg“ da.
Es ist ja auch die Sprachverzögerung weniger die Schreibfehler.
Wenn er selbst Sätze Erfinden muss, schreibt er vieles Durcheinander, wie einer dessen Muttersprache nicht Deutsch ist.

Ich war bei einer Speziellen Psychologin für ADHS usw.
Unser Kinderarzt darf auch die Medikamente einstellen.
Ich muss jetzt wieder hin, weil sie zu kurz wirken von bis zu 8 Stunden wirkt es bei meinem großen nur 3-4 Stunden.

Er hat auch heute Zeugnis bekommen.
Mathe und Deutsch eine 3 der Rest ist 1er
(Deutsch dachte ich 4er aber sie hat es nochmal geändert, Mathe normal 2er aber er hat den letzten Test verhauen auf ne 4, deswegen jetzt ne 3)

@Rabaukenmama
Ja genau da geht es uns ähnlich, ich kann es auch nicht glauben, ich geh zwar jetzt nicht von.

“Begabungsprofil“ was genau ist das?
Macht das ein Psychologe?

Ich bin/gehe normal zu Psychologen, der Schulpsychologe war nur, falls eine Legasthenie besteht das die Schule es auch schriftlich hat und dann eben anders benoten kann.
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Re: Angeblich niedriger IQ

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 8. Feb 2019, 16:24

alibaba hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben: Daher würde ich zukünftig Festungen und Diagnostiken auf eigene Faust bei Profis machen lassen ( also bei einem guten KJP, nicht im SPZ)


Rein interessehalber …. warum nicht?

VG


Warum nicht SPZ? Nicht nur, dass ich in Österreich in einem SPZ sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich bin auch in Kontakt mit einigen Eltern aus Deutschland und demnach ist es ziemlich Glückssache, in einem SPZ an jemanden "guten" zu kommen, der sich erst mal das Kind ansieht und nicht von jetzt auf gleich Test XYZ (also den, der dort "zufällig"aufliegt) macht.

SPZ ist eher eine generelle Anlaufstelle mit breitem Spektrum für alle möglichen Schwierigkeiten mit Kindern. Normalerweise trifft man dort weder auf Leute, die sich gut mit Wahrnehmungsstörungen (wie ADHS) auskennen, noch auf solche, die viel Ahnung von IQ-Tests oder Begabungsprofilen haben. Das soll nicht heißen, dass nicht auch sehr gute Mitarbeiter in einem SPZ sein können. Aber das ist eben Glückssache.

Mit Smarties spezifischen Anforderungen braucht sie jemanden, der mehr Ahnung von BEIDEM (Begabungstestung und ADHS) hat. Mit ihm in ein SPZ zu gehen wäre, wie mit einer schweren Augenerkrankung zum Hausarzt statt zum Augenarzt. Nur, dass einem der Hausarzt, wenn er seine Fähigkeiten kennt, ohnehin zum Augenarzt weiter überweist, während der SPZ-Psychologe oder -Psychiater ja zugeben müsste, einer Sache nicht ganz gewachsen zu sein, was aber die wenigsten tun.
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