IQ-Test Online-Mensa

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Meine3 » Do 18. Apr 2019, 13:09

So, ich wollte es jetzt doch auch mal wissen und hab einen Selbsttest gemacht. Hatte grade ein wenig Leerlauf zwischen putzen und eine Zeichnung fertigstellen.

Ich hab sogar "ausgezeichnete" Chancen laut Mensa-Spiel-Onlinetest, bei Mensa aufgenommen zu werden (30 von 33 Fragen korrekt) :gruebel: ...

Nun denn... Ich bin daher nun nicht soooo überzeugt, ob das nicht einfach zu einfach ist? SO ein Genie bin ich ja nun auch nicht?! :gruebel: Eventuell doch einfach eine "Masche" um möglich viele "Kunden" zu bekommen? Nicht falsch verstehen, ich hielt Mensa bislang immer für sehr seriös!
Was mich an dem "Spiel"- Test aber sehr gestört hat, ist, dass sprachlich überhaupt nichts abgefragt wurde, nur mathematisch-logisch und da auch nur ein kleiner Bereich, auch Konzentration oder so wurde garnicht "getestet"...

Also wirklich aussagekräftig (ob man nun gute Chancen hat oder nicht) kann das ja dann für den Gesamt-Test bei Mensa nicht sein. Oder ist der Mensa-IQ-Test kein "allgemeiner"IQ Test, sondern zielt sehr auf mathematisch-logisches Denken ab? Wäre dann ja wiederum unfair, für alle Hochbegabten, die Ihre absolute Stärke im sprachlichen Bereich haben (wie eigentlich ich :mrgreen:)...
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Rabaukenmama » Do 18. Apr 2019, 13:37

@Meine3: kennst du deinen IQ? Hast du irgenwann (ev.auch vor Jahren) mal eine Testung gehabt? Ich finde ( wie ich auch schon bei Charlotte geschrieben habe) befremdlich, den eigenen IQ nicht zu kennen, aber zu "wissen" dass man nicht HB sein kann bzw. dass es sehr "unwahrscheinlich" ist.

So, wie hier auch schon mehrfach festgestellt wurde, haben viele hochbegabte Kinder auch hochbegabte Geschwister. Ist es da wirklich so abwegig dass diese Kinder auch hochbegabte Eltern haben?

Was anders wäre, wenn du ein anerkanntes Testergebis hättest, das klar nicht im HB Bereich ist. Dann wäre so eine Anschuldigung berechtigt.
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Meine3 » Do 18. Apr 2019, 14:22

Rabaukenmama hat geschrieben:@Meine3: kennst du deinen IQ? Hast du irgenwann (ev.auch vor Jahren) mal eine Testung gehabt? Ich finde ( wie ich auch schon bei Charlotte geschrieben habe) befremdlich, den eigenen IQ nicht zu kennen, aber zu "wissen" dass man nicht HB sein kann bzw. dass es sehr "unwahrscheinlich" ist.

So, wie hier auch schon mehrfach festgestellt wurde, haben viele hochbegabte Kinder auch hochbegabte Geschwister. Ist es da wirklich so abwegig dass diese Kinder auch hochbegabte Eltern haben?

Was anders wäre, wenn du ein anerkanntes Testergebis hättest, das klar nicht im HB Bereich ist. Dann wäre so eine Anschuldigung berechtigt.



Huhu,

Ich habe ja nicht Mensa „beschuldigt“ an sich unseriös zu sein (im Gegenteil, das habe ich ja extra noch geschrieben), sondern lediglich den online-Test in Frage gestellt ;). Und das vor dem Hintergrund, dass der mathematisch-logische Bereich sicher nicht meine absolute Stärke, das aber ausschließlich abgefragt wurde und ich da jetzt so brilliert habe 8-) :lol:

Meine Frage dahingehend war auch ernst gemeint und nicht rhetorisch. Und du bist ja Mensianerin, also sag doch mal:.. Im
„richtigen“ Mensa-Test: wird da auch der Schwerpunkt sehr (oder gar ausschließlich :gruebel: ) auf mathematisch-logisches Denken gelegt oder ist der sprachliche Teil im Vergleich dazu ähnlich (oder gar gleich?) stark vertreten? Wird auch die konzentrationsfähigkeit getestet? Würdest du sagen, es ist ein „umfassender“ IQ Test?

Ich habe keinen IQ-Wert, ich habe einen Prozentrang (99%). Diesen erhielt ich als Ergebnis eines Intelligenztestes im Rahmen der Bewerbung für meinen damaligen Ausbildungsplatz. Es war ein sehr ausführlich und breit aufgestellter Test.
Wenn man diesen Prozentrang als IQ abbildet (laut gängiger Statistiken), so wären das so ungefähr 140 IQPunkte. Also schon hochbegabt...Allerdings wurden in diesem damaligen
Test eben nicht nur Matritzen und Zahlenreihen abgefragt, sondern eben auch Konzentration, Multi-Taskimg, Gedächtnis, verschiedene Tests im Sprachlichen Bereich und sogar Sozialkompetenz wurde in einem kleinen Teilbereich getestet. Ich weiß nicht, ob dies für einen IQ Test „üblich“ ist oder ob dies eine Mixtur aus IQ und EQ-Test war... Und ich würde mich aufgrund dieses Testergebnissen von damals nicht als Hochbegabte bezeichnen, sondern eben als „vermutlich“
HB, da ich ja keinen IQ-Test schwarz auf weiß habe, darüber ja aber der Begriff Hochbegabung“ definiert wird :fahne: ...
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon charlotte12 » Do 18. Apr 2019, 15:26

@Meine3: Danke :) Mir ging es genau gleich wie dir. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich nicht HB sein kann, es gab ähnlich wie bei dir auch bei mir mal Verdachtsmomente in der Richtung. Aber ich bin mir doch relativ sicher, nicht so ultra-höchstbegabt zu sein, dass ich im Halbschlaf und komplett unkonzentriert Tests zur Feststellung von Hochbegabung knacke. Und besagten Online-Test habe ich damals nach einer durchgearbeiteten Nacht mit starken Kopfschmerzen gemacht, um nicht einzuschlafen. Ich wurde dabei zweimal unterbrochen, habe teilweise irgendetwas angekreuzt, um in der Zeit zu bleiben. Hatte so weit ich mich erinnere 25 von 33 Fragen richtig (ohne Garantie), empfand den Test dabei als einseitig und leicht. Daher mein Eindruck. Zu Mensa selbst kann ich überhaupt nichts sagen, weder Positives noch Negatives, ich kenne Mensa nicht. Ich habe insgesamt große Schwierigkeiten, für mein sprachlich hochbegabtes Kind angemessene Förderung zu finden und habe den Eindruck, im mathematisch-logischen Bereich ist das Angebot um Welten größer, sei es bei Enrichment-Angeboten oder bei Hochbegabten-Zügen im Gymnasium. Wie das bei Mensa ist, weiß ich nicht, würde mich aber auch sehr interessieren. :)
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Meine3 » Do 18. Apr 2019, 17:01

charlotte12 hat geschrieben:@Meine3: Danke :) Mir ging es genau gleich wie dir. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich nicht HB sein kann, es gab ähnlich wie bei dir auch bei mir mal Verdachtsmomente in der Richtung. Aber ich bin mir doch relativ sicher, nicht so ultra-höchstbegabt zu sein, dass ich im Halbschlaf und komplett unkonzentriert Tests zur Feststellung von Hochbegabung knacke. Und besagten Online-Test habe ich damals nach einer durchgearbeiteten Nacht mit starken Kopfschmerzen gemacht, um nicht einzuschlafen. Ich wurde dabei zweimal unterbrochen, habe teilweise irgendetwas angekreuzt, um in der Zeit zu bleiben. Hatte so weit ich mich erinnere 25 von 33 Fragen richtig (ohne Garantie), empfand den Test dabei als einseitig und leicht. Daher mein Eindruck. Zu Mensa selbst kann ich überhaupt nichts sagen, weder Positives noch Negatives, ich kenne Mensa nicht. Ich habe insgesamt große Schwierigkeiten, für mein sprachlich hochbegabtes Kind angemessene Förderung zu finden und habe den Eindruck, im mathematisch-logischen Bereich ist das Angebot um Welten größer, sei es bei Enrichment-Angeboten oder bei Hochbegabten-Zügen im Gymnasium. Wie das bei Mensa ist, weiß ich nicht, würde mich aber auch sehr interessieren. :)



Also ich hab ihn nicht im
Halbschlaf gemacht, sondern schon konzentriert. Im
Großen und Ganzen war es leicht (für mich). Bei zwei Fragen schwankte ich zwischen zwei Antworten, für mich hätten beide Antworten Sinn ergeben, auch im
Nachhinein noch... Ich hab dann jeweils halt eine von beiden für mich möglichen Antworten angekreuzt, sprich: letztendlich geraten, aber sonst fand ich es immer eindeutig und auch leicht. Die letzte Aufgabe fand ich schwierig. Da hatte ich nen Knoten im Hirn ;).

Ich habe meine Fähigkeiten und Stärken definitiv auch im
Sprachlichen Bereich. Bei meinem Sohn ist es wohl auch so (Test war heterogen aufgrund von oft nicht allzu höher Motivation), da hatte er die Höchstbegabung. Mathematisch-logisches Denken war bei 115 Punkten bei wechselnder Motivation . AG wieder höher bei schnell nachlassender Motivation/Konzentration, VG grottig bei schlechter Motivation (im Vergleich zum Rest!)...dennoch ist eine eindeutige Tendenz erkennbar ;).
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon charlotte12 » Do 18. Apr 2019, 18:04

Ich habe vor langer Zeit für einen Eignungstest u.a. diese Würfeltests intensiv geübt, also welches Bild sich bei Drehungen von Würfeln ergibt. Damals konnte ich mich von ziemlich schlecht auf richtig gut steigern. Wie gut meine räumliche Vorstellung im Alltag ist kann ich nicht einschätzen, meine Orientierungsfähigkeit ist miserabel, Kartenlesen könnte ich dafür immer richtig gut, bei logischen Schlussfolgerungen war ich immer gut. Ein oder zwei Jahre nach der Würfelgeschichte ließ ich ein Begabungsprofil erstellen und deckelte den logischen Bereich. Wobei dort auch Würfeltests dran kamen, anders als geübt, aber es ging wieder um die Vorstellung von Drehungen im Raum. War das jetzt tatsächlich ein Zeichen von Hochbegabung, wie von der Psychologin postuliert? Oder war ich nur besonders trainiert? Jetzt aktuell kamen wieder Würfeltests bei den Online-Tests dran (ich weiß echt nicht mehr, ob Mensa oder andere Tests - sorry). Und ich stellte fest, dass ich die Sache verlernt hatte und mir die Teile erst mal ziemlich schwer fielen. Das sind so Dinge, bei denen ich unsicher werde, ob IQ-Tests tatsächlich bildungsunabhängig sind. Außerdem wundert es mich, warum in der dritten Klasse in Mathe Dinge zum Üben und Lernen drankommen, die an IQ-Tests erinnern - Zahlenreihen, Würfel-Baupläne, Muster,...

Laut Testung ist die Begabung meines Kindes sehr gleichmäßig. Dieser sprachliche Schwerpunkt, ich weiß nicht, ob das Begabung oder Neigung ist. Sie ist nicht zu überzeugen, dass sie Mathe auch gut kann, obwohl sie eine eins nach der anderen schreibt. Bis zum nächsten Test hat sie dann schon wieder vergessen, dass sie das letzte Mal eine eins hatte und ist äußerst erstaunt, wenn ich es ihr zeige. Sie hat verinnerlicht, dass sie Mathe nicht kann, ohne einen von mir nachvollziehbaren Grund - ich sehe da immer wieder Ähnlichkeiten zu Koschkas Tochter. Logicals liebt sie und kann sie auch unglaublich gut, bei denen hat sie noch nicht begriffen, dass es sich nicht um "Deutsch" handelt :mrgreen:
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Rabaukenmama » Do 18. Apr 2019, 19:01

Meine3 hat geschrieben:Huhu,

Ich habe ja nicht Mensa „beschuldigt“ an sich unseriös zu sein (im Gegenteil, das habe ich ja extra noch geschrieben), sondern lediglich den online-Test in Frage gestellt ;).


Naja, mit der Formulierung, ja auch wieder nicht "so ein Genie" zu sein und Mensa bislang immer für seriös gehalten zu HABEN (Vergangeheitsform) kommt es eben anders rüber.

Tatsächlich LEBT Mensa ja hauptsächlich von den Mitgliedsbeiträgen (so, wie die meisten Vereine) und hat daher natürlich Interesse daran, Menschen zum Test und in Folge (wenn sie tatsächlich hochbegabt sind) zur Mitgliedschaft bei Mensa zu motivieren. Das ist so ja auch legitim, oder?

Meine3 hat geschrieben:[Und das vor dem Hintergrund, dass der mathematisch-logische Bereich sicher nicht meine absolute Stärke, das aber ausschließlich abgefragt wurde und ich da jetzt so brilliert habe 8-)


Wer weiß, wie gut deine Selbsteinschätzung ist? Ich würde ohne IQ-Test meine größte Stärke garantiert im sprachlichen Bereich vermuten. Tatsächlich bin ich aber sprachlich nur knapp über der HB-Grenze und meine Spitze ist technisch-mathematisch! Dabei hatte ich in der höheren Schule (wo ich wegen fehlender Motivation und Frusttoleranz nur ein halbes Jahr war) in Deutsch eine glatte Eins und in Mathe eine 4!

Meine3 hat geschrieben:Meine Frage dahingehend war auch ernst gemeint und nicht rhetorisch. Und du bist ja Mensianerin, also sag doch mal:.. Im
„richtigen“ Mensa-Test: wird da auch der Schwerpunkt sehr (oder gar ausschließlich :gruebel: ) auf mathematisch-logisches Denken gelegt oder ist der sprachliche Teil im Vergleich dazu ähnlich (oder gar gleich?) stark vertreten? Wird auch die konzentrationsfähigkeit getestet? Würdest du sagen, es ist ein „umfassender“ IQ Test?


Erst mal zu Klarstellung: ich bin schon seit ca. 8 Jahren keine Mensanerin mehr. Es war einige Zeit interessant, bei Mensa dabei zu sein. Aber in meiner Nähe gab es keine Interessengruppen zu "meinen" Themen (Lyrik, Molekularbiologie, Genetik) und das Mensa Forum war auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Mitgliedszeitschrift hat mich (bis auf die Knobelaufgaben drin) auch nicht sonderlich interessiert, und so bin ich nach ca. 5 Jahren wieder ausgetreten.

Zur zweiten Frage: ja, ich habe den Test schon als umfassend empfunden, wenn ich mich auch an Details nicht mehr erinnern kann. Es gab einige Aufgaben im sprachlichen Bereich, ich kann dir aber nicht sagen, wie das Verhältnis sprachlich/mathematisch war. Ich weiß nur noch, dass ich es damals - rein subjektiv - als ausgewogen empfunden habe.

Meine3 hat geschrieben: Ich habe keinen IQ-Wert, ich habe einen Prozentrang (99%). Diesen erhielt ich als Ergebnis eines Intelligenztestes im Rahmen der Bewerbung für meinen damaligen Ausbildungsplatz. Es war ein sehr ausführlich und breit aufgestellter Test. Wenn man diesen Prozentrang als IQ abbildet (laut gängiger Statistiken), so wären das so ungefähr 140 IQPunkte. Also schon hochbegabt...


Naja, das erklärt ja klar die Empfehlung von Mensa, dich testen zu lassen! Und selbst wenn deine Vermutung, dass deine Begabungsspitze im sprachlichen Bereich liegt, stimmen sollte, ist durchaus möglich, dass du auch im mathematischen Bereich (Vortest) in der Hochbegabung drin bist. Ein ausgeglichen hoher Wert zieht das Gesamtergebnis noch mal nach oben. Ist jetzt rechnerisch nicht gut erklärbar, aber angenommen der Test besteht aus 4 Bereichen, wo du überall gut bis sehr gut abschneidest, dann ist der Gesamt-IQ höher als wenn dein Profil eine Berg- und Talbahn ist.

Meine3 hat geschrieben:Test eben nicht nur Matritzen und Zahlenreihen abgefragt, sondern eben auch Konzentration, Multi-Taskimg, Gedächtnis, verschiedene Tests im Sprachlichen Bereich und sogar Sozialkompetenz wurde in einem kleinen Teilbereich getestet. Ich weiß nicht, ob dies für einen IQ Test „üblich“ ist oder ob dies eine Mixtur aus IQ und EQ-Test war... Und ich würde mich aufgrund dieses Testergebnissen von damals nicht als Hochbegabte bezeichnen, sondern eben als „vermutlich“
HB, da ich ja keinen IQ-Test schwarz auf weiß habe, darüber ja aber der Begriff Hochbegabung“ definiert wird :fahne: ...


Wie du dich selbst siehst ist deine persönliche Sache. Ich habe generell die Erfahrung gemacht, dass der Großteil der hochbegabt (getesteten) Frauen, die ich kenne, sich selbst für "gar nicht so besonders klug" halten, während die Männer von ihren eigenen Fähigkeiten viel überzeugter sind. Und Männer lassen sich auch häufiger testen als Frauen und gehen mit dem Ergebnis (so es im HB-Bereich liegt) viel selbstverständlicher um.

Ein Prozentwert von 99% in einem umfassenden IQ-Test liegt so deutlich im Bereich der Hochbegabung, dass es nicht mal mehr eine Rolle spielt, ob vielleicht auch Sozialkompetenz mitgetestet wurde, oder nicht.
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Rabaukenmama » Do 18. Apr 2019, 19:44

charlotte12 hat geschrieben:@Meine3: Danke :) Mir ging es genau gleich wie dir. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich nicht HB sein kann, es gab ähnlich wie bei dir auch bei mir mal Verdachtsmomente in der Richtung. Aber ich bin mir doch relativ sicher, nicht so ultra-höchstbegabt zu sein, dass ich im Halbschlaf und komplett unkonzentriert Tests zur Feststellung von Hochbegabung knacke. Und besagten Online-Test habe ich damals nach einer durchgearbeiteten Nacht mit starken Kopfschmerzen gemacht, um nicht einzuschlafen. Ich wurde dabei zweimal unterbrochen, habe teilweise irgendetwas angekreuzt, um in der Zeit zu bleiben. Hatte so weit ich mich erinnere 25 von 33 Fragen richtig (ohne Garantie), empfand den Test dabei als einseitig und leicht. Daher mein Eindruck. Zu Mensa selbst kann ich überhaupt nichts sagen, weder Positives noch Negatives, ich kenne Mensa nicht. Ich habe insgesamt große Schwierigkeiten, für mein sprachlich hochbegabtes Kind angemessene Förderung zu finden und habe den Eindruck, im mathematisch-logischen Bereich ist das Angebot um Welten größer, sei es bei Enrichment-Angeboten oder bei Hochbegabten-Zügen im Gymnasium. Wie das bei Mensa ist, weiß ich nicht, würde mich aber auch sehr interessieren. :)


Was, bitteschön ist "ultra-höchstbegabt"? Davon war doch nie die Rede!

Was mich immer wundert ist, dass gerade kluge Menschen so gewaltige Vorurteile zum Thema Hochbegabung haben! Während man andere Stärken oder Fähigkeiten (musikalisch, sportlich, kreativ,...) ungeniert leben und zeigen kann, ist Hochbegabung so etwas, was man möglichst gar nicht thematisieren will. Besser noch: man will "es" gar nicht wissen! Und wenn einen wer Außenstehender darauf anspricht wird es angezweifelt und runtergeredet. Wenn jemand sagt "Deine Laufzeit beim Frauenlauf war toll!" kann man das ja auch stehen lassen und sich drüber freuen und muss das eigene Ergebnis nicht gleich mit der Weltspitze vergleichen (wo es natürlich auch nicht hingehört). Warum kann man mit einer etwaigen Hochbegabung nicht auch einfach locker- erfreut (ist ja was posivites!) umgehen?

Bei meinem Mensa-Test war ich ausgeschlafen und hochkonzentriert, das Ergebnis war ein IQ von 143. Das reicht, um auch NICHT voll konzentriert und hellwach beim Vortest einen Wert im Bereich +/- 130 zu erreichen - und somit eine Empfehlung, den Mensa-Test zu machen, zu bekommen.

Ist schon klar, bei dir KANN das alles ja nicht genauso sein! Du bist ja absolut nicht ultra-höchstbegabt, auf gar keinen Fall, gibt´s ja gar nicht! Sonst hättest du ja längst etliche tolle Erfindungen gemacht oder die Quadratur des Kreises berechnet oder du würdest bei der NASA Computerprogramme für Weltraummissionen schreiben ;) :fahne: !

Und genau DAS sind die Vorurteile zum Thema Hochbegabung! Dass jeder, der HB ist, ständig irgendwelche Formeln im Kopf hat, sich komplett anders fühlt oder sonst irgendwie gewaltig auffallen muss in der Masse der "ganz normalen" Menschen! Ist aber nicht so! Es gibt einige Dinge, zu denen ich wirklich klar mehr Begabung habe als die meisten Menschen, die ich kenne. Aber das sind großteils Dinge, die ich im echten Leben nie brauchen kann! In den meisten Bereichen bin ich (im Leben) ganz normal mainstrean, alles andere als auffällig!

Noch ein Wort zu IQ-Tests: das, was man gut kann (im Fall von Hochbegabung: logisch denken) kommt einem IMMER leicht vor. Und man glaubt, weil es für einen selber leicht erscheint, würden es "alle anderen" auch so empfinden! Für einen Affen ist es nun mal leicht, auf Bäume zu klettern, er kann sich nicht in ein Nilpferd reinversetzen!
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Meine3 » Do 18. Apr 2019, 19:50

@koschka: falls du auf meine Erklärungen zum Test anspielst, mit dem divergenten und konvergenten Denken: klar war da nur 1 Antwort korrekt, aber ich war „zu blöd :lol: „ die andere für mich noch mögliche Antwort auszuschließen. Habe es da einfach nicht als eindeutig empfunden. Und vermutlich waren das auch 2 der 3 fehlenden Punkte zur vollen Punktzahl ;) . Falls du auf das „Multi tasking“ anspielst: da waren nicht mehrere Aufgaben als korrekte Antwort möglich, sondern das war ein untertest, der sie Multi-tasking-Fähigkeit getestet hat (hören, lesen, schreiben gleichzeitig)...

Ich hatte und habe zu viele Interessen und kann mich immer noch nicht festlegen. Weiß also nicht „was ich will“. Ich wusste aber immer sehr genau was ich nicht will... Ich bin ja so ein klassischer Underachiever. Meine Kindheit und Jugend war nicht leicht (familiär), ich wurde nicht als schlaues Kind gesehen oder unterstützt, da hat sein Übriges getan. Nur schlau sein bringt einen eben nicht zwangsläufig weiter im Leben. Zu viele andere Faktoren spielen da noch eine Rolle...Das sieht man ja leider immer wieder.
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Re: IQ-Test Online-Mensa

Beitragvon Meine3 » Do 18. Apr 2019, 20:12

Hallo rabaukenmama,

Ja, vielleicht liest es sich missverständlich, aber da ich anfangs mich auf den online-Test bezog, war für mich klar, dass ich von dem Test im Netz rede. Und manchmal bin ich bei aller Pedanterie, die ich im sprachlichen Bereich oft aufzeige, dann doch zu schlampig, vor allem, wenn. Ich mir nicht genug Zeit lasse.

Dieser Online Test eben, hat mich einfach ehrlich gesagt schon erstaunt... Entweder bin ich wirklich auch mThenatisch-logisch hochbegabt (aber ich HASSE Mathe, das fiel mir auch immer Mega-schwer :gruebel: in der Schule, da war ich schlicht „zu blöd“, bei den einfachsten Textaufgaben bin ich raus :oops: ) oder der online-Test ist „zu einfach“, so dass auch ein normal-überdurchschnittlich begabter Mensch im mathematisch-logischen Bereich so gute Resultate erzielen kann...

Was du zum sich selbst wahrnehmen sagst, stimmt schon. Ich bin mir mittlerweile durchaus bewusst, dass ich nicht dumm bin, wahrscheinlich sogar das Gegenteil davon ;), aber ich empfinde es anders... ich fühle mich nicht besonders schlau, bzw. Bin ich schnell verunsichert, selbstkritisch, zu nachdenklich etc...

Danke für die Beantwortung zum „echten“ Mensa-Test. Dann bin ich ja „beruhigt“ :). Scheint ja dann eben nur der Online-Test sehr unausgewogen und evtl. zu leicht zu sein, was wiederum nachvollziehbar ist. Natürlich wollen die viele Mitglieder werben und das ist auch ihr gutes Recht...
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