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Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

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Beitragvon SophiaLoren » Di 5. Nov 2019, 14:02

Hallo zusammen,

nachdem mir hier bei dem IQ Test meines Sohnes so gut geholfen wurde, wende ich mich heute wegen meiner Tochter an Euch.

Meine Tochter hat eine Rolando Epilepsie und sollte deshalb vor der Einschulung (auf anraten des Neuropädiaters) einen Entwicklungstest machen.
Aufgrund der doch langen Wartezeiten bei SPZ usw. hat der Kinderarzt den Vorschlag gemacht, den BUEVA zu machen, sozusagen als 1. Anhaltspunkt.

Tatsächlich lag ihr T Wert beim Zahlenfolgetest bei 29.
Allerdings lag ihr T Wert bei CMM (allgemeine Intelligenz) bei größer/gleich 55. Ich habe natürlich nachgefragt, was das größer/gleich bedeuten soll.
Da auch bei Artikulation größer/gleich stand.

Die Antwort war, dass ab einem T Wert von 55 abgebrochen werden kann. Sie hatte 54 von 57 Rohwertpunkten erreicht, deshalb wurde abgebrochen.

Uns wurde nun zu einem anderen IQ Test geraten.

Es ging ja vordergründig nur um die Feststellung eventueller Teilleistungsstörungen bezgl der Epilepsie.

Welche Aussagekraft hat denn der Test bezgl IQ?

Viele Grüße
SophiaLoren
 
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Re: BUEVA

Beitragvon basket » Di 5. Nov 2019, 22:59

Huhu!
Den Bueva habe ich zuletzt im Frühjahr gemacht. In der aktuellen Version gibt es zwei Intelligenzbereiche in diesem Test ( verbal und nonverbalen). Der Nonverbale Test ist der CMM , ein sehr alter Intelligenztest. Dieser ist allein nich wirklich aussagekräftig, gibt nur eine Richtung an. Ich teste bei schlechten Ergebnissenn immer noch nach, da es wichtig für zu empfehlende Förderschwerpunkten ist.
Es gibt eigentlich in der Endauswertung immer, in welchen Bereichen mögliche Störungen vorliegen.

Wenn ihr den genaue IQ Werte braucht, dann ist der Test in meinen Augenwenig aussagekräftig.

Ich nutze gerne den AID, um ein gutes Profil von Stärken und Schwächen zu sehen. Bei schwachen Kindern nehme ich eher den SonR.

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Re: BUEVA

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 6. Nov 2019, 09:07

basket hat geschrieben:Huhu!
Den Bueva habe ich zuletzt im Frühjahr gemacht. In der aktuellen Version gibt es zwei Intelligenzbereiche in diesem Test ( verbal und nonverbalen). Der Nonverbale Test ist der CMM , ein sehr alter Intelligenztest. Dieser ist allein nich wirklich aussagekräftig, gibt nur eine Richtung an. Ich teste bei schlechten Ergebnissenn immer noch nach, da es wichtig für zu empfehlende Förderschwerpunkten ist.
Es gibt eigentlich in der Endauswertung immer, in welchen Bereichen mögliche Störungen vorliegen.

Wenn ihr den genaue IQ Werte braucht, dann ist der Test in meinen Augenwenig aussagekräftig.

Ich nutze gerne den AID, um ein gutes Profil von Stärken und Schwächen zu sehen. Bei schwachen Kindern nehme ich eher den SonR.

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Hallo basket!

Ich habe mich auf den Beitrag von SophiaLoren nicht gemeldet, weil ich den Test BUEVA nicht kenne und daher die Fragen nicht beantworten kann.

Jetzt interessiert mich aber, warum die bei schwachen Kindern eher den SonR nimmst. Das ist je ein noverbaler Test wo der Schwerpunkt auf abstraktem Verständnis liegt, was gerade bei (lern-)schwachen Kindern mMn nicht gerade aussagekräftig ist. Kannst du es bitte erklären?
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Re: BUEVA

Beitragvon basket » Mi 6. Nov 2019, 18:00

Huhu!
Wir nutzen den SOnR viel, da er sprachfrei ist. Bei uns geht es in der Regel um Förderschwerpunkt Lernen oder Geistige Entwicklung . Der CFT muss oftmals zu hoch ( das ist unsere Erfahrung und auch bestätigt durch verschiedene Psychologen)

Da wir häufig Kinder mit großen Sprachschwierigkeiten oder wenig Deutschkenntnissen testen ist es für uns wichtig sprachfreie Test zu nutzen
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Re: BUEVA

Beitragvon alibaba » Do 7. Nov 2019, 10:31

Anhand der Testergebnisse werden fünf Verdachtsdiagnosen überprüft. Beim Verdacht auf
Minderbegabung wird zwischen niedriger Intelligenz (T-Wert der Gesamtintelligenz < 40) und
Intelligenzminderung (T-Wert < 30) unterschieden. Der Verdacht auf Intelligenzminderung
schließt nach den Regeln des BUEVA-III die zusätzliche Diagnose einer UES aus. Bei den UES
wird zwischen Schwächen (T-Wert 36-39) und Störungen (T-Wert ≤ 35) unterschieden. Bei
Störungen muss zusätzlich eine Diskrepanz zur Nonverbalen Intelligenz (Artikulationsstörung,
Sprachstörung) beziehungsweise zur Gesamtintelligenz (Motorische Störung) von mindestens 15
T-Wertpunkten vorliegen. Bei Artikulationsstörungen ist der Subtest Artikulation maßgeblich,
eine spezifische Störung wird allerdings nur vermutet, wenn Expressive Sprache und Rezeptive
Sprache einen T-Wert > 35 aufweisen. Die Verdachtsdiagnose Sprachstörung kann gestellt
werden, wenn T-Werte < 35 entweder bei Rezeptive Sprache oder bei Expressive Sprache oder
beim Gesamtwert Sprache vorliegen. Für die Bewertung motorischer Störungen werden die
Untertests Visuomotorik und Körperkoordination sowie der Gesamtwert Motorik herangezogen.
Auch hier muss nur einer der drei Werte unter den Grenzwerten liegen, um von einer Schwäche
oder Störung zu sprechen. Eine vertiefte Leistungsdiagnostik wird empfohlen, wenn der
Gesamtentwicklungsstand unter einem T-Wert von 40 liegt.


Selbst wenn die Rohwertverteilung eine bessere Differenzierung im oberen
Leistungsbereich zugelassen hätte, sind die T-Werte der Untertests nur bis 60 tabelliert

Die Erfassung
überdurchschnittlicher Leistungen wird ausdrücklich nicht angestrebt.



Quelle: https://www.researchgate.net/publicatio ... ersion_III
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Re: BUEVA

Beitragvon Rabaukenmama » So 10. Nov 2019, 19:29

basket hat geschrieben:Huhu!
Wir nutzen den SOnR viel, da er sprachfrei ist. Bei uns geht es in der Regel um Förderschwerpunkt Lernen oder Geistige Entwicklung . Der CFT muss oftmals zu hoch ( das ist unsere Erfahrung und auch bestätigt durch verschiedene Psychologen)

Da wir häufig Kinder mit großen Sprachschwierigkeiten oder wenig Deutschkenntnissen testen ist es für uns wichtig sprachfreie Test zu nutzen
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Bei Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache und mangelndem Sprachverständnis verstehe ich, dass der SOnR genutzt wird. Ich habe Deine Aussage ursprünglich aber so verstanden, dass ihr (Du als was? Psychologe? Ihr als wer? Institut? Schule?) den Test generell bei "schwachen" Kindern verwendet. Und das hätte mich (bei normalem Sprachverständnis) doch ziemlich gewundert.

Mein gehörloser, autistischer Sohn hat schon 3x den Son-R gemacht (1x mit 4 Jahren, einmal mit 5,5 Jahren und einmal mit 6,5 Jahren), davon war ich zweimal anwesend. Daher kenne ich den SON-R ziemlich gut.

Es würde mich gerade bei (lern-)schwachen Kindern mit normalem Sprachverständnis wundern, wenn statt CFT oder WISC der SOnR verwendet würde. Meiner Meinung nach zielt er viel mehr auf abstraktes Denken ab als die "normalen" Intelligenztests, die es für dieses Alter (2 1/2 bis 7 Jahre) gibt. Daher wundert mich nicht, wenn schwache Kinder beim SOnR schlechter abschneiden als z.B. beim CFT, aber dass dann dieses Ergebnis tatsächlich aussagekräftiger ist, bezweifle ich mal.
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