Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Fragen, Antworten und Erfahrungen zu IQ-Tests

Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon SophiaLoren » Do 9. Jan 2020, 21:53

Hallo zusammen,
über die Suchfunktion habe ich nichts gefunden.
Deshalb die Frage, ob jemand zur Diagnostik bei Frau Dr. Gerstenberger-Ratzeburg war und Erfahrungswerte für mich hat.

Liebe Grüße
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon alibaba » Mo 13. Jan 2020, 14:21

Ich kenne die Dame nicht, das vorweg. Ob Jemand gut ist oder nicht, sieht oder erkennt man sicherlich nicht an der Homepage.
Aber, ich habe einfach diese geöffnet und gegoogelt. Mehrere Dinge stoßen mir auf. Sie hat einen Magister der Künste und einen Doktor in Geisteswissenschaften. Dazu hat sie eine Praxis nach dem Heilpraktikergesetz. Ich will das nicht alles schlecht reden, aber wenn es um Hochbegabung geht, würde ich echt woanders schauen. Ich würde eventuell mal bei der DGhK anrufen. Vielleicht können die Dir Praxen in deiner Nähe nennen, die Du kontaktieren kannst. Ich würde immer spezialisierte Praxen nehmen, eventuell sogar einen Kinder- und Jugendpsychiater, wenn noch andere Verdachtsdiagnosen eine weitere Rolle spielen.
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon SophiaLoren » Mo 13. Jan 2020, 15:17

Ehrlich gesagt, dachte ich das beim lesen auch. Allerdings hat sie auch Bücher zum Thema Hochbegabung geschrieben.

Bei der DGhK wird sie auch gar nicht geführt. Hat das ne Bedeutung?
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon alibaba » Di 14. Jan 2020, 09:58

Ich kenne nicht die Kriterien, welche Praxen jetzt bei der DGhK gelistet werden und welche nicht. Auf jeden Fall steht aber auf der Homepage von Gerstenberger-Ratzeburg der Verweis auf die Listung. Mhhhhhh………

Ob es reicht, wie man ausgebildet wurde wie Dr.Gerstenberger-Ratzeburg um dann spezialisiert auf Hb zu sein und ob "Bücher schreiben" etwas über die Kompetenz aussagt …… schwierig, schwierig, schwierig …… da möchte ich nicht urteilen. Fakt ist mal, dass bestimmte IQ-Tests auch nur von examinierten Diplompsychologen gemacht werden dürfen. Manche Tests darf ja jeder machen (selbst der Beratungslehrer an der Schule) und manche eben nur ein Profi.

Dein Kind wurde doch schon getestet? Ihr wollt einen weiteren Test? Ich würde warten. Oder brennt da etwas?
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon Rabaukenmama » Di 14. Jan 2020, 11:53

Die Frage ist mal ob es um eine IQ-Testung oder eine (Entwicklungs-)Diagnostik geht.
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon SophiaLoren » Di 14. Jan 2020, 12:12

Wir haben nun einen Termin bei einer anderen Praxis angenommen.
Vordergründig geht es um Beratung bezgl. weiterführende Schule.

Ich habe alle bisherigen Testergebnisse dorthin geschickt und da war man auch der Meinung, dass die Auswertung des K-abc schon etwas abenteuerlich klingt.
Die Diskrepanz zwischen den einzelnen Skalen doch hoch mit 32 Punkten.
Da sollte nochmal genauer geschaut werden.

Es brennt insofern, dass eben die Entscheidung zur weiterführenden Schule ansteht und wir nicht wissen, wohin mit ihm.
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon alibaba » Di 14. Jan 2020, 13:23

Ich wünsche euch gutes Gelingen.

Abschließend will ich aber noch sagen, dass ich nie die Wahl der weiterführenden Schule vom IQ abhängig gemacht habe. Mir war immer wichtig, zu was ist Kind bereit (90%) und welches Potential sehe ich bei dem Kind (10%). Keiner kennt das Kind so gut wie ich. Wenn es rein und primär nur nach dem IQ gehen würde, wären meine Kinder auf ganz anderen Schulen. :gruebel:
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon SophiaLoren » Di 14. Jan 2020, 13:40

Da hast du absolut recht!

Laut Therapeut würde sein IQ für ein Gymnasium reichen. Da mein Sohn aber viel weniger leistet als er könnte, kommt das nicht in Frage.

Er vermeidet was und wo er kann. Am liebsten würde er gar nicht zur Schule gehen. Sobald irgendetwas wie lernen aussieht, lehnt er es ab.

Wir wissen aber nicht genau warum.

Die Autismus Diagnose wurde mittlerweile als Fehldiagnose identifiziert, ADHS hat sich erneut bestätigt.

Es ist nicht einfach.
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon alibaba » Di 14. Jan 2020, 15:33

SophiaLoren hat geschrieben:Laut Therapeut würde sein IQ für ein Gymnasium reichen. Da mein Sohn aber viel weniger leistet als er könnte, kommt das nicht in Frage.
Er vermeidet was und wo er kann. Am liebsten würde er gar nicht zur Schule gehen. Sobald irgendetwas wie lernen aussieht, lehnt er es ab.


Glaub mir, das geht auch ohne Retardierung. :D Mittlerweile nehme ich das mit Humor. Irgendwie findet mein Kind alles omnipräsent langweilig.


SophiaLoren hat geschrieben: Es ist nicht einfach.


Das glaube ich sofort! Wie Du schon geschrieben hast, es sind eben viele Faktoren, die einen zur Schulwahl lotsen. Am Gymnasium hier ist es die härteste Gangart mit maximaler Unflexibilität was die Individualität von Schülern betrifft. Gymnasium ist hier bei uns: friss oder stirb und bitte kümmere dich um deine Probleme selber.

Dann wünsche ich euch viel Erfolg und möget Ihr hinterher etwas klarer sehen. :friedlich:
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Re: Dr. Gerstenberger-Ratzeburg

Beitragvon Rabaukenmama » Di 14. Jan 2020, 15:39

Hallo SophiaLoren!

Mein Sohn dürfte ähnlich "gestrickt" sein wie deiner, nur dass sowohl Autismus als auch ADHS-Diagnose mittlerweile bestätigt sind. Beim WISCIV waren zwischen bestem und schlechtestem Teilergebnis ca. 60 Punkte! Lernen mag mein Sohn auch überhaupt nicht. Aber das, was in der Grundschule verlangt wird, schafft er locker und ohne lernen nebenbei. Bei mir war es in dem Alter sehr ähnlich.

Ich kam in die Hauptschule, weil sich die Schulpsychologin auf meine "fehlende soziale Reife" berufen hat. Heute weiß ich, dass ich auch ADHS habe, was aber damals nicht erkannt wurde (war auch längst noch nicht so bekannt wie heute). Lernmäßig hatte ich in der Hauptschule keinerlei Herausforderungen, was man jetzt rückblickend als gut oder schlecht sehen kann. Abgesehen davon wurde ich in der Hauptschule heftig gemobbt.

Jedenfalls war ich absolut nicht gewohnt, zu lernen, was mir danach beim Versuch der höheren Schule auch ein "Nicht genügend" nach dem anderen beschert hat. Ich bin dann schon nach dem ersten Halbjahr von der höheren Schule abgegangen.

Meine ebenfalls kluge, aber faule Volksschulfreundin hingegen kam aufs Gymnasium, hatte dort mit 10-11 Jahren ihre "Nicht genügend", die sie letztendlich zum lernen motiviert haben (weil sie in ihrer Klasse bleiben wollte) und die hat dann die höhrer Schule (die gleich Klasse wie ich) mit links gewuppt. Maturiert hat sie dann mit Notendurchschnitt 1,3.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus möchte ich daher, dass mein Sohn das Gymnasium zumindest ausprobiert. Runterstufen, wenn es nicht klappen sollte, kann man immer noch. Diese Entscheidung ist absolut nicht IQ-abhängig, auch wenn es gut tut, zu wissen, dass der Wert meines Sohnes auch ohne Hochbegabung so ist, dass ich mir da zumindest keine großen Sorgen machen brauche ;) . Und ehrlich gesagt hoffe ich auch, dass die Sozialkompetenz der Schulkameraden am Gymnasium besser ist, als sie an den "neuen Mittelschulen" (Nachfolger der Hauptschulen in Österreich) üblich ist. Wobei mir klar ist, dass das (Klassen- und Lehrerkonstellation) auch Glückssache ist.

Alles Gute für eure Entscheidung! Lass wissen, in welche Schule dein Sohn dann tatsächlich kommt :) .
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