Warum sterben wir?

Fragen aus dem Alltag, Tipps und gute Ratschläge

Warum sterben wir?

Beitragvon Rene » Do 26. Okt 2017, 13:12

Ich fahre mit meinem 3.6 altem sohn durch die Landschaft und plötzlich fragt er mich:

Warum sterben wir?

Ich versuche zu erklären so gut ich kann, Lauf des Lebens usw. Blumen welken usw. wir werden alt - siehe Oma usw. Zeit nicht anhalten usw

er fragt wiederholt

Ja, aber WARUM?

Ja, warum sterben wir. Damit platz für die Nächsten ist?

Das hat mich schon sehr beschäftigt und tut es heute noch. Ich kann mir nicht erklären, wie er darauf kommt. Er hat ein unglaubliches Gedächtnis, vielleicht hat er es irgendwo aufgeschnappt. Aber die wiederholte Frage nach dem WARUM hat mir das Gefühl gegeben, er versteht es was es bedeutet. Und ich hatte eigentlich keine Antwort.

Was denkt ihr. WARUM sterben wir.

Grüße René
Rene
 
Beiträge: 18
Registriert: Fr 4. Aug 2017, 11:47

Re: Warum sterben wir?

Beitragvon sinus » Do 26. Okt 2017, 15:58

Weil der Körper abgenutzt ist und die Zellen nicht mehr in der Lage sind, sich komplett zu erneuern.
Ich habe bei so Gelegenheiten z.B. übers Herz gesprochen, wie oft und schnell es schlägt, wie viel Arbeit es hat. Und das Tag für Tag, Jahr für Jahr... Eigentlich ein Wunder, dass es überhaupt so lange mitmacht.
Außerdem würde ein ewiges Leben keine größeren Erneuerungen im Genom ermöglichen und Anpassungen an andere/neue Gegebenheiten/Umwelt, eine Evolution wäre nicht möglich.
Wäre ein ewiges Leben in der Biologie von Lebewesen vorgesehen, würde es die Menschen und überhaupt die diversen Arten wohl auch nicht geben - denn wie hätte Evolution denn dann stattfinden sollen?
sinus
Dauergast
 
Beiträge: 376
Registriert: Fr 26. Nov 2010, 10:52

Re: Warum sterben wir?

Beitragvon Rabaukenmama » Do 26. Okt 2017, 19:37

Ich würde sagen wir sterben, weil der Kreislauf der Natur ist, dass immer neue Menschen geboren werden. Würden Menschen (oder auch Tiere bzw. Pflanzen) nur noch geboren werden, aber nicht sterben, wäre die Erde einfach bald viel zu klein. Dazu kommt, dass (wie Sinus das beschreibst) der Körper sich immer mehr "abnutzt". Es werden zwar auch immer wieder neue Körperzellen gebildet, so dass sich alles immer wieder erneuert, aber im Laufe der Jahre passieren dabei immer mehr Fehler, die zu Krankheiten führen können.

Du kannst deinem Sohn erzählen, dass der Großteil der Kinder gesund ist, der Großteil der älteren Leute aber eine oder mehrere Krankheiten hat, die auch die Lebensqualität beeinträchtigen (z.B. wenn einem beim gehen die Füße weh tun) oder Schmerzen verursachen. Es wäre also für die Menschen selbst gar nicht so wünschenswert, ewig zu leben. Daher hat es die Natur so eingerichtet, dass immer neue Babys geboren werden, zu Kindern heranwachsen, dass Jugendliche und später Erwachsene werden und irgendwann werden sie mal alt und sterben.

Wenn bei der Gegenheit die Frage kommen sollte, ob nur alte Menschen sterben, ist Ehrlichkeit und Fingerspitzengefühl gefragt. Es kann natürlich sein, dass Kinder (vor allem im Alter deines Sohnes) große Angst bekommen, dass entweder sie selbst oder nahe Angehörige (Eltern, Großeltern, Freunde,...) sterben könnten. Erstmals wird ihnen bewusst, dass das Leben keine Selbstverständlichkeit ist, eine Tatsache, die wir als Erwachsene gerne verdrängen.

Hier ist wichtig, die Ängste der Kinder ernst zu nehmen und immer darüber zu sprechen, wenn es dem Kind ein Bedürfnis ist. Es kann eine Phase kommen, wo der Tod (oder auch Krankheiten) einige Tage oder Wochen Haupt-Gesprächsthema ist, bis das Kind es dann mal so weit "verarbeitet" hat, dass andere Dinge wieder mehr in den Vordergrund treten.

Ich persönlich würde in so ein Gespräch noch reinbringen, dass es im Leben viel mehr auf das "wie" ankommt und nicht so sehr auf das "wie lange". Niemand weiß, wann er sterben wird, aber es liegt an uns, ob wir, wenn es so weit ist, auf ein erfülltes Leben mit Höhen und Tiefen zurückblicken können, oder ob uns Gedanken quaelen, was wir vielleicht anders hätten machen können.

Es gibt übrigens ein sehr nettes Buch, welches Kindern den Tod näher bringt. Der Titel lautet "Leb wohl, lieber Dachs".
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
Rabaukenmama
Dauergast
 
Beiträge: 1985
Registriert: So 8. Dez 2013, 21:24

Re: Warum sterben wir?

Beitragvon HansWerner12 » Mo 23. Apr 2018, 06:55

Hi,

jeder Mensch kommt zur Welt, lebt sein Leben und stirbt. Das ist Gotteswillen. Der Gott gibt uns das Leben und nimmt es von uns.

Viele Grüße
HansWerner12
HansWerner12
 
Beiträge: 12
Registriert: Sa 21. Apr 2018, 08:14

Re: Warum sterben wir?

Beitragvon Michael7 » Mi 4. Jul 2018, 03:37

Guten Morgen,

einfach die Tierwelt als Beispiel geben. Das Gesetzt der Natur. Man kommt zu Welt, lebt sein Leben und stirbt.

LG Michael7
Michael7
 
Beiträge: 15
Registriert: Mo 2. Jul 2018, 18:22

Re: Warum sterben wir?

Beitragvon Butterbrot » Mi 25. Jul 2018, 14:07

Hallo

Ich finde das eine sehr interessante Frage. Und manchmal sind es die Kinder (frei von Politik, von Wertung) die uns wieder auf das Leben verweisen. :D

Mein erster Gedanke darauf war: " Um Platz für Neues freizugeben."

Im Glauben für mich.. und das ist auch das, was ich unseren Söhnen sage.. ist das Sterben, einfach der nächste Schritt für etwas Großartiges. Eben ein "woanders hingehen".


Das Butterbrot
Butterbrot
 
Beiträge: 10
Registriert: Di 26. Jun 2018, 23:09


Zurück zu Alltag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste