Smart Games und Co.

was noch nirgends paßt - ich eröffne dann eine neue Kategorie oder ein neues Forum und ordne den Beitrag richtig zu

Smart Games und Co.

Beitragvon koala27 » Mo 24. Aug 2020, 17:59

Moin,
ich wollte mal fragen, ob eure Kids die Smart Games auch gut finden?
Und ob ihr noch Anregungen für Spiele anderer Hersteller nachdem Prinzip habt?
Wir haben mittlerweile eine richtige Sammlung von den Smart Games und auch von einigen anderen ( Rush Hour/ River Crossing etc.) und die ganze Familie mag sie gerne.
Vor Corona haben wir auch immer einige Smart Games mitgenommen, wenn wir irgendwohin eingeladen waren--zum Beschäftigen für die Kids. Auch bei einem Jiu Jitzu Wettkampf vom Kurzen kamen sie in den Pausen zum Einsatz.
Ich habe eine Kladde angelegt um einzutragen wer in welchem Spiel wieweit ist--weil es öfter vorkommt, dass ein Spiel tagelang gepielt wird und dann ist wochenlang Pause und es wird ein anderes gespielt--und ich merke mir das dann nicht mehr :schwitz:
Spielen eure Kids auch gerne Knobelspiele alleine?

Ich hänge mal den Link der Smart Games dran- falls sie jemand noch nicht kennt:
https://www.smartgames.eu/de/unsere-spiele

LG
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon sinus » Di 25. Aug 2020, 10:50

Wir haben ca. 5-6 der Smartgames hier, aber so richtig beliebt waren und sind sie bei uns nicht.
Keiner von uns konnte sich länger dafür begeistern.

Die immer wieder gern gespielten Hits sind:

Großer Dalmuti (Kartenspiel, für alle Altersklassen attraktiv, die Kleine spielt da auch schon lange mit)
Carcassonne (bisschen wie puzzeln, optisch sehr schön)
Stille Post extrem (Stille Post, nur mit Malen statt flüstern)
Azul, schön ruhig und eine optische Augenweide

am allermeisten spielen wir aber:

Dixit (arbeitet mit Assoziationen zu Bildern)
Concept (umgekehrt wie Dixit - Begriffe/Filme/Zitate... müssen über vorgegebene Kategorien in Bilder übersetzt werden)
Codenames pictures (arbeitet ebenfalls mit Bildern und Assoziationen)
Die drei sind alle nach ähnlichem Spielprinzip.

Die 11jährige liebt noch besonders Onirim & Carnival der Monster. (beides hab ich selbst noch nicht gespielt, kennt sie nur von Freunden)

Ich liebäugele gerade mit der Anschaffung des aktuellen Spiels des Jahres (Pictures), da müssen auch Begriffe mit Bildern oder Gegenständen oder auch nur Farbkombinationen (Pixeln) übersetzt werden. Die Idee finde ich sehr reizvoll und ist auch absolut für alle Altersklassen spielbar.

Wie du siehst, haben wir es hier weniger mit dem Logischen, sondern mehr mit dem Verschlüsseln/Übersetzen von Begriffen in Bilder und zurück.
Das ist äußerst kreativ, immer wieder interessant, wie unterschiedlich das mitunter ausgeht und dadurch oft lustig und man muss den anderen ein bisschen kennen, um zu verstehen, wie er denkt. Also ein bisschen Psychologie ist auch dabei.
Grad bei Dixit merke ich immer wieder, wie gut ich meine Große und wie gut sie mich kennt und dass wir in dem Bereich sehr ähnlich ticken. (sehr ähnliche Assoziationen haben).
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Di 25. Aug 2020, 16:21

Vor 10 Jahren haben meine Großen gern Rush Hour gespielt. Jetzt gibt es alles fürs Tablett und die reelen Dinge sind nicht mehr interessant. Für unterwegs war auch einige Zeit IQ-Puzzle mehr oder weniger geliebt, aber auch hier das gleiche Problem. Wir haben ein Paar neue Spiele im Schrank stehen: Wizard, Azul, Cluedo, aber auch hier hält sich die Begeisterung in Grenzen. Ich glaube diese ganze Idee des Bretts- und Gesellschaftsspiels in reeler Form die nächsten 10 Jahren nur in engen Kreisen überleben wird. Ich kaufe schon lange keine Bücher in Papierform mehr und werde wohl wahrscheinlich auch kein Spiel mehr kaufen.
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon koala27 » Sa 29. Aug 2020, 00:09

Hallo sinus,
normale Gesellschaftsspiele spielen wir hier auch sehr viel- allerdings ist es mit beiden zusammen etwas schwierig, weil die Große nicht so gut akzeptieren kann, wenn der Kurze sehr viel besser ist und mit Abstand gewinnt. Dabei ist es auch egal, ob auch wir Eltern verlieren--das der Kurze besser ist, ist dann ihr Problem.
Aktuell spielen wir hier gerade gerne:
Qwirkel
L.A.M.A.
Miau, Miau, Katzenklau
Onitama ( das ist nur für 2 Pers. ähnlich wie Schach)
Phase 10
Labyrinth
Qango
Fabelsaft

Wir gehen auch gerne zu Spieletagen, um Spiele auszuprobieren und dann eben auch zu merken, dass ist was für uns alle oder eben nicht.
Einige von Deinen Vorschlägen kenne ich- einige nicht, die werde ich mir mal näher anschauen.
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon pocoyo » Di 1. Sep 2020, 20:48

Hallo,

meistens komme ich zwar nicht zum Antworten aber diesmal 8-)

Hier ist noch "Einfach genial" sehr beliebt. Auch Memoaar wird gerne gespielt. Blokus fällt mir auch noch ein.

Pegasus hat auch die Spielreihe "Brains". Die ist den Smart Games ähnlich.

Beim großen Kind sind Gesellschaftsspiele elementar. Aber da er erst eingeschult wurde, lernt er erst langsam die digitale Welt kennen...
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 2. Sep 2020, 09:14

Ich wehre mich gar nicht mehr gegen das Digitale zu wehren. Ich hoffe, dass Coronaprobleme die Digitalisierung der Bildung vorantreiben. Es steckt ein enormes Potential drin, das bis jetzt nicht mal angekratzt wurde. Mein persönlches Problem mit Smartgames bestand darin, dass Kinder schnell verzweifelten und in die Lösung schauten. Drückt man die Lösungen nicht im gleichen Heft, müssen die Kinder mit jedem Lösungsansatz zu einer höheren Instanz laufen. Bei digitalen Version der Rushhour entfallen diese Probleme ganz. Der Computer zeigt die Lösung nicht. Es kann aber nach Bedarf ein Tipp geben. Die Anzahl der Tipps ist begrenzt. Genau so kann der digitale Unterricht funktionieren, und dabei sind die Differenzierungsmöglichkeiten sowohl nach oben als auch nach unten unbegrenzt. Ein Schüler der sich im Unterricht langweilt, kann jede Stunde 30 zusätzliche Vokabeln lernen, und nicht einfach frontal, sondern in ein Spiel eingebaut, mit Kontrollfunktion, die dem Lehrer keine Zeit kostet. Die Programme wären auch in der Lage sehr schnell die potentiellen Probleme wie LRS und Diskalkylie aus der Art der Fehler aufzuspüren. Dem Lehrer bliebe mehr Zeit für die Betreuung der Problemfälle und für die soziale Aspekte. Ich finde es für den Staat auch peinlich, dass ein Ravensburger Tiptoibuch, das jedem 3-jährigen aus einer nicht ganz bildungsfernen Haushalt zugänglich ist, 10 mal informativer und moderner ist, als der Sachunterricht der Grundschule.
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon koala27 » Mi 2. Sep 2020, 11:26

Hallo Katze;

hier in NDS. wollen sie jetzt ja die Digitalisierung vorantreiben- aber leider sitzen dort halt Menschen die keinen Plan von der Realität haben. Hier gibt es ja ein großes Gym mit 1000 Schülern, dass während des Lockdowns über Iserv verushct hat, den Unterricht zu machen-was schon zu normalen Schulzeiten nicht immer und lief, lief dann auch nicht wirklich rund-- ständig ist der Server abgestürzt- weil überlastet--- und was wollen sie jetzt für die 6 Grundschulen hier machen? genau- die bekommen auch Iserv--- nicht zu vergessen, die beiden OBS. die auch Iserv nutzen... kann also nur nach hinten los gehen, wenn noch mehr Schulen und Kinder einen Server nutzen sollen der in normalen Zeiten ohne Homeschooling schon ständig überlatste ist-- aber aus der Erfahrung lernt hier keiner derjenigen, die das "sagen " haben, was die Schulversorgung angeht.

Bei uns sind die Smart Games so im Einsatz- wenn was nicht klappt und Kind wird sauer- dann wird es weggepackt und später oder am nächsten Tag rausgeholt.
In die Lösung wird nicht geschaut- was bisher gut klappt. Wenn wir irgednwo unterwegs waren, dann ging es eh nicht weil ich daneben sitze ( oder der papa) und auch sonst haben sie den Ehrgeiz es selbst zu schaffen.
Der Kurze hat da mehr Ehrgeiz , aber wenn es nicht so schnell klappt wie er meint, dann ist er auch leicht wütend und frustiert--er setzt sich selber gerne unter Druck, was er schaffen will. Das Auszuhalten, dass es nicht immer schnell läuft, war ein Problem für ihn, wird aber immer besser. Ich bin ganz froh, dass er es so lernt, dass eben nicht alles gleich klappt und er sich anstrengen muss um sein Ziel / seinen Level zu erreichen. Denn in der Schule wird es auch so sein--hatten wir gestern schon-- im Kopf geht alles, aber die Feinmotorik hinkt halt hinterher und das Auszuhalten war nicht ohne. Und das sind so Einzelspiele halt gut geeignet- weil er da sein Tempo machen kann.
Meistens ist es übrigen so, nach einer Pause beim Smart Games ist beim nächsten Versuch die Lösung ratz fatz da und das motiviert dann weiter zu machen.
Er macht auch gerne Spiele dopplet, wo er schon alles Levels gemacht hat- Rush Hour junior bspw. oder Ran an die Nüsse oder Geisterjäger-- hat er alle durch und spielt sie zum Spaß wie er sagt nochmal.

Ich bin sehr dür Digitalisierung- aber solange der netzausbau nicht läuft, die Server überlatstet sind etc. macht es wenig Sinn, da mal eben übers Knie zu brechen--
kann nur nach hinten los gehen und dann kommt von den Gegner " haben wir ja gewusst- keiner braucht Tablets in den Klassen"
Auch die Idee alle Lehrer mit Tablets auszustatten ist nett- wird aber das Problem noch verschlimmern-- verschiedene Software für verschiedene Klassen- Software die nur da läuft und da nicht usw.usw. Programme die verschiedene Lizenzen haben -- Tafeln die nicht interaktiv laufen---es läuft eben nicht rund und man muss ma Anfang anfangen und nicht am Ende und schnell schnell was aus dem Boden stampfen....

Bis Deutschland da mit anderen Ländern mithalten kann sind unsere Kinder längst selber Eltern...
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 2. Sep 2020, 11:46

Ich verstehe nicht ganz warum überhaupt alles über Netze laufen soll. Wenn jeder auf seinem Tablett ein Programm installieren würde: Mathe Level 1, und es durcharbeiten würde, wäre gar kein Netz nötig. Dabei könnte jeder im Gegensatz zu Netzeinsatz in seinem eigenem Tempo arbeiten.

Ich habe auch zugeschaut, wie das Gymnasium der Großen versuchte digitales Unterricht umzusetzen. Aber was war da bitte digital? Alle bekamen die gleichen Arbeitsblätter, mussten sie meistens ausdrucken, abfotographieren, hochladen, wegschicken. Dann musste der Lehrer sie einzeln anschauen. Als provisorische Lösung geht das schon, aber das ist mit Sicherheit kein Zukunftsmodell. Das ist auf Dauer etwa so effizient, wie ein Benzinmotor mit Pedalantrieb. Computertechnologien sind mittlerweile in der Lage selbst zu kontrollieren, die Fehler zu analysieren und und adaptiv individuelle Aufgabenzusammensetzungen zu erstellen. Das geht nicht nur für Mathe, sondern mittlerweile in einem hohen Maß auch für Sprachen.

Jeder weiß, wie gerne Kinder am Computer arbeiten. Aber unsere Grundschule hat nicht mal einen Internetanschluss. Es gibt nicht mal Antolin. Dafür hat man jeden Raum mit einem Beamer ausgestattet. Wozu das in der Grundschule nötig sei, ist mir ein Rätsel.

Ich wäre auch nicht abgeneigt, die Smart Games dem Kleinen in die Schule mitzugeben. Aber das Gekrache beim Umräumen der Teile macht dieses Beschäftigungsmodell wenig realistisch.
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon koala27 » Mi 2. Sep 2020, 18:59

Die Netze sind hier nötig, um Videochats/ Referate usw. haltn zu können.
Die Große hatte am Gym ein Matheprogramm zu selber durcharbeiten- aber das Programm selbst war etwas nervig- wenn 1 Aufgabe falsch war musste sie alle Aufgaben nochmal machen-- sehr sinnvoll.
Ansonsten haben sie aber schon digital gearbeitet- die Lehrer haben die Aufgaben online über die Nextcloud verschickt, die Schüler haben sie - fast nur- online gelöst und zurückgesendet. Ausdrucken mussten wir vielleicht knapp 10 Seiten; Arbeitsblätter wo was ausgeschnitten werden musste.
Schwieirg waren halt etwas die Videochats- da kam unsere Große erst gar nicht rein, weil auf ihrem Rechner der Jugendschutz aktiviert war und der das Programm blockiert hat-- da war es gut, dass mein Mann das rausgefunden hatte, woran es lag.
Allerdings war halt auch hier zusätzliche das Netz etwas überlastet- wenn die Große und mein Mann parallel in einem Videochat waren, dann war es wackelig..und einige Kids - eher ländlich wohnend- wurde eben auch aus dem Netz gekickt.

Smartgames gibt es auch als Reisespiele-- mit Magneten-- die sind ganz leise :lol:
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Re: Smart Games und Co.

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 2. Sep 2020, 20:52

Ich finde Videochats nicht nötig. Als ob wir nicht genug Probleme mit Kinderbilder im Internet hätten. Wenn regelmäßig Politiker von Weltrang in der Dusche übertragen werden, will ich gar nicht wissen, was alles bei Kindern zu sehen ist und wo es landet. Eigentlich hätten den Kindern die Stimmen der Lehrer und der Klassenkameraden gereicht, um sich zugehörig zu fühlen. Ich mache mir viel mehr Gedanken um die aktuelle gesellschatliche Situation als um die Wissensvermittlung. Ich bin gestern 2 Stunden Zug gefahren und finde die Situation einfach krank. Die Leute misstrauen einander so derart, dass man das Gefühl bekommt, nur eine dünne Papierwand trenne sie von Handgreiflichem. Hat man in den Zügen vorher einfach seine Reisetasche neben sich gelegt, um nach Möglichkeit alleine zu bleiben, hat man jetzt das Gefühl, man werde seinen Platz auch mit drastischeren Mitteln als böser Blick verteidigen. Ich bin auch nicht besser als die anderen. Ich habe meine Sachen auf den vier Sitzen so verteilt, damit ich mit meinem Kind alleine bleibe. Nicht weil ich Angst vor Corona habe, sondern weil es so einfach bequemer ist, und die Coronaregeln einem eine zusätzliche Möglichkeit geben, seine Ansprüche auf mehr zu verteidigen.
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