Hochsensibel und unglücklich...

Mein Kluges Kind macht was es will

Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon Aanyie » Di 31. Mär 2009, 15:42

...so kommt mir mein Junior momentan vor...
Hallo zusammen- da ich leider über die im Internet zu findenden Kontaktstellen keine Hilfe bekommen hab (scheinbar sind die sehr überlastet) versuche ich es jetzt hier- und hoffe auf eure Erfahrung und Tipps.
Mein Sohn ist ein wunderbares Kind- beliebt bei seinen Freunden, zuverlässig, manchmal albern, hilfsbereit und verständig- eigentlich alles, was sich eine Mutter wünscht- aber ich habe das Gefühl ihn kaum glücklich zu sehen...
Er ist unheimlich ergeizig wenn er etwas mit mir, seinen Großeltern oder anderen älteren Kindern spielt- sobald er seine selbst gesetzten Ziele nicht erreicht kommen die Tränen- selbst wenn er dennoch gewinnt. Bei kleineren Kindern ist er der große Gönner und lässt sie sogar gewinnen...
Wenn jemand geschimpft wird,leidet er mit, auch wenn er gar nicht betroffen ist- schneide ich mir zB in den Finger werde ich umarmt und getröstet...
Dann hängt er oft seinen Gedanken nach und wenn ich ihn frage was er hat, sagt er er sei traurig- wüsste aber nicht warum...Aber er fände es schlimm wenn sich die anderen immerzu streiten... Wenn ich ihn in der Schule sehe, spielt er mit den anderen Fußball oder albert herum...
Ich weiss das er sich nicht recht gefordert fühlt- aber ich weiss momentan nicht wie an ihn heran kommen...
LG Any
Aanyie
 
Beiträge: 40
Registriert: Di 31. Mär 2009, 14:54

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon Laska0808 » Di 31. Mär 2009, 18:01

Hallo Any

Liess Dir dies mal durch; http://www.klugekinder.de/modules.php?n ... le&artid=9

oder auf englisch noch etwas ausführlicher: http://giftedkids.about.com/od/gifted10 ... excite.htm

Overexcitabilities, eigentlich eine Gabe aber nicht ganz einfach damit umzugehen. Als selbst Betroffene und Mutter eines Kindes mit Overexcitabilities, kenne ich die Probleme damit in unserer Gesellschaft nur zu gut.

Beste Grüsse

Dalia
Laska0808
 
Beiträge: 20
Registriert: Do 29. Mär 2007, 23:58

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon Aanyie » Di 31. Mär 2009, 18:53

...vielen Dank- es passt schon vieles... die Entwicklung meines Sohnes verlief meiner Meinung nach relativ unauffällig- er kam mit 2Jahren während meiner Ausbildung an 2Tagen die Woche zu einer Tagesmutter und dazwischen zu den Großeltern. Mit 3,5 besuchte er einen Waldorfkindergarten, der ihm sehr gut getan hat (er wurde selbstbewusster und die Ruhe dort kam ihm sehr entgegen)- leider mussten wir 1/2 Jahr vor der Einschulung umziehen- mit der Langeweile im neuen Kiga begann er zu lesen un d zu schreiben- Zahlen fand er schon immer interessant... Im Sommer nach seinem 6.Geburtstag wurde er regulär eingeschult und hat zum Herbst in die 2.Klasse gewechselt, da es in der 1.Klasse zu Problemen kam- nicht zwischenmenschlich, er war sehr anerkannt und hat dort nach wie vor sehr gute Freunde. In der jetzigen Klasse ist er gut integriert, langweilt sich aber nach wie vor- mittlerweile sogar eher zunehmend. Die Schreibschrift hat er nachdem er sie lange nur betrachtet hat jetzt komplett übernommen. Ihm sind seine Unterlagen relativ egal, freude hat er eigentlich nur am Sportunterricht oder in Kunst- Er spielt Fußball, reitet, geht turnen, darf Klavierspielen (war einer seiner größten Wünsche) und trifft sich so oft es geht mit Freunden... Er ist weder körperlich den anderen unterlegen, noch motorisch- in ein Freundebuch hat er zB geschrieben:
was ich nicht mag: Spargel was ich mag: Gewinnen
Also eigentlich herlich normal und trotzdem soooo anders-
er liest ein Buch (das magishce Baumhaus) in 1,5h, diskutiert mit mir über den kleinen Prinzen, erklärt nebenbei wer Obama ist (eine Mischung aus Frau Merkel - die ist Chef von Deutschland- und dem Papst - dem jubeln alle zu- nur von den USA ) oder was ein schwarzes Loch ist...und dann kuschelt er wieder mit seinem Kaninchen und sieht aus, als wäre alles gut...
LG any
Aanyie
 
Beiträge: 40
Registriert: Di 31. Mär 2009, 14:54

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon alibaba » Mi 1. Apr 2009, 11:36

Hallo Any,

der Ausgangsthread Deines Anliegens könnte eine Beschreibung meines Sohnes sein.

Tränen beim nichterreichen eiens Zieles, sensibel für Probleme bei anderen, sehr hilfsbereit, auch gegenüber Kleineren, kann es gar nicht haben, wenn mit anderen geschimpft wird, sagt auch er ist traurig und weiß nicht warum. Geht uns haargenauso. aber ich bin noch nicht auf die Idee gekommen deswegen einen Psychologen einzuschlaten, sondern sehe es als wunderbares Privileg für einen Jungen an, seine Gefühle zu erkennen und auszudrücken, aber noch nicht zu verstehen. Ich bin traurig, Warum, weiß ich nicht. Es ist manhcmal sehr schwierig für mich meinen durchaus pfiffigen Großen immer in Etappen zu sehen. Also so, das er gewisse Dinge super kann und weit seinem Alter voraus ist, aber andere Dinge sind eben ganz normal entwickelt. Und hier kommt es eben zu Verunsicherungen auf diesem Gebiet der emotionalen Seite. Im Kopf/Verständnis sehr weit, aber die Ausdrucksmöglichkeit der Verarbeitung der damit verbundenen Gefühle muss eben noch erlernt werden. Hier hinkt quasi die Entwicklung der anderen schnelleren hinterher.

Und da unser Junior im Grunde genommen ja kein trauriger bub ist, sondern eher lebensfroh und ein Kasper, so sitze ich allabendlich an seinem Bett und bespreche mit ihm seine Gefühlswelt. Und das werde ich eben so lange tun und ihm "Nachhilfe in den Gefühlen" geben müssen, bis er alt genug ist um es selber zu verstehen. Sieh es daher als etwas Positives einenn Buben zu haben, der sich in die Gefühlswelt anderer hineinverstezen kann, deine Schwiegertochter wird es Dir später danken. ;)

Liebe Grüße
alibaba
 

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon auchgast » Mo 12. Okt 2009, 12:20

danke fuer dein posting.

meine grosse hat jetzt die schule mit grad 6 jahren begonnen - und ich habe das gefuehl, sie ist nciht gluecklich. sie ist auch oft schnell traurig und eben, wenns nicht genauso perfekt ausgeht wie sie es sich erhofft hat kommen die traenen, aber verstaendis fuer andere kleinere - ende nie.
vor ein paar tagen sagte sie, dass sich die eltern von 2 anderen kindern eigentlich kaum um das kleinere kind kuemmern, obwohl es doch wichtig sei, dass man sich vorallem um das kleinere kind kuemmert. sie eselbst hat auch eine kleine schwester und hat bei meiner nachfrage auch bestaetigt, dass wir uns mehr um die kleine kuemmern sollen als um sie, sie wuerde sich ja auch noch dazu um die kleine schwester kuemmern, dann ist die kleine wirklich gut betreut. sie wuerde das ja nicht mehr sooo brauchen.
also unsere grosse ist auch sehr einfuehlsam.
sie blueht total auf, wenn sie bei ihrem eiskunstlaufen ist, wenn ich mit ihr in die oper gehe.
und im ballett trainiert sie jetzt mit den 8jaehrigen, da ist sie auch zufrieden.

aber in der schule (trotz spitzen lehrerin) schlaeft sie jeden tag fast ein.
sie lern eigentlich nix in der schule, sie bringt sich jetzt zuhause die schreibschrift bei, und mit mir uebt sie lesen.
sie kraenkt sich ueber die laermenden kids in der schule.
sie ist froh dass sie nicht in die parallelgasse geht, weil es dort nicht immer hausuebung gibt.

sie zeigt ihrer lehrerin nicht, dass ihr fad ist.
sie zeigt nicht, dass sie schon lange die buchstaben kann.
sie tut wie ein normalo in der schule und zuhause erzaehlt sie mir, dass die lehrerin sie nicht ernst nimmt.

ich war immer so happy in der schule, es tut mir weh sie so zu sehen und zu merken, dass das wohl ohne leitung von mir und meinem mann nicht soooo easy laufen wird.

soll ich ihr ein schulbuch fuer die 2te klasse kaufen und mit ihr sachen ueben, die ihr mehr spass machen?
soll ich das mit der lehrerin (die wirklich toll ist und auch ein ECHA diplom hat) besprechen?

ich mein, ich seh meine tochter wie sie sich beim eiskunstlaufen verhaelt, und da ist sie so anders als wenn sie mit den "kleinen" in der schule ist. ich habe GSD eine wunderbare freundin, die unser kind und mich toll versteht, mit ihr kann ich das besprechen - die meisten anderen denken ja bei sowas eher immer, man will sich wichtig machen.

@threaderstellerin: du beschreibst eben in grundzuegen auch mein kind. ich sag meiner tochter schon auch immer wieder, dass es ein freier entscheid ist, gluecklich zu sein. dass man entweder vor glueck lachen kann, oder lachen kann und dann gluecklich wird. dass das ein auch koerperlich gesteuerter prozess ist, den sie beeinflussen kann. und dass es ok ist, traurig zu sein, weil nur wo regen ist, ist auch sonne und so.
aber ich sag ihr eben auch, wenn du nicht traurig sein WILLST, dann tu was dagegen, ich helfe dir gern.
ablenkung ist immer was gutes da, im unglueck schwelgen kann irgendwann nur noch fertig machen. und das bringt niemandem was.
ich versuche weiters, meiner tochter das lesen schneller bezubringen, damit sie buecher lesen kann, alleine, in denen sie sich mit ihren stimmungen wiederfindet.
achja, und auch meine tochter kuschelt - mit ihren meerschweinchen. sie will nach der schule einfach nur den meerschweinchen alles erzaehlen, weil die verstehen sie.

lg
liz
auchgast
 

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon auchgast » Mo 12. Okt 2009, 22:43

ok, ich werde ueber meinen schatten springen und mit der lehrerin reden (ich bin etwas zurueckhaltend da, weil ich eh schon immer reden muss weil meine beiden toechter eine starke milcheiweissallergie haben und ich da eh schon immer besondere beduerfnisse abklaeren muss).
ich weiss, dass mind. 6 kinder in der klasse sind, die des stoff der ersten klasse schon fast ganz oder ganz beherrschen. also geht es eh alle an, das ist ja mehr als ein randthema.

es sind 24 kinder in der klasse, die lehrerin ist meist allein, 1h pro tag ist die englischsprachige lehrerin auch zusaetzlich da, und alle 2 tage oder so kommt die teamlehrerin auch 1-2h dazu ca.

danke fuer deine klare meinung. so kann man arbeiten ;)

lg
liz
auchgast
 

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon maxim13 » Mi 31. Mär 2010, 11:16

Mein Sohn ist auch sehr ergeizig und wenn ihm was nicht gelingt oder ist nicht so wie er will, dann fangen die Tränen an. Er wirkt dann sehr unglücklich..das schlimme ist aber, dass er manchmal auch bösartig wird, z.B. wenn er letztens eine schlechtere Note als sein Kollege bekommen hat, dann hat er angefangen zu schimpfen und ich glaube, dass war einfach aus einversucht..
maxim13
 
Beiträge: 12
Registriert: Fr 19. Mär 2010, 12:14

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon alibaba » Mi 31. Mär 2010, 11:34

Hallo Maxim,

jetzt will ich ja nicht penibler sein, als der Papst, aber es handelt sich hier um Kinder und um eine Kinderwebsite. Schau doch mal ob deine Links auf einer anderen Hompage auch zur Verfügung stehen, als immer nur auf der von Dir zitierten/verlinkten. Diese haben für mich ein "Geschmäckle". Vielleicht sehe ich das jetzt auch falsch, aber ich finde, diese Verlinkung hier nicht passend.

VG
alibaba
 

Re: Hochsensibel und unglücklich...

Beitragvon chaosprinzessin » Do 13. Mai 2010, 21:37

Was ist denn das vor mir für ein Troll-Beitrag?? Wie kommt den so ein Mist in ein Forum?? :?

Wenn ich eure Beiträge lese, muss ich fast weinen, denn genau so ist mein Sohn auch. Ich finde, ihr geht damit sehr schön um. Ich sehe die Hochsensibilität auch als Gabe, nur manchmal denke ich, wie viel leichter er es hätte, wenn er nicht von allem so viel fühlen würde.

LG,
Chaosprinzessin
chaosprinzessin
 
Beiträge: 3
Registriert: Do 13. Mai 2010, 20:55


Zurück zu Probleme im Alltag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast