Kind schläft zu wenig

Mein Kluges Kind macht was es will

Kind schläft zu wenig

Beitragvon Winnie » Fr 28. Okt 2011, 02:02

Mein erster Beitrag im Schulkinder-Bereich und schon das erste Problem: Meine Tochter wurde im Sommer 2011 eingeschult und man sagte mir in der Beratung, dass davon auszugehen ist, dass das Kind durch die Anstrengungen und die ganzen Eindrücke abends "platt" sein würde und früher schlafen würde. Mitnichten! Das war vielleicht die ersten Wochen so, aber inzwischen ist es wieder so, dass sie den Weg ins Bett einfach nicht findet. Selbst, wenn man sie ins Bett bringt, steht sie wieder auf und singt und führt Selbstgespräche oder liest was. Normal ist es, dass sie so ungefähr nach 22 Uhr irgendwann entweder einschläft oder ruhiger wird, so dass sie nicht mehr aufsteht. Wir bringen sie um 20 Uhr ins Bett, aber man kann sich das nicht vorstellen, manchmal hört man es oben poltern, als ob einer mit dem Hammer klopft oder sonstwas. Mein Mann hat gesagt, er hat mal die Tür nur einen winzigen Spalt aufgemacht und gesehen, dass sie mit ihren Barbies irgendwas arrangiert hat und dann vor Freude die ganze Zeit auf der Stelle gehüpft ist. :gruebel:

Wenn sie eine Frage hat oder meint, dass sie noch irgendwas holen müsste, kommt sie auch dauernd aus ihrem Zimmer wieder raus. Ich kann damit noch einigermaßen umgehen, aber bei meinem Mann ist ab 20 Uhr der Vorhang unten. Wenn er da noch eins der Kinder sieht oder hört, wird er sehr sauer. Einmal hat mein Mann versucht, mit ihr wirklich ersthaft und vernünftig darüber zu sprechen und da hat sie gesagt:"Ich kann nichts dafür, immer wenn ich versuche zu schlafen, sind meine Gedanken noch wach." :fahne: Ich kenne das ja auch, dass man eigentlich hundemüde ist, aber die Gedanken kreisen.

Am schlimmsten ist das jetzt gerade, wo sie Herbstferien hat. Beim Ballett und beim Kinderturnen sind auch gerade Ferien und morgens ist keine Schule - ich habe das Gefühl, sie schläft gar nicht mehr. Wenn mein Mann und ich ins Bett gehen, ist oft noch wach. Morgens stehen wir früh auf, weil die Kleine ja noch ganz normal um 8 Uhr zum Kindergarten gebracht werden muss. Wenn ich morgens dann total gerädert aus dem Schlafzimmer torkele, höre ich sie ganz oft in ihrem Zimmer singen. :schwitz: Sie bleibt in ihrem Zimmer, bis einer von uns wach ist.

Was mir in dem Zusammenhang auf noch aufgefallen ist: Es gibt so einen Barbie-Film (ich glaube "Das Diamantschloss" oder so), da wird auf jeden Fall viel gesungen. Ich habe ihr den Film mal in den Ferien angemacht und sie hat so gezappelt, ist auch wieder auf der Stelle und auf dem Sofa rumgehüpft und hatte zwischendurch solche Momente, wo sie vollkommen erstarrt ist, wo sie auch völlig regungslos und mit großen Augen den Fernseher angestarrt hat. Sie hat zwischendurch die Luft angehalten, dass ich dachte, sie erstickt gleich. Ich wollte schon hingehen und sie schütteln und sagen:ATME!!!! Du musst ATMEN!" :schwitz: Sie hat mir echt ein bisschen Angst gemacht. Ich habe einfach das Gefühl, sie hat dann ihren Körper überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Zwischendurch stand sie auf der Armlehne vom Sofa, was bei uns eigentlich absolut tabu ist, weil ihre kleine Schwester mit ihren 2 Jahren das dann auch versuchen würde - und das ist viel zu gefährlich. Normalerweise schmeiße ich sie dann sofort aus dem Wohnzimmer raus. ich habe sie also da oben stehen sehen und sofort laut gebrüllt:"Sag mal, spinnst du?! Komm da sofort runter!!!" Und sie hat mich vollkommen ignoriert. Ich wollte die Fernbedienung nehmen und das Video stoppen, da sprang sie runter und setzte sich wieder. Ich habe es dann gut sein lassen. Später hat sie aber gesagt, dass sie nie oben auf der Lehne gestanden hätte, weil sie ja auch genau wüsste, dass sie das nicht darf. Ich war mir nicht sicher, ob sie mir dreist ins Gesicht gelogen hat oder ob sie sich vielleicht wirklich gar nicht daran erinnern konnte. :gruebel:

So ist es auch mit dem abendlichen Gerödel. Ich frage mich, ob sie das bewusst macht oder ob das einfach so mit ihr passiert. Ob das vielleicht der ganze Output ist, der einfach raus muss.

Es ist aber egal, ob man den Tag über viel unternommen hat oder nur zu Hause rumgegammelt hat: Vor 22 Uhr schläft sie niemals ein. Wir stehen unter der Woche um 6:30 Uhr auf. An Mittagsschlaf ist bei ihr sowieso nicht mal ansatzweise zu denken.

Ich habe mich ja schon mal gefragt, ob sie vielleicht doch hyperaktiv ist/ADHS hat. Aber ihre Klassenlehrerin hat gesagt, in der Schule ist sie überhaupt nicht zappelig. Ich kann mir das gar nicht vorstellen...
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon mussmal » Fr 28. Okt 2011, 10:14

Hallo,
ein kleines Kind um 20 Uhr ins Bett zu schicken, wenn man weiß, dass es nicht vor 22 Uhr müde wird, finde ich aber auch hart. Wieso darf sie nicht länger bei Euch bleiben?
Mein Sohn schläft nicht vor 23 Uhr ein und ist auch vorher nicht müde. Warum sollte ich ihn ins Bett schicken? Früher hatten wir mal die Regel, dass ich ab 21 Uhr Feierabend habe und keine Bücher mehr lese, Fragen kläre usw. Das hat gut geklappt. Mittlerweile ist das keine ganz starre Regel mehr, d.h. ich mache Ausnahmen von meiner Tagesform abhängig. Mein Sohn ist aber auch alt genug das nun zu akzeptieren ohne dass es ein Gesetz ist.
Also wie gesagt: ich denke, es ist einfach viel verlangt, zwei-drei Stunden ruhig im Bett zu liegen, wenn man noch gar nicht müde ist, nur weil die Eltern meinen, es wäre jetzt Schlafenszeit.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon calimero » Fr 28. Okt 2011, 11:11

Hallo Winnie!

Hast du denn das Gefühl, dass deine Tochter irgendwelche Defizite durch den "Schlafmangel" hat?
Also ist sie am Tag unausgeglichen, müde oder kommt in der Schule nicht mit....?

Ich kenn das auch von meinem Sohn, dass er nicht zur Ruhe kommt. Und je anstrengender und aufregender der Tag war, desto schlimmer ist es. Die Erlebnisse müssen dann irgendwo hin. Und mit Schlafen ist dann nix mehr. Hab aber leider kein Patentrezept und meiner ist erst 2,11 Jahre.

Mit achte ein halb Stunden Nachtschlaf ist sie doch gut dabei. Kann man da schon von Schlafmangel sprechen? Und wenn sie sonst fit ist und Energie hat? Mit 5 Jahren sind 11 Stunden Schlaf im Durchschnitt normal. Plus Minus ein bis 2 Stunden.

Schlauer Spruch, aber vielleicht ist es mehr deine Einstellung zum Schlafverhalten deiner Tochter, dass du ändern solltest und nicht die Schlafmenge deiner Tochter.
Hilft nicht viel, ich weiß.
Lieben Gruß
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon Bliss » Fr 28. Okt 2011, 11:48

Wo genau liegen denn für sie die Probleme? Klingt jetzt nicht so, als ob sie tagsüber müde oder unkonzentriert wäre.

Ich hätte ja auch gern, dass meine Kinder abends um 20 Uhr schlafen, aber dann turnen sie ab 4 Uhr wieder rum. Sie brauchen halt nur um die 8 Stunden, da kann man nichts machen.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon PippiL. » Fr 28. Okt 2011, 14:32

Hallo,

meine Tochter geht momentan auch nicht vor 21.00 Uhr ins Bett. Sie (5) hat auch Ferien.
Wenn sie Schule hat, geht sie spätestens um 20.00 Uhr in ihr Bett und schläft dann gegen
21.00 Uhr.

Zur Zeit schläft sie gegen 22.00 Uhr ein. Sie hört vorher noch 1-2 CDs.

Zu Kigazeiten war das Normalzustand. Sie mußte dann um 20.00 Uhr in ihr Zimmer
und durfte dort noch basteln, malen, Bücher anschauen etc. Aber eben ruhige Spiele.

Im Moment ist sie auch hibbeliger als sonst. Und wenn sie eine Sendung sieht,
die sie sehr interessiert, ist sie auch nicht richtig ansprechbar. Das ist aber auch erst Neu.

Ich bin dir auch keine Hilfe, aber das Verhalten scheint "Normal" zu sein. Allerdings kommen
mir manchmal auch Gedanken, ob sie nicht doch ADHS hat.

Gruß
PippiL.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon Winnie » Fr 4. Nov 2011, 17:36

Man kennt das ja von Kleinkindern, dass sie abends, wenn sie müde werden nochmal richtig aufdrehen und total überdrehen. Da meine Kinder aber beide so wirken, als ob sie voll unter Starkstrom stehen, frage ich mich, ob es nicht vielleicht auch einfach eine Folge von Übermüdung sein kann. Da mit dem Hörspiel ist so eine Sache, manchmal hört sie von 20 bis 24 Uhr Hörspiele und schläft trotzdem nicht ein. Die sich mittlerweile auch ihre CDs wechseln kann und den CD-Player selber bedient, ist das total schwer zu kontrollieren. Wir haben auch einmal gedacht, dass wir ihr so eine Art Meditationsmusik anmachen, die mir auf jeden Fall immer wirkt. Irgendwann ging ich dann in ihr Zimmer in der Erwartung, dass sie längst schläft, aber es lief dann ein Hörspiel. Sie sagte dann ganz trocken:"Die Musik war mir zu langweilig!" :(

Das mit dem ADHS habe ich auch schon oft ins Auge gefasst, aber ich habe das auch immer wieder bei der Diagnostik gefragt. Unsere Kindergarten-Erzieherin hat eine Zusatzausbildung für die Arbeit mit ADHS-Kindern und die dann auch gesagt, dass ADHS-Kinder irgendwie anders sind und sie nicht glaubt, dass es daran liegt. Dem steht auch entgegen, dass die Klassenlehrerin gesagt hat, dass sie in der Schule auch überhaupt nicht zappelig ist. Wenn sie wirklich hyperaktiv wäre, könnte sie nicht steuern, wann es zum Ausdruck kommt. So wurde mir gesagt.

Ich mach mir nur Gedanken wegen der Schule, weil es ja doch nochmal was anderes als im Kindergarten ist. Im Kindergarten wusste man immer, dass sie sich dann auch mal in eine Ecke zurückziehen kann. Und nachmittags konnte sie sich auch frei gestalten, womit sie ihre Zeit verbringen möchte. Und jetzt kommen nochmal die Hausaufgaben dazu und in der Schule ist wohl die Pause für sie anstrengender als der Unterricht selber (sagte sie mal selber). Dann müsste sie doch eigentlich jetzt noch mehr erschöpft sein als vorher. Ich hatte das auch zweimal seit der Einschulung, dass sie mittags im Auto eingeschlafen ist. Aber das wars. Jetzt ist es wieder so wie vor den Ferien.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon Winnie » Fr 4. Nov 2011, 18:19

mussmal hat geschrieben:Hallo,
ein kleines Kind um 20 Uhr ins Bett zu schicken, wenn man weiß, dass es nicht vor 22 Uhr müde wird, finde ich aber auch hart. Wieso darf sie nicht länger bei Euch bleiben?
Das ist eine rhetorische Frage, oder?! Wir können abends nicht mehr, wir sind total platt. Oft sind wir sogar zu müde, um abends noch miteinander zu reden. Für UNS ist das Leben wesentlich anstrengender geworden, seitdem Amelie in der Schule ist. Die Kleine ist jetzt mit 2 1/2 im Trotzalter und bricht sämtliche Regeln auf, während mit der Schule noch einige Regeln dazugekommen sind, die es in der Kindergartenzeit noch nicht gab. Neu sind z. B. Diskussionen um das Anziehen, weil es in der Schule keine Wechselsachen mehr gibt. Zweimal die Woche ist Schulsport, da muss der Turnbeutel gepackt und mitgenommen werden. Um 8 Uhr fängt der Unterricht an und es gibt keine Bringzeit mehr zwischen 8 und 8:30 Uhr. Wir müssen noch eine weitere Stelle anfahren, da spielt auch der Verkehr, die Ampelschaltung und das Wetter eine Rolle. Beim Kindergarten findet man immer einen Parkplatz vor der Tür, bei der Schule nie. Die Kleine hat sich angewöhnt, sich im Auto immer die Schuhe und die Socken auszuziehen. :evil:

Die Kleine kriegt im Kindergarten Mittagsessen, die Große in der Schule nichts. Ich muss das Essen vorkochen, damit es nicht zu spät wird. Die Kleine kommt aus dem Kindergarten und hat stets "immer noch Hunger". Entspanntes Essen wäre da nicht möglich, also muss ich die Kleine vor dem eigentlichen Mittagessen hinlegen, damit ich in Ruhe mit meiner Großen Tochter essen kann. Dann muss die Große Hausaufgaben machen, während die Kleine schläft, denn die Kleine möchte "auch Hausaufgaben!!!!!!" machen. :roll: Sie soll das also gar nicht erst sehen. Meine Große macht die Hausaufgaben noch am Esstisch, weil sie mich gerne in der Nähe haben möchte, falls sie mal nicht mehr weiter weiß. Ich räume dann in der Zeit auf oder lese Zeitung oder sowas. Ich darf ihr aber auch bei den Hausaufgeben nicht die ganze Zeit auf die Finger sehen, weil sie sich dann beobachtet fühlt und Angst hat, was falsch zu machen. Kann ich gut verstehen, ich kann das auch nicht leiden. Dann besprechen wir die Hausaufgaben und dann gehts meistens schon zum Sport, zum Tanzen oder zum Klavierunterricht. Achso, ein bisschen Klavierüben müssen wir nach den Hausaufgaben auch noch. Bis jetzt freut sie sich aber noch darauf, weil es noch neu ist.

Früher hatte meine Große in der Mittagszeit frei und konnte sich entspannen, genauso wie ich auch. Jedenfalls hatte ich die Wahl, ob ich in Ruhe was Sinnvolles tun möchte oder ich mich entspanne. Die Zeit fällt jetzt für uns beide komplett weg. Und wie gesagt: Ganz pauschal zehrt die Trotzphase der Kleinen auch an meinen Nerven, auch wenn ich es jetzt schon das zweite Mal erlebe. Heute ist sie in Unterhose und Gummistiefeln in den Garten gerannt, als ich gelüftet habe. Oder sie veranstaltet ein Fest mit Klopapier und der Klospülung. Oder sie muss austesten, wieviel Seife der Seifenspender zu bieten hat. Ihr kennt das sicher alle... :lol: Wenn du denkst, es kann eigentlich nicht mehr schlimmer kommen und du suchst plötzlich dein kleines Kind, weil es so verdächtig ruhig ist.

Dann das Übliche noch - Streit zwischen den Geschwistern, Futterneid, kleinere und größere Blessuren, meine Mutter ruft an und fragt, was die Kinder sich zu Weihnachten wünschen. Oder jemand will mir ein Handyvertrag oder einen Stromtarif andrehen, während die Kinder mir ins Ohr schreien.

Versteht mich nicht falsch, meine Kinder haben absolut tolle und auch faszinierende Seiten und es ist so wunderschön anzusehen, wenn sie richtig miteinander spielen. Sie reden den ganzen Tag durchgehend, aber es kommen auch tolle und sehr interessante und auch manchmal lustige Gespräche dabei raus. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich abends einfach den Kopf voll habe. Ich kann dann einfach nichts mehr aufnehmen. Wir haben es in den Ferien wirklich versucht, sie abends noch ein bisschen länger bei uns zu behalten, aber nach drei Runden Uno sind wir angezählt. Ich schlafe ganz oft auf dem Sofa ein, sobald die Kinder im Bett sind. Ich schrecke dann aber immer wieder hoch. Ich würde gerne mal einfach durchschlafen, aber das klappt auch nicht.

Wie heißt es so schön: Ein Kind macht Arbeit, zwei Kinder machen doppelt so viel Arbeit. Würde ich so unterschreiben.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon mussmal » Fr 4. Nov 2011, 19:59

Winnie, glaube mir, ich weiß wie das Leben mit mehreren Kindern ist, da brauche iche keine detaillierten Schilderungen - Du bist nicht die einzige Mutter hier.
Es ist so, dass Dein Kind nichts dafür kann, dass Du abends keine Kräfte mehr hast.
Ich bleibe dabei: ein Kind ins Bett zu stecken, weil man seine Ruhe habe möchte statt das Kind ins Bett zu stecken weil es müde ist, finde ich nicht dolle.
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon Edainwen » Sa 5. Nov 2011, 10:34

@Winnie: Da Deine Tochter morgens ja offensichtlich von selber schon recht zeitig aufsteht, denke ich eigentlich, dass ihr der Schlaf wirklich reicht. Dennoch, wenn Du unbedingt möchtest, dass sie früher schläft, mein Tipp:

Ich habe ja etwas in der Richtung Biologie studiert und dachte damals, dass ich als Biologe ja wenigstens alle Vögel an ihren Stimmen erkennen müsste. Also habe ich mir eine Vogelstimmen-Kasette + Buch gekauft. Mit dem habe ich mich dann abends vor dem eigentlichen Schlafengehen gemütlich ins Bett gelegt, um die Vogelstimmen zu lernen - nun, über die ersten 10 Vögel bin ich nie hinausgekommen, da ich spätestens danach zuverlässig geschlafen habe :oops: - Dazu muss gesagt werden, dass ich auch zu denen gehöre, die sonst abends noch ewig Gedanken wälzen und nicht einschlafen können.

Also: besorge Deiner Tochter Buch + CD und erkläre ihr abends, dass sie doch versuchen soll, sich die einzelnen Vogelstimmen zu merken (damit sie es bis zum Frühjahr kann ;) ) - Entweder sie schläft dabei ein oder sie lernt was nettes ;)
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Re: Kind schläft zu wenig

Beitragvon mussmal » Sa 5. Nov 2011, 18:30

Ich verstehe es einfach nicht, ich denke jetzt seit Tagen darüber nach.
Was erwartest Du von Deinen Kindern?
Kinder sind anstrengend. Alle Kinder.
Kinder machen alt und häßlich hat meine Oma immer gesagt.
Wenn Du keine Kraft mehr hast, müsst Ihr Euch irgendwie anders organisieren, aber die Lösung kann nicht sein, ein Kind ins Bett zu schicken, 3 ! Stunden bevor es müde wird. Und sich dann beschweren, dass sie nicht tip-top leise ist. Nein, da habe ich kein Verständnis mit Dir, da tut mir eher Deine Tochter leid. Stell Dir mal vor, Du möchtest Dich abends mit Deinem Mann unterhalten z.B.. Du bist noch voll aktiv und hast Tausend Dinge im Kopf die Du ihm erzählen möchtest. Und er sagt jeden Abend einfach: "Ne, ich bin zu müde, Du bleibst jetzt bitte alleine! auf der Couch sitzen, ich lege mich schonmal hin. Und wehe Du störst mich." Und dann sitzt Du drei Stunden alleine auf der Couch. Wie fühlst Du Dich dann?
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