mal ein kleines update ....

Mein Kluges Kind macht was es will

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Beitragvon unwissende-neu » Mi 12. Jul 2017, 20:12

... im Kampf um Hilfe und Unterstützung.

Wir sind nun ja seit ein paar Wochen bei einer Ergotherapeutin mit der Nebenausbildung zur Begabtenpädagogin.

Sie hielt den Hawik IV, den das SPZ mit meiner Tochter gemacht hat als ziemlich sinnfrei. Dieses hat sich mit der Anleitung nach Petermann und Petermann belegt. Laut der Anleitung zum Test:
Fraglicher Einsatz des HAWIK IV bei folgenden Fällen

Kinder im Alter von 6, 7 und 8 Jahren mit vorhandenem oder vermutetem gravierenden Entwicklungsrückstand (SON-R ist in diesem Alter und bei dieser Gruppe
häufig sinnvoller)
.
Kinder mit Sprachproblemen: Wenn bei der Durchführung der Verdacht auftritt, dass das Kind die Anweisungen nicht versteht, so können die Ergebnisse nicht
bzw. nur zurückhaltend verwertet werden (alternativ SON-R)

Wenig belastbare Kinder. Es ist daran zu denken, die Durchführung auf mehrere Termine zu verteilen. Die Auswertung ist dann jedoch problematisch
Ergebnisse müssen zurückhaltend bewertet und interpretiert werden.

Bei Kindern, die während der Testsituation offensichtlich verweigern, Formen von Autismus und Mutismus. Hier sind alle Testverfahren sehr problematisch.
Ausführliche Diagnostik ist erforderlich mit Integration der unterschiedlichen Ergebnisse zur Gesamtinterpretation. Beobachtung spielt hier eine wichtige Rolle.

Kinder mit offensichtlichen Schulängsten oder Leistungsängsten
. Hier gilt Gleiches.


- Wegen Leistungsverweigerung in der Schule sind wir ja geschickt worden. Außerdem stand im Psychologischen Gutachten, dass sie fast flüsternd geantwortet hat und sich duckte. Ebenso zeigte sie motorische Unruhe.
Da Ergebnisse in den Untertests waren Chronologisch abwärts. Wir haben nun endlich ( nach 2 Monaten) die Einzelergbnisse in den Subtests sowie die Randbemerkungen bekommen. Der Ergoherapeutin ist komplett unklar, warum der Test nicht abgebrochen bzw. wenigstens Unterbrochen wurde....

Zumal Dyspraxie im Raum steht, findet die Ergotherapeutin, dass Hawik aufgrund der mitberechneten Geschwindigkeit, der letzte Test der Wahl sein sollte....

Nunja, ändern können wir nun nix mehr.... Das SPZ scheint wirklich sein Handwerk nicht zu verstehen....


hier nun die Ergebnisse der Untertest ( Gessamtauswertung aufgrund der Hetrogenen Ergebnissen machte ja keinen Sinn)

Gemeinsamkeiten Finden Rohwert 19 ( Ausstiegskriterium nicht erreicht)
Matrizen Test Rohwert 18
Mosaiktest 12 ( Ausstieg durch unsauberes Legen mit zu großen Lücken)
Zahlennachsprechen 10 ( lustlos, Konzentrationsschwach)
Bildkonzepte 14 ( korrigierte im nachhinein die Antworten, Konzentrationsschwäche)
Zahlen-Symboltest 10 ( fehlerfrei Zeitdefizit)
Wortschatztest 11 ( Antwortet mit Beispielen, daher nur 1 Pkt. Antworten)
Buchstaben-Zahlenfolge 10 ( fehlerfreie Zahlenfolgen)
Allgemeines Verständnis 14 ( lustlos)
Durchstreich-Test 8 ( fehlerfrei Zeitdefizit)
Symbol Suche 8 ( müde)
Rechnerisches Denken 6 ( beklagt sich, kann nicht mehr)


Das waren die Ergebnisse mit den Bemerkungen in Kurzfassung. Die Ergotherapeutin will nun ersteinmal an der Konzentration arbeiten, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz. Sie meinte wir sollten irgendwann nochmal mit dem Kaufmann nachtesten, da sie schon ein paar sehr gute Werte dazwischen hat, aber zu dem Zeitpunkt, wo sie jedliche Leistung und Anstrengung verweigert macht eine Testung überhaupt keinen Sinn und das hätte das SPZ auch erkennen müssen. - Das klingt einleuchtend. Aber mir ist es gerade noch etwas unklar, wie man motivation und lebensfreude in das Kind bekommen soll.

- Ich habe gerade nachgeschaut, was der Buchstaben-zahlenfolge Test ist. Warum macht man mit Erstklässlern einen Alphabetstest, wo es doch in der Schule noch gar nicht dran kam. Meine Tochter kennt zwar alle Buchstaben und kann lesen, aber das Alphabet haben wir nie geübt. Ich habe sie gerade mal abgefragt und sie kann es nur "ungefähr", da sie das Fisher Price Lied noch in den Ohren hatte, aber da sind ne Menge Hörfehler drin. Haben andere Bundesländer das Alphabet schon in der 1. Klasse oder warum wird es abgefragt? Und das ist doch reines Wissen, was hat das mit dem IQ zu tun?


Naja, wie dem auch sei, wir machen nun erstmal die Ergo weiter und ich geh mit den Kinder zu einer Familientherapie bei der AWO. Vielleicht kommen wir so nun ein bisschen weiter.....
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon Koschka » Mi 12. Jul 2017, 22:28

Hallo,

ich finde diese Werte keinesfalls sinnfrei, ganz im Gegenteil zeigen sie m.E. viele Feinheiten. Es kommt nur drauf an, worauf es ankommt: die Stärken und Schwächen zu bestimmen oder einen möglichst höhen IQ Wert zu erreichen. HAWIK ist ein gut bewahrter Test und ich würde ihn nicht einfach herunterspülen. Womit du aber bestimmt Recht hast, der IQ an sich als eine einzige zusammenfassende Zahl ist bei so einem Test mit sehr hohen Diskrepanzen unbrauchbar.
Alleine wie deine Tochter beim Test sich verhälten hat, ist schon ein Indiz für einige Baustellen. Normalerweise erleben Kinder bei diesen Test, verbunden mit individuellen Aufmerksamkeit der Pädagogen/Psychologen eine große Freude und Spaß. Deine Tocher scheint im Gegenteil Angst und Unwohlsein gefühlt zu haben. Warum? Vermuttlich aus dem gleichen Grund, wie in der Schule. Vielleicht hat sie Angst was grundsätzlich falsch zu machen. Vielleicht was anderes.
Konzentrationsdefizit geht durch alle Sequenzentest als roter Faden durch. Dazu kommt noch sehr niedriege Verarbeitungsgeschwindigkeit. Alleine das kann in Verbindung mit hohe Intelligenz zu Frust führen. Man kann im Kopf mehr als man umsetzen kann. Man ist ständig unzufrieden mit dem Ergebnis.
Ergotherapeuten reden häufig schön und nett. M.E. haben sie keine Ausbildung um die psychischen Vorgänge auf dem medizinischen Niveau zu verstehen. Ich würde mir nach diesem Test zwei Sachen überlegen: einen KJP suchen, der sich mit ADS bei Hochbegabung auskennt, und sollte positiv getestet werden, über den Einsatz der Medikamente bevor deine Tochter in die weiterführende Schule kommt.

LG
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon unwissende-neu » Do 13. Jul 2017, 00:23

hm, über eine weiterführende Schule nachzudenken ist für mich noch soweit weg....

ich finde diese Werte keinesfalls sinnfrei, ganz im Gegenteil zeigen sie m.E. viele Feinheiten. Es kommt nur drauf an, worauf es ankommt: die Stärken und Schwächen zu bestimmen oder einen möglichst höhen IQ Wert zu erreichen. HAWIK ist ein gut bewahrter Test und ich würde ihn nicht einfach herunterspülen. Womit du aber bestimmt Recht hast, der IQ an sich als eine einzige zusammenfassende Zahl ist bei so einem Test mit sehr hohen Diskrepanzen unbrauchbar.


Sinnfrei ist, einen IQ Test anzuordnen, und mit den Ergebnissen nicht zu arbeiten. Genauso wie die Motoriktests, EEg, Bluttest und wo sie uns noch überall hingeschickt haben.... Bei den Abschlussgesprächen permanent zu sagen: Oh, ich habe mit der Kollegin noch gar nicht sprechen können..... - Das ist hinhalte Taktik und Monopol Missbrauch....
Hawik ist sicher ein guter Test. Aber wenn in der Anleitung selbst Kriterien stehen, wann der Test unbrauchbar ist, sollte man das in der Wahl des Testes auch berücksichtigen. Oder Überlegen ob der Test zu dem Zeitpunkt überhaupt Sinn macht. Langsamkeit ist ja ein Hauptkritikpunkt der Schule gewesen, zudem Verdacht auf Dyspraxie. Wenn man den IQ wissen will, weiß man doch, dass wenn diese Störfaktoren vorliegen, man bei einem Zeittest nicht den IQ Wert rausbekommt. - Tschuldigung, aber für diese Erkenntnis muss ich nicht studiert haben.

Der Test zeigt mir auch im Bereich Stärken und Schwächen eher die Motivation der jeweiligen Tests, anstelle ihres Können. Das sehe ich ganz stark am Rechnen. Dort hat sie 6 Punkte. Das wäre isoliert betrachtet ein IQ von 80 als grenzwertig zur Lernbehinderung. Ihre Rechenleistungen sind weit Überdurchschnitt. Aber in Mathe hat sie abgeschaltet und behauptet ihre Mitschüler scheinen immer Dümmer zu werden, da die Lehrerin alles zig mal erklären muss... Mathe ist momentan ihre absolute "Hass-Stunde" in der Schule.


Wir sind hier ja auf dem platten Land, hier scheint sich irgendwie keiner mit komplexen Themen befassen zu wollen. Wenn keine Schublade passt, dann hängt man in der Luft.
Diagnostik kann sich bei diesem SPZ ewig hinziehen, da gibt es hier eine Menge Beispiele. Das SPZ und die KJP hängen zusammen. Erst mit 12 Jahren wechselt die Zuständigkeit oder bei nicht "chronischen" Problemen bzw. bei der stationären Aufnahme.

. M.E. haben sie keine Ausbildung um die psychischen Vorgänge auf dem medizinischen Niveau zu verstehen. I


Die Ergotherapeutin macht ja wenigstens irgendwas und hat zumindestens ein Grundwissen in Hochbegabung, dadurch das sie ja eine Zusatzqualitikation als Begabungspädagogin hat ( der Bewegrund zur spezialliesierung im Bereich Begabung und ADS hat sie aus Privatengründen gemacht und hängt sich von daher auch mit Leidenschaft rein). Prof. Dr. XY aus dem SPZ macht nur zig Tests und arbeitet mit keinem Ergebnis. Ich bin der Meinung, dass ein Prof. Dr. Titel nichts über die Kompetenz aussagt. Zumal ich keine Ahnung habe, worin promoviert wurde und ob man nicht ggf. durch die Massen eventuell zur Oberflächlichkeit neigt. Das Wort "verstehen" finde ich daher sehr hart gewählt....

In erster Linie geht es ja darum, dass sie ohne psychosomatische Symtome durch die Grundschule kommt und zuhause nicht vollkommen daneben hängt. Mittlerweile bin ich ja so weit, dass ich sage, dass ich sie niemals zum KiGa hätte geben dürfen...

Da das SPZ vor Passivität nur so strotzt, schrieb ich ja schon, dass ich es nun nochmal auf der Psychologischen Seite mit der AWO Beratungsstelle versuche.
Die Schule bat um Abklärung auf ADS und HB und beides wurde vom SPZ nicht bestätigt. Für die Schule ist aber nur das SPZ Ergebnis maßgeblich, da weder die Begabungspädagogin noch die Psychologen bei der AWO die Annerkennung hätten. Aber dennoch versuche ich dort irgendwo hilfe zu bekommen.

Im 2. Schulhalbjahr hatte es sich echt zugespitzt bei uns. Vor Ostern fing sie sogar wieder an, nachts einzunässen. Sie stand mitten in der Nacht auf, da sie Albträume hatte und hat sich einmal eine Verletzung im Nacken zugezogen, mit einer leichten Gehirnerschütterung, als sie nachts aus dem Bett gefallen war - und ich hatte ihr nicht geglaubt, da das simulieren von Krankheiten und Verletzungen zum Frühstück Tagesordnung war. - Auch ihre Lehrerin glaubt ihr anfangs nicht mehr und erst um 10 Uhr rief die Schule an, ich solle sie abholen. Ich bin dann zum Hausarzt, der uns sofort ins Krankenhaus eingewiesen hat. - Das war dann in der letzten Schulwoche. Nun haben wir Ferien und es ist um längen besser geworden. Sie schläft nachts durch, ist gesund und alles. Nur halt häufig träge und introvertiert.


Konzentrationsdefizit geht durch alle Sequenzentest als roter Faden durch.


Ja Ja, einen Konzentrationstest hat das SPZ natürlich auch gemacht. Dieser war leicht Überdurchschnitt. Auch einen Ablenkungstest hat sie mit gut abgeschnitten. - Daher vermutlich kein ADS. Ob sie im Alltag Konzentrationsprobleme hat? - Jein, wenn etwas spannend ist, dann nicht, es sei denn sie hängt ohnehin durch, aber dann verläuft sie sich auch regelmäßig im Haus, vergisst in welcher Reihenfolge man sich anziehen muss und wirkt fast hilflos. Wenn sie gut drauf ist, hat sie keine Konzentrationsprobleme.

Ich habe keine Ahnung ob die Leistungsverweigerung an Unterforderung liegt, oder an andere psychische Probleme. ADS? Keine Ahnung.... Ich weiß es einfach nicht. Wenn ich es wüsste, wäre ich ja schon einen Schritt weiter. Aber ich wäre schon dankbar um Symptombekämpfung.....


Und wenn ich daran denke, dass Kind Nr. 2 ab August auch in die Schule geht, HB Diagnostiziert ist, die Amtsärztin im Bericht geschrieben hat, dass eine spezielle Förderung erfolgen soll, ebenso eine Überprüfung auf Durchlässigkeit zu Klasse 2 und der Schulleiter es nicht für nötig hält im Vorfeld darüber zu sprechen, ob die Amtsärztin sagte: Herr xy wird sich mit ihnen in Verbindung setzen....
Ebenso auf meine Frage, ob ich statt den Förderheft eventuell lieber die Forderhefte des Verlages bestellen soll, wir mir geantwortet " wir schauen erstmal"....
Da hab ich so schon kein gutes Gefühl bei....
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon Koschka » Do 13. Jul 2017, 05:58

Ach du schande! Eure Schule scheint echt in alle Klisches zu passen... Gibt es überhaupt keine Alternative? Ich würde die Kleine dort gar nicht schicken.

Zu der Konzentration bei ADS. Ja, sie können konzentriert sein, und genau bei den Sachen die sich intrinsisch interessieren sind sie es! Jedoch können Kinder mit ADS dies nicht steuern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kinder können sie die Aufmerksamkeit auf die Bitte der Lehrerin/Eltern jetzt hinzuhören oder hinzuschauen nicht fokusieren.
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon Koschka » Fr 14. Jul 2017, 03:08

Ich habe mir genaue die Untertestwerte angeschaut. Gab es da Percentile neben den Rohwerten. 19 und 18 bei den ersten zwei Tests scheinen außerordentlich hoch zu sein. Ich vermute, dass es um den 99. Percentil geht. So weit ich kenne, zeigt der Matrizentest die fluide Intelligenz. Dazu gehört auch der Mosaiktest, jedoch braucht man für den im Gegensatz zu dem Matrizentest auch geschickte Finger und Augen/Hand Koordination, vor allem wenn es um die begrenzte Zeit geht. Sollte ich damit richtig liegen, dass 19 dem Maximum bei den ersten zwei Tests entspicht, ist es mit der an die Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass das Kind sehr intelligent ist, und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegt die reine Intelligenz, abzüglich der Probleme in der Verarbeitung und der Konzentration sehr sehr hoch.
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon mamma42 » Fr 14. Jul 2017, 10:49

Ja, das wollte ich auch dazu sagen,
es sind zwar nicht die Rohwerte,aber die Indexwerte, und das Maximum ist bei jedem Test dort 19.

Der erste Test ist demnach schon gedeckelt, der 2. sehr hoch.
Es wurden 12 Tests gemacht, normalerweise macht man 10 auf einmal, oder wenn man alle (15) machen will, dann mit Pause oder 2 Terminen.

Der mittlere Wert bei den Zahlnfolgen lässt sich eben durch fehlende Kennniss des ABC erklären,

Die niedrigen WErtebeim Durchstreichtest/Zahlensymboltest führen zu einem niedrigen Wert der Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber sie müssen nicht unbedingt auf Konzentrationsshwäche hinweisen, vielleicht hat sie selber den Schwerpunkt auf fehlerfrei gelegt und ihr war das Zeitlimit nicht so bewusst.

(mein Sohn hat mal bei so einem Einzeltest Test grottenschlecht abgeschnitten, weil die Testerin nicht klar kommuniziert hatte, dass es auch auf die Zeit ankommt!
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon unwissende-neu » So 16. Jul 2017, 00:23

Ja, in ihrem IQ Test haben wir sowohl Höchstbegabung als auch Lernbehinderung in den Untertests. Daher wird er nicht ausgewertet. Nicht einmal ein AFI würde ich dort lohnen zu interpretieren.

Ich interpretiere mal einfach so als subjektive Mama....

Sie war schon immer langsam - in allem.... Dafür hat sie aber einen bemerkenswerten Beobachtungssinn. Ich habe noch nie ein Kind gesehen, welches soviele Vierblättrige Kleeblätter findet, die jede umgestylte Haarsträhne bei der Bäckerin bemerkt u.s.w. Ein "Finde-die-Fehler" Bild löst sie auf einem Blick. - Nur der Blick dauert etwas länger. Schon als Kleinkind mit 1 Jahr dauerte ein Spatziergang ewig, da sie bei jedem Grashalm, bei jedem Auto und bei jedem vorbei wehenden Blatt stehen blieb.

Heute sieht sie immer noch keinen Sinn in Geschindigkeit und Hektig. Das macht sie auch deutlich, wenn ich sage: Wir müssen uns beeilen, sonst kommen wir zu spät. - Bekomme ich die Antwort: Und was passiert dann?!?
Die Branschutzübung musste die Klasse aus diesem Grunde 3x machen ;)
Grobmotorische Defizite hat sie sicherlich, aber körperliche Aktivität sieht sie auch hauptsächlich als gefährlich an. Da ihr der Ehrgeiz zum Wettbewerb fehlt, sieht sie auch wenig Sinn im Wettrennen oder ähnliches. Bundesjugendspiele waren überhaupt nicht ihr Ding. Sie hatte die wenigsten Punkte der ganzen Klasse. Selbst die Übergewichtigen Kinder waren besser - oder motivierter.

Früher war sie aber mehr zu begeistern. Momentan erinnert sie mich etwas an einen depressiven Teenager - wobei sie ja gerade mal 7 Jahre alt ist. Wir haben nun 3 Wochen Sommerferien um und es entspannt sich deutlich. Sie fängt auch von selbst langsam wieder an, interessiert an der Umwelt zu sein. Momentan hat sie verschiedene Tiere in Terrarien gesteckt und läuft viel mit der Becherlupe umher. Außerdem haben beide Mädchen je ein Kanninchen bekommen worum sie sich sehr vorbildlich kümmern ( zu meinem erstaunen *lach*)

Was sie nun lernen muss in der Ergo ( aus meiner Sicht) ist, dass sie auch mal Dinge ( vorallem unangenehme) schneller machen muss und nicht immer in Tagträumen verfallen darf, dass man dann den Effekt hat, dass man es einfach schneller vom Tisch hat. ( Die Übungen sind ja für ADS und nicht ADS Kinder identisch).
Ferner muss sie lernen zu sagen: Ich kann es schon, ich zeige es Ihnen nun einmal und dann will ich es nicht mehr machen müssen.
Statt wie sie es jetzt macht, zu sagen, ich kann das nicht, es falsch zu machen und zu hoffen, dass jemand sagt: Dann lass mal ( ich glaube die Taktik klappte im Kindergarten ganz gut)
Und die Langzeitkonzentration wollen wir bei der Ergo verbessern, sowie die Motivation indem sie merkt, Erfolgt macht Spaß - dafür braucht sie aber Aufgaben, die sie per Anstrengung lösen kann.

Die Schule ist m.E. wohl willig, aber total überfordert mit der Situation. Daher vermute ich auch, dass sie ständig nach Expertenmeinungen schreien. - Keine Ahnung. Da weiß ich noch nicht ganz, wie ich damit umzugehen habe.

Die Ergotherapeutin, will erst einmal mit meinem Kind arbeiten und wenn sie psychisch wieder etwas stabiler ist, den Kaufmann wiederholen auf mehrere Termine ( man hat eine Woche Zeit glaub ich). Beim Kaufmann muss man glaube ich nicht mit den ganz stumpfen Fragen anfangen, so wie beim Hawik wenn ich das recht verstanden habe, sondern kann, wenn man nur HB testen will gleich recht weit oben ansetzen. Außerdem ist der Faktor Zeit beim kaufmann ausser acht und ist detaillierter. - Mal gucken. Ansonsten stand der IDS glaube ich noch im Raum. Oder nur als Zusatztest für bestimmte Bereiche? - Ich weiß es nicht mehr....

Im SPZ haben sie den Hawik und den Konzentrationstest gemacht ohne Pause zwischendurch. - Sie durfte zwischen den Tests aber etwas Wasser trinken sagte sie mir.

Dyspraxie könnte sein, ADS könnte sein, Hochbegabt bin ich von überzeugt, Höchstbegabung könnte teilweise sein, Autismus schließe ich aus.

Was sie auszeichnet ist ihre Fantasie, ihre Kreativität, ihre Auffassungsgabe und ihre Beobachtungsgabe. Aber sie hat ein relativ schlechtes Kurzzeitgedächtnis. Vorallem wenn es nicht gerade um etwas geht, was sie höchst spannend findet.

Meine beiden Kinder sind auf dem ersten Blick auffällig. Da sind sich ja auch alle einig. Schule, Psychologen und alle, die die beiden nur flüchtig sehen. Letzte Woche hatten wir einen Versicherungsvertreter bei uns am Tisch sitzen und die Kids spielten gerade Restaurant und hatten Gerichte auf Papier gemalt und es ausgeschnitten und uns währenddessen serviert. Schauspielerisch in hochgestochener Stimmlage. Beim Verabschieden meinte der Versicherungsvertreter dann: Mensch, sie haben aber begabte Kinder.... - Und nein, er wollte uns nicht schmeicheln um etwas zu verkaufen, sondern er musste einen Schadenfall bearbeiten *lach*
Meine Tochter war 3 Tage alt, als es anfing, dass die Leute immer wieder sagten, dass sie ja irgendwas anderes machte, als andere Babys / Kinder.
Daher zweifel den Wert der Untertest IQ>145 IQ=140 weniger an, als die IQ=105 bis IQ=80 - aber um die absolute Zahl geht es nicht, sondern wie man irgendwie durch das System kommt und wie man hier zuhause langeweile vorbeugen kann, ohne selbst den Verstand zu verlieren."
Ich glaube auch nicht, dass die Werte auf Konzentrationsprobleme schließen lassen, sonder eher das es Motivationsprobleme waren / sind. - Auf jedenfall fühlte sie sich in der Testsituation ja auch nicht wohl. Und auch so, versucht sie sich ja permanent anzupassen bzw. versucht aufmerksamkeit durch hilfsbedürftigkeit zu bekommen. Sie kopierte im Kindergarten ja die Integrationskinder und sprach nur noch in Babysprache. Ab und zu macht sie es ja immer noch - aber wohl eher, weil sie weiß, dass sie mich in bestimmten Situationen damit zur Weißglut treiben kann.....

Denn Langeweile vertreiben sich die kleinen Monster hier ja auch gern mit streiten oder bei Mama und Papa mal so ein paar Grenzen auszutesten. Und da haben beide leider keine Aufmerksamkeitprobleme sondern sind eher überfokusiert. :twisted:

Worüber ich mir aber noch nicht ganz sicher bin ist, ob ich mit den Ergebnissen der Untertests zur Lehrerin gehen soll oder nicht.... Den gewünschten HB Beweis haben wir ja nun nicht. Nur eher Indizienbeweise.... Ich weiß nicht, es gibt Für und Wider....
Was würdet ihr tun? Habt ihr überhaupt der Schule die Testergebnisse vorgelegt? Bekommen eure Kinder spezielle Förderungen?
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon Koschka » So 16. Jul 2017, 08:17

Motivation/Förderung

Ich unterrichte meine Großen seit mehr als drei Jahren selber und habe einiges ausprobieren können. Sie sind jetzt 10. Aus meiner Erfahrung kann ich kurz zusammenfassen:

Motivation. Sie ist entweder vorhanden oder eben nicht. Man kann sie nicht einüben. Man kann das Kind weder durch Erfolge, noch durch Mißerfolge dazu bringen, motivierter zu sein. Vor allem dann nicht, wenn das Wettbewergsgefühl nicht vorhanden ist und schulische Noten für das Kind irrelevant sind. Bei schwachen Schülern, dessen Motivation durch Versagen gelitten hat, kann man viel mehr machen als bei begabten, indem man Wissenslücken auffüllt, mehr Üben verordnet und die Kinder dann durch Erfolgserlebnis positiv stärkt. Die Begabten haben keine Lücken, für viele ist Üben ein Gift.

Förderung. Ich habe mit meinen Kindern nicht mehr gemacht, als ihr Lehrplan verlangt hat. Sie wollten immer ihre Zeit lieber anders verbringen, als zusätzlich zu dem geforderten Stoff noch irgendwelche schwerigerere Aufgaben zu lösen. Erst Recht nicht in den Fächern, in denen sie relativ gesehen ihre Schwäche haben. Das einzige was funktioniert ist schwere Aufgaben in enger Begleitung von einem Erwachsenen zu lösen, statt normaler Aufgaben. In der 2-3. Klasse hatten sie in der Schule in Mathe Forderhefte mit sehr anspruchsvollen Aufgaben. Ohne Begleitung der Lehrerin fanden sie daran keinen Gefallen. Die Hefte sind sehr gut gemacht, an denen lag es nicht. Die Aufgaben sind sehr kreativ, anspruchsvoll und man kann sie nicht ohne Anstrengung lösen. Aber warum sich anstrengen, wenn es auch ohne geht? Wenn es keiner zu schätzen weiß?

Meine Kinder haben alle keinen richtigen Testwert. Doch ihren Lehrern, solange sie noch die Schule besuchten, war durchaus klar, dass sie intelligent sein müssen, wenn sie trotz des Altes mit allem in der Schule klar kommen. Eine Lehrerin hat sehr gut differenziert, für alle, nicht nur für meine Kinder, sowohl nach oben, als auch nach unten. Sie hat auch selber ähnlich tickenden Kinder groß gezogen, und es hat ihr Spaß gemacht mit meinen Großen zu arbeiten. Sie haben sie geliebt. Der nächste Lehrer konnte nicht mal das Forderheft korrigieren. Es gab keine Differenzierung, weder nach oben noch nach unten. Meine Kinder kamen damit klar, mir war das nicht recht. Dieser Lehrer hätte auch den Kindern gern geholfen, doch erlaubte ihm seine Erfahrung, seine Klasse und seine anderen Pflichten der Schule gegenüber nicht, erfolgreich die Differenzierung fortzusetzen. Er hatte einfach viel zu viel anderes zu tun, um nebenbei sich mit der Begabungsförderung beschäftigen zu können. Im Gegensatz zu der ersten Lehrerin war er von der Thema gar nicht begeistert. Ich habe ihm vorgeschlagen, ich beschäftige mich mit einem Dutzend Kinder, inklusive meiner, und bringe sie dazu, dass sie über den Tellerrand hinaus schauen, egal ob Mathe oder Deutsch, 1. Klasse oder 4. Er hat das abgelehnt, weil er die Kinder nicht nach Begabung aussuchen wollte. Wer sich als erster für die knappen Plätze eingetragen hat, der soll sie auch bekommen. Ich vermute, dass es bei euch um einen ähnlichen Lehrertyp geht. Sollte es so sein, würde ich keine Werte zeigen, sondern nach anderen Möglichkeiten suchen.

LG
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon unwissende-neu » So 16. Jul 2017, 22:36

Die niedrigen WErtebeim Durchstreichtest/Zahlensymboltest führen zu einem niedrigen Wert der Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber sie müssen nicht unbedingt auf Konzentrationsshwäche hinweisen, vielleicht hat sie selber den Schwerpunkt auf fehlerfrei gelegt und ihr war das Zeitlimit nicht so bewusst.

Ja, so ähnlich ist es auch. Zeit ist ihr völlig egal. Sie hat die Ruhe weg. Sie lässt sich nie drängeln. Alles, was auf Geschwindigkeit aufbaut findet sie doof. Ob es einen medizinischen Hintergrund hat oder eine reine Einstellungssache ist, bin ich mir noch nicht so sicher. Aber unter anderem ist das auch ein großes Indiz für die Verdachtsdiagnose Dyspraxie. Ihre Welt läuft eben langsam ab, ist aber denke ich auch ein sehr unsicheres Anzeichen für Hochbegabung. Das sieht man ja auffallend häufig, dass bei HB der AFI ermittelt werden muss. Allein schon würde bei Perfektionismus es sich ja schon mit der Geschwindigkeit beissen. Grundsätzlich ist schnelles Denken bestimmt eine häufige Fähigkeit bei HB, aber beim Durchstreichtest ist es ja eher die Hand-Augen-Koordination die abgetestet wird, als die Fähigkeit schnell zu denken. Aber das ist ja nun eine Definitionssache, was genau unter dem Begriff Intelligenz verstanden wird.

Ich unterrichte meine Großen seit mehr als drei Jahren selber und habe einiges ausprobieren können.


Wow, dass wäre bei uns gar nicht möglich. Allein schon dadurch, dass unser Eltern-Kind Verhältnis extrem leiden würde. Es ist gerade schon Grenzwertig, beim Gitarrenunterricht. Da sind sie in einer Gruppe von 8 Kindern die von meinem Mann unterrichtet werden.
Ich wäre froh, wenn sie in Deutschland die Hausaufgaben abschaffen würden - so stelle ich mir das vor, als hätte ich den ganzen Tag Hausaufgaben mit den Kindern zu machen *lach*
Aber ich finde das Thema sehr interessant. Hast du hier schonmal irgendwo geschrieben, wie euer Tagesablauf / Schuljahr aussieht?

Man kann sie nicht einüben. Man kann das Kind weder durch Erfolge, noch durch Mißerfolge dazu bringen, motivierter zu sein.

Zum Thema Motivation meinte ich es nicht ausschließlich auf die Schule bzw. das Lernen bezogen. Sondern auch der ganze Alltag. Unmotiviertes Anziehen, unmotivierte Freizeitaktivitäten, unmotiviertes Einkaufen, unmotiviert den ganzen Tag abhängen....

für viele ist Üben ein Gift.

Oja, *seuftz* das Unterschreibe ich sofort.....

Zum Thema Förderung meinte ich Förderung durch die Schule. Bei euch ist es natürlich so, dass du das Lerntempo ja individuell am Unterricht anpassen kannst. Also hast du vermutlich die Aufgaben immer auf den aktuellen Lernstand ausgerichtet, so das keine Parkzeiten zu überbrücken sind... - Ich habe ja immer das Gefühl, dass meine Tochter eigentlich nur 1 Tag die Woche in die Schule gehen müsste. Und das hauptsächlich wegen Religion und Sachkunde. In Mathe und Deutsch hat sie dieses Jahr nicht wirklich etwas dazu gelernt.

Er hatte einfach viel zu viel anderes zu tun, um nebenbei sich mit der Begabungsförderung beschäftigen zu können. Im Gegensatz zu der ersten Lehrerin war er von der Thema gar nicht begeistert. Ich habe ihm vorgeschlagen, ich beschäftige mich mit einem Dutzend Kinder, inklusive meiner, und bringe sie dazu, dass sie über den Tellerrand hinaus schauen, egal ob Mathe oder Deutsch, 1. Klasse oder 4. Er hat das abgelehnt, weil er die Kinder nicht nach Begabung aussuchen wollte. Wer sich als erster für die knappen Plätze eingetragen hat, der soll sie auch bekommen. Ich vermute, dass es bei euch um einen ähnlichen Lehrertyp geht. Sollte es so sein, würde ich keine Werte zeigen, sondern nach anderen Möglichkeiten suchen.


Der Schulleiter hat auch tausende von Projekten. Er macht auch ganz tolle Dinge, aber Begabungsförderung, sagt ihm gar nichts. Bei euch klingt das, wie der Slogen auf der HP der örtlichen Walldorfschule " Wir unterrichten Begabungsunabhängig" :D Die Klassenlehrerin, würde es vermutlich machen wollen, wenn sie wüsste, wie. Sie hatte bereits versucht zu Differenzieren, aber die Aufgaben waren vom Aufgabentyp her immer das gleiche nur der Buchstabe wechselte nach 2 Seiten. Von daher war es dann natürlich auch schnell langweilig. Da habe ich das Gefühl, es müsste sich vielleicht mal jemand mit der Lehrerin zusammensetzen und ihr erklären, was sie tun muss. Die einzige die das an der Schule vermutlich könnte wäre die Förderkraft vom Landkreis, aber da bekommt die Schule ja nur Stunden für meine Tochter, wenn vom SPZ irgendwas bescheinigt werden würde. Und so hängen wir fest in der Mühle der Bürokratie. Es wird nicht nach der Begabung der Kinder unterrichtet sondern nur nach Bescheinigungen von Ärzten. Und ansonsten ist der Lehrplan eben der Lehrplan. Ich denke auch, sie haben eher Angst sich mit dem Thema befassen zu müssen. Eine ADS Diagnose oder ähnliches wäre ja soviel einfacher.
Es wurde ja auch schon vorgeschlagen, ob sie nicht einen Schulbegleiter bekommen sollte. - Aber was sollte das bringen, wenn der nicht gerade mit ihr MauMau oder so wärend des Unterrichts spielt?


Ich bin momentan noch ziemlich ratlos. Ich meine die Ergo ist ja schon ganz gut. Aber ich bin mir nicht sicher ob alle Symptome wirklich von den koginitven Fähigkeiten kommen oder ob dort doch noch eine Pychische Erkrankung hinter steckt. Denn auch nun in den Ferien verschwinden ja nicht alle Probleme, aber ein großer Teil. Aber wie kann man die Schule erträglicher machen? Statt sich immer weiter zu entfernen?
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Re: mal ein kleines update ....

Beitragvon Koschka » Mo 17. Jul 2017, 03:13

ich bin nach meiner persönlichen Erfahrung mit dem Schul- und Kindergartensystem ziemlich desillusioniert. Es gibt in D. so gut wie keine Möglichkeiten dem System auszuweichen, das die Kinder relativ landesweit begabungsunabhängig unterrichtet. Es gibt einzelne Lehrer, vielleicht einzelne Schulen, die es als Aufgabe sehen, Kinder individuell zu fördern. Der Rest will nur alle auf den gleichen Stand bringen, was von den Eltern der Mehrheit groß unerstützt wird. Man hat so gut wie keine Chance ein Kind, das anders ist, in das System schadenfrei zu integrieren. Eure Lehrerin kann nicht differenzieren? Faule Ausrede. Sie will es nicht. Es gibt so viel Material für die Grundschule in alle Richtungen, dass man darin ertrinken könnte. Viele Verlage haben Forderhefte für Mathe. Es gibt auch welche für Deutsch, mit richtig kreativen Aufgaben. Aber das Verlangt Rückmeldung der Lehrer, man kann nicht einfach dem Kind die Hefte in die Hand drücken und sagen: "Mach und schweige!"
Schulbegleiter könnte das übernehmen. Aber bekommt ihr einen ohne Diagnose? Will eure Tochter mit dem Schulbegleiter in der Schule auftauchen? Meine wären strickt dagegen, dass sie nur in irgendeiner Weise auffallen, dass die hilfebedürftig sind.
Ich vermute, dass die Begabung deiner Tochter in Bereich liegt, die etwa mit 1 von 1000 anfängt. Wie viele solche Kinder hat die Lehrerin schon gesehen? Ich bin mir ziemlich sicher: keine. Ergotherapie ist gut, wie jede positive individuelle Aufmerksamkeit. Aber sie wird die Schulprobleme nicht lösen so lange das System sind nicht ändert. Diese Schule ist unpassend für deine Kinder.
Die Lehrerin meiner Kinder war bereit sie komplett vom Lehrplan zu befreien, sollte es nötig sein. Es war nie die Rede von einem Schulbegleiter oder sonst jemandem, der das hätte unterstützen sollen. Wer die ganze Klasse drei Mal zur Brandschutzübung wegen eines Kindes schleppt, der beteiligt sich offiziell an einem Mobbinganfang. Wie würdest du denn den Kollegen betrachten, wegen dem du drei Mal die ungeliebte Arbeit wiederholen musstest?
Ob dahinter was medizinisches steckt oder nicht, macht euch Gedanken, wie man die Situation auf lange Sicht entspannen könnte. Vielleicht wäre ein Gastantrag an einer anderen Schule gleich füt zwei Kinder möglch? Ein Umzug in eine große Stadt, wo Auswahl an Schulen größer ist? Ein Paar Jahre Auslanderfahrung für euch alle, wo das Schulsystem viel entspannter ist?

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