Lesen/Nicht Lesen

Mein Kluges Kind macht was es will

Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon sinus » Do 2. Jan 2020, 15:33

Meine Große (11) ist ein unglaublich fantasievolles, kreatives Kind. Sie mochte und mag Rollenspiele. Sie liebt Mangafilme und Filme überhaupt. Sie erfindet mitunter auch eigene kleine Geschichten, z.B. für die kleine Schwester. Immer mit Fantasiewelten und Fantasiefiguren. (keine "Alltagsgeschichten", sowas mochte sie selbst früher auch nie vorgelesen bekommen)
Ich habe ihr immer viel vorgelesen und sie war eine ausdauernde Zuhörerin. Mit 4 wollte sie bspw den Hobbit vorgelesen bekommen, was ich schließlich auch machte, denn wenn es zu langatmig geworden wäre, hätte ich es ja gemerkt.
Sie war dann total Feuer und Flamme und ich musste das Buch damals in jeder freien Minute vorlesen.
Überhaupt habe ich ihr viele lange Geschichten/Bücher, die an sich oft nicht ganz altersentsprechend waren, vorgelesen und sie hört aktuell auch gern zu, wenn ich der kleinen Schwester vorlese. (aktuell Momo). Die Oma hat auch immer viel vorgelesen, vorwiegend Märchen.
Sie kann sich oft nach vielen Jahren noch an einen einmal gesehenen Film oder ein einmal vorgelesenes Buch sehr genau erinnern.
Im Grundschulalter beschwerte sie sich sogar einmal bei mir, dass sie so vieles schon kennen würde und darum gar keinen Grund habe, es nochmal selbst zu lesen.

In Klasse 3/4 hat sie Harry Potter in wenigen Wochen weggelesen. Eines der Bücher in 3,4 Tagen, dann wochenlang Pause, dann das nächste ähnlich schnell.
Aber sonst schaut sie jetzt seit 3 Jahren immer wieder nur in dieselben Bücher rein. Das sind "Gregs Tagebuch" und die "Böses Buch" Reihe.
Ab und zu, selten (alle 2,3 Monate), liest sie mal ein Buch zwischendurch, aber eher freudlos.
Buchgeschenke/von anderen ausgeliehene Bücher bleiben ungelesen liegen.

Sachbücher schaut sie sich gern an, kuriose Fakten u.ä.
Die GEOlino schaut sie durch, sagt aber auch, dass sie da immer nur die kurzen Artikel liest, die Hauptartikel seien oft uninteressant für sie.
Ab und an liest sie in meine GEO hinein.

Ansonsten liest sie aber nicht. Dabei sind wir ein ziemlicher Bücherhaushalt, Auswahl wäre genug da.
Ich bin etwas irritiert, da ich selbst immer viel gelesen habe, in ihrem Alter bswp Karl May und ihr Cousin/ihre Cousinen echte Leseratten sind und man sie fast nur mit Buch in der Hand sieht. Und sie an sich ja auch Geschichten immer so liebt(e).

Sie selbst sagt dazu, Lesen wäre halt nicht so ihrs, die Bücher würden sie langweilen.
Harry Potter fand sie super, alles andere sei ihr irgendwie langweilig. Sie habe noch nichts gefunden, was ihr richtig Spaß macht zu lesen. (Außer Harry Potter)
Sie hört beim Malen gern 3??? Hörspiele, hat auch früher schon sehr viele Hörspiele gehört.
Also allein durch Vorlesen und Hörspiele ist ihr ein ziemlicher Umfang an Literatur schon bekannt.
Aber dass es so gar nichts gibt, was sie zu Lesen begeistert, wundert mich schon.
An mangelnder Zeit liegt es auch nicht, davon hat sie genug.

Ist sie womöglich einfach übersättigt mit Geschichten?
Gibts sowas?
Oder passen die altersgemäßen Bücher evtl nicht, weil zu simpel gestrickt und die, die für ihr kognitives Alter passen würden, sind wegen magelnder Lebenserfahrung/unpassender der Themen noch nicht das Richtige?
Sonstige Ideen/Erfahrungen?

Bzw Buchtipps für sie?
An Harry Potter wollte sie zunächst auch erst nicht ran übrigens.
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon alibaba » Do 2. Jan 2020, 16:55

Man liest eben gerne oder eben nicht.

Ich finde nicht, dass man die Gründe dafür näher untersuchen müsste.

Ich behaupte mal, liebe Sinus, Du bist mir zu dicht an deinem Kind dran. Wo ist denn nun das Problem? Weil Du immer brav vorgelesen hast, nun enttäuscht bist, dass aus deinem Engagement nichts übernommen wurde?

Ich hab mit Klasse 1 aufgehört vorzulesen. Ich hab einen Vielleser und einen Wenigleser. Ist halt so. Ich hab auch einen Vielschwimmer und einen Wenigschwimmer, obwohl wir jahrelang wöchentlich im Schwimmbad wahren. Ich hab einen Gernmusizierer und einen Hassmusizierer, obwohl Beide mit Zeugung täglich beschallt wurden.

Ich fasse zusammen: wir sind alle gesund und nur das ist wichtig.

P.S. Meine haben zwei Bibliotheksausweise. Entweder sie nutzen Sie, oder eben nicht. ;)
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon sinus » Do 2. Jan 2020, 18:08

Hm, ein Problem sehe ich nicht, ich wundere mich halt und finde es ungewöhnlich. Eben gerade für sie, die ein Großteil ihrer Kindergartenzeit in Fantasiewelten verbracht hat. (Sie lebte tw wochenlang in einer Rolle)
Irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Wenn sie ein eher nüchterner Mensch wäre, dann würde ich denken: Nunja, sie mag sich halt nicht so gern in Fantasiewelten begeben. Aber so ist es ja ganz und gar nicht.

Wir haben auch in unserer Familie keinen weiteren Nichtleser. Sie nimmt wie geschrieben quasi gar keine Bücher in die Hand, außer immer wieder die genannten Bücher, wo sie sagt, dass sie sie auch nur noch überfliegt, weil sie sie ja schon in- und auswendig kennt.

Und ich finde es auch etwas schade, denn ich erinnere mich an meine Kindheit als die Zeit, die ich mit vielen tollen Büchern und Geschichten verbracht habe. Das hat mir sehr viel gegeben und man hat später im Leben auch eher nicht wieder so viel Zeit dafür.

Ich frage mich auch, ob es evtl nur eine Phase ist oder ein generelle Eigenheit.
(Bspw hat sie ja auch jahrelang alle Spiele/Brettspiele komplett verweigert, wollte nie mitspielen. Irgendwann wandelte sich das und nun ist sie eine passionierte "Spielerin")
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon charlotte12 » Do 2. Jan 2020, 19:01

Wenn sie lieber Hörspiele hört als liest, ist sie dann vielleicht einfach nicht so der visuelle Typ? Bei meiner Tochter ist es umgekehrt - sie mochte noch nie Hörspiele, liest aber dafür extrem viel.

Oder passen die altersgemäßen Bücher evtl nicht, weil zu simpel gestrickt und die, die für ihr kognitives Alter passen würden, sind wegen magelnder Lebenserfahrung/unpassender der Themen noch nicht das Richtige?

Solche Phasen hatte meine Tochter schon mehrfach, immer am Übergang zwischen zwei Alterskategorien: Mit 4 1/2 Jahren waren für sie Erstlesebücher vom Umfang her super aber häufig vom Inhalt her nicht passend. Mit 6 Jahren waren Erstlesebücher für sie vom Inhalt her super aber vom Umfang her Geldverschwendung, weil sie sie in wenigen MInuten verschlang. Dafür waren in diesem Alter für sie Bücher ab 8 Jahren vom Umfang her super aber vom Inhalt her noch zu gruselig. Jetzt sind Bücher ab 8 Jahren vom Inhalt her super, werden aber viel zu schnell verschlungen - wie damals mit 6 Jahren die Erstlesebücher. Bücher ab 10 Jahren sind aber häufig noch von den Themen nicht ganz passend, werden je nach Inhalt als zu gruselig oder zu langweilig empfunden, wobei dieses Problem sich gerade tendenziell erledigt. Kann es sein, dass deine Tochter gerade am Übergang zwischen den Büchern "ab 10" und "ab 12" steht und deshalb nichts für sie Vernünftiges findet?
Zuletzt geändert von charlotte12 am Do 2. Jan 2020, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon sinus » Do 2. Jan 2020, 19:20

charlotte12 hat geschrieben:Wenn sie lieber Hörspiele hört als liest, ist sie dann vielleicht einfach nicht so der visuelle Typ? Bei meiner Tochter ist es umgekehrt - sie mochte noch nie Hörspiele, liest aber dafür extrem viel.

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Oder passen die altersgemäßen Bücher evtl nicht, weil zu simpel gestrickt und die, die für ihr kognitives Alter passen würden, sind wegen magelnder Lebenserfahrung/unpassender der Themen noch nicht das Richtige?

Solche Phasen hatte meine Tochter schon mehrfach, immer am Übergang zwischen zwei Alterskategorien: Mit 4 1/2 Jahren waren für sie Erstlesebücher vom Umfang her super aber häufig vom Inhalt her nicht passend. Mit 6 Jahren waren Erstlesebücher für sie vom Inhalt her super aber vom Umfang her Geldverschwendung, weil sie sie in wenigen MInuten verschlang. Dafür waren in diesem Alter für sie Bücher ab 8 Jahren vom Umfang her super aber vom Inhalt her noch zu gruselig. Jetzt sind Bücher ab 8 Jahren vom Inhalt her super, werden aber viel zu schnell verschlungen - wie damals mit 6 Jahren die Erstlesebücher. Bücher ab 10 Jahren sind aber häufig noch von den Themen nicht ganz passend, werden je nach Inhalt als zu gruselig oder zu langweilig empfunden, wobei dieses Problem sich gerade tendenziell erledigt. Kann es sein, dass deine Tochter gerade am Übergang zwischen den Büchern "ab 10" und "ab 12" steht und deshalb nichts für sie Vernünftiges findet?


Hm, wie meinst du das mit visueller Typ? Sie ist eigentlich ein sehr visueller Typ, würde ich sagen. Denn für mich verbindet sich das mit Interesse an Bildern, Malen, bildhaftem Gestalten, guter Beobachtungsgabe... und all das zeichnet sie eigentlich aus.

An sich gibt es doch so eine Unzahl an Büchern verschiedenster Themen und Niveaus, dass sich da selbst in solchen "Übergangsphasen" was finden müsste...
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon charlotte12 » Do 2. Jan 2020, 20:19

Hm, wie meinst du das mit visueller Typ? Sie ist eigentlich ein sehr visueller Typ, würde ich sagen. Denn für mich verbindet sich das mit Interesse an Bildern, Malen, bildhaftem Gestalten, guter Beobachtungsgabe... und all das zeichnet sie eigentlich aus.

Ich dachte gerade eher an diese verschiedenen Lerntypen, wobei ich überfragt bin, ob Interesse am Malen üblicherweise mit dem Lerntyp zusammenhängt. Mit fällt eben nur bei meiner Tochter auf, dass sie ein extrem visueller Lerntyp ist - ein neues Wort kann sie x-mal hören und behält es nicht, 1x gelesen und sie weiß es. Und dass sie viel liest, sehr viel, aber Hörspiele nicht mag, dass es als sie klein war auch viel länger dauerte, bis sie Hörbücher verstand als die entsprechenden "richtigen" Bücher, v.a. bei "wieso weshalb warum" betrug der Unterschied zwischen sehen und hören ca. 3 Jahre, da begann sie sich so ein bisschen für Hörbücher ab 2 zu interessieren und diese zu verstehen, als sie schon längst die "richtigen" Bücher "ab 4" las. Vielleicht ist es bei deiner Tochter ja umgekehrt?
Wir kommen gerade aus der Buchhandlung, meine Tochter steuerte wieder zielsicher zu den 8-jährigen und wunderte sich, dass sie praktisch alle Bücher schon kannte. Aber der Schritt zu den Büchern "ab 10" ist für sie immer noch riesig, ich glaube nicht mehr, dass die Bücher ihr noch zu gruselig sind, auch nicht, dass es ihr zu komplex ist, sie will einfach noch in ihrer unschuldigen Zauberwelt der 8-jährigen bleiben. Vielleicht ist es bei deiner Tochter ja ähnlich? Interessieren sie denn andere Bücher im Stil von Gregs Tagebuch und den bösen Büchern? Witzigerweise sind ausgerechnet diese beiden Buchreihen unter den wenigen "ab 8", die meine Tochter kategorisch ablehnt... "Mein Lottaleben" fällt mit spontan im Stil von "Gregs Tagebuch" ein. Fürs Harry-Potter-Alter vielleicht "Tintenherz"? "Momo" war letztes Jahr das einzige Buch, das meine Tochter nicht selbst lesen wollte sondern vorgelesen haben wollte. Und das mehrfach :? Meine Tochter liebt nach wie von "Schule der magischen Tiere", wobei das natürlich deutlich "einfacher" als Harry Potter ist. "Eine lausige Hexe" fällt mir zum Thema Harry Potter noch ein.
Als etwas ungut empfinde ich die Aussage deiner Tochter, dass sie nicht so der Lesetyp ist, das erinnert mich etwas zu sehr an die sich-selbst-erfüllende Aussage meiner Tochter, dass Mathe einfach nicht ihr Fach ist. Blöd, wenn sich so etwas im Kopf einnistet, wobei ich leider kein Rezept dagegen habe. Woher kommt ihre Überzeugung, weißt du das?
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon sinus » Do 2. Jan 2020, 23:26

Als etwas ungut empfinde ich die Aussage deiner Tochter, dass sie nicht so der Lesetyp ist, das erinnert mich etwas zu sehr an die sich-selbst-erfüllende Aussage meiner Tochter, dass Mathe einfach nicht ihr Fach ist. Blöd, wenn sich so etwas im Kopf einnistet, wobei ich leider kein Rezept dagegen habe. Woher kommt ihre Überzeugung, weißt du das?


Ich glaube, das war ihre "Entschuldigung" als ich meine Verwunderung ausdrückte, dass sie schon wieder dieselben Bücher, aber nichts neues liest.
Sie merkt und versteht Gesehenes/Gelesenes ebenso gut wie das Gehörte. Ihr Gedächtnis für Hörspiele oder irgendwann mal Gesagtes ist genauso gut wie das für Gesehenes/Gelesenes.
(Das führt leider u.a. auch dazu, dass sie auch eher so dahergesagte, vielleicht nicht so nette Dinge, ewig erinnert. :( Mich erschreckt das mitunter richtig, was sie sich da alles so merkt...)

Die "lausige Hexe" kennt sie übrigens schon, die mochte sie eigentlich auch. Wir hatten damals die Neuverfilmung der Serien gesehen und ich hatte den Kindern daraufhin Band 1 vorgelesen und sie dann alle weiteren selbst. Das war so in Klasse 2/3.
"Schule der magischen Tiere" hat sie einen Band gelesen aber kein Interesse an weiteren gezeigt. "Tintenherz" hatte ich für sie "angelesen" in der Hoffnung, dass sie Lust auf mehr kriegt, aber sie wollte dann nicht weiterlesen.
Selbst gelesen hat sie noch den "satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch". Ebenfalls in Klasse 2 oder 3.
Sie hat sich sogar mal bis zur Mitte von Moers "Schrecksenmeister" (von der Cousine ausgeliehen) gelesen, in Klasse 3 oder 4 muss das gewesen sein.
Da fällt mir ein, dass sie das Buch damals mit in der Schule hatte und dafür ausgelacht wurde. ich dachte bisher, dass sie aufgehört hat es zu lesen, weil es doch noch nichts für sie war. Aber vielleicht lag es ja eher an diesem Erlebnis? :?:

...Womöglich liegt ja da der Hase im Pfeffer? :shock:
Die Bücher der Peergroup gefielen ihr nicht, für andere erntete sie vielleicht einmal zu oft (und dazu reicht bei ihr einmal) Unverständnis bzw kann sie sich da mit ihren Freunden nicht austauschen...?
Das wär ne Erklärung. Wenn auch eine ziemlich traurige.

Ich warte ab und hoffe, sie findet doch noch mal zum Lesen.
(So scheint es bei ihr ja auch öfters so zu laufen. Radfahren, Schwimmenlernen, Brettspiele, Inlinern... sie versucht es, stellt sich sogar recht gut an dabei, "scheitert"aber in ihren eigenen Augen bzw hat nicht die erhoffte Freude daran und verweigert es dann ewig. Irgendwann kommt dann doch noch Interesse/Freude daran.
Gerade dieser Tage hat sie bspw, angeregt von den Nachbarskindern, die Inliner für sich entdeckt. Im Grundschulalter hatte sie das schon mal probiert und wollte dann nie wieder... Jetzt sagte sie überrascht: "Das macht ja richtig Spaß!")
Zuletzt geändert von sinus am Do 2. Jan 2020, 23:56, insgesamt 11-mal geändert.
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon Auguste » Do 2. Jan 2020, 23:28

Meine Tochter (12 Jahre ) ist derzeit auch ein Lesemuffel und schreibt selbst Fantasie-Geschichten ;)

Früher mochte sie Fantasie-Geschichten, Geschichten über Freundschaft und Tiergeschichten. Bei ihr war z.B. Hexe Lilli sehr beliebt - zum vorlesen und selbst lesen. Mit 9/10 Jahren hat sie dann die 3 !!! (die Mädchen-Variante von den 3 ???) verschlungen. Kurz nach dem 11. Geburtstag hat sie die Bücher alle aussortiert.

Harry Potter (Teil 1) steht hier als Leihgabe (von der Verwandtschaft) schon seit 4 Jahren im Bücherregal. Wollte sie immer mal lesen - kam aber nie über die ersten Seiten hinaus. Sie schaut lieber die Filme. Zu Weihnachten hat sie sich nun alle 7 Bände gewünscht und bekommen. Ich bin gespannt, ob sie sie liest.

Gregs Tagebuch war auch mal "in". Tom Gates hat sie auch gern gelesen (ist so ähnlich). Beides ist aussortiert.

Im letzten Sommer hat sie sich dieses Buch ausgesucht und gelesen:
https://www.vlbtix.de/user/search/Title ... 3641137618

Außerdem möchte sie Krimis lesen - aber keine Kinder-Krimis! :roll: Wir haben ihr jetzt "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" in die Hand gedrückt. Mal sehen, was sie davon hält. Sie schaut aktuell auch gern Serien wie CSI, NCIS und Bones. Und das, obwohl ihr mit 8 Jahren König der Löwen (der Trickfilm!) noch zu gruselig war :gruebel:

Wenn ich so zurückdenke, dann war so mit 11/12 Jahren auch bei mir das Alter, wo ich in der Kinder- und Jugendabteilung der Bibliothek nicht mehr fündig wurde, weil alles Interessante schon "weggelesen" war und der Rest "Baby-Kram". Ich durfte mich dann in der Erwachsenenabteilung bedienen und die Bibliothekarin hat meine Auswahl selektiert ;)

Krimis, Thriller, außerdem noch Science Fiction, Fantasy und Horror-Bücher haben wir reichlich im Haus, da müssen wir halt schauen, welche Bücher man ihr jetzt schon zumuten kann. Stephen King bekommt sie jedenfalls noch nicht - obwohl sie da auch schon nach geschielt hat ;)

Derzeit ist unser Töchterchen mit Zeichnen, Schreiben und telefonieren beschäftigt und hat keine Lust zum Lesen. Muss auch mal sein. Bücher werden ja nicht schlecht. Lesen kann sie auch später noch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch wieder lesen wird, wenn ihr danach ist. Sie ist nämlich kein "Medien-Junkie" wie mein Sohn ;)

Wenn Deine Tochter grundsätzlich Bücher mag, dann wird sie sicher auch wieder welche lesen - nur halt jetzt gerade nicht ;)
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon sinus » Do 2. Jan 2020, 23:44

Ja, Krimis scheinen besonders beliebt. (selbst die 5jährige fährt darauf total ab und will öfters die 3??? hören. Aber NICHT die für Kids, betont sie immer)

Meine Große wünschte sich zum 11. Geburtstag kürzlich "Der Mensch ist böse" von einem Youtuber namens Julian Hannes. Da geht es um ungelöste echte Kriminalfälle, die psychologischen Hintergründe der Taten etc.
Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich bei Amazon las, um was es ging. Sie war bei youtube drüber gestolpert, als sie nach alten ungelösten Fällen gegoogelt hatte, sagte sie auf meine Nachfrage hin, wie sie auf sowas kommt.
(sie wollte wissen, was aus einem bestimmten vor paar Jahren verschwundenen Mädchen geworden ist)
Natürlich konnte ich ihr den Wunsch nicht erfüllen. Ich hab ihr stattdessen die Geolino Extra zum Thema Spionage geschenkt. Fand sie dann auch ganz interessant. Vor allem das über zur Spionage abgerichtete Tiere bzw die gescheiterten Versuche dazu.
Außerdem habe ich ihr einen Kinder-Spionage-Krimi ("Top Secret" von Robert Muchamore) geschenkt. Hat sie keines Blickes gewürdigt.
Sherlock Holmes hat sie mal als Hörspiel mit mir zusammen gehört. (Hund von Baskerville)
Fand sie ganz spannend, aber richtig a gefixt" war sie nicht.
Da will sie lieber die Filme sehen. (darf sie noch nicht)
Ich hab von Sherlock Holmes als Teenie auch fast alles gelesen. Sie hatte da aber auch bisher keine weiteren Ambitionen.
Ich wurde mal in der Bibliothek, wo ich wegen noch nicht erreichten Mindestalter regelmäßig mit dem Ausweis meiner Mutter Bücher auslieh, als "arrogant" bezeichnet. Das muss so etwa in dem Alter gewesen sein...Man hatte mich gefragt, warum ich nicht in die Kinderbibliothek ginge und ich hatte geantwortet, dass die Bücher dort mich nunmal nicht interessieren.
Ich hab dann zu Hause erstmal gefragt, was genau arrogant heißt und daran, dass ich mir das Erlebnis bis heute gemerkt habe, sieht man, dass es mich wohl nachhaltig "beeindruckt" haben muss. :?

Ich hab damals Science Fiction verschlungen und alles von Robert Merle gelesen.
Beides ist nix für meine Tochter, sie mag noch nichtmal Science-fiction-Filme. Die machen ihr Angst.
(Sie mag auch nicht über Weltall etc reden, sie findet das Thema total unheimlich)
Irgendein Buch über reale Kriminalfälle hatten meine Eltern auch, das hab ich damals heimlich gelesen...
Stephen King (Friedhof der Kuscheltiere) und Doris Lessing (Das fünfte Kind) haben mich als Jugendliche übrigens regelrecht "traumatisiert". Ich wollte und will nie wieder was von diesen Autoren lesen. :?
Auf keinen Fall kriegt sie sowas zu lesen! (Sie ist glaub ich da nochmal um Einiges sensibler als ich)
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Re: Lesen/Nicht Lesen

Beitragvon mamma42 » Sa 4. Jan 2020, 12:00

Mein Sohn (11) liest und hört seit über einem Jahr gerne die Jugendthriller von Ursula Poznanski, Tochter (9) jetzt auch. Aktuell liest er die Tribute von Panem (muss er erst lesen, bevor er die Filme (ab 12!) sehen darf.
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