Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Mein Kluges Kind macht was es will

Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Vater kluger Kinder » Mo 3. Feb 2020, 15:34

Es geht um meinen Sohn - er ist 8, sein IQ wurde auf über 120 festgelegt, er hat eine Klasse übersprungen und sich da inzwischen ganz gut eingelebt, kommt also schulisch gut mit.
Wir ließen ihn nach der ersten Klasse springen, da er fast nie Hausaufgaben aufhatte und auch im Unterricht zuviel Zeit für Quatsch hatte.

Er macht mir ein wenig Sorgen, da man ihn weder emotional noch logisch erreicht.

Bspw. sollte man das 1x1 auswendig können. Ich habe ihm erklärt, dass man es überall braucht, bspw. wenn man beim Bäcker fünf Brötchen kauft à x Cent.
Dass es in der nächsten Arbeit zu einem Problem wird, wenn er auf Grundlage der paar Zahlen, die er auswendig kann die anderen ausrechnet, weil ihm dann am Ende die Zeit fehlt.

Allein es interessiert ihn alles nicht wirklich. Oft kommt es auch vor, dass man ihm etwas erklären möchte und er einem dann erzählt, dass der Himmel blau ist (fiktives Beispiel). Er ist also mit seinen Gedanken komplett woanders und nicht zu erreichen.

Habt ihr Ideen, wie man ihn erreichen kann?
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 3. Feb 2020, 16:02

Hallo,

Hat dein Sohn gute Noten? Warum mischt du dich ein? Er kommt auch so durch, warum soll er mehr Mühe investieren? Die GS meiner Kinder (akutell 8. und 9.) hat von den starken Kindern gar nicht verlangt, dass sie 1x1 auswendig lernen. Sie sollten es schnell genug ableiten können. Die Kinder fragen mich noch in der 7. Klasse in praktischen Situationen: "Mama, wieviel ist mal 7 mal 6?" Geschadet hat es keinem. Meinem Sohn hat nie in Mathearbeiten Zeit gefehlt, ganz im Gegenteil.

Vor allem bei Jungs, die alles hinterfragen, lohnt es sich die Probleme nach dem Auftreten zu lösen und nicht präventiv einzugreifen. Wenn dein Sohn eine 4 in der nächsten Probe hat, wird er sich Gedanken machen. Je mehr du versuchst in jetzt zu beeinflussen, desto mehr wird er in die Defensive gehen, und alleine aus dem Prinzip: "ich will selbst über mich entscheiden!" nicht deinem Rat folgen.
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Vater kluger Kinder » Mo 3. Feb 2020, 18:00

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Hallo,

Hat dein Sohn gute Noten? Warum mischt du dich ein? Er kommt auch so durch, warum soll er mehr Mühe investieren? Die GS meiner Kinder (akutell 8. und 9.) hat von den starken Kindern gar nicht verlangt, dass sie 1x1 auswendig lernen. Sie sollten es schnell genug ableiten können. Die Kinder fragen mich noch in der 7. Klasse in praktischen Situationen: "Mama, wieviel ist mal 7 mal 6?" Geschadet hat es keinem. Meinem Sohn hat nie in Mathearbeiten Zeit gefehlt, ganz im Gegenteil.

Naja, ich sehe ja wie lange er an den Hausaufgaben bei Multiplikationen sitzt. Wenn er es einfach mal auswendig lernen würde, wäre er nach 5 Minuten durch, statt 30 Minuten zu brauchen und das würde ihn vielleicht einmalig eine Stunde kosten, wenn überhaupt :roll:
Vor allem bei Jungs, die alles hinterfragen, lohnt es sich die Probleme nach dem Auftreten zu lösen und nicht präventiv einzugreifen. Wenn dein Sohn eine 4 in der nächsten Probe hat, wird er sich Gedanken machen. Je mehr du versuchst in jetzt zu beeinflussen, desto mehr wird er in die Defensive gehen, und alleine aus dem Prinzip: "ich will selbst über mich entscheiden!" nicht deinem Rat folgen.

Das mit dem 1x1 war ja auch nur ein Beispiel. Das Problem, was ich aktuell mit ihm habe ist, dass man ihn nicht dazu bekommt mal irgendwas zu versuchen. Und eine 4 würde bei ihm nicht zu einem Umdenken führen. Wie gesagt Fremdmotivation (schlechte Note) = Fehlanzeige.
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon sinus » Mo 3. Feb 2020, 23:53

Naja, Katze, meine Tochter (jetzt 5. Klasse) kann sich diverse Rechnungen von vorn, von hinten und im "zickzack quer durch" erschließen, auf Rechenwegen, auf die ich nie kommen würde, kann aber die automatisierten Rechenarten schlecht und Malfolgen etc. auch nicht auswendig.
In der Grundschule hatte sie damit erstmalig in Klasse vier einen gewissen Nachteil gegenüber denen, die durch viel Übung und auswendig Lernen das alles konnten.
Und aktuell, im MINT Gymnasium mit anspruchvollem Mathematikunterricht, hat sie aus genau den Gründen sehr wohl Probleme in Mathematik, weil kostbare Zeit verloren geht und sie sich auf ihren diversen Umwegen verläuft/Faselfehler entstehen.
(Außerdem ERWARTET sie schon immer, das Mathematik irgendwie ganz kompliziert sein müsse und kommt gar nicht auf das Einfache. Auch da könnte es evtl helfen, wenn zumindest einige der Teilschritte schon sonnenklar wären, weil "auswendig" gelernt)
Inzwischen glaubt sie sich "mathedrumm" und verliert das Selbstvertrauen, was das Fach betrifft.
Obwohl sie ihre Werte kennt im logischen Schlussfolgern und die eigentliche anderes erwarten lassen.
Ich hoffe sehr auf die Zeit, wo endlich der Taschenrechner erlaubt ist, aber ich fürchte, bis dahin hat sich ihr Hass und ihre Selbstzweifel das Fach betreffend weiter verfestigt.
Bei der letzten Arbeit hatte sie sogar einen fast völligen Blackout und konnte auf einmal die einfachsten Dinge nicht mehr. :? (außerdem hat sie eine längere Zeit, wie sie sagt, erstmal damit verplempert, auszurechnen, wie viel Zeit sie pro einzelne Aufgabe hat. :roll: )

Also ich würde aus dieser Erfahrung heraus durchaus raten, da dran zu bleiben.
Ich würde nach etwas suchen, was ihm Spaß macht. Viellicht so was wie einer App, einem Lernprogramm.
Mit "Duolingo" hat meine Tochter bspw selbstbestimmt und begeistert und ganz nebenbei viele englische Vokabeln gelernt, obwohl lernen ja nicht so "ihrs" war und ist. Aktuell ist sie dadurch in Englisch richtig gut, dabei habe ich sie da noch nie im "klassischen Sinne" Vokabeln pauken sehen.

In der Grundschule hatten sie im Unterricht gelegentlich die Möglichkeit, in "Alfons Lernwelt" zu rechnen. Das ist wie ein Computerspiel aufgebaut, man sammelt Punkte und kann sich damit dann ein virtuelles Zimmer einrichten. Das fand meine Tochter toll.
Für 24 Stunden hatten wir im Grundschulalter (2. oder 3.Klasse war das glaube ich und es ging mir damals eben genau um die Malfolgen) auch mal bei "Scoyo" reingeschaut und Kind hatte sehr große Freude dran und war sehr enttäuscht, dass ich dann das Geld für das monatliche Abo doch nicht ausgeben wollte... (da sie damals in Mathe auf 1 stand, sah ich das nicht so ganz ein... aktuell denke ich wieder über so eine Lösung nach...)
Alfons Lernwelt gibts übrigens auf DVD, das ist wesentlich günstiger als ein Abo. (Das hat sie inzwischen, wobei das offensichtlich nicht zu den Anforderungen des Matheunterrichtes in der Schule passt, denn bei "Alfons" hat sie immer 99% richtig. Und das, obwohl ich schon die Software für die 6. Klasse genommen habe. In ihren Arbeiten sind es derzeit manchmal nichtmal 50%.)

Also mein Rat: schau, für was sich das Kind begeistert und versuch es mal so "durch die Hintertür".
Im Sinne von "Lernen ohne zu merken, dass man lernt".

Ansonsten: willkommen im Club. Meine Tochter lässt sich auch nur höchst ungern "fremdmotivieren" und schwer für etwas begeistern.
Hat sie selbst aber ein Thema für sich entdeckt, steigt sie sehr tief ein und beschäftigt sich Wochen, Monate oder gar jahrelang intensiv damit.
(Momentan ist sie Katzenexperte, kennt zig Rassen und ihre Besonderheiten, weiß nahezu alles, was man zum Thema so wissen kann, malt - seit nunmehr gut 3 Jahren - fast nur Katzen, möchte am liebsten selbst eine Katze sein und kann einen endlos mit dem Thema zuquatschen)
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon sinus » Di 4. Feb 2020, 00:44

PS: Bei einer Tochter hatte und habe ich mitunter das Gefühl, dass sie - tendenziell sehr sensibel für alles Zwischenmenschliche, mir sehr verbunden - sich Sachen auch nur deshalb ungern erklären/zeigen lässt, weil sie befürchtet, dass damit auch Erwartungen verbunden sind (bspw dass sie es gleich versteht, darin besonders gut ist u.ä.)
Wenn ich sie bswp eine Malaufgabe abfragen und sie dann erwartungsvoll anschaue würde, wäre das für sie so richtig Stress.
(Oft genug so erlebt und von ihr entsprechend kommentiert: "Schau mich nichts o an Mama, da kann ich ja gar nicht denken!""
Wenn ich sie aus dem Nachbarzimmer per Zuruf abfragen würde, wäre das für sie dagegen sehr viel angenehmer.

Genau aus dem Grund nutzen ja viele Eltern die Hausaufgabenhilfe im Hort oder Nachhilfe und machen sich Instrumentallehrer auch möglichst nicht zu den eigenen Lehrern der eigenen Kinder... Weil die "Beziehungsebene" das Lernen auch ordentlich stören kann.

Die meisten klugen Kinder möchten auch nichts "aufgezwungen" haben, gehen/suchen lieber ihren eigenen Weg.
Dabei lernen sie evtl auch mehr bzw haben sie für sich selbst sehr viel mehr an Mehrwehrt, als wenn sie vorgegebene, einfache Schritte abarbeiten oder etwas auswendig können.
Dei wollen einfach selbstbestimmt ihren Geist beschäftigen.

Versuch doch mal herausfinden, was der (Haupt-)Grund ist, dass dein Sohn so reagiert wie er regiert. Vielleicht ergibt sich daraus ja auch noch ein Ansatzpunkt.
(Bspw dass evtl. du einfach nicht die richtige Person bist, um ihn zu bestimmten Sachen zu "motivieren" oder du fragst ihn einfach "falsch" ab, siehe mein Beispiel oben mit dem Anschauen...)
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon alibaba » Di 4. Feb 2020, 08:49

Vater kluger Kinder hat geschrieben:
Habt ihr Ideen, wie man ihn erreichen kann?


Wenn ich ehrlich bin, fehlen mir eure Probleme. Wo sind die? Um was geht es konkret?
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Meine3 » Di 4. Feb 2020, 09:21

Vater kluger Kinder hat geschrieben:Es geht um meinen Sohn - er ist 8, sein IQ wurde auf über 120 festgelegt, er hat eine Klasse übersprungen und sich da inzwischen ganz gut eingelebt, kommt also schulisch gut mit.
Wir ließen ihn nach der ersten Klasse springen, da er fast nie Hausaufgaben aufhatte und auch im Unterricht zuviel Zeit für Quatsch hatte.

Er macht mir ein wenig Sorgen, da man ihn weder emotional noch logisch erreicht.

Bspw. sollte man das 1x1 auswendig können. Ich habe ihm erklärt, dass man es überall braucht, bspw. wenn man beim Bäcker fünf Brötchen kauft à x Cent.
Dass es in der nächsten Arbeit zu einem Problem wird, wenn er auf Grundlage der paar Zahlen, die er auswendig kann die anderen ausrechnet, weil ihm dann am Ende die Zeit fehlt.

Allein es interessiert ihn alles nicht wirklich. Oft kommt es auch vor, dass man ihm etwas erklären möchte und er einem dann erzählt, dass der Himmel blau ist (fiktives Beispiel). Er ist also mit seinen Gedanken komplett woanders und nicht zu erreichen.

Habt ihr Ideen, wie man ihn erreichen kann?


Hallo,

ich kenne das von meinem Sohn (er ist 7,4 Jahre alt ;) ). Er hinterfragt auch und es gibt einige Dinge, die er sich quasi weigert zu tun, obwohl er immer wieder darauf hingewiesen wird, dass er es so machen soll. Beispiel ist hier das rechnen mit Geld. Hierzu sollen Sie die gemalten Eurostücke zweimal umranden, damit man sie später von den Centstücken unterscheiden kann. Aus irgendeinem Grund, der weder mir noch der Lehrerin klar ist, macht er das konsequent NICHT, obwohl ihm durchaus einleuchtet, warum er es so machen soll...

Ich weiß, dass mein Sohn klug genug ist, das zu verstehen und die Lehrerin und ich haben ihn nun mehrmals drauf hingewiesen. Ich habe ihm zudem erklärt, dass das später in Tests dazu führt, dass die Aufgabe "falsch" ist, obwohl er eigentlich richtig gerechnet hat und das unnötig sei. Er macht es trotzdem nicht. Gut, dann muss er es halt "erfahren", sag ich mir... Ich kann ihn nicht zwingen 2 Kringel drum zu malen.

Ich denke zum einen ist das einfach das Alter, in dem die Kinder das erste Mal anfangen, sich bewusst (!) von ihren Eltern und anderen Bezugspersonen zu distanzieren, ihre eigene Meinung zu bilden und gehäuft zu hinterfragen. Mag sein, dass das bei klugen Kindern früher anfängt als bei "normal begabten" Kindern, aber dazu kann ich nichts sagen, da mir die Vergleichswerte fehlen.


Ich würde ihn einfach mal versuchen NICHT zu erreichen. Ist es denn so, dass er Probleme in Mathe hat oder kommt er hier gut mit? Was genau sind deine Bedenken, grade in Bezug auf das 1x1?

Gruß,

Meine3
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Auguste » Di 4. Feb 2020, 09:39

Vater kluger Kinder hat geschrieben:Es geht um meinen Sohn - er ist 8, sein IQ wurde auf über 120 festgelegt, er hat eine Klasse übersprungen und sich da inzwischen ganz gut eingelebt, kommt also schulisch gut mit.
Wir ließen ihn nach der ersten Klasse springen, da er fast nie Hausaufgaben aufhatte und auch im Unterricht zuviel Zeit für Quatsch hatte.

Er macht mir ein wenig Sorgen, da man ihn weder emotional noch logisch erreicht.

Bspw. sollte man das 1x1 auswendig können. Ich habe ihm erklärt, dass man es überall braucht, bspw. wenn man beim Bäcker fünf Brötchen kauft à x Cent.
Dass es in der nächsten Arbeit zu einem Problem wird, wenn er auf Grundlage der paar Zahlen, die er auswendig kann die anderen ausrechnet, weil ihm dann am Ende die Zeit fehlt.

Allein es interessiert ihn alles nicht wirklich. Oft kommt es auch vor, dass man ihm etwas erklären möchte und er einem dann erzählt, dass der Himmel blau ist (fiktives Beispiel). Er ist also mit seinen Gedanken komplett woanders und nicht zu erreichen.

Habt ihr Ideen, wie man ihn erreichen kann?


Wenn Dein Kind das 1x1 nicht auswendig lernen will, dann wirst Du es auch nicht ins Kind hineinbekommen. Da kannst du mit noch so vielen Argumenten kommen - er wird es Dir nicht glauben bis zu dem Moment, wo es passiert, dass er die Arbeit nicht schafft, weil er das 1x1 nicht kann.

Wozu muss man beim Bäcker rechnen können? Mir sagt die Frau am Verkaufstresen was ich bezahlen muss ;)

Das ist wie mit den Bauchschmerzen von zu vielen Gummibärchen ("Iss nicht so viele Gummibärchen, Du bekommst sonst Bauchschmerzen"). Ein Kind, dass nie Bauchschmerzen von Gummibärchen bekommen hat (weil Mama und Papa ja trotz Ermahnung stets die Zufuhr regeln ;)), glaubt dir das einfach nicht, dass man von zu vielen Gummibärchen Bauchschmerzen bekommen kann. Erst in dem Moment, wo das Kind tatsächlich mal ungehemmt so viele Gummibärchen essen kann, bis es Bauchschmerzen bekommt, merkt das Kind "Mama hatte Recht - von zu vielen Gummibärchen bekommt man wirklich Bauchschmerzen". Manche Sachen müssen Kinder erst selbst erfahren, damit sie Dir glauben.

Dein Sohn lebt im Hier und jetzt, der kann noch nicht vorausschauend planen. Dem ist egal, dass er das 1x1 in Zukunft können muss. Jetzt gerade reicht ihm das, was er kann. Im Moment kommt Dein Sohn mit seiner Strategie (ausrechnen) klar - und du nervst einfach nur ;) Du behauptest, dass er das 1x1 auswendig können muss - beweisen kannst du es nicht. Da hilft nur aushalten, dass das Kind auch mal scheitert und mit seiner Strategie "auf die Nase fällt". Wenn Dein Sohn tatsächlich die nächste Arbeit versemmelt, weil der das 1x1 nicht kann, dann wird er auch bereit sein, es auswendig zu lernen, um beim nächsten Mal besser zu sein ;)

Wenn Dein Sohn das Thema wechselt, wenn Du ihm was erklären willst, dann hat er anscheinend gerade keine Lust auf Erklärungen. Falls er zuvor was gefragt hatte und während der Antwort irgendwas anderes erzählt, dann höre halt auf zu erklären. So wichtig war die Frage dann wohl doch nicht oder er wollte in dem Moment nur eine kurze Antwort und keine wissenschaftliche Abhandlung ;)

Mach Dir nicht so viel Stress. Dein Sohn ist 8. Das 1x1 kann er auch mit 10 oder 12 noch auswendig lernen, wenn er es wirklich braucht.
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Di 4. Feb 2020, 10:04

Meine3 hat geschrieben:

Hierzu sollen Sie die gemalten Eurostücke zweimal umranden, damit man sie später von den Centstücken unterscheiden kann. Aus irgendeinem Grund, der weder mir noch der Lehrerin klar ist, macht er das konsequent NICHT, obwohl ihm durchaus einleuchtet, warum er es so machen soll...



Das könnte an der Feinmotorik und Perfektionismus liegen. Kinder können keine pefekte Kreise malen, und dazu noch konzentrisch... Das sieht für seine Augen einfach hässlich aus. Ich finde die Forderung echt unsinnig, alle meine Kinder mussten für Euro ein Eurozeichensetzen, für Cent, ein C.
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Re: Fremdmotivation sinnlos/unerwünscht

Beitragvon Meine3 » Di 4. Feb 2020, 10:09

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:
Meine3 hat geschrieben:

Hierzu sollen Sie die gemalten Eurostücke zweimal umranden, damit man sie später von den Centstücken unterscheiden kann. Aus irgendeinem Grund, der weder mir noch der Lehrerin klar ist, macht er das konsequent NICHT, obwohl ihm durchaus einleuchtet, warum er es so machen soll...



Das könnte an der Feinmotorik und Perfektionismus liegen. Kinder können keine pefekte Kreise malen, und dazu noch konzentrisch... Das sieht für seine Augen einfach hässlich aus. Ich finde die Forderung echt unsinnig, alle meine Kinder mussten für Euro ein Eurozeichensetzen, für Cent, ein C.



Das ist auch eine Lösung (mit dem € und dem C). Allerdings löst es die Mathelehrerin eben wie oben beschrieben. Ich könnte meinem Kind aber vorschlagen, einfach das € dahinter zu setzen und abwarten, wie die Lehrerin das findet ;). Ja, wahrscheinlich liegt das am Perfektionismus gepaart mit seinem Defizit in der Feinmotorik. Aber dennoch reagiert ja nicht jedes Kind so und es gibt einige Kinder in der Klasse, die in Sachen Feinmotorik auf dem gleichen Stand sind wie mein Sohn.

Und auf der Feinmotorik wird bei ihm ja nur so "rumgehakt", weil es nicht zu seinen restlichen Fähigkeiten passt, nicht weil es absolut unterirdisch ist. Er liegt da im Durchschnitt.
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