Hallo

Einfach nur über sich und seine Kinder erzählen

Hallo

Beitragvon Minfu85 » Mo 29. Jun 2020, 20:02

Guten Abend :D ,
Ich bin auf dieses interessante Forum gestoßen und möchte uns kurz vorstellen. Mein Name ist Kathy und unsere Tochter heißt Madeleine und ist im Juni vier Jahre alt. Ich weiß nicht, ob bei ihr eine Hochbegabung aber sie ist ein ein besonderes und kluges Mädchen. Sie hat sich schon sehr früh , vor ihrem 1 Geburtstag für Farben interessiert und konnte sie auch recht schnell unterscheiden. Mittlerweile benennt sie auch ihre Abstufungen (hell und dunkel). Sie hat auch großen Spaß an Zahlen , abzählen, zusammen zählen und zählt von sich aus von 0-17 ( also ohne Hilfe). Und der Grund warum ich mich heute hier angemeldet habe, ist ein Erlebnis das wir heute hatten. Ich hatte verseh den falschen Schlüssel mit und wir haben im Hausflur auf die Oma gewartet. Sie fing an das Alphabet laut aufzusagen und suchte dazu die Buchstaben an den Briefkästen. Bei der Suche half ich ihr etwas, weil wir ziemlich viele haben. Das was mich zum Einen fasziniert war, dass sie bis zum Buchstaben "P" kam, was ich schon richtig beeindruckend finde, und zum anderen, dass sie trotz zwischenzeitlichen Suche (die ja auch etwas dauert), immer noch wusste wo sie war und sofort weiter aufzählte. Selbst ich bin nicht so schnell.
Sie ist allerdings ein Kind, dass erst sehr spät mit dem Sprechen angefangen hat und sie war auch immer schon mehr vorsichtig, als mutig. Als Baby hat sie nicht "gebrabbelt" oder nicht versucht Dinge nachzusprechen, sondern sie wollte , dass andere es tun und sie hat mit mit neugierigen Beobachtungen alle Erlebnisse in sich "hineingezogen'. Sie hat auch schon früh vieles verstanden, wenn man mit ihr geredet hat. Aber am Sprechen oder anstehenden Bewegungen hatte sie kein Interesse. Mittlerweile spricht sie sehr viel, aber braucht noch logopädische Unterstützung um einiges nachzuholen.
So, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick über unsere Situation vermitteln und freue mich auf die spannenden und informativen Beiträge, die ich hier finden werde.

Viele Grüße
Kathy :D :D
Minfu85
 
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Re: Hallo

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 29. Jun 2020, 20:29

Hallo,

es ist nicht so ungewöhnlich, dass man mit 4 Jahren das Alphabet lernen kann. Die Frage ist nur wie deine Tochter es gelernt hat. Wenn sie es alleine entschlossen hat, das wäre ungewöhnlich. Das gleiche gilt für Zahlen.
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Re: Hallo

Beitragvon Rabaukenmama » Di 30. Jun 2020, 14:37

Hallo Minfu85!

Herzlich willkommen hier! Unabhängig davon, ob deine Tochter hochbegabt ist oder nicht ist sie ein kluges Kind und du bist hier auf jeden Fall "richtig" :) .

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Hallo,

es ist nicht so ungewöhnlich, dass man mit 4 Jahren das Alphabet lernen kann. Die Frage ist nur wie deine Tochter es gelernt hat. Wenn sie es alleine entschlossen hat, das wäre ungewöhnlich. Das gleiche gilt für Zahlen.


Sehe ich auch so. Beim zählen lernen die meisten Kinder die Zahlen in der Reihenfolge auswendig wie ein Gedicht. Da gibt es dann Kinder, die mit 3 Jahren schon bis 200 zählen können, aber trotzdem keinen Zahlenbegriff haben. Wenn man sie z.B. fragt, welche Zahl vor 35 oder nach 71 kommt, oder ob 23 mehr oder weniger ist als 32, wissen sie es nicht. Auch wenn "bis 17 zählen können" bei einer 4jährigen nicht sehr beeindruckend wirkt, ist es das durchaus, wenn das Mädchen einen echten Zahlenbegriff damit verbindet.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Hallo

Beitragvon Meine3 » Di 30. Jun 2020, 19:51

Minfu85 hat geschrieben:Guten Abend :D ,
Ich bin auf dieses interessante Forum gestoßen und möchte uns kurz vorstellen. Mein Name ist Kathy und unsere Tochter heißt Madeleine und ist im Juni vier Jahre alt. Ich weiß nicht, ob bei ihr eine Hochbegabung aber sie ist ein ein besonderes und kluges Mädchen. Sie hat sich schon sehr früh , vor ihrem 1 Geburtstag für Farben interessiert und konnte sie auch recht schnell unterscheiden. Mittlerweile benennt sie auch ihre Abstufungen (hell und dunkel). Sie hat auch großen Spaß an Zahlen , abzählen, zusammen zählen und zählt von sich aus von 0-17 ( also ohne Hilfe). Und der Grund warum ich mich heute hier angemeldet habe, ist ein Erlebnis das wir heute hatten. Ich hatte verseh den falschen Schlüssel mit und wir haben im Hausflur auf die Oma gewartet. Sie fing an das Alphabet laut aufzusagen und suchte dazu die Buchstaben an den Briefkästen. Bei der Suche half ich ihr etwas, weil wir ziemlich viele haben. Das was mich zum Einen fasziniert war, dass sie bis zum Buchstaben "P" kam, was ich schon richtig beeindruckend finde, und zum anderen, dass sie trotz zwischenzeitlichen Suche (die ja auch etwas dauert), immer noch wusste wo sie war und sofort weiter aufzählte. Selbst ich bin nicht so schnell.
Sie ist allerdings ein Kind, dass erst sehr spät mit dem Sprechen angefangen hat und sie war auch immer schon mehr vorsichtig, als mutig. Als Baby hat sie nicht "gebrabbelt" oder nicht versucht Dinge nachzusprechen, sondern sie wollte , dass andere es tun und sie hat mit mit neugierigen Beobachtungen alle Erlebnisse in sich "hineingezogen'. Sie hat auch schon früh vieles verstanden, wenn man mit ihr geredet hat. Aber am Sprechen oder anstehenden Bewegungen hatte sie kein Interesse. Mittlerweile spricht sie sehr viel, aber braucht noch logopädische Unterstützung um einiges nachzuholen.
So, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick über unsere Situation vermitteln und freue mich auf die spannenden und informativen Beiträge, die ich hier finden werde.

Viele Grüße
Kathy :D :D


Hallo Kathy

herzlich willkommen hier im Forum. Nach deinen Beschreibungen ist deine Tochter fit und es ist schön, dass du stolz auf sie bist. Ob eine Hochbegabung vorliegt, zeigt immer nur ein Test.

Klar, es gibt die Kinder, bei denen einfach sehr, sehr früh ganz klar ist, dass man ein Ausnahmetalent vor sich hat. Aber DIESE hochbegabten "Wunderkinder" gibt es dann doch SEHR selten. Viele HBchen laufen ganz unscheinbar mit und fallen nur hie und da (eventuell auch nur den nächsten Verwandten) auf. Andere fallen erst ab der Grundschule auf oder danach. Hochbegabung ist schließlich nur ein ganz kleiner Teil der gesamten Persönlichkeit. Ist ein hochbegabtes Kind extrovertiert und braucht viel Anerkennung, wird es seine Fähigkeiten nach außen tragen und "präsentieren", ein schüchterneres Kinder mit den selben kognitiven Fähigkeiten, aber mit wenig Selbstbewusstsein und einem reichen Innenleben, dass sich oft selbst genug ist, wird seine Fähigkeiten nicht unbedingt zeigen...

Anders herum kann ein begabtes Kind (ohne "hoch") SEHR auffallen, wenn es den entsprechenden Charakter hat und gut gefördert wird.

Die ganzen Dinge, die du aufzählst, sind für mich jetzt nicht auffallend früh und eindeutige Hinweise auf eine HB, da es die eben ohnehin nicht wirklich gibt und auch das mit dem Buchstaben kennen so eine Sache ist:

Sie fing an das Alphabet laut aufzusagen und suchte dazu die Buchstaben an den Briefkästen. Bei der Suche half ich ihr etwas, weil wir ziemlich viele haben. Das was mich zum Einen fasziniert war, dass sie bis zum Buchstaben "P" kam, was ich schon richtig beeindruckend finde, und zum anderen, dass sie trotz zwischenzeitlichen Suche (die ja auch etwas dauert), immer noch wusste wo sie war und sofort weiter aufzählte. Selbst ich bin nicht so schnell.

Es gibt viele Kinder, die mit 4 bereits einzelne oder gar alle Buchstaben erkennen und ihren Namen schreiben. Hier schließe ich mich den Vorrednern an. Es geht eher darum, wie sie zu diesem Wissen gelangt ist. Hat sie sich die Buchstaben selbst beigebracht oder habt ihr das mit ihr geübt, weil sie Interesse hatte? In vielen Ländern fängt die Schule bereits mit 5 an, Vorschule mit 3 oder 4. Buchstaben rudimentär schreiben und ein bißchen lesen können in Spanien fast alle Kinder, wenn sie mit 5 in die 1. Klasse kommen. Das zeigt, dass Kinder in diesem Alter mit Anleitung keine Probleme haben, lesen oder schreiben zu lernen. Wenn ein Kind mit 4 das jedoch ohne große Hilfe von SICH AUS tut, dann ist das ungewöhnlich. Mein Sohn ist seines Zeichens höchstbegabt im sprachlichen Bereich und hat vor der Schule NICHT gelesen. Er wusste wies geht (das Prinzip des zusammenziehens) und er kannte viele Buchstaben, aber er hatte einfach keine "Lust" und wir haben immer nur das gefördert, was die Kinder gefördert haben wollten ;) . Nach Schulbeginn konnte er nach 2 Wochen lesen. In den Winterferien las er erste Bücher, die KEINE Erstleserbücher mehr waren. Momentan sind wir bei Harry Potter Band 2 (7,5 Jahre, Ende 1. Klasse). Das 1. hatte er nach 4 Tagen durch. Es geht also nicht immer nur darum wie früh ein Kind etwas lernt, um eine hohe Begabung festzustellen in diesem Bereich, sondern eher wie SCHNELL lernt das Kind in diesem Bereich.

Sie ist allerdings ein Kind, dass erst sehr spät mit dem Sprechen angefangen hat und sie war auch immer schon mehr vorsichtig, als mutig. Das heißt wiederum auch nicht, dass sie NICHT HB sein kann. Mein Sohn hat 1,5 Jahren 2 und 3-Wort Sätze gesprochen, aber noch viele "Eigenkreationen" dabei gehabt, mit 25 Monaten komplett korrekt gesprochen,inklusive Phonetik aller Buchstaben und Buchstabenkombinationen, Personalpronomen, Passivsätze, Zeiten. Alles. Ich habe erst nach meinen 3. Geburtstag angefangen zu sprechen, dann aber quasi innerhalb über Nacht grammatikalisch korrekt. Davor fast nichts. Gebrabbelt hab ich auch nie. Mein Sohn wie irre, schon sehr früh. Der hat mit 3-6 Monaten Laute von sich gegeben, die sich fast wie Wörter anhörten und manchmal hat er auch "ja" gesagt und ich hab mich gefragt ob der jetzt wirklich geantwortet hat :lol:. Mit 8-9 Monaten kamen tatsächlich erste "Wörter" (DA! (=) Ba! (Ball), Ja (=), Neineieneinei (nein), HallA! (Hallo!)).Ich war nur einfach Perfektionistin und hab gewartet, bis ichs richtig konnte, mein Sohn war schon immer sehr mitteilsam, der konnte da nicht abwarten, bis alles sitzt :mrgreen:. Ich kenne auch ein Kind, das jetzt 3,5 Jahre alt ist und anfängt zu schreiben und Buchstaben erkennt (ohne das je mit dem Kind geübt zu haben), malt wie andere mit 5, Türme gebaut hat, als meine die Bauklötze noch angelutscht hat :lol: und zudem einen hochbegabten Bruder hat, wodurch eine HB bei ihr ebenfalls nicht weit her geholt ist. Sie puzzelt auch unheimlich gut und baut Lego nach Anleitung schon seit kurz nach dem 3. Geburtstag. Aber beim sprechen ist sie auf dem Stand ihrer kleinen Schwester ( die wird bald 2...), wenn überhaupt... Sie spricht viel (schon immer), aber es ist unverständlich :|...

Fazit: um ganz ehrlich zu sein, finde ich deine Beschreibungen nicht extrem "auffällig" in Richtung Hochbegabung, aber das heißt nichts. Es gibt viel zu viele HBchen, die ganz unscheinbar daher kommen oder sin der Schule sogar Minderleister sind (Stichwort Underachievment) und ebenso viele "normal" begabte Kinder, die durch Fleiß und Motiviation, sowie gute Förderung sehr viel leisten können.

Auffällig ist es immer, wenn ein Kind in allen Bereichen sehr früh entwickelt ist und dieses Tempo beibehält und davon abgesehen auch einfach SEHR schnell lernt und Wissen schnell und quasi ohne "Anleitung" transferiert.

Aber ehrlich gesagt: ich finde es zwar immer wieder schön so kluge Kinder zu haben. Aber oft wünschte ich mir um ihretwillen, dass sie einfach nur stinknormal wären. Denn das mit der gleichaltrigen Peergroup ist als HBchen oft schwer.

Gruß

Meine3
Zuletzt geändert von Meine3 am Sa 4. Jul 2020, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Hallo

Beitragvon alibaba » Do 2. Jul 2020, 14:05

Moin Minfu85,

heute saß ich mit meiner nicht hb Tochter in der Nähe ihrer GS. Da haben wir gekaspert, ob sie nicht zurück wollte. Da lernt man dass 1+1 = 3 ist, sagte ich. Darauf meine nicht hb Tochter: Mama, dass 10+10 = 20 ist haben wir schon im Kindergarten gelernt. Gestern beobachtete ich die Nachbarskinder. 3-5 Jahre. Die zählten locker von 1-20 hoch und runter. Das Alphabet konnten die auch. Ohne Probleme ordneten die Buchstaben zu.

Was will ich damit sagen. Ich finde, dass dein Kind gut unterwegs ist. Ob dein Kind jetzt hochbegabt ist, kann und wird nur ein Test aufzeigen können. Tendenziell würde ich, bei dem was Du beschreibst, nicht augenscheinlich daran denken. Aber das muss nichts heißen. Da hat sich schon so manches Kind als sehr begabt heraus gestellt, obwohl es nicht ins klassische Raster passte (kann lesen, kann rechnen, kann schreiben bevor es in die Schule kommt).

Bei meinem Sohn fiel nicht auf, dass was er konnte, sondern wie er logisch schlussfolgerte. Er saß noch im Kinderwagen und las die Hausnummern ab. Und es war irgendwie erklärend immer die weitere Folge einer von mir erfolgten Erklärung logisch für ihn. Auch heute noch. Gerade vorhin sprachen wir über den Lehrer, den er im Mathe-LK bekommt. Ein Lehrer der nie richtig erklärt, immer nur Anfänge und der Rest nicht mehr. DAS ist aber genau richtig für meinen Sohn. Kurzes anreißen - kapiert - verstehe ich - leite mir den Rest logisch her - ohne weitere Erklärung. Um das wieder auf dein Kind zurück zu führen, zählen stand nie auf dem Programmplan meines Kindes. :mrgreen:

Mein begabter Sohn fällt also nicht auf durch das was er (ohne Kontakt mit dem Thema) kann, sondern immer mit dem was auf eine Erklärung des Themas (durch einen Erzieher, einen Lehrer, einen Professor) folgt. Besonders auffällig ist das in den naturwissenschaftlichen Fächern. Regelmäßig werden die Rechenwege meines Kindes der Klasse vorgestellt.

Von daher: zählen kann man locker lernen. Jedes gut unterstützte, nicht retardierte, Kind könnte das.

Ich gebe Euch als Ratschlag mit auf den Weg: bleibt dran. Unterstützt euer Kind weiterhin so prima. Schaut was es möchte, was es interessiert. Fächert das Angebot. Jetzt mit Corona vielleicht etwas eingeschränkt, aber ich würde nach VHS-Kursen schauen, in die Museen gehen (auch die bieten Kurse an), eventuell in die Musikschule, die Bibliotheken sind bei uns sehr gut aufgestellt mit tollen "Lese"-Angeboten und Kursen ……..

Euch wünsche ich gutes Gelingen.
alibaba
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