Neu hier und gleich mal ein Roman

Einfach nur über sich und seine Kinder erzählen

Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Meine3 » Fr 15. Mär 2019, 13:04

Karen hat geschrieben:Hallo Nora,
Ich kann nicht viel helfen, aber ein wenig erzählen wie es bei uns lauft, da manches sehr ähnlich ist und wir gleiche Fragen haben. Meine Tochter wird bald 6 und sie kommt in der 1 Klasse in August. Ich habe mal über sie schon hier geschrieben, aber es war vor 2 Jahren. Seit dem ist so einiges passiert. Momentan besucht sie auch das letzte Jahr Kindergarten und ist eher unglücklich. Wir sind aus der Schweiz - hier gibt es leider keinen freie Schulwahl und auch kein freie Kindergartenwahl, Kiga besuch ist Pflicht und für verpassen ohne Grund gibt es Folgen (inkl. finanziell und bis zu Anzeige). Auch alle Ausnahmen brauchen teilweise Jahre(!) bis sie bewilligt werden. Leider wurde ihre Kindergartengruppe in Sommer auseinandergenommen und dazu ist neue Kiga Lehrerin gekommen. Aus der letzten Kiga Gruppe waren es gerade 4 Kinder, und nur 1 der meine Tochter einigermassen zu ihre Freunden zählen konnte. Sie hat schon von Anfang an sich extrem angepasst - sie hat aufgehört schön zu malen, hat nicht mehr weiter gross entwickelt was lesen angeht (sie konnte mit 3.5 jahren einzelne Sätze lesen und schreiben, und seit dem ist nicht viel passiert, ausser dass sie schön schreiben kann wenn sie überhaupt das mal macht). Aber sie hat rechtes Sprung in Sozialverhalten gemacht. Sie ist immer noch überfordert mit grossen Gruppen, aber ich bin mir nicht mehr sicher ob ihr Sozialverhalten zu schlecht oder zu gut ist, oder beides gleichzeitig. Ihr Antwort für die Frage der Kindergärtnerin was sie gerne denn in Kiga machen würde war "anderen Helfen".
Rechnen hat sich weiter entwickelt, aber nicht so schnell wie vorher. Sie rechnet jetzt plus/minus 100, versteht aber Negative Zahlen kann in negativen und einfachen Bruchzahlen zahlen rechen, verwendet Begriffe wie Unendlich, usw. Aber alles nur bei guter Stimmung und wenn sie selber es will.
Ab Oktober hat sie angefangen sich über Langweile zu klagen - "alles ist gleich wie letztes Jahr, ich lerne nicht neues, ich will in der Schule, usw." Das tägliche Einnässen ist wieder schlimmer geworden, genauso wie ständige Beinweh und Bauchweh. Ich habe sie motiviert das selber ihre Kiga zu sagen was sie dann gemacht hat (sie ist sonst recht scheu und meldet sich fast nie), was mich sehr erstaunt hat, und es hat auch zweitweise geholfen. Ich habe ihr dann über Möglichkeit einer Abklärung gesagt und erklärt was da gemacht wird, und sie war unglaublich froh, motiviert und wollte sofort zu "so eine Ärztin" gehen. Ich war recht erstaunt und habe dann für sie ein Termin in privaten HB Praxis die hier recht bekannt reserviert. Die Abklärung wird dann innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden. Nach dem Terminvereinbarung, hatten wir noch ein Elterngespräch und das Thema langweile und Konzentrationsschwierigkeiten angesprochen. Die Kindergärtnerin hat auch gesehen dass meine Tochter sehr erfolgreich ihres Können versteckt und selber die Frage gestellt ob sie HB sein konnte. Sie hat eigentlich sehr gute Beziehung zu Kindergärtnerin, sie hat sie gern und Kindergärtnerin versucht glaube ich auch sie zu unterstützen. Aber sie ist alleine mit 20 Kindern - da gibt es grenzen was man machen kann, und die sind mir bewusst. Bei uns steht auch die Frage auch ob sie AD(H)S haben konnte. Sie ist oft so verstreut in Gedanken, lebt teilweise fast in Parallelwelt, verhaltet sich oft wie Kleinkind (alles in Mund ist auch ein Thema) ist anhänglich, unglaublich langsam am Morgen wenn sie ins Kiga muss. In vielem macht sie eher Rücktritte oder einfach keinen Vorschritt. Wie dein Sohn kann sie auch aggressiv sein (mit treten und spucken) aber zum Glück nur mir gegenüber. Früher hatten wir auch täglich stundenlangen schreianfällen, aber es ist jetzt fast vorbei (passiert höchstens ein mal in der Woche oder weniger).
Ich habe auch kein Antwort was ich machen soll. Wenn ich konnte, hätte ich wahrscheinlich meine Tochter einfach aus Kiga rausgenommen und mit ins Büro genommen (mit Auftrag was dort mitzuhelfen, was sie sehr gerne macht). Nach der Abklärung werden wir mit der Schule der Gespräch suchen um zu schauen was möglich ist damit sie in der 1 Klasse wieder in die gleiche Situation kommt - momentan freuet sie sich auf Schule, hat aber unrealistische Vorstellungen darüber. Sie macht übrigens Leistungssport aus eigenem Wunsch - und das scheint ihr zu gefallen, aber sie ist auch dort oft abgelenkt und ihre Bereitschafft sich anzustrengen ist eher begrenzt.



Hallo Karen,

mein Sohn hat auch "Rückschritte" gemacht, seit er emotional gestresst ist. Das ist auch ganz logisch. Da werden die Reserven woanders benötigt. Unser Sohn hat auch mit 2 das Alphabet aufgesagt und mit 3 seinen Namen geschrieben und angefangen Zahlen zu schreiben und zu rechnen (im Plus-Bereich) und bis 100 gezählt...

Dann hat er sich viel mit seinen "Spezialthemen" beschäftigt. Wölfe, Dinos, klassische Musik (der kannte jedes musikinstrument und wusste wie es klingt und so, hat Peter und den Wolf und die Zauberflöte bis zum Abwinken angehört... das war leider eine kurze Phase :mrgreen: ). In dieser Zeit war er relativ unkompliziert. Aufmerksamkeit hat er schon immer gebraucht, viel Energie hatte auch schon IMMER. Aber aggressives VErhalten und oder bocken, schmollen, schreien...DAs haben wir erst seit dem Kita-Wechsel.

Wäre er nun durchgängig emotional ausgeglichen gewesen, dann hätte er sich kognitiv sicherlich viel mehr entwickelt...Er hat regelrecht stagniert. Ist in vielen BEreichen auch in so eine Art "Kleinkindverhalten" zurück gefallen. Zum Glück nicht mit einnässen, das ist schon ein sehr deutlicher Rückschritt, aber eben mit "oraler Phase", trotzen, weinen und er hatte plötzlich auch viele Ängste.

Schule können wir uns auch nur begrenzt aussuchen. Man ist an den Wohnort gebunden und nur mit echt guten Argumenten darf man in eine andere Grundschule. Kindergarten darf man frei wählen... Aber wir mussten wechseln, da sonst die Fahrt zum alten Kindergarten jeden Morgen und Nachmittag ca. 30 Minuten (im besten Fall) - 1,5 Stunden gedauert hätte :schwitz: . Mit 3 Kindern ist das schon etwas, was man dann versucht zu vermeiden :cry: .

Du machst für dein Kind ja nun schon alles, was du kannst. Ihr geht jetzt zu der "Ärztin" und dann wird geschaut, warum sie sich so schwer tut im Kindergarten.

Ich habe nur festgestellt, dass einem die Diagnose auch nicht unbedingt weiterhilft :| ...Ich weiß jetzt warum er so ist, aber kann eigentlich die Situation dennoch nicht ändern...

Er ist, ich habe mich da jetzt sehr viel eingelesen speziell zum Thema ADHS UND Hochbegabung, recht sicher beides, da er aber beides mit dem jeweils anderen "kompensiert", bzw. versteckt, kam beides nicht eindeutig zu Tage. Der Psychologin, die wir hatten, ist das leider in diesem Umfang nicht aufgefallen. Sie hat korrekt beobachtet, ABER falsch interpretiert und demnach auch falsch gehandelt :cry: .

Bei euch kann es gut sein, dass sie auch "nur" hochbegabt ist oder "nur" AD(H)S hat, wenn ihr das Ergebnis habt, schreib hier auf jeden Fall nochmal, wenn es unklar ist oder ihr das Gefühl habt, es ist nicht stimmig. Manchmal bekommt man auch was unerfreuliches gesagt (ich fand es jetzt zum Beispiel weniger schön, dass er ADHS UND Hochbegabung aufweist. Nur eins davon wäre schon kompliziert genug) und "wehrt" sich auch erst einmal ein wenig dagegen oder sucht nach anderen Gründen... Aber manchmal passt der Schuh halt einfach ZU gut... Und dann muss man sich damit auseinandersetzen und das akzeptieren, zum Wohle des Kindes.

Es gibt auch gute und viele Informationen im Netz über das Thema, auch zu auf zwei oder dreifache Art "besonders" zu sein.... Auf Ärzte und Therapeuten kann man sich leider ja häufig nicht verlassen. Das ist schon Glückssache. Es ist eine nervenaufreibende Zeit bis zum "Ergebnis", auch die Zeit kurz nach "Diagnose"... Bei uns beruhigt sich so langsam alles (kopfkino-technisch :mrgreen: ), aber die Alltagsprobleme bestehen weiterhin, nur zum Glück DERZEIT ohne Aggressives Verhalten und viel Theater zu Hause.



Nun müssen wir schauen, wie wir "zurecht" kommen, ohne eindeutige Diagnose, ohne Gutachten.

Ich bin gespannt auf die Schule, habe große Sorgen. Aber versuche positiv zu denken....


Dir viel Kraft und gute Nerven mit deinem schlauen Mädchen.

Nora
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 15. Mär 2019, 13:31

Meine3 hat geschrieben:Ich habe nur festgestellt, dass einem die Diagnose auch nicht unbedingt weiterhilft :| ...Ich weiß jetzt warum er so ist, aber kann eigentlich die Situation dennoch nicht ändern...

Er ist, ich habe mich da jetzt sehr viel eingelesen speziell zum Thema ADHS UND Hochbegabung, recht sicher beides, da er aber beides mit dem jeweils anderen "kompensiert", bzw. versteckt, kam beides nicht eindeutig zu Tage. Der Psychologin, die wir hatten, ist das leider in diesem Umfang nicht aufgefallen. Sie hat korrekt beobachtet, ABER falsch interpretiert und demnach auch falsch gehandelt :cry: .

Bei euch kann es gut sein, dass sie auch "nur" hochbegabt ist oder "nur" AD(H)S hat, wenn ihr das Ergebnis hat, schreib hier auf jeden Fall nochmal, wenn es unklar ist. Es gibt auch gute und viele Informationen im Netz über das Thema. Auf Ärzte kann man sich leider ja häufig nicht verlassen. Es ist eine nervenaufreibende Zeit bis zum "Ergebnis", auch die Zeit kurz nach "Diagnose"... Bei uns beruhigt sich so langsam alles (kopfkino-technisch :mrgreen: ), aber die Alltagsprobleme bestehen weiterhin, nur zum Glück DERZEIT ohne Aggressives Verhalten und viel Theater zu Hause.

Nun müssen wir schauen, wie wir "zurecht" kommen, ohne eindeutige Diagnose, ohne Gutachten.


Naja, bei folgendem Punkt kann eine Diagnose sogar SEHR hilfreich sein:

Meine3 hat geschrieben:Schule können wir uns auch nur begrenzt aussuchen. Man ist an den Wohnort gebunden und nur mit echt guten Argumenten darf man in eine andere Grundschule.


Was würdest du tun, wenn dir auffällt, dass dein Kind immer wieder mal was übersieht, über was drüber stolpert, ein Verkehrszeichen am anderen Ende der Straße nicht erkennen kann...? Klar, du würdest mir ihm mal zum Augenarzt gehen! Und wenn der dann sagt: "Naja, ganz gut sieht das Kind nicht, aber auch nicht so ganz schlecht, lassen wir es einfach mal ohne Brille!"? Vermutlich würdest du erst mal heimgehen und in nächster Zeit weiter beobachten. Übersieht das Kind immer noch so viel? Kann es doch an den Augen liegen? Aber nein, wir waren ja schon beim Augenarzt, der hat keine Brille verschrieben, also wird es schon keine brauchen! Und wer weiß, wenn ich zu einem anderen Augenarzt gehe, sagt der vielleicht eh dasselbe. Also schauen wir, dass wir mal ohne eindeutige Diagnose zurecht kommen!

Das ist natürlich nur ein Vergleich ;) . Ob und wie viel Leidensdruck dein Kind bzw. seine Umgebung hat, weißt du selbst am besten! Aber sowohl ADHS als auch Autismus lassen sich heute klar diagnostizieren - man muss nur wissen, wo! Nur, weil man mal bei der falschen Person "gelandet" ist, ist nicht plötzlich die ursprüngliche Frage beantwortet bzw. das ursprüngliche Problem gelöst!

Wir hatten noch über 3 Jahre Leidensweg von der Fehldiagnose (wo Autismus und ADHS ausgeschlossen wurden) bis zum Beginn des 2. Diagnostik-Anlaufes. Und in der Zeit sind die ursprünglich eher harmlosen Probleme (Kind leckt anderes Kind am Arm, Kind räumt AUS, wenn es EINräumen heißt,...) wesentlich schlimmer geworden (Kind schmiert Fäkalien an die Wände, beschimpft andere, bewirft wildfremde Erwachsene am Strand mit nassem Schlamm, nässt und kotet permanent ein...). Dabei habe ich schon unmittelbar nach der erstens, falschen Diagnostik gewusst, dass diese KJP absolut unfähig ist - komischerweise habe ich aber trotzdem auf ihr Urteil bezüglich ADHS und Autismus vertraut - vermutlich weil es das war, was ich eigentlich hören hatte wollen!

Die Grundschule meines älteren Sohnes ist übrigens als I-Schule auf Kinder mir Wahrnehmungsstörungen "spezialisiert". Sprich: der Großteil der Kinder kommt ganz normal aus der Umgebung. Die I-Kinder werden hingegen mit Bussen aus den anderen Bezirken, wo so spezifische Schulen NICHT sind, in diese Schule gebracht. Die Klassen sind eher klein (20-25 Kinder), davon 2-3 I-Kinder, mit doppelter Besetzung: eine GrundschullehrerIn und eine SonderschulpädagogIn. Insgesamt besuchen ca. 30 I-Kinder die Schule, davon wird der Großteil nach ganz normalem Grundschullehrplan beschult. Und ALLE Kinder, die als I-Kinder geführt werden, haben natürlich Diagnosen, sonst hätten sie die Möglichkeit, diese Schule zu besuchen, nicht!
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Meine3 » Fr 15. Mär 2019, 15:02

Naja, bei folgendem Punkt kann eine Diagnose sogar SEHR hilfreich sein:


:fahne: das habe ich nicht auf eine klare Diagnose bezogen, sondern auf die Diagnostik an sich. Vielleicht ungenau ausgedrückt meinerseits (war in Eile). Wir haben das jetzt alles durch und sind auch nicht "schlauer" als vorher...Das ist ja das, was mich frustriert. Und bei Euch wars ja auch ersmtal so!



Was würdest du tun, wenn dir auffällt, dass dein Kind immer wieder mal was übersieht, über was drüber stolpert, ein Verkehrszeichen am anderen Ende der Straße nicht erkennen kann...? Klar, du würdest mir ihm mal zum Augenarzt gehen! Und wenn der dann sagt: "Naja, ganz gut sieht das Kind nicht, aber auch nicht so ganz schlecht, lassen wir es einfach mal ohne Brille!"? Vermutlich würdest du erst mal heimgehen und in nächster Zeit weiter beobachten. Übersieht das Kind immer noch so viel? Kann es doch an den Augen liegen? Aber nein, wir waren ja schon beim Augenarzt, der hat keine Brille verschrieben, also wird es schon keine brauchen! Und wer weiß, wenn ich zu einem anderen Augenarzt gehe, sagt der vielleicht eh dasselbe. Also schauen wir, dass wir mal ohne eindeutige Diagnose zurecht kommen!


Erstmal schon! Warum? Bei meinem Sohn hat die Diagnostik das "Sehproblem" ;) ja erstmal verschlimmert. Und er hat während der Diagnostik das stottern angefangen. Jetzt bessert es sich grade....Dass ich da nicht gleich zum nächsten "Augenarzt" renne und das erstmal sacken lasse und beobachte, ist doch eigentlich nachvollziehbar. Frustrierend ist es im Hinblick auf die Zukunft. Zu wissen, dass wir den ganzen Mist dann nochmal machen müssen :cry: ...Und da wahrscheinlich nicht drum rum kommen.

Das ist natürlich nur ein Vergleich ;) . Ob und wie viel Leidensdruck dein Kind bzw. seine Umgebung hat, weißt du selbst am besten! Aber sowohl ADHS als auch Autismus lassen sich heute klar diagnostizieren - man muss nur wissen, wo! Nur, weil man mal bei der falschen Person "gelandet" ist, ist nicht plötzlich die ursprüngliche Frage beantwortet bzw. das ursprüngliche Problem gelöst!


Im Moment, wie gesagt, bessert es sich (aggressives Verhalten kommt im Kiga so gut wie nicht mehr vor, wild sein und "stören" schon noch). Das stottern ist da. Aber es gibt Tage, da stottert er fast garnicht, dann wieder sehr viel. Dass durch die Diagnose, das "Problem" nicht "verschwindet", genau darauf wollte ich hinaus. Und wenn du auch noch ne falsche Diagnose hast oder keine eindeutig hast, DANN geht es ja sogar grade so weiter...Und geholfen wird einem nicht.

Wir hatten noch über 3 Jahre Leidensweg von der Fehldiagnose (wo Autismus und ADHS ausgeschlossen wurden) bis zum Beginn des 2. Diagnostik-Anlaufes. Und in der Zeit sind die ursprünglich eher harmlosen Probleme (Kind leckt anderes Kind am Arm, Kind räumt AUS, wenn es EINräumen heißt,...) wesentlich schlimmer geworden (Kind schmiert Fäkalien an die Wände, beschimpft andere, bewirft wildfremde Erwachsene am Strand mit nassem Schlamm, nässt und kotet permanent ein...). Dabei habe ich schon unmittelbar nach der erstens, falschen Diagnostik gewusst, dass diese KJP absolut unfähig ist - komischerweise habe ich aber trotzdem auf ihr Urteil bezüglich ADHS und Autismus vertraut - vermutlich weil es das war, was ich eigentlich hören hatte wollen!


Das tut mir leid und ich hoffe natürlich, dass es bei unserem Sohn nicht so weit komm, dass er mit Kot um sich wirft (zutrauen würde ich es ihm im Extremfall durchaus). Ich kann mir denken, dass es auf eine seltsame Art "erleichternd" ist, wenn man dann, nach langem Leidensweg weiß, WARUM das Kind so "anders" ist. Auch wenn es dadurch nicht plötzlich normal wird! Man hat etwas in der Hand, kann dem Kind einen Namen geben, bekommt Hilfe...
Ich habe mich auch erstmal gegen das ADHS-Problem gewehrt :oops: , ist ja auch doof und eben bei ihm jetzt nicht so krass, dass es schon immer "eindeutig" in die Richtung ging. Aber ich war diejenige, die darauf bestand, dass die ADHS-Diagnostik mitgemacht wird... Also ich habe schon "gespürt", dass der Schuh passen könnte :cry: . Für die Erzieher stand das gar nicht im Raum, die haben immer nur auf seine kognitiven Fähigkeiten gepocht und mehr oder weniger alles darauf geschoben.... Die eine meinte wörtlich:" ich hab mit vielen ADHS-Kindern zusammen gearbeitet, dass sehe ich bei ihm nicht. Aber ich fresse einen Besen, wenn er nicht hochbegabt ist."

Gegen die Diagnose "teilweise" hochbegabt habe ich mich erst mal nicht gewehrt und sie hat mich auch nicht gewundert. Das mein Kind sehr klug ist, habe ich schon vorher gewusst, aber ich maßte mir nicht an zu behaupten, er sei hb...Auch "nur" (sehr) begabte Kinder fallen in entsprechendem Umfeld SEHR auf... Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass sie da einiges nicht korrekt interpretiert hat, bzw. den Test eventuell sogar hätte abbrechen müssen... Auch durch die Gespräche mit Euch allen hier. Nicht nur, aber auch. Die Diskrepanz zwischen dem höchsten und niedrigsten Wert ist schon sehr krass und sogar bei Wiki kann man zum Wechslertest nachlesen, dass bei einer Diskrepanz von über 23 Punkten (bei uns mal gleich das doppelte!) besser der AFI ermittelt werden sollte und auch das mit der ADHS-Symptomatik wird da, glaub ich angesprochen (wenn ich es jetzt nicht mit ner anderen Internetseite durcheinanderwürfel).

Abgesehen davon erwähnte sie nebenbei, dass der Test ja eigentlich für Schulkinder gedacht sei. Aha :| .Somit fand ich dann das Ergebnis "Ist nicht aussagekräftig", da er halt nicht immer motiviert war und dadurch Testergebnis inhomogen ist :|, nicht sooo zufriedenstellend. Aber vieles muss sich auch erstmal "setzen".

]Die Grundschule meines älteren Sohnes ist übrigens als I-Schule auf Kinder mir Wahrnehmungsstörungen "spezialisiert". Sprich: der Großteil der Kinder kommt ganz normal aus der Umgebung. Die I-Kinder werden hingegen mit Bussen aus den anderen Bezirken, wo so spezifische Schulen NICHT sind, in diese Schule gebracht. Die Klassen sind eher klein (20-25 Kinder), davon 2-3 I-Kinder, mit doppelter Besetzung: eine GrundschullehrerIn und eine SonderschulpädagogIn. Insgesamt besuchen ca. 30 I-Kinder die Schule, davon wird der Großteil nach ganz normalem Grundschullehrplan beschult. Und ALLE Kinder, die als I-Kinder geführt werden, haben natürlich Diagnosen, sonst hätten sie die Möglichkeit, diese Schule zu besuchen, nicht!


Ganz ehrlich: in der "Sonderschule" sehe ich ihn nicht wirklich. Es gibt hier Schule mit dem Schwerpunkt Inklusion. Und ich hab sie mir auch angeschaut. Ich fand die auch toll. Aber inklusiv ist dort leider relativ. Es sind kaum noch "normale" Kinder dort (weiß ich von jemandem, der dort Lehrer war)...Ich weiß gar nicht ob es für J. so dolle wäre, in einer Klasse zu sitzen wo nur so Kandidaten wie er sind :gruebel: ... WENN es jedoch in der Regelschule zu massiven Problemen kommen sollte, DANN haben wir natürlich das Problem nichts in der Hand zu haben und -DANN geht der ganze Mist von vorne los.



Ich wollte also überhaupt nicht darauf hinaus, dass eine Diagnose unnötig ist! Im Gegenteil. Ich wollte darauf hinaus, dass die Diagnose, die man bekommt, nicht immer korrekt und somit hilfreich ist oder auch nicht immer das ist, was man hören will....Nur weil man dann die Diagnostik gemacht hat, ist das Problem nicht weg. Nur weil man bei einem vermeintlichen FAchmann war, heißt das nicht, dass das Ergebnis in Stein gemeißelt und auf jeden Fall das Ende der "Diagnostik"-Reise ist...


Lieebe Grüße, Nora
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Koschka » Fr 15. Mär 2019, 15:28

Wir haben auch Verdacht Richtung ADHS, und wie bei euch waren mit 6-7 die Konzentrationstests an der Grenze. ABER im Gegensatz zu ADHS Kindern, die ich kenne, brachte mein Sohn seine Spiele und später die Aufgaben fast immer zu Ende. Auch die, die ihm vom außen aufgerbummt worden sind. Er hatte schon immer einen sehr hohen Bewegungsdrang, und saß ungerne stil, aber es kamen nie Beschwerden aus der Schule, dass er im Unterricht quatscht, rumläuft oder rumhüpft. Er leidet immer noch, dass seine Konzentrazion nicht zu seiner Intelligenz passt. Er hat Schwierigkeiten seine Gedanken in klarer gut strukturierter Sprache zu wiedergeben, sowohl mündlich als schriftlich. Aber es ist kein ADHS. Mehr darüber gibt es im Buch:

https://www.amazon.de/Doppeldiagnosen-F ... ldiagnosen
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 15. Mär 2019, 16:00

Koschka hat geschrieben:Wir haben auch Verdacht Richtung ADHS, und wie bei euch waren mit 6-7 die Konzentrationstests an der Grenze. ABER im Gegensatz zu ADHS Kindern, die ich kenne, brachte mein Sohn seine Spiele und später die Aufgaben fast immer zu Ende. Auch die, die ihm vom außen aufgerbummt worden sind. Er hatte schon immer einen sehr hohen Bewegungsdrang, und saß ungerne stil, aber es kamen nie Beschwerden aus der Schule, dass er im Unterricht quatscht, rumläuft oder rumhüpft. Er leidet immer noch, dass seine Konzentrazion nicht zu seiner Intelligenz passt. Er hat Schwierigkeiten seine Gedanken in klarer gut strukturierter Sprache zu wiedergeben, sowohl mündlich als schriftlich. Aber es ist kein ADHS.


Als mittlerweile Erwachsene ADHSlerin kann ich sagen, dass man in Kombi mit Hochbegabung lernt, mit den Einschränkungen so umzugehen, dass es niemand mehr merkt. Ich kann mich bis heute nur max. 10-15min am Stück konzentrieren. Aber das merkt keiner, da habe ich meine Strategien.

Ich könnte übrigens schon immer Dinge, die mich interessiert haben, sehr intensiv verfolgen. Da ich in der Zeit, wo die Konzentration da ist, deutlich schneller und intensiver arbeite als die meisten, fällt nie auf, wenn ich 3min Regenerationspause mache, während ich so tue, als wäre ich voll konzentriert ;) .

Mein Hauptproblem mit meiner ADHS war daher nie die Konzentration, sondern vielmehr die geringe Impulskontrolle, die einerseits meine sozialen Kontakte massiv erschwert (wer will mit wem Tischtennis spielen, der Schläger wirft, wenn er verliert?) und mir andererseits immer Schwierigkeiten mit den Lehrern und Mitschülern bereitet hat.

Ich denke ADHS in Kombi mit Hochbegabung äußert sich anders als bei durchschnittlich begabten Kindern. Selbst in der höheren Schule, wo ich gewaltige Probleme hatte (wegen zu wenig lernen) hatte ich z.B. in Mathe (wo es nur ums verstehen gegangen ist) genug Konzentration für positive Noten.
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Koschka » Fr 15. Mär 2019, 16:26

@Rabaukenmama

Hast du versucht im Erwachsenenalter MPH nehmen? Wenn ja, würde mich sehr interessieren wie du dich dabei gefühlt hast.
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 15. Mär 2019, 17:23

Koschka hat geschrieben:@Rabaukenmama

Hast du versucht im Erwachsenenalter MPH nehmen? Wenn ja, würde mich sehr interessieren wie du dich dabei gefühlt hast.


Nein, habe ich nicht probiert. Ich habe aber neulich eine erwachsene Frau kennengelernt, die erst mit über 30 ihre ADHS-Diagnose bekommen hat, und MPH probiert hat. Sie beschrieb es als AHA-Erlebnis und dass sie noch nie so klar im Kopf war! Sie hat es dann 1/2 Jahr regelmäßig genommen, dann nur noch "bei Bedarf" (bei unretardiertem Ritalin ja problemlos möglich) und schließlich wieder komplett abgesetzt. Warum? Weil sie meinte, mit der Zeit selbst gelernt zu haben, ihre Gedanken anders zu sortieren und weil sie jetzt OHNE Ritalin teilweise dieselbe Klarheit im Kopf erreichen kann, wie sie erst durch das Ritalin kennengelernt hat.

Ich habe damals ernsthaft selbst überlegt, es auch auszuprobieren. Aber ich hatte ja keine offizielle Diagnose. Als ich mit meinem Sohn zur ADHS-Abklärung beim KJP war, sprach mich der gleich an, ob ich selbst auch an mir ADHS-Sypmtome zu bemerken glaube. Ich habe bejaht, und er meinte, es sei "sehr warhscheinlich" dass ich auch betroffen bin. Naja, ich bin mir eigentlich seit über 10 Jahren sicher. Damals hatte der ältere Sohn meines Mannes die ADHS-Diagnose und ich habe sehr viel dazu gelesen. Vor allem, was bei ADHS-Kindern auffällig ist und das war exakt 1:1 meine Kindheit beschrieben...

Theoretisch könnte ich jetzt zum KJP spazieren und fragen, ob ich auch mal Ritalin ausprobieren kann. Aber ich habe keinen Leidensdruck. Was sollte ich mit MPH bei mir erreichen wollen? Es wäre schlichtweg nur ein Experiment. Und - so blöd das klingt - irgendwie macht es mir Angst! Ich bin 47 Jahre alt und kann mich nicht erinnern, jemals klar im Kopf gewesen zu sein. Mein Chaos im Kopf bin ich gewohnt, da habe ich Strategien. Dass ich lebhaft und etwas "zappelig" bin merkt jeder, aber niemand sieht darin ein Problem.
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 15. Mär 2019, 17:41

Meine3 hat geschrieben:
]Die Grundschule meines älteren Sohnes ist übrigens als I-Schule auf Kinder mir Wahrnehmungsstörungen "spezialisiert". Sprich: der Großteil der Kinder kommt ganz normal aus der Umgebung. Die I-Kinder werden hingegen mit Bussen aus den anderen Bezirken, wo so spezifische Schulen NICHT sind, in diese Schule gebracht. Die Klassen sind eher klein (20-25 Kinder), davon 2-3 I-Kinder, mit doppelter Besetzung: eine GrundschullehrerIn und eine SonderschulpädagogIn. Insgesamt besuchen ca. 30 I-Kinder die Schule, davon wird der Großteil nach ganz normalem Grundschullehrplan beschult. Und ALLE Kinder, die als I-Kinder geführt werden, haben natürlich Diagnosen, sonst hätten sie die Möglichkeit, diese Schule zu besuchen, nicht!


Ganz ehrlich: in der "Sonderschule" sehe ich ihn nicht wirklich. Es gibt hier Schule mit dem Schwerpunkt Inklusion. Und ich hab sie mir auch angeschaut. Ich fand die auch toll. Aber inklusiv ist dort leider relativ. Es sind kaum noch "normale" Kinder dort (weiß ich von jemandem, der dort Lehrer war)...Ich weiß gar nicht ob es für J. so dolle wäre, in einer Klasse zu sitzen wo nur so Kandidaten wie er sind :gruebel: ... WENN es jedoch in der Regelschule zu massiven Problemen kommen sollte, DANN haben wir natürlich das Problem nichts in der Hand zu haben und -DANN geht der ganze Mist von vorne los.


Du hast was missverstanden. Ich habe nicht geschrieben, dass dein Sohn in eine SONDERschule gehen soll, sondern einfach aufgezeigt, dass es (echte) I-Schulen gibt! Dort sind die Lehrer ausgebildet und darauf vorbereitet, auch mit nicht ganz regelkonformen Kindern zurecht zu kommen.

Eine Schule, wo kaum noch neurotypische Kinder sind, IST keine I-Schule! I-Schule ist zum Beispiel in der Klasse meines älteren Sohnes 21 NT-Kinder und 2 I-Kinder. Und wenn du in die Klasse reingehst, weißt du nicht mal, welches der Kinder den I-Status hat (ich weiß es bis heute nicht, weil es mir egal ist)!

Diese "Förderschulen" mit den Schwerpunkten, wie es sie in Deutschland gibt, sind mehr ehrlich gesagt ziemlich suspekt. Mit Inklusion hat das genau NULL zu tun.

Tatsächlich ist völlig egal, was auf der Schule außen draufsteht. Es steht und fällt ohnehin alles mit der Lehrperson. So gesehen macht es Sinn, sich bei den in Frage kommenden Grundschulen mal die Lehrer anzuschauen, die im Einschulungsjahr deines Sohnes eine erste Klasse übernehmen werden. Und wenn es möglich ist, zu intervenieren, damit dein Sohn zu einer Lehrperson kommt, die gut differenzieren kann, dann würde ich das tun.
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Karen » Sa 16. Mär 2019, 00:30

Mir ist völlig klar dass Diagnose nicht der Ende der Geschichte bedeutet aber für uns der Anfang. Und wie ihr hoffen wir auf klarheit (egal welche richtung, HB, ADS oder beides). Wir machen es privat, auf eigene Kosten in einer Praxis dass auf HB spezialisiert ist und bei uns Landesbekannt. Ob das hilft - weiss ich nicht. Aber von die Schulpsychologen die ich kenne, erwarte ich nicht viel. Mir ist auch bewusst dass wir sehr begrenzt sind was möglichkeiten angeht (privaten schulen kosten über 20000 pro Jahr was wir nicht leisten können), in regelschulen ist spielraum sehr begrenzt. Aber mit klarem Ergebnis hätten wir begrenzte möglichkeiten zu beeinflussen zu welchen Lehrerin die Tochter kommt und eventuell das sie bei der 2 klasse mitmachen könnte (2-jahrgangklassen bei uns). Mit unklarem ergebnis - eventuell auch wenn wir nachweisen konnten dass ich bestimmten bereichen die Tochter auffällt. Und ich habe gefühl das seit dem Moment dass meine Tochter verstanden hat dass wir wissen das ihr langweilig ist und sie darunter leidet und sie erst nehmen, mit Kiga darüber reden, das seit dem Moment ihr besser geht. Ich hoffe einfach dass die Testung eher spannend sein wird, als langweil und sie mitmacht. Ich werde nächsten Wochen darüber berichten wie es gelaufen ist and was der Ergebnis war.
Ich freue mir sehr zu lesen dass bei euch die Situation langsam besser wird.
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Re: Neu hier und gleich mal ein Roman

Beitragvon Karen » Sa 16. Mär 2019, 00:55

Noch über ADHS bei erwachsenen... Bei uns in der Familie niemand ist abgeklärt aber seit ich mich sehr mit ADHS, Asperger und HB auseinander gesetzt habe, hatte ich meine Verdacht. Es ist aber sehr offensichtlich für die Familie und seine Arbeitskollegen dass mein Vater HB ist. Er hat mich aber vor kurzem vor sich aus angesprochen dass er sicher ist dass er asperger ist. Ich habe ihm dann erste mal auch mein Verhdacht geäussert (wir kommen aus Ausland, meine Eltern leben noch dort, die Schwelle zum Psychologen zu gehen ist enorm gross, und Angst von Diagnosen sowieso, also wird er es nie abklären,er braucht es auch nicht, es ist nur Interesse. Die Geständnis hat mich aber überrascht). Ich selber habe noch nie im Leben ein IQ test gemacht, bin aber klare überfliegerin, obwohl erst ab der Uni zeiten. Vorher habe ich die Schule verträumt und mich in Hobbies austobt. Die erste mal gelernt habe ich für Abitur (unseren equivalent davon). Ich kann aber auch nur kurz konzentrieren - brauche immer mal wieder kurze Pausen. Ich kann auch nicht an einem Projekt arbeiten - ich brauche 3-4 Sachen die ich gleichzeitig bearbeiten muss - da komme ich viel weiter. Viele gute Ideen und lösungen finde ich wenn ich gerade nicht auf das Problem fokusiert bin aber mit was anderes beschäftigt. Die Lösungen finde ich oft in unbewusstsein, in der Nacht, oder in einer Sitzung dassganz andere Thema hat. Ich brauche ablenkung um weiter zu kommen. Ich finde es recht spannend seit mir es bewusst ist... Ob das auf ADS oder sonst was zeigt, weiss ich nicht, aber möglich wäre es. Also genetisch gesehen, könnte meine Tochter alles mögliche geerbt haben.
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