Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Einfach nur über sich und seine Kinder erzählen

Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Laelia » Mi 4. Sep 2019, 19:15

Hallo,

ich bin eine alleinerziehende Mama (31 Jahre) mit 2 wilden Jungs (beide demnächst 3 Jahre alt). Von Beruf bin ich Kinderpflegerin, und arbeite mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren. Trotzdem bin ich, was die Entwicklung meiner eigenen Kinder angeht, sehr unsicher.

Die beiden waren in meinen Augen schon als Babys mit allem sehr früh dran. Mit 4 Wochen, haben sie sich das erste mal gedreht. Leider hat es mir keiner geglaubt. Zumindest, bis die Hebamme es mit eigenen Augen sah. Mit 6 Monaten Krabbeln, mit 10 Monaten lief der erste, mit 11 dann der zweite. Mit 9 Monaten kam das erste Wort. Mit 18 Monaten haben sie schon kleine Sätze gebildet.
Noch bevor sie 2 Jahre alt wurden, konnten sie merstrophige Lieder und Gedichte auswendig. Alle ihre Kinderbücher, konnten sie auswendig "mitlesen", und sie kannten viele verschiedene
Planzen- und Tierarten. Auf Spielplätzen, sind wir immer aufgefallen, weil sie motorisch viel weiter sind als ihre Altersgenossen. Die Bücher, die wir derzeit lesen, sind meistens für Schulkinder geeignet. Beide sind sehr wissbegierig und es entstehen immer mehr Situationen, die ich einfach auffällig finde. Mit 18 Monaten fing das Thema "Feuerwehr" bei den beiden an. Sie sind da toal hängen geblieben und es hat sie sehr lange beschäftig, Jetzt sind es "Dinosauerier" und komischerweise auch "Getreide". Als einer der beiden kürzlich, sein Dinoheft zerschnitt (eine Seite), war ich erstmal sehr irritiert. Sie haben noch nie ihre Bücher kaputt gemacht. Ich sagte ihm, dass wir so nicht mehr darin lensen können. Seine Antwort: Ja, aber der Tyrannosaurus ist schon lange tot, deswegen muss ich ihn rausschneiden. Neulich, saßen wir zusammen im Auto und hörten Radio. Es kam ein spanisches Lied. Der eine lacht und sagt zum anderen:" Hör mal, so ein Quatsch, dieses Lied". Der andere daraufhin: "Nein, das ist kein Quatsch, sondern nur eine andere Sprache". Beide:"Mama, was ist das für eine Sprache?". Sie möchten auch gerne Englisch lernen, und fragen ständig nach Worten und Liedern.
Vor kurzem war es auch so, dass die beiden "Dinosaurier" gespielt haben. Der eine, war der Dino und hat dementsprechend, Geräusche und Bewegungen gemacht. Und zwar so, dass der andere plötzlich Ansgst bekam. Er beruhigte dann seinen Bruder in dem er sagte: "Ich bin es doch nur, dein Bruder!" "Ich bin doch kein echter Dinosaurier, sondern nur dein Bruder und habe dich sehr lieb". Sie haben sich dann gegenseitig in den Arm genommen und etwas anderes gespielt.
In einer anderen Situation, saßen sie am Tisch und haben angefangen Silben zu trennen. Und zwar richtig. Auch bei sehr langen Worten wie z.B. "Krankenhaus"

Ich finde das alles sehr weit. Trotzdem bin ich mir unsicher, ob das jetzt wirklich überdurchschnittlich ist. Die meisten sagen, dass es normal sei und ihre Kinder auch so sind. Ich kann das zwar, bei den gleichaltrigen Kindern, die ich betreue nicht so sehn, aber wer weiß....
Vllt, will ich es ja nicht sehn. Vllt interpretiere ich zu viel in das Verhalten meiner Kinder hinein. Auch der Kinderarzt, hat da kein offenes Ohr. Er möchte nur wissen ob sie das, was sie altersgemäß können müssen, können. Und das wars. Mehr ist dann nicht mehr wichtig.
Sie sind auch keine Überflieger, was Zahlen und Buchstaben angeht. Sie können zwar, seit sie 2 sind, Dinge abzählen (bis 10) und seit 2 Wochen interessieren sie sich für das ABC und können es mittlerweile auch (also Buchstaben erkennen), aber.. mehr auch nicht. Und es ist auch nicht so, dass sie sich ständig damit beschäftigen möchten.

Ich frage mich also, ob es richtig ist, sich Gedanken über eine überdurchschnittliche Intelligenz meiner Kinder zu machen oder ob nicht. Daher habe ich ich in diesem Forum angemeldet. Vllt bekomme ich etwas Klarheit dadurch.

Danke und liebe Grüße
Laelia
 
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Koschka » Do 5. Sep 2019, 09:58

Hallo,

Deine Jungs sind goldig. Alles zusammen, dass man motorisch fit, geistig weit, verspielt und mitfühlend ist, kommt nur sehr, sehr, sehr selten vor. Deine Jungs sind mit sehr hoher Wahrscheinlchkeit hochbegabt. Dass die hochbegabten Kinder sind unbedingt für die Zahlen oder Buchstaben interessieren müssen, ist ein Vorurteil. Alle meine Kinder haben erst in der Schule lesen gelernt.

Wer behauptet, alle können mit 10 Monaten laufen und mit 3 Jahren Silber trennen, schwindelt.

Liebe Grüße
Koschka
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Meine3 » Do 5. Sep 2019, 12:58

Hallo Laelia,

Herzlich willkommen hier!

deine Kinder sind, wie du schon selbst festgestellt hast, weiter als der Durchschnitt ;) . So viel steht fest. Sie ähneln der frühkindlichen Entwicklung sehr meinen Kindern (ich habe 3).

Du brauchst deswegen aber nicht unsicher sein. Ich habe bei all meinen Kindern sehr früh gemerkt, dass sie "anders", bzw. "wacher" und fitter sind als die meisten anderen Kinder. Für mich war es aber "normal", dass meine Kinder schon Dinge konnten, die sonst erst Kinder können, die 1-3 Jahre älter sind.

Es wurde erst ein Problem, als mein Sohn nach Umzug und Kindergartenwechsel im Kiga anfing verhaltensauffällig zu werden und erst dann, nachdem ich auch mehrfach sehr vehement (jedoch durchaus nicht das 1. Mal) auf die weite kognitive Entwicklung angesprochen wurde und die Erzieherinnen einen Zusammenhang zwischen dem schwierigen Sozialverhalten und der überdurchschnittlichen Intelligenz sahen und mich um eine psychologische Diagnostik baten (auch hinsichtlich der Einschulung), sind wir der Sache auf den Grund gegangen.

Mit einem eher unklaren Ergebnis. Fest steht, dass meine Kinder überdurchschnittlich begabt sind. Dazu hätte ich aber auch keinen Test gebraucht ;) . Mein Sohn ist recht sicher hochbegabt, hat dies aber nur teilweise im Test gezeigt (dann aber recht eindeutig ;) ). Ich wurde hier und auch beim DghK (informier dich mal! ich kann die Elterntreffs sehr empfehlen, vor allem wenn man grade in das Thema "einsteigt") trotzdem sehr herzlich empfangen. Bei meiner Jüngsten habe ich das Gefühl, dass sie den Großen fast noch "überholt"... Sie fängt mit 2 grade an Buchstaben und Zahlen zu erkennen und sie auch schreiben zu wollen und interessiert sich für englisch (kann auch einige Worte, die sie sich vom Urlaub gemerkt hat). Die Mittlere ist vom Eindruck her ähnlich begabt wie ihr großer Bruder, aber ganz anders gelagert.

Der Test zeigt im Kleinkind- und Vorschulalter lediglich das, was das Kind bereit ist zu zeigen und das ist sehr abhängig vom Charakter, der Tagesform, etc und nicht nur vom Intellekt.

Übrigens fallen auch "nur" überdurschnittlich begabte Kinder (IQ 115-129) durchaus schon sehr auf, wenn sie ihre Interessen sehr nach außen tragen und das ihnen gegebene Potenzial gut ausschöpfen, u.U. sogar mehr als das ein oder andere hochbegabte, schüchterne Kind...

Mein Sohn hat übrigens lesen gelernt ohne alle Buchstaben zu kennen ;) (er mag schreiben und Geschriebenes bisher nicht, bzw. interessiert sich nicht dafür es zu können, er hat auch Angst, dass ihm in der Schule langweilig wird, wenn er es vorher schon kann, so seine Aussage Anfang des letzten Kigajahres) und rechnete die 4 Grundrechenarten, teilweise auch auf recht hohem Niveau, ohne Zahlen im 3stelligen Bereich lesen zu können (mit Ende 5). Er macht alles "im Kopf", dies aber recht mühelos, ohne wirklich "zu lernen". Jetzt lernt er grade große Zahlen lesen, weil er neuerdings unheimlich gerne Quartett spielt und beim Flugzeug-Quartett die Zahlen halt in den 1000 000er Bereich gehen :lol: . Also alles auch eine Frage des Interesses...Wie sich eine Hochbegabung zeigt, ist also sehr unterschiedlich.

Das Bild der hochbegabten 4jährigen, die Klavier spielt wie Mozart, das ist ein Klischee. Natürlich gibt es diese Hochleister, die auch durch das Elternhaus sehr "gefördert" werden. Aber der "normale" Hochbegabte ;) muss erstmal garnicht unbedingt als Genie auffallen.


Du musst nichts weiter tun oder handeln. Beobachte deine Kinder einfach weiter, gehe auf ihre Wissbegierde ein, gib nichts auf Altersempfehlungen und erfreue dich an deinen klugen Burschen!

Bis bald hier im Forum

Meine 3 mit Sohn (fast 7 und kurz vor Einschulung), mittlerer Tochter (5;2 Jahre) und Nesthäckchen (2;7 Jahre)

NACHTRAG: ich möchte noch hinzufügen, dass meine Kinder sehr wohl auch dem Umfeld als sehr fit aufgefallen sind, bzw. auffallen. Aber sie sind ebenfalls keine "Wunderkinder". Nichts desto trotz verwirrt mein Großer beispielsweise fremde Menschen im Bus mit einem Referat über das menschliche Gehirn oder erklärt seinem gleichaltrigen Freund welche Kriterien ein Planet erfüllen muss, um zum Sonnensystem als "Planet" gezählt zu werden... Wenn man sich nicht mit frühkindlicher Entwicklung, Hochbegabung und dergleichen beschäftigt, fällt das einem durchaus zwar auf, dass da ein Kind vielleicht "schneller" ist als das eigene, aber oft wird das entweder mit einem Gefühl des Unvermögens oder des Neides bemerkt. Die Umwelt hat also öfter Probleme mit "klugen Kindern", sofern sie deutlich klüger sind, als ihre eigenen ;) . Der Cousin meines Mannes beispielsweise hat, seit er weiß, dass unser Sohn getestet und nachgewiesen überdurchschnittlich klug ist, immer das Bedürfnis zu zeigen, dass er und seine Kinder auch total schlau sind, was ehrlich gesagt ziemlich nervt. Dass sein Sohn ebenfalls nicht auf den Kopf gefallen ist, ist mir nämlich auch schon aufgefallen ;). Ich gebe Auguste da Recht, wenn ALLE in deinem Umfeld behaupten, ihre Kinder seien ebenso weit entwickelt wie deine, so stimmt das wahrscheinlich nicht ganz. Die meisten 2jährigen fangen grade an zu sprechen, geschweige, dass sie Zahlen und Buchstaben spannend finden oder andere Sprachen erkennen und lernen wollen. Ich kenne das zwar von meinen Kindern (und von anderen hochbegabten und sehr schlauen Kindern), aber definitiv nicht von allen Kindern, die ich so im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder im Kinderturnen beobachte.
Zuletzt geändert von Meine3 am Do 5. Sep 2019, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Auguste » Do 5. Sep 2019, 14:30

Hallo und willkommen im Forum!

Ich bin noch nicht lange hier im Forum dabei und hielt meine Kinder (knapp 10 J, + 12 Jahre) bis vor ca. einem Jahr auch nicht für überdurchschnittlich begabt ;)

Deine Jungs scheinen ziemlich fit zu sein - in vielen Bereichen. Wenn andere Mütter behauten, ihre Kinder könnten das auch alles, dann sind die ziemlich wahrscheinlich alle (hoch-)begabt ;)

2-Jährige können üblicherweise nicht unfallfrei bis 10 (ab)zählen. Der "gewöhnliche" 2-Jährige trennt auch keine Silben und erkennt keine Buchstaben. Die meisten 2-Jährigen tun sich noch schwer, überhaupt vernünftig und verständlich zu sprechen, haben einen Wortschatz von etwa 50 Wörtern und fangen l a n g s a m an, 2 bis 3-Wort-Sätze zu bilden ;) Deine Jungs sind da definitiv viel weiter.

So wie Du die Jungs beschreibst, scheinen sie glücklich zu sein. Das ist die Hauptsache. Gedanken um Hochbegabung kannst Du Dir machen - warum auch nicht? Wenn Du Dich mit dem Thema beschäftigst und Deine Jungs dabei wiedererkennst, dann wirst Du ihr Verhalten, ihre Fragen, ihre Entwicklung einfach besser "einsortieren" und verstehen - und Dich evl. etwas weniger wundern, wenn sie mal "anders" sind.

Hochbegabte sind nicht immer "Überflieger". Die meisten sind völlig unauffällig und können halt einfach schneller lernen als normal begabte Kinder. Nicht jeder Hochbegabte hat auffällige Spezialinteressen, kann besonders gut rechnen oder schreibt mit 4 schon Gedichte ;)

Bei meinem Sohn ist die Begabung eher zufällig entdeckt worden, weil er mit 8/9 Jahren auf einmal Probleme in der Schule hatte (Arbeitsverweigerung, Träumen, Boykottieren von Gruppenarbeiten) und auf AD(H)S getestet werden sollte.

Seine Entwicklung verlief zunächst ganz unauffällig - mit 5-6 Monaten drehen, danach dann robben, krabbeln, sitzen, stehen, mit 15 Monaten laufen - also eher ein Spätzünder ;) auch sprachlich. Gesprochen hat erst als er laufen konnte. Mit 2/2,5 Jahren hat er dann schon überwiegend vollständige Sätze gesprochen. Bis 20 zählen konnte er mit 3 - auch die Zahlen bis 10 erkennen. Buchstaben haben ihn dagegen gar nicht interessiert bis er 5 war. Erst dann hat er sich innerhalb weniger Wochen das Lesen selbst beigebracht.

Die Entwicklung der Schwester (jetzt 12) verlief ganz anders. Sie hat die ersten 7,5 Monate ihres Lebens verschlafen. Konnte sich nicht drehen, machte keine Anstalten zu krabbeln, zu sitzen oder sonstwas anzustellen, als platt auf dem Rücken zu liegen und zu warten, dass ein Spielzeug oder Mama/Papa angeflogen kommt. Auch kein Blubbern oder Babbeln aus dem Baby-Mund - nix. Mit 8 Monaten konnte das Kind plötzlich sitzen und stehen, mit 10,5 Monaten laufen und sprechen :o Dann kam auch ein besonderes Interesse für Wörter und Geschichten. Mit 5 konnte sie lesen - ohne unsere Hilfe (also wir haben ihr gesagt, wie die Buchstaben (bzw. Laute) heißen - mehr nicht). Mit 6 (kurz nach der Einschulung) hat sie erste Gedichte und Geschichten geschrieben. Ihre Schullaufbahn verlief bisher unauffällig. Sie ist kein "Überflieger", hat aber durchweg gute, meist sehr gute Leistungen - ohne wirklich ernsthaft etwas für tun zu müssen.

Motorisch war die Tochter deutlich fitter als der Sohn. Tochter ist mit 18 Monaten auf dem gesamten Klettergerüst herumgeturnt - der Sohn hat sich mit 3 Jahren das erste Mal auf die unterste Stufe gewagt :roll:

Wir haben uns bei beiden nie Gedanken um eine mögliche Hochbegabung gemacht. Wir wussten, dass sie schlau sind, haben ihre Fragen beantwortet und uns gefreut, dass wir so pfiffige Kinder haben :) Das Thema Hochbegabung kam erst durch die Auffälligkeiten in der Schule beim Sohn und dessen Testergebnis auf. Da waren wir echt überrascht, denn auch wir dachten bei "hochbegabt" bisher eher an "Überflieger", was er definitiv nicht ist.

So nach und nach haben wir dann begriffen, dass auch unsere Tochter sehr wahrscheinlich begabungstechnisch nach oben "aus der Norm fällt". Wir werden sie aber nicht testen lassen, es sei denn, sie möchte es irgendwann selbst (oder es gibt andere Gründe).

Für uns ist wichtig, dass wir die Bedürfnisse der Kinder kennen und wir sorgen dafür, dass die Kids (in der Freizeit) das "Hirnfutter" bekommen, was sie gerade wollen und brauchen. Die Hauptsache ist, dass die beiden glücklich sind.

Gruß
Auguste
 
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Laelia » Do 5. Sep 2019, 19:40

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich finde es sehr schön, mich hier austauschen zu können. Mir fehlt in meinem Umfeld einfach der Ansprechpartner. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es nicht nicht gut ankommt, wenn an über (Hoch)begabung spricht. Die Leute möchten das nicht hören. Es kommen immer fragen wie: "was bringt es dir, wenn du es weißt?" oder " was würde sich ändern?" Und ich kann es nicht beantworten. Ich möchte nur wissen, ob ich auf der richtigen Spur bin, mit meiner Vermutung und ich möchte meine Kinder verstehn.
Danke für eure Erfahrunsberichte und Tipps!!
Habt ihr denn eigentlich eure Kinder speziell gefördert? Und wenn ja, wie?

Liebe Grüße
Laelia
 
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Meine3 » Do 5. Sep 2019, 20:31

Laelia hat geschrieben:Vielen Dank für eure Antworten!
Ich finde es sehr schön, mich hier austauschen zu können. Mir fehlt in meinem Umfeld einfach der Ansprechpartner. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es nicht nicht gut ankommt, wenn an über (Hoch)begabung spricht. Die Leute möchten das nicht hören. Es kommen immer fragen wie: "was bringt es dir, wenn du es weißt?" oder " was würde sich ändern?" Und ich kann es nicht beantworten. Ich möchte nur wissen, ob ich auf der richtigen Spur bin, mit meiner Vermutung und ich möchte meine Kinder verstehn.
Danke für eure Erfahrunsberichte und Tipps!!
Habt ihr denn eigentlich eure Kinder speziell gefördert? Und wenn ja, wie?

Liebe Grüße



Hallo,

dein Gefühl täuscht dich nicht. Es kommt nicht gut an. Mich hat das auch geärgert, dass ich nicht wie andere Mütter stolz über meine Kinder erzählen konnte, ohne dass mein Umfeld dachte, ich würde nur angeben. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass die Menschen zwar gern so Sprüche machen, wie:" oh, dein Kind ist aber fit, das spricht aber schon sehr gut!" oder ähnliches. Wenn man dann aber drauf eingeht und sagt:" ja, das stimmt." Dann ist man eingebildet :roll:... Ich versuche da drüber zu stehen und tausche mich wirklich nur mit anderen Eltern hochbegabter oder sehr begabter Kinder aus über dieses Thema. Ich verstecke mich auch nicht mehr (habe ich auch lang genug gemacht), aber ich suche auch nicht mehr das Gespräch mit Eltern aus dem alltäglichen Umfeld.

Austauschen kannst du dich, wie gesagt, im Grunde nur mit ebenfalls "betroffenen" Eltern. Das geht sehr gut beim Elterntreff des DGhK.:

https://www.dghk.de/kontaktliste/

Über o.g. Link findest du die regionale Ansprechpartnerin. Mir haben diese Treffen bislang sehr gut getan. Wobei bei uns in der Region hauptsächlich Eltern älterer Kinder diese Elterntreffs besuchen, da heftige "Probleme" eigentlich meist, wenn überhaupt, in der Schule auftauchen.

Zu deiner Frage der speziellen Förderung: Nein. Ich habe meine Kinder einfach immer in dem unterstützt, was sie interessiert hat. Ich "drücke" ihnen auch nichts auf, was sie nicht interessiert. Beispielsweise hat mein Sohn nicht gepuzzelt bis er 6 war. Na und? Dafür hat er mit 4 alle Dinoarten und ihr Fressverhalten und das entsprechende Zeitalter gewusst, in dem sie gelebt haben oder mit 3 Opern von Zauberflöte über die Hochzeit des Figaro gehört und Musikinstrumente und ihre Eigenschaften gelernt, während andere Kinder noch in die Kleinkind-Musikgarten-Gruppe gegangen sind. Du kannst deine Kinder am besten unterstützen, indem du sie mit dem fütterst, was sie brauchen/wollen.

Zumindest in diesem Alter :) . Der Stress fängt mit der Schule früh genug an.

Gruß,

Nora
Meine3
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Auguste » Do 5. Sep 2019, 21:25

Meine Kinder wurden nicht speziell gefördert - wir wussten ja erst mit 9 bzw. 11 Jahren, dass sie begabter sind als andere Kinder ;)

Wir haben ihnen instinktiv einfach das gegeben, wonach sie gefragt haben, bzw. was uns sinnvoll erschien. Wir haben alles erklärt, was sie wissen wollten, auch wenn uns das Thema "komisch" oder nicht altersgemäß vorkam. "Dafür bist du klein" oder "Das verstehst Du noch nicht" haben sie von uns nie gehört.

Wenn sie was fragten, was wir nicht wussten, dann haben wir versucht, die Antwort auf die Frage gemeinsam mit den Kindern zu finden. Fanden die Kinder immer spannend und bis zum Schuleintritt haben sie sich auch nicht gelangweilt. Unser Kindergarten war super. Ganz viele interessante Aktivitäten, mindestens ein Ausflug im Monat, viel draußen im Wald.

Als unsere Tochter anfing zu lesen, haben wir halt stapelweise Bücher rangeschleppt, die sie "gefressen" hat. Sie hatte dann auch ganz schnell einen Bibliotheksausweis. Als sie anfing Gedichte und Geschichten zu schreiben, hat sie einen Tintenroller und ein leeres Schreibheft bekommen - und war glücklich.

Der Sohn wollte statt Gutenachtgeschichten lieber Sachbücher über Tiere, Technik, Weltall usw. vorgelesen bekommen - also haben wie die gelesen. Er hat immer gern mit Lego gespielt und frei gebaut - also hat er Lego bekommen. Mit 3,5 Jahren schon die kleinen Steine, Duplo war ihm zu groß, damit konnte er seine Ideen nicht mehr umsetzen. Die 20-Teile-Puzzles waren ihm zu einfach - bekam er halt größere.

Tochter ging bislang problemlos durch die Schule, hatte gute Lehrer.
Beim Sohn fingen in der 3. Klasse die Probleme an (Verweigerung, Träumen usw.). Differenzierung war für die Lehrer ein Fremdwort und ist auch auf unser Bitten nicht erfolgt. Die Lehrer waren der Meinung, Sohn ist faul und hat AD(H)S - wir sind Eislaufeltern, die keine Ahnung haben. So kam es dann zur Diagnostik und dem IQ-Test ;)

In der Phase haben wir dann auch gemerkt, dass man über Hochbegabung am Besten nicht (oder seeeehr vorsichtig) spricht - es kommt nicht gut an, wird oft als Angeberei angesehen und ruft mitunter Neid hervor. Den Lehrer/innen meines Sohnes war es egal, dass er begabt ist - die haben ihre Meinung über das Kind (und uns) nicht geändert und ihren Stiefel unbeirrt weiter durchgezogen :evil:

ADHS hat der Sohn übrigens nicht, allerdings eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung, welche ihm das Hören und Verarbeiten des Gehörten erschwert. Deswegen braucht er länger als andere Kinder, um mündliche Arbeitsanweisungen in die Tat umzusetzen. Während die ganze Klasse schon am Schreiben ist, sitzt er noch da und grübelt, was er machen soll :gruebel: Deswegen wird er oft nicht fertig mit seinen Aufgaben. Intelligent und langsam ist eine ganz blöde Kombination ;) Seit diesem Jahr hat das Kind aber neue Lehrer und bis jetzt läuft es viel besser in der Schule :)

Auch jetzt, wo die beiden schon "groß" sind, schauen wir was die Kinder mögen, was sie interessiert und reagieren entsprechend. Sie besuchen keine extra Förderkurse und gehen auf ganz normale Schulen. In ihrer Freizeit machen sie das, was ihnen Spaß macht - egal, ob pädagogisch wertvoll oder nicht ;) .
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon sinus » Do 5. Sep 2019, 23:40

Nur kurz, obwohl ich gern mehr schreiben würde...

Ein Grund, warum ich damals hier gelandet bin (da war meine Tochter erst so 2 glaube ich) war genau das - dass es so schwer ist, sich irgendwoanders "unbelastet" über die Kinder auszutauschen, wenn sie so viele Sachen machen, die ungewöhnlich/altersuntypisch sind.
Selbst mit an sich geneigten Freundinnen oder in anonyme Elternforen ging das nie gut.
Oft wurde mir gespiegelt, dass ich übertreibe oder Dinge sehe, die nicht da sind oder die Kinder überschätze oder zumindest damit angeben wolle.
Mir wurde sogar schon unterstellt (in einem Forum), dass ich unbedingt eine ganz besonderes Kind wolle und es darum selbst dazu machen würde und das meiner Tochter bestimmt nicht gut tut.
Und die meisten Freundinnen sagen/sagten zu meinen Erzählungen oft einfach gar nichts, wo ich mich doch so gern wirklich darüber austauschen wollte.
Irgendwann erzählte ich kaum noch was und es geht/ging tw so weit, dass ich eher über die "Defizite" der Kinder rede/redete, bloß um nicht als Angeber dazustehen. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, nicht ehrlich sein zu dürfen und das Licht unter den Scheffel stellen zu müssen.
Das ist sicher nichts, was dem Selbstbild der Kinder gut tut!
Zu Hause hatte ich eigentlich nur meine eigene Mutter, mit der ich zusammen so richtig stolz auf die Kinder sein konnte und mit der ich gemeinsam mein Kind bestaunen durfte.

Ich finde aber, dass das im Lauf der Zeit ein wenig besser wird: im Bekanntenkreis gibt es inzwischen - meine Große ist jetzt fast 11 - viele Kinder, die etwas ganz besonders gut können bzw die etwas ganz besonderes auszeichnet. Von schön singen können über ein Musikinstrument oder einen Sport sehr gut beherrschen, toll malen können oder vielleicht auch nur mit einer ungewöhnlich freundlichen Wesensart gesegnet sein oder ungewöhnlich hübsch aussehen.
Solange die Kinder aber noch so klein sind, fallen halt vor allem Entwicklungsvorsprünge deutlich auf, viele andere "Talente" sind da noch nicht so erkennbar.

Ich selbst lese sehr gern über andere "besondere" Kinder und suche den Austausch und staune auch gern über andere Kinder! :)
Ich würde mich darum sehr freuen, wenn du hier bleibst und mehr/weiter von euch berichtest!

PS: Ich finde, dass das, was du von deinen Söhnen beschreibst, tatsächlich sehr ungewöhnlich für das Alter ist! (Und erkenne auch einiges wieder.)
PS2: Meine jüngere Tochter - laut Test nicht hb, sondern "nur" überdurchschnittlich - setzte sich mit 5 Monaten allein hin und begann mit grad erst 6 Monaten zu krabbeln. Und auch noch bevor sie 6 Monate alt war, zeigte sie das erste deutlich erkennbare und eindeutig bewusst und eigenständig in den Zusammenhang gesetzte Handzeichen... das für "Blume".
(Ich kommunizierte damals tw mit ihr über "Babyzeichen".) Das hab ich sogar auf Video...
Meine Große sprach dafür ungewöhnlich früh und gut. Ihr erstes Wort war --- ebenfalls "Blume" (sie sagte "Buwe")
Ich habe vieles nur für mich/uns auf Video festgehalten, weil ich es so unglaublich und auch so schön fand. Und ich staune auch heute noch drüber und bin sehr froh, dass ich das festgehalten habe! So konnte ich wenigstens vor mir selbst bisschen "angeben" 8-)
sinus
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Karen » Fr 6. Sep 2019, 09:07

Ich finde so schön wie ihr alle hier über die babyzeit der Kinder schreibt. Meine Tochter war auch sehr schnell mit Kombination sehr anstrengend. Sie konnte sich durch abstossen mit 2 Monaten fortbewegen, mit 6 Monaten hat sie an der Hand gelaufen. Alleine Laufen wollte sie aber erst mit 13 Monaten... Mit 9M hat sie ein Paar Wörter gesagt, dann aber erst mit 13 Monaten angefangen zu reden. Mit 20 Monaten hat sie Zweistellige Tram und Hausnummer gelesen. Ich weiss noch sehr genau wie sie mit 20M - so ein kleines Glatzkopfbaby mit Schnuller in Mund - an Tramhaltestelle laut diskutiert hat: das ist tram 11 der fahrt nicht zu uns, wir sollen auf Tram 7 Warten, aber wo fährt dann der 13 der da komm eigentlich hin? Die Leute ringsum haben uns mit offen Mund angeschaut. Das war für mich erste mal so bewusst dass sie nicht nur ein wenig schneller ist als die andere. Aber wie hier auch alle andere erlebt haben - ersten hat mir niemand gegelaubt, zweites, haben die Leute gar nicht gross interesse gezeigt über fähigkeiten zu reden. Die ersten Jahren waren auch sehr schwierig - sie hat kaum geschlafen, hatte überhaupt kein Hungergefühl (immer nocht nicht), die Trotzanfälle waren ausdauernd, oft über Stunden, sie hat sehr viel Energie die sie ausleben musste sonst konnte sich nicht zu ruhe kommen, sie konnte sich keine Minute selber beschäftigen. Wir waren ständig unterwegs - da es die einzige weg war ein Tag einigermassen friedlich zu gestalten. Also diese negative Aspekte sind bei der anderen eher aufgefallen, und waren das Thema der Gespräche. Ich vermute dass es ein Teil der ihren jetzigen Probelm mit Selbstwertgefühl und èbereinpassung ist, und sie viel mehr mitgehört und verstanden habe als die andere das dachten. Ihr waren ihres anstrengendsein und anderes sein vermutlich schon damals bewusst, aber sie hatte keine Strategien es zu kontrollieren.
Mit lesen war es auch sehr spannend. Sie konte um 2 Geburtstag alle Grossbuchstaben erkenne und mit 2.5 auch alle kleinen Buchstaben lesen und so um 50 Wörterbilder erkennen. Bevor 3. geburtstag hat sie angefangen zu schreiben und konnte frei mit grossen buchstaben kleine sätze schreiben. Aber sie noch nicht lesen. Buchstaben zusammenziehen hat sie erst mit 3.5 Jahren gelernt. Sie war damals schon in der Kinderkrippe aber nur 2 Tage die Woche (wir wohnen in der Schweiz, hier ist alles anderes was Kinderbetreung angeht). Dann ist sie aber mit 4 in obligatorischen Kindergarten gekommen. Dort hat sie auf mal aufgehört schön zu malen, zu schreiben und zu lesen. Sie hat es wieder verlernt, sich oft wie ein kleinkind verhalten. Was uns nachhinein klar geworden ist mit veiele Gesprächen mit der Kindergartnerin, dass sie erst lange beobachtet hat wie die andere Kinder sich verhalten, und dann sie nachgemacht. Sie hat nur das gemacht was die andere wollten, und keine eigene Interessen nachgegangen. Sie hat zwischendurch Kiga verweigert, nachher wieder nicht. Dort war sie unauffällig - niemand hat was gemerkt dass ihr nicht gut geht. Wir haben auch gedacht (nicht ohne hilfe von Kinderarzt und anderen) - dass die Kinder halt in Phasen entwickeln und sie jetzt halt eher fokus auf Sozialle Entwicklung hat, und nicht auf Kognitive. Zu Hause konnten wir sie abfangen, mit viel Aktivitäten, Kunstturnen training usw. Die Situation hat erst mit 5 eskaliert da sie angefangen hat psychosomatisch zu reagieren - Kopfweh, Bauchweh, Einnässen. Da habe ich endlich auf Idee gekommen sie abklären zu lassen. Dabei ist IQ >140 und in zwei "logik" bereichen bei 150 rausgekommen. Sie war selber sehr erleichtet endlich mal ernst genommen zu werden, hat voll mitgemacht, und war glücklich "gesehen zu werden". Sie weiss jetzt dass sie anderes ist, es ok ist anderes zu sein und seit dem geht es ihr viel besser. Wir konnten sie letzte Frühling von Kiga direkt ins erste Klasse stecken (was eigentlich offziell unmöglich ist, aber die Psychologin und die Integrationslehrerin haben es durchgeboxt), und bis ende der Schuljahr hatte ich ein zufriedenes Kind die gerne in der Schule ging (erste mal im Leben). Sie konnte dann wieder kaum noch lesen und schreiben, aber hat sehr schnell aufgeholt. Bei rechnen konnte sie schon bei Einschulung eigentlich in der zweite klasse mitmachen (sie haben 1-2 Klasse zusammmen). Seit der Schulferien ist aber die begeisterung schon nicht mehr so, da sie soziall schwiierigkeinten hat. Ich werde mal ein eigenes Thread darüber in nächsten Tagen machen um hier nicht die Thema zu sprengen...
Wenn ich zurückdenke - es wäre besser gewesen von anfang ein zu ihren Fähigkeiten zu stehen, und darüber wirklich offen zu freuen egal was die andere gedacht haben. Ich glaube dass mit diesen "nicht reden/hören wollen " der anderen, haben wir ihr ihres Selbstgefühl zerstört und sie unbewusst zu überanpassung gedrungen. Da sie wirklich niergendwo sonst aufgefallen ist - haben wir unseren Augen nicht wirklich glauben können oder wollen und das anstrenge teil hat der Alltag bestummen. Da waren Zeiten - ich wollte nichts anderes als mal ein "normales" Kind für 1-2 Tagen. Das Rat die man so ziemlich überall hört - abklärungen bringen nicht wirklich was, es wird ja sowieso nichts ändern, war für uns völllig falsch. Wir hätten sie schon mindestens ein jahr früher abklären lassen sollen, und mit 5 in der erste Klasse schicken. Aber ja -nachinein ist man immer schlauer. Was ich so zusammenfassen kann (von diesem Roman) - sobald alles gut ist - ist es gut, freue dich und rede trozdem über die schöne sachen und fähigkeiten deiner Kinder, egal was die andere darüber denken. Weil deine Kinder bekommen es mit und es kann für sie wichtig sein gesehen zu werden. Und sobald es nicht mehr ok ist - warte bitte nicht zu lange mit abklären und reagieren.
Karen
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Re: Hallo, ich stelle mich und meine Zwillinge vor

Beitragvon Laelia » Fr 6. Sep 2019, 09:45

Vielen Dank für euro aufmunternden Worte

@meine3 :
Ich musste sehr schmunzeln, als ich die Stelle mit dem Cousin deines Mannes gelesen habe. Es ist schon erstaunlich, was da für ein Machtkampf enstehen kann. Es kann irgendwie keiner ganz normal und gelassen darauf reagieren. Ich habe noch eine andere erfahrung gemacht. In meinem Umfeld habe ich Leute, die ihre Kinder mit meinen, ständig vergleichen und dann das gefühl haben, ihre Kinder hätten Defizite und man müsste handeln, obwohl dies nicht der Fall ist. Irgendwann ziehen sie sich dann langsam von mir zurück. Und das ist auch nicht schön. Und dann, gbt es noch die Leute, bei denne ich mich garnicht traue es anzusprechen, weil ich weiß, was für einen Machtkampf, das geben wird. Es nervt einfach.
Danke für den Link! Ich werde mich auf der Seite mal umschauen.

@sinus:
dein Text, hat mich total gerührt. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch eine gute Methode für mich wäre, einfach soviel wie möglich zu dokumentieren, und mich dann daran zu erfreuen.
Ich finde das eine schöne Idee, und merke, dass ich sowas viel zu wenig tue.
Ich habe mich übrigens auch in "normalen" Elternforem umgesehn. Da wurde mir schnell klar, dass ich dort besser keine Fragen stelle. Die Leute werden teilweise richtig sauer. Wenn jemand schreibt , dass, das eigene Kind schon mit 2 36er Puzzle macht, schreiben 10 Mütter drunter, dass ihr Kind schon mit 1 60erPuzzle gemacht hat. Und sie würden auch noch mindestens 20 andere Familien kennen, wo das auch so war. Also alles ganz normal und kein Grund über Hochbegabung nachzudenken. Außerdem würde man seine Kinder ja eh bloß zwingen und wie Hunde dressieren. Jap, das macht Mut :roll:

@Auguste:
Danke. für deine Tipps! Ich versuche auch so gut ich kann, die Fragen meiner Kinder zu beantworten. Sie gehen seit 2 Tagen in den Kindergarten. Es gab quasi keine Eingewöhnung. Sie wollten dorthin und jetzt sind sie da :lol: . Ich hoffe, dass es ein guter Kindergarten ist, indem die beiden sich entfalten können. Es steht und fällt immer alles mit den Pädagogen, von denen die Kinder betreut werden. Ich denke, man fühlt sich machtlos, wenn alles nicht läuft, und man kann nicht helfen, weil man nicht dabei ist. Zum Glück läuft, es bei euch mit den neuen Lehrern jetzt besser. Ich wünsche euch, dass es so bleibt

@Koschka:
Ich dachte tätsächlich, das der typische hochbegabte schon mit 3 Jahren flüssig lesen kann. Interessant, dass es bei deinen Kindern erst später der Fall war. So unterschiedlich entwickeln sich selbst Kinder mit Hochbegabung. Gut, zu wissen.

@Karen:
Das ist ja wirklich eine heftige Geschichte. Meine Kinder sind auch sehr anstrengend und ja, das fällt auch in unserem Umfeld mehr auf, als die Intelligenz. Allerdings sind die beiden gute Esser und haben von anfang an viel Geschlafen. Sie werden in 2 Wochen 3 Jahre alt und schlafen Mittags immernoch 3 Stunden. Abends wieder von 21 Uhr bis 7 Uhr Morgens. Das hat mir sehr geholfen, da ich nicht weiß ob ich sonst alles alleine, hätte meistern können. Was deine Tochter schon mit 20 Monaten geschafft hat, ist absolut beeindruckend. Ihr habt viel mitgemacht und ich hoffe es geht jetzt bergauf.

Ich fühle mich sehr verstanden von euch allen und bin wirklich glücklich über den Austausch :)

Liebe Grüße
Andrea
Laelia
 
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