Thema: Lieder singen

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Di 10. Jan 2012, 11:59

alibaba hat geschrieben:Hallo Sinus,

natürlich kann es interessant sein, da gebe ich Dir Recht. Aber warum macht man das denn? Vor allem in einen Forum wo es um Begabungen geht? Ist es nicht auch ein Vergleich? Für mich stellt sich das so dar! Man/Frau ;) vergleicht. Mein Kind konnte die Farben, die Lieder, die Schritte....das konnten andere da noch nicht, vielleicht begbat...auf jeden Fall mal weiter entwickelt :gruebel: . Für mich hat es ein Geschäckle wie hier der Schwabe sagt. ;)

VLG


und was ist am vergleichen per se schlimm?!
so lange man daraus keinen wettbewerb macht, neidisch reagiert, sich druck macht...
ich vergleiche auch unsere kultur mit anderen, unsere sprache/schrift mit fremdsprachen, die mich interessieren, die charakterzuege unserer katze mit denen anderer katzen, anderer leute beziehungserleben mit eigenen erfahrungen, mich und meine leistugen mit denen anderer...
ich mach das rein aus interesse, um das grosse ganze zu sehen, dazuzulernen, die welt besser zu begreifen, dinge oder sich selbst darin irgendwie einzuordnen.
und natuerlich vergleiche ich u.v.a. auch mein kind mit anderen. das hilft mir auch, sie zu verstehen, sie besser kennenzulernen und adäquat auf sie einzugehen.
was ist daran verwerflich?!

klar sagt der zeitpunkt der ersten schritte oder des ersten gesungenen liedes nicht allzuviel ueber die persoenlichkeit des kindes aus, aber ein bisschen doch schon.

vergleichen an sich heisst doch nicht automatisch, dass man sich oder dem kind damit druck macht und selbst deswegen schneller, hoeher, weiter will.
es kann ja auch gut sein, wenn man schon dabei ist, sein kind als "hochbegabt" einzuordnen oder unsicher ist, wenn man dann von anderen liest, deren kinder fixer sind und mehr koennen. das rueckt dann das bild des "wunderkindes" vielleicht auch mal wieder etwas gerade. (geht mir hier oft so!)
ich finde, das MUSS nicht automatisch so sein, dass man zu ehrgeizig ist, bloss weil man mal nachfragt/vergleicht.

manch einen interessiert so ein vergleich vielleicht wirklich gar nicht, aber es sei doch anderen zugestanden, dafuer interesse zu haben.
mir persoenlich sind leute lieber, die offen ueber sowas sprechen und nachfragen und sich erkundigen, als welche, die tiefstapeln und auf "bescheiden" machen und sich womoeglich im geheimen doch einbilden, irgendwie "besser" zu sein.

ich halte deine bemerkungen dazu aber auch fuer wichtig und richtig.
nur MUSS die motivation bei vergleichen meiner meinung nach nicht zwingend in ehrgeiz begruendet sein.
das wollte ICH halt mal dazu anmerken.
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon alibaba » Di 10. Jan 2012, 13:18

loewe03 hat geschrieben: ich habe dein ganzes Posting jetzt nur überflogen, weil ich es sehr unter der Gürtellinie empfinde.

Warum? Habe ich dich beleidigt?


loewe03 hat geschrieben: Mir verging es die Sätze komplett zu lesen, weil ich die negative Energie durch den Monitor spürte..


:?: :?: :?: Wird man den nicht immer rot, wenn man ertappt wurde? Man kann sich nur "schuldig" fühlen, wenn man "schuldig" ist.

loewe03 hat geschrieben:Ich nutze das Internet, weil meine Kinderärztin mir da keine Hilfe ist. Ich sehe sie zu wenig.


Es bleibt dabei, es hat ein Geschmäckle. Ich nehme hier keinem ab, egal wer es ist, der offensichtlich in allen Bereichen Vergleiche anstellt, der dann postet, er frage einfach mal nur nach, weil er seine Kinderärztin so selten sähe. :gruebel:
Nun, ich sehe meinen Kinderarzt auch nur 1xJahr, nämlich zum impfen bzw. zu den U's.

Im Übrigen hätte ich wohl erst gar nicht dazu gepostet, aber das Gesamte bei Euch, passt zu den Vergleichspostings.
Ich sehe Euch schon mit den kleinen Großen dann ebenfalls in der KISS-Behandlung.

Sorry Löwe, es tut mir leid. Es liegt mir fern Dich zu beleidigen.
Ich freue mich für Euch, das es bei euch jetzt wieder besser zu laufen scheint.

VLG
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Di 10. Jan 2012, 15:37

ach je. nu mal nicht so dramatisch.

alibaba hat etwas dazu geschrieben, welchen eindruck sie aus den postings hatte. ist doch ihr gutes recht, einen eindruck wiederzugeben und sicherlich hat sie es sogar gut gemeint. ich hab es jetzt nicht als schlimm empfunden, wie sie sich ausgedrueckt hat. und wenn sie unrecht hat, kann man das doch sagen und dann ist doch alles jut...
man kann auch von einem solchen feedback profitieren, ist doch gut zu wissen, wie dieses oder jenes auf andere wirkt.

(sorry fuers einmischen. aber ich faends schade, wenn solche themen wegen persoenlicher differenzen zerstoert wuerden.)

:)
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon alibaba » Mi 11. Jan 2012, 10:06

sinus hat geschrieben:.... aber ich faends schade, wenn solche themen wegen persoenlicher differenzen zerstoert wuerden


Na dann will ich mal was zum Thema singen und malen beitragen. ;)

Ich habe keine Ahnung mehr! Weil es so absolut unwichtig ist, finde ich. Gott sei Dank hatte ich damals auch noch keine Ahnung von Begabung. 8-) Mein Sohn war ca. 1 1/2 da sang er mir ein Weihnachtslied mal nach...da war ich lediglich erstaunt drüber, das er es sich merken konnte. Das nahm ich aber vollkommen wertungslos hin.

Das was ich immer am wichtigsten finde, ist, wie Andere meine Kinder sehen und beurteilen, ohne das sie etwas wissen. Da sagte mir mal eine Museumsdame das meine Tochter sehr gut malen könne. Das wiederum bestätigte dann (später und unabhängig davon) die Kigabetreuerin und nunmehr ebenfalls die Malschulentante. Meine Tochter ist jetzt 5, jetzt finde ich erste Hinweise die ich auch so einschätzen würde, da sich ein Gesamtbild ergibt.

Meine Tochter fand Musik immer toll, aber trotzdem sang sie nicht mit 12 Monten 30 Lieder nach. :fahne: Sie ging von sich aus auf Musiker zu und hörte denen zu, blieb einfach dort stehen, wo wir weitergegangen waren. Sie gab zeitig an, das diese Musk aber schön sei. Sie interessierte sich zeitig für die Orffchen Instrumente und fing mit 4 Jahren an zu betteln Violine spielen zu dürfen, ohne das ich das Wort jemals in den Mund genommen hätte. Übringens war sie im Musikgarten (18 Monate - 3 Jahre) vollkommen unauffällig. Als ich dann ihrem Drängen nachgab, der Violinenlehrer sie misstrauig beeugte, er dann aber total begeistert von ihr war. Sie habe eine Begabung sagte er nach der ersten Stunde. :gruebel: Nun, heuer, ca. 1/2 Jahr später, bestätigte sich der erste Eindruck und unser Ziel ist:, auf Vorschlag des Lehrers, Jugend musiziert - Anmeldung im November.

Ich bin also ganz gut ohne Vergleiche und Wertungen durchs Leben gekommen, habe lediglich auf die Signale gehört und finde es dann bestätigend wenn Dritte diesen Eindruck vor Ort am Kind bestätigen. Vergleiche finde ich so unpassend, da damit nur Druck erzeugt wird, man Dinge sieht die da vielleicht gar nicht da sind, oder falsche Eindrücke vermittet werden. Was mein Kind kann noch nicht Lieder nachsingen, das kann dann nicht begabt sein. So können einem auch falsche Tatsachen vorgegaugelt werden. :evil: Man nehme nur unser Beispiel. ;)

VLG
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Mi 11. Jan 2012, 10:08

...ich war auf einem musischen Gymnasium.
Da es damals nur wenige solcher Gymnasien gab, kamen viele der Kinder von weiter weg und wohnten im Internat.
Jeder in der Klasse spielte mindestens ein Instrument und Klavierunterricht fand direkt in der Schule statt.
Ich war relativ "faul", uebte nur, was unbedingt noetig war. Also taeglich ne halbe bis Stunde. (Oder auch mal gar nicht.)

Es gab aber auch Kinder dabei, die sich FREIWILLIG jeden Tag 3 und mehr Stunden ans Klavier setzen. Internatsschueler.
Da stand keiner der Eltern dahinter, der sie dazu trieb. Das war der eigene innere Antrieb.
Bei einer Mitschuelerin war es sogar so, dass die Eltern das gar nicht so gut fanden, sie wollten lieber, dass ihre Tochter auch mal was anderes in ihrer Freizeit macht, als nur Klavier spielen. (Sie wollte Pianistin werden, ist dann aber Klavierlehrerin geworden.)

Ich denke also, es sind nicht zwingend die Eltern, die ehrgeizig sind und drillen. Bei manchen ist es auch ein eigener innerer Antrieb.
Wie Koschka sagt - es ist schwer, das von aussen zu beurteilen. Darum steht es einem wohl wirklich eher nicht zu, ein Urteil zu faellen. (Was aber nicht heisst, dass man nicht seinen Eindruck/seine Meinung aussern darf. Find ich. :fahne: )
Wichtig finde ich, dass ein Kind seelisch gesund bleibt. Aber wer kann das schon - ausser vielleicht bei besonders krassen Faellen - direkt sehen, ob dem so ist?

Meine Tochter z.B. kann ich gar nicht zwingen, etwas zu tun, was sie nicht kann oder ihrer Meinung nach nicht kann. Sie verweigert sich dann einfach.
Wenn sie aber "bereit" ist, ist sie mit großem Eifer bei der Sache. Dann kommt der Ehrgeiz aus ihr heraus und ich begleite das nur. Von aussen sieht es dann fuer Manchen vielleicht trotzdem so aus, als draenge ich sie, weil ich natuerlich dann auch so weit wie moeglich gehe, also so weit, wie sie Interesse hat - bis halt die Grenze erreicht ist. Das ist fuer mich "foerdern". Ein bisschen Herausforderung ist fuer mich noch lange kein "Drill".
Fuer ein Kind kann es sicherlich ebenso tragisch sein, staendig unterfordert und unterschaetzt zu werden, wie umgekehrt.
Und auch da sind wir wieder da, dass das von aussen wirklich schwer zu beurteilen ist... Wie man hier mitunter liest, kann man das ja sogar als unmittelbar Beteiligte nicht immer so klar entscheiden!
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Mi 11. Jan 2012, 10:22

alibaba hat geschrieben:
sinus hat geschrieben:.... aber ich faends schade, wenn solche themen wegen persoenlicher differenzen zerstoert wuerden


Na dann will ich mal was zum Thema singen und malen beitragen. ;)

Ich habe keine Ahnung mehr! Weil es so absolut unwichtig ist, finde ich. Gott sei Dank hatte ich damals auch noch keine Ahnung von Begabung. 8-) Mein Sohn war ca. 1 1/2 da sang er mir ein Weihnachtslied mal nach...da war ich lediglich erstaunt drüber, das er es sich merken konnte. Das nahm ich aber vollkommen wertungslos hin.

Das was ich immer am wichtigsten finde, ist, wie Andere meine Kinder sehen und beurteilen, ohne das sie etwas wissen. Da sagte mir mal eine Museumsdame das meine Tochter sehr gut malen könne. Das wiederum bestätigte dann (später und unabhängig davon) die Kigabetreuerin und nunmehr ebenfalls die Malschulentante. Meine Tochter ist jetzt 5, jetzt finde ich erste Hinweise die ich auch so einschätzen würde, da sich ein Gesamtbild ergibt.

Meine Tochter fand Musik immer toll, aber trotzdem sang sie nicht mit 12 Monten 30 Lieder nach. :fahne: Sie ging von sich aus auf Musiker zu und hörte denen zu, blieb einfach dort stehen, wo wir weitergegangen waren. Sie gab zeitig an, das diese Musk aber schön sei. Sie interessierte sich zeitig für die Orffchen Instrumente und fing mit 4 Jahren an zu betteln Violine spielen zu dürfen, ohne das ich das Wort jemals in den Mund genommen hätte. Übringens war sie im Musikgarten (18 Monate - 3 Jahre) vollkommen unauffällig. Als ich dann ihrem Drängen nachgab, der Violinenlehrer sie misstrauig beeugte, er dann aber total begeistert von ihr war. Sie habe eine Begabung sagte er nach der ersten Stunde. :gruebel: Nun, heuer, ca. 1/2 Jahr später, bestätigte sich der erste Eindruck und unser Ziel ist:, auf Vorschlag des Lehrers, Jugend musiziert - Anmeldung im November.

Ich bin also ganz gut ohne Vergleiche und Wertungen durchs Leben gekommen, habe lediglich auf die Signale gehört und finde es dann bestätigend wenn Dritte diesen Eindruck vor Ort am Kind bestätigen. Vergleiche finde ich so unpassend, da damit nur Druck erzeugt wird, man Dinge sieht die da vielleicht gar nicht da sind, oder falsche Eindrücke vermittet werden. Was mein Kind kann noch nicht Lieder nachsingen, das kann dann nicht begabt sein. So können einem auch falsche Tatsachen vorgegaugelt werden. :evil: Man nehme nur unser Beispiel. ;)

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naja, es ist aber auch nicht immer das passende umfeld vorhanden, dass ein kind sich so entwickeln kann bzw das seine interessen und begabungen auch von aussen und ganz von allein "entdeckt" werden.
die wenigsten genialen musiker sind quasi "aus der asche heraus" grosse musiker geworden. sowas gibt es, ja.
aber viele/die meisten sind im passenden Umfeld gross geworden und fruehzeitig entdeckt und gefoerdert worden.

ich finde schon, dass es auch aufgabe der eltern ist, da sensibel zu sein und zu schauen, wohin sich das kind entwickelt, wo seine interessen liegen und das zu unterstuetzen. nicht immer sind aufmerksame musiklehrer da und nicht immer ist deren urteil wirklich passend. (unsere musikgartenlehrerin z.b. lobte tochter sehr. ich denke trotzdem nicht, dass tochter sooo extrem musikalisch ist, sie hatte nur fruehzeitig viel mit musik zu tun und ist einfach nicht ganz "altergemaess". waere sie ein jahr aelter, wuerde der lehrerein wahrscheinlich nichts besonderes aufallen... denk ich. so meine einschaetzung nach beobachtendem vergleich mit anderen kindern.)

wie willst du sowas beurteilen koennen, ohne auch mal zu vergleichen?! auf das glueck vertrauen, aufmerksame, engagierte lehrer zu haben? (die sich im uebrigen ebenfalls mal verrennen koennen oder zu ehrgeizig fuer das kind sind.)
wie schon gesagt, es eben ebenso auch passieren, dass man eine begabung "uebersieht".
gerade wenn es etwas ist, wozu man selbst wenig zugang hat. also umgekehrt, als das, was du kritisierst (dass man sein kind in den himmel hebt).

ich habe uebrigens fuer meine tochter nur einen einzigen ehrgeiz: dass sie gluecklich ist. und meiner meinung nach liegt da der schluessel nicht in der leistung, die jemand erbringt, sondern eher darin, einen platz in der gesellschaft zu finden, auf dem man sich wohlfuehlt. ob der wirklich irgendwo in der "spitzenklasse" zu finden ist? tendentiell wohl eher nicht.
darum wuerde ich sie auch eher zum chor schicken, als zur sologesangsausbildung :)
(meine tochter ist auch eher jemand, der sich zurueckhaelt, selbst wenn sie was gut kann, moechte sie das nur ungern "praesentieren". selbst ich muss sie oft sehr ueberreden, dass sie mir zu hause mal ein gedicht oder lied aufsagt/vorsingt. ist voellig in ordnung. und zeigt mir, das sie eher kein "karrieretyp" und selbstdarsteller ist. bin ich im uebrigen auch nicht... perfektionistisch - ja. aber fuer mich selbst, nicht fuer andere.)
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon alibaba » Mi 11. Jan 2012, 10:43

Hallo Sinus,

ich glaube nicht, das man, wenn man einfach nur aufmerksam mit seinen Kindern ist, a) vergleichen muss und b) etwas übersieht. Wobei, Vergleiche begegnen einem ja täglich. Sehe ich wie ein Kind klettert, staune ich z.B. , da ich ja den Vergleich zu meinem Kind oder Anderen sehe. Oder sehe ich wie andere Fahrrad fahren...oder, oder, oder. Da kann ich mir innerlich manchmal auch nicht die Bemerkung verkneifen, wenn man mit 5 Jahren noch mit Stützen fährt.

Ich bin überzeugt, das man die Talente seiner Kinder erkennen kann, ohne Vergleiche und ganz ohne Druck. Und! die die groß raus kommen, die haben Druck, unter Garantie. Die wenigsten verspüren dabei Freude. Wo laß ich neulich den Artikel eines großen Musikers: Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es, wenn ich zwei Tage nicht übe, meine Kritiker, wenn ich drei Tage nicht übe, meine Zuhörer. ;) Wenn ich mal einen Tag nicht arbeite, merkt das keine Sau. :fahne: Wie viele Musiker oder Künstler zerbrechen, müssen frühzeitig aufhören, haben Burn-Out...Warum wohl? Sie müssen immer eine perfekte Leistung abliefern.

Ich glaube nicht das man eine Begabung, als aufmerksame Mutter, übersehen kann. Genauso wenig glaube ich daran, das man mit 15 Monaten eine Begabung erkennen kann. ;) Also sollte man mal die Kinder einfach machen lassen, sie sollen alleine ihre Welt erforschen, ohne Vorgaben und erst Recht nicht unter den ständigen Augen der eventuellen Begabung. Ganz ehrlich, mir wäre das auch viel zu anstrengend, denn bald findet man ja kein anderes Thema mehr und ist nur noch beschäftigt, Vergleiche anzustellen. So nach dem Motto. Ach was ich Dich noch fragen wollte, wann konnten deine denn singen? :gruebel:

VLG
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Mi 11. Jan 2012, 10:55

naja, aber schlimm finde ich das mit dem nachfragen trotzdem nicht.
zumal es sich eh alles irgendwann relativiert, da je aelter, desto breiter gefaechert sind die unterschiedlichen faehigkeiten. da kann dann irgendwann das eine toll puzzeln, das andere singt dafuer oder malt. das eine erzaehlt endlose phantasiegeschichten, das andere zaehlt und rechnet. usw usf.
trotzdem finde ICH das beobachten und ja, auch das vergleichen interessant.
das muss ja nicht zwangslaeufig dazu fuehren, dass ich, wenn ein anderes kind etwas besser kann, meines zu gleichen leistungen draengen moechte/werde.

macht halt jeder anders und ich bin nicht bereit, vergleiche per se schaedlich zu finden.
wichtiger ist, was man daraus macht.
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon sinus » Mi 11. Jan 2012, 13:25

meine eine nichte (12) kann bis heute beim singen melodien nicht gut halten. sie spielt allerdings querfloete und ist richtig gut darin.
(und im uebrigen mathematisch sehr begabt)

das hat vielleicht nicht nur mit WAHRNEHMUNG zu tun, sondern auch mit der umsetzung.
also der steuerung der stimmbaender oder so.
so wie manche motorisch geschickt sind und andere eben linkisch.
ich denke, das ist alles sehr komplex... und GANZ SICHER gibt es nicht nur eine Ursache fuer dieses oder jenes "defizit".
die von dir im PS erwaehnte aussage ist vielleicht statistisch relevant, aber sicherlich nicht DER EINE ausloeser fuer diese stoerung. wer so eindimensional denkt ist - aehm - beschraenkt. da wuerde ich einfach drueber stehen.
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Re: Thema: Lieder singen

Beitragvon alibaba » Mi 11. Jan 2012, 13:56

sinus hat geschrieben: naja, aber schlimm finde ich das mit dem nachfragen trotzdem nicht.

Ich eigentlich auch nicht. Nur im Zusammenhang bei Löwe und in der Masse der Anfragen/Probleme hat es für mich allein eben ein Geschmäckle.

sinus hat geschrieben:zumal es sich eh alles irgendwann relativiert, da je aelter, desto breiter gefaechert sind die unterschiedlichen faehigkeiten.


Genau, das ist ja das Problem. Erst später relativiert und festigt, bestätigt sich es, also warum muss man denn alles vorher unbedingt vergleichen und sich wenn man es auch nicht zugeben mag, "verrückt" machen. Oder machst du Dir keine Gedanken, wenn jemand schreibt, sein Kind hat bereits 30 Lieder mit 12 Monaten auswendig gesungen? Ich für meinen Teil denke dann, na dann kann mein Kind auf keinen Fall musikalisch sein. Denn DAS kann es nämlich nicht. Wie dumm. Es wäre doch dann ganz dumm, wenn man dann nicht mehr auf die Interessen des Kindes eingehen würde, weil man vielleicht, wenn auch unbewusst, etwas falsches denkt und einem so das zuhören nicht mehr gelingt.

Ich halte es daher persönlich für am besten so wenig wie möglich Vergeliche anzustellen und wenn dann überhaupt auch nur vergleichen wo man sich ganz sicher ist, das die Angaben tatsächlich auch so stimmen und jeder Partner das selbe meint. Denn wenn (als Beispiel) einige schreiben mein Kind kann mit 2 Jahren lesen, dann bezweifle ich das es das lesen ist, was ich darunter verstehe. Und je jünger die Kinder sind umso höher der Faktor der Verfälschung und somit Wertung des Ergebnisses. ;)

VLG
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