Waren Eure Babys auch so?

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 10. Feb 2014, 13:43

@Linasina: Hurra, endlich ebenfalls ein Auswendig-Lern-Kind! Bis jetzt habe ich weder im RL noch in Foren jemanden gefunden, der diese Begabung geteilt hätte. Vorgelesene Fehler bei Bilderbüchern korrigieren - ja! Selbstständig lange Texte oder Lieder rezitieren - nur ganz vereinzelt!

Das witzige bei meinem Sohn in Sachen Auswendig-lernen ist, dass er es schon konnte BEVOR er sprechen konnte. Bis er etwa 20 Monate alt war konnte er ja nur wenige einzelne Wörter und diese grossteils undeutlich und mit Mehrfachbedeutung. Das ist insofern witzig, weil er noch in dieser Sprechphase begonnen hat, einzelne Zahlen zu benennen (ei für drei, ach für acht, fia für vier und null korrekt). Ab einem Alter von 20 Monaten lernte er dann sprachlich sehr viel dazu und konnte mit 2 Jahren unter anderem alle einstelligen Zahlen und alle Buchstaben. Er konnte komplette Wörter korrekt buchstabieren, kommunizierte aber ausschliesslich in Ein- oder Zweiwortsätzen.

Mit 2 Jahren und 2 Monaten hörte ich ihn mal im Kinderwagen vor sich hinbrabbeln. Das war an sich nicht verwunderlich, bis ich draufkam, WAS er da von sich gab (es war ziemlich "verwaschen" ausgesprochen, eben so, wie Kinder Wörter aussprechen, die sie nicht kennen): "Kuckuck, kuckuck, trefflicher Held! Was Du gesungen ist Dir gelungen. Winter, Winter räumet das Feld!". Ab dem Tag kamen ständig neue Lieder und Texte dazu, der erste korrekte Satz in der Kommunikation kam dagegen erst 2 Monate später

@Momo: Wir besitzen zur Zeit über 200 Kinderbücher (die Hälfte Pixi, die "richtige), die wir ALLE gelesen haben, den Grossteil davon etliche Male. Bei der Bücherei sind wir auch Mitglied weil nur kaufen (auch wenn ich viel auf Flohmärkten unterwegs bin) einfach zu teuer kommen würde und unser Platzangebot in der Wohnung auch beschränkt ist. Ein neues Buch muss erst mal mindestens 5x vorgelesen werden, wobei ich bei Lesefehlern oft schon beim 3. Vorlesen korrigiert werde. "Michel aus Lönneberga" hatten wir auch schon (ich lese selbst gerne Astrid Lindgren) aber im Moment stehen Conni und der kleine Rabe Socke am höchsten im Kurs. Petterson und Findus sowie Bob der Baumeister mag mein Sohn auch sehr. Es müssen auch nicht unbedingt Bilder dabei sein, ich habe auch ein paar Kinderbücher auf dem e-book reader und die werden genausogerne ausgesucht. Ich bin sicher unter einem Vorleseverbot würde mein Sohn sehr viel mehr leiden als unter einem Fernsehverbot (nur theoretisch, bei uns gibt´s beides nicht).

Was das fremdeln betrifft so kann natürlich sein (habe ich vorhin auch eingeräumt) dass ich diese Phase gar nicht bemerkt habe. Er hatte mal mit etwa 8 Monaten eine kurze Mama-muss-immer-da-sein Phase, die aber nichts mit der Anwesenheit anderer Personen (ob bekannt oder fremd) zu tun hatte. Da gab´s einfach nur Gebrüll wenn ich den Raum, wo er war, verlassen wollte. Andererseits konnte er da schon gut krabbeln und damit, SELBST in einen anderen Raum zu krabbeln und mich zurückzulassen, hatte er gar kein Problem. Ansonsten gab es kein fremdeln, ebenso bisher auch bei seinem kleinen Bruder nicht. Beide lassen sich auch problemlos fremdbetreuen (z.B. von Babysittern oder Kinderbetreuerinnen im Urlaub).

Das, was bei uns eindeutig anders war als bei allen Kindern in unserem Bekanntenkreis war vor allem das frühe Interesse an Zahlen, Buchstaben, Reimen und andere Texten. Da gab´s beim vorlesen auch manchmal Missverständnisse und bei der Stelle "das Flugzeug sinkt" wurde ich gefragt ob das Flugzeug "fiderallala" (damals sein Lieblingslied) SINGT.
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Linasina » Mo 10. Feb 2014, 14:08

Wow da hast du ja ein wirklich kluges Kerlchen. Meine große hat mit 2 Jahren bis 10 gezählt und hat sich mit 3 Jahren das ABC Lied angehört und konnte dann das ABC aufsagen aber Buchstaben erkennen kann sie heute noch nicht. Zahlen erkennen bis 10 konnte Sie mit 4. Manche Kinder fremdeln nur ganz leicht so dass man es kaum merkt. Ist dein großer getestet Hochbegabt?
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon MajoMam » Mo 10. Feb 2014, 22:29

Rabaukenmama hat geschrieben:@Linasina: Hurra, endlich ebenfalls ein Auswendig-Lern-Kind! Bis jetzt habe ich weder im RL noch in Foren jemanden gefunden, der diese Begabung geteilt hätte.


:fahne: Doch, doch! Ich hab auch so ein Exemplar ;)
Mein Großer (wird in 2 Monaten 4 Jahre alt) kann auch ganze Bücher und an die 50 Lieder auswendig. Dass er sehr gut auswendig lernt, merkte ich erstmals als er ca. 18 Monate alt war. Er hatte damals ein Lieblingsbuch (eigentlich kein richtiges Buch, sondern eher ein Lexikon namens "Mein erster Brockhaus"). Das hatte er zum 1. Geburtstag bekommen und ab ca. 18 Monaten war es sein ständiger Begleiter. Darin sind ca. 80-100 Bilder von Gegenständen aus der Erfahrungswelt dieser Altersgruppe. Er hat das Buch überall mit hingeschleppt und entsprechend sieht es auch aus ;-) Jedenfalls hat er damals immer "Vokabeln gelernt" (so nannte ich es damals weil es tatsächlich etwas von Vokabellernen hatte). Er konnte bald alle Bilder richtig benennen und fragte man ihn "Wo ist X?", blätterte er blitzschnell dorthin und zeigte auf das richtige Bild. In der Krippe hatten sie dasselbe Buch und die Erzieherinnen waren mehr als erstaunt, dass er das in diesem Alter konnte. Mich hat das damals eigentlich nicht so erstaunt, denn er ist ja unser erstes Kind und ich hielt es eigentlich für normal. Zur gleichen Zeit merkte ich, dass er offensichtlich schon etliche Lieder auswendig konnte. Er liebt Musik schon von Anfang an und war als Baby durch Singen sehr gut zu beruhigen. Ich hab ihm viel vorgesungen. Als ich ihm mit ca. 18 Monaten mal wieder vorsang und nicht weitersingen konnte, weil ich niesen musste, ergänzte er einfach das Fehlende. Ich hab dann noch ein paar Stichproben gemacht und so gemerkt, dass es nicht nur ein Lied war, das er auswendig konnte. Heute kann er auch fremdsprachige Texte von Liedern...
Mit knapp über 2 fing dann das Rezitieren ganzer Bilderbücher an. Wir haben da ein schönes Video aufgenommen. Da "liest" er mit 2,5 die kleine Raupe Nimmersatt vor. In dieser Zeit konnte er aber auch schon längere Bücher auswendig, v.a. solche, die in Versform geschrieben sind. Was mir in dieser Zeit auch auffiel, war, dass er offensichtlich gerne lernte. Wir hatten Bücher aus der Reihe "Wieso, weshalb, warum?" daheim. Da sind hinten weitere Titel mit dem jeweiligen Buchcover abgebildet (so ca. 30 Stück auf dem Buchrücken). Eines Nachmittags wollte er immer wieder von mir die einzelnen Titel wissen und konnte sie nach 3-4x Vorsagen auswendig. Für ihn war das ein Spiel. Auch heute habe ich noch den Eindruck, dass er lernen MÖCHTE und es ihm Freude bereitet. Letzte Woche hat er z.B. den "Grüffelo" auswendig gelernt. Meine Freundin hatte uns das Buch ausgeliehen und ich hab es ein paar Mal vorgelesen. Jetzt "liest" er vor!
Mit Liedern verhält es sich ähnlich. Ich bin immer wieder erstaunt, was er alles so für Lieder kennt (aus dem Kindergarten). Von den Weihnachtsliedern kannte er etliche Strophen, die mir überhaupt nicht geläufig sind.
Unser Kleiner (18 Monate) scheint eine ähnliche Begabung zu haben, denn auch er kann Passagen von Liedern (Sprachentwicklung logischerweise noch nicht so weit) und Bilderbüchern.
Was mir zum Großen noch einfällt: Er hat auch ganze Puzzles auswendig gelernt. Mit gerade 2 machte er schon Puzzles mit über 40 Teilen. Er hat die in einem Affenzahn gelegt. Heute weiß ich, dass er sie irgendwie auswenig gelernt haben muss. Er hat lange Zeit das Interesse an Puzzles verloren, neuerdings macht er die alten wieder, aber auf andere Weise. Er mischt die Teile, legt sie verdeckt hin und macht sie dann nach der Reihe. Er hat sie im Kopf nummeriert (sagt dann auch dazu: "Jetzt kommt das erste, zweite, .... achte.... zwölfte... fünfundzwanzigste etc. Teil) und legt es Teil für Teil hin, bis er alle 42 Teile geschafft hat. Dadurch hat er sich selber eine neue Schwierigkeitsstufe geschaffen.

Was das Auswendiglernen betrifft, fand ich es zwar immer beachtenswert, aber nicht so wahnsinnig erstaunlich. Ich glaube, es zeugt einfach von einem guten Gedächtnis. Erstaunlicher finde ich bei ihm sein Zahlenverständnis. Er zählt mittlerweile bis 1000 und kann Zahlen bis 1000 lesen. Ebensogut kann er sich in der Zeit orientieren. Er sagt jeden Morgen nach dem Aufstehen das aktuelle Datum an, z.B. "Heute ist Montag, der 10. Februar 2014" (so machen sie's im Kindergarten immer, aber erst ca. 1,5 Stunden später). Er weiß auch genau, wieviel Tage jeder Monat hat und kann am Kalender zeigen, wo wir gerade sind. Er kann auch "zurück- bzw. vorrechnen". Ich sagte ihm z.B. am Wochenende, dass am DIENSTAG Oma zu Besuch kommt (Ich nannte das Datum nicht!). Gestern fragte er dann: "Stimmt's, die Oma kommt am 11. Februar?". In diesem Bereich scheint er für sein Alter eine unwahrscheinliche Auffassungs- und Kombinationsgabe und einen außergewöhnlichen Überblick zu haben. Bin mal gespannt, was da noch so alles kommt...
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 10. Feb 2014, 23:46

@Linasina: Nein, getestet hochbegabt ist mein Sohn nicht. Für mich ist die Zahl (der IQ) unwichtig, da ich selbst (getestete) HB bin und es für mich keinen Unterschied macht, ob sein 1Q jetzt 150 oder "nur" 115 ist. Wahrscheinlich werde ich aber mal testen müssen weil ich über eine vorzeitige Einschulung (mit 5 1/2) nachdenke und das Geburtsdatum meines Sohnes leider 3 Tage vom Stichtag entfernt ist, wo man ungetestet früher einschulen könnte.

Ein mögliches Problem bei vorzeitiger Einschulung könnte sein, dass mein Sohn rein emotional nicht so weit ist wie intelektuell. Auch wenn er mit seinen knapp 4 Jahren Dinge kann, die andere erst mit 6-8 Jahren lernen, hat unsere Digitaluhr einen "bösen Nuller", der in immer kratzt und beisst und haut wenn ich nicht dabei bin. Im Kindergarten behauptet er manchmal dass Dinge ihm gehören, von denen er ganz genau weiss, dass sie jemand anderen gehören. Er ist im Moment leider weit davon entfernt, auch nur tagsüber trocken und sauber zu werden und neigt in vielen Dingen (z.B. Kraft und Ausdauer) zu Selbstüberschätzung.

Einschlafen klappt (wenn überhaupt) nur mit Flaschi, Schnuller und Kuscheltier. Obwohl er dazu durchaus imstande wäre mag er sich nicht selbst anziehen sondern legt sich auf die Wickelunterlage, streckt alle viere von sich und lässt die Mama "machen" (die eine auf den Deckel bekommt wenn sie Söhnchen zu spät im KIGA abliefert). Alles so weit nicht extrem abnormal für sein Alter, aber für eine vorzeitige Einschulung sollte sich daran doch noch einiges ändern.


@MajoMam: Da sind ja gewaltig viele Gemeinsamkeiten bei unseren Kindern! Bei Buchreihen schaut er auch immer auf der letzten Seite nach welche es noch gibt und lernt die Titel passend zu den Abbildungen auswendig. Dann ist natürlich noch Thema welche davon wir schon haben bzw. er schon kennt. Da hat er mich bei der "wieso-weshalb-warum"-Reihe mal besonders überrascht als er bei einem Buch meinte, das kenne er von der Kinderärztin. Ich wusste zuerst nicht, was er meinte (unser Kinderarzt ist männlich) doch dann fiel mir ein dass wir einmal, als unser KIA auf Urlaub war, bei einer Vertretung waren, wo ich ihm genau dieses Buch aus dem Wartezimmer-Fundus tatsächlich vorgelesen hatte. Das erstaunliche war, dass dieser Kinderarzt-Besuch da schon etliche Monate zurücklag.

Ich werde auch immer wieder "beauftragt" in der Bücherei nach bestimmten Büchern, die er noch nicht kennt (nur von den Übersichten der letzten Seiten der Buchreihen) speziell zu suchen und zu fragen. Heute haben ich wieder sieben neue Bücher aus der Bücherei nach Hause gebracht und vier haben wir bereits gelesen.

Lieder aus dem Kindergarten höre ich auch ständig, im Moment "ich bin der Frühling, frisch, froh und keck, ich fege den letzten Schnee hinweg...". Um die Nikolauszeit kam er sogar mir mehreren, teils sehr langen Nikolausliedern. Davon hatten sie aber gar nicht alle tatsächlich im Kindergarten "gelernt" sondern einge waren nur ein paar Mal vor dem abholen auf dem CD-Player gelaufen.

Auch das Zahlenverständnis ist sehr gut. Er rechnet ständig irgend etwas herum und kann ebenfalls bis zu 3-stellige Zahlen korrekt lesen. Beim rechnen bin ich mir aber nie sicher ob er es tatsächlich "rechnet" oder ebenfalls auswendig lernt. Er fragt z.B. "wieviel ist 27 plus 9" und wenn er von irgendwem einmal die korrekte Antwort bekommen hat dann weiss er das Ergebnis meistens. Wenn er die Frage jedoch zum ersten Mal stellt und man ihn zurückfragt, was er selbst glaubt, liegt er schon oft daneben. Richtig kopfrechnen (plus und minus) kann er nur, wenn es darum geht, einstellige Zahlen von anderen (teils viel grösseren) Zahlen abzuziehen oder dazuzuzählen und dabei keine Zehnerstelle übersprungen wird.

Eine weitere Gleichheit ist das Interesse an Datum, Wochentagen und Monaten. Mein Sohn sagt mir auch jeden Morgen das aktuelle Datum und den Wochentag. Im Moment höre ich auch täglich wie viele Tage es noch bis zu seinem 4. Geburtstag dauert (da zählt er immer einen Tag vom Vortageswert ab). Er kennt alle Monate und Wochentage und das nicht nur in deutsch sondern auch in Gebärdensprache (die wir ja zur Zeit lernen). Was ihn noch interessiert sind Geburtstage. Im Urlaub konnten sich die Betreuerinnen in de Kinderbetreuung anhören, an welchem Tag und in welchem Monat des Jahres 2014 sein Opa 70 Jahre alt wird.


Ausserdem interessiert er sich für Geographie und kennt etliche Ländernamen und Hauptstädte sowie alle Bundesländer sowohl auf der Landkarte als auch vom Wappen her.

Was die Puzzles betrifft hat mein Sohn dagegen kein besonderes Interesse. Wenn er mal Lust hat kann er schon Puzzles bis etwa 20 Teile bauen, aber er hat selten Lust.

Dafür hat er sich selbst sinnerfassendes lesen und schreiben beigebracht. Zuerst waren es nur einzelne Wörter, die er "als ganzes" schon kannte, danach auch unbekannte Einzelwörter und mittlerweile liest er auch einfache Sätze, Hinweisschilder, Buchtitel, usw. komplett korrekt (auch Umlaute und sch)

Das schreiben macht er rein phonetisch, da ist immer recht witzig wie korrekt er eigentlich mit seiner Schreibweise liegt und wie "falsch" es trotzdem ist (mein persönlicher Favorit ist da immer noch die "BEBISITARIN").
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Linasina » Di 11. Feb 2014, 11:35

Da habt ihr echt 2 schlaue Kinder die bestimmt mal gut in Mathe werden. Vielleicht wird dein Kind ja dann trocken wenn es in die Schule kommt und gefördert wird. Mein Kind mag Puzzeln total gerne. 100 bis 200 Teile macht Sie. Puzzles ab 8 Jahren.
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Edainwen » Di 11. Feb 2014, 12:19

@fremdeln: Mein Kleiner hat bereits mit 3 Monaten extrem gefremdelt, z.B. fing er an zu weinen, wenn nur auf der anderen Straßenseite jemand fremdes vorbeiging. Genauso mochte er keine fremden Räume, d.h. Besuche bei anderen Leuten waren zu dem Zeitpunkt völlig ausgeschlossen und endeten damit, dass ich mit Kind im Tragetuch irgendwo spazieren ging, während die anderen ihren Kuchen aßen. Wenn man dann wieder zuhause war, sah man richtig, wie erleichtert der Kleine wieder war.

Die Große hat dagegen nie gefremdelt.

@auswendig lernen: die Große konnte mit ca. 18 Monaten auch schon reihenweise Bücher auswendig. Das hielt sich auch recht lange. Mittlerweile ist sie 7 und liest Bücher selten mehr als 1x, also ich weiß nciht, ob sie sie dann auswendig kann. Wenn sie aber z.B. in der Schule ein Gedicht auswendig lernen soll, dann reicht es aus, wenn sie es 1x hört (oder liest), danach kann sie es. Das ist beim Kleinen (mittlerweile 4,7 Jahre alt) ncith so ausgeprägt. Er merkt sich weniger den Text an sich als das große Ganze. Und wenn er ein Buch einmal gelesen aht, bracuht er beim zweiten Mal nur noch einzelne Wörter als Anhaltspunkte zu lesen, den Rest kann er auswendig :roll:
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Momo » Di 11. Feb 2014, 13:49

Meine Kleine interessiert sich zwar auch für Zahlen, aber längst nicht so ausgeprägt, wie Ihr es teilweise beschreibt. Doch sie interessiert sich schon lange sehr für Buchstaben und Sprache. Sie nähert sich diesem Thema jedoch nicht so sehr über die Symbole der Buchstaben sondern auch über den Klang. Sie liebt es derzeit, Wörter dem Anfangsbuchstaben zuzuordnen, also "E" wie "Esel", "Ente" usw., dann den Verlauf der Buchstaben zu "erhören". Danach versucht sie, die Laute aufzuschreiben und lernt dadurch das Schreiben der Buchstaben und der Worte. Sie lernt die Buchstaben und das Lesen also intuitiv durch das Schreiben. Kennt Ihr das auch? Ich lese in Euren Berichten oft, dass Eure Kinder die Buchstaben gelernt haben, bevor sie mit dem Lesen oder Schreiben begonnen haben. Doch wahrscheinlich führen viele Wege nach Rom ;) , je nach Veranlagung der Kinder. Doch am spannendsten finde ich zu beobachten, mit welcher Leidenschaft sich meine Tochter diesem Thema widmet, ganz von selbst und ich lasse sie viel selbst ausprobieren und versuche sie nur zu korrigieren, wenn sie es möchte (wenn mir dies auch manchmal schwer fällt).
"Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht." Mark Aurel (121-180)
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon Edainwen » Di 11. Feb 2014, 14:47

Meine Tochter hat sich auch schon sehr früh (mit ca. 18 Monaten)für Buchstaben interessiert und konnte dementsprechend früh alle. Bis sie lesen konnte, dauerte es aber noch eine ganze Weile.

Mein Sohn hat quasi mit dem Lesen die Buchstaben gelernt ... also mit knapp 3 Jahren konnte er plötzlich Wörter aus Großbuchstaben lesen, obwohl ich vorher nie bewusstes Interesse an Buchstaben bei ihm bemerkt habe. Damit konnte er also "lesen" und hat sich dadurch auch die Kleinbuchstaben beigebracht - oder so :oops: Das Interesse am Schreiben ist dann gleichzeitig erwacht.
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon inge007 » Do 13. Feb 2014, 22:18

Edainwen hat geschrieben:Meine Tochter hat sich auch schon sehr früh (mit ca. 18 Monaten)für Buchstaben interessiert und konnte dementsprechend früh alle. Bis sie lesen konnte, dauerte es aber noch eine ganze Weile.

Mein Sohn hat quasi mit dem Lesen die Buchstaben gelernt ... also mit knapp 3 Jahren konnte er plötzlich Wörter aus Großbuchstaben lesen, obwohl ich vorher nie bewusstes Interesse an Buchstaben bei ihm bemerkt habe. Damit konnte er also "lesen" und hat sich dadurch auch die Kleinbuchstaben beigebracht - oder so :oops: Das Interesse am Schreiben ist dann gleichzeitig erwacht.


Das ist schon echt Toll, unser Sohn hat mit 3 1/2 Jahren seine erste Worte gelesen :D
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Re: Waren Eure Babys auch so?

Beitragvon katjaM » Fr 21. Feb 2014, 11:32

War bei meiner auch so. Im Kinderwagen liegen während dem Spaziergang? Gar nicht auszumalen. War ihr viel zu langweilig. Abgelegt werden fand sie eh nicht gut, wenn dann nur ganz kurz, dann gab es sofort Protest...:D
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