Ab welchem Alter Taschengeld und dazuverdienen?

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Ab welchem Alter Taschengeld und dazuverdienen?

Beitragvon mian01 » So 14. Dez 2014, 22:43

Hallo,

Sohn (fast 6) bekommt jeden Samstag 0,50 €, das ist nicht so viel, aber ich finde es reicht, da er sich auch so manchmal etwas beim Bäcker aussuchen kann ohne das Geld anzugehen und wenn er mit einkaufen geht, dann darf er sich etwas ausuchen (nur essbares, keine Geschenke). Kleine Geschenke gibt es, wenn jemand verreist war und von dort etwas mitbringt, das erleichtert dann tatsächlich die Trennung (aber das ist ja auch nicht sehr häufig). Bücher soweit wir sie nicht in der Bücherei ausleihen gibt es bei uns auch einfach so. Da muss einfach immer Lesefutter ran und das begrenze ich nicht.

Er hat bereits einmal von seinem gesparten Geld etwas kleines von Lego gekauft und war super stolz. Er kennt die Münzen und weiß was mehr wert hat usw., aber Preise wirklich einschätzen kann er nicht. Aber ich finde es wird besser und klarer für ihn als wenn ich alles bezahlen würde. Auch das rumrechnen und Zählen des eigenen Geldes macht viel ihm viel Spass.
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Re: Ab welchem Alter Taschengeld und dazuverdienen?

Beitragvon Zottel » Mo 15. Dez 2014, 13:23

Hallo, ich kann nun nur von meiner Nichte sprechen... Sie bekommt am Wochenende immer einen Euro für ihre Spardose. Sie kauft sich davon schon mal eine Zeitung eigenständig. Sie weiß ebenfalls, was welchen Wert hat. Aber was teuer ist und was nicht, kann sie noch nicht richtig einschätzen. Da fehlen doch noch die Vergleichsmöglichkeiten. Wobei sie sich Zahlen sehr gut merken kann und bspw. beim Fleischer zu ihrer Mutter beim Bezahlen meinte, dass der Fleischer aber viel teurer ist, als der vom letzten Mal. Also sie merkt sich vieles und vergleicht dann schon.
Bücher bekommt sie so. Die muss sie nicht von ihrem Taschengeld bezahlen, da ihre Eltern sagen, dass sie damit Lesen üben kann und es eben auch die Fantasie anregt. Das ist für ihre Entwicklung gut.
Nur wenn sie etwas "extra" haben möchte, dann muss sie das selbst bezahlen oder zumindest etwas beisteuern.
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Re: Ab welchem Alter Taschengeld und dazuverdienen?

Beitragvon unwissende » Mi 25. Feb 2015, 21:14

@rabaukenmama

oh, ich hatte den Beitrag aus den Augen verloren.
Zimmer aufräumen bedeutet nicht - sein eigenes Zimmer, sondern ein allgemeingenutztes Zimmer.
Für ihr eigenes Spielzeug wegräumen etc. gibt es keine extra Belohnung, sondern das ist Pflicht. Nur wenn es mir hilft, kommt es auf die Liste. Es gibt ja eine Wochenliste, wo ich die Tätigkeiten bestimme, wo ich Hilfe brauche. - Wäre ja auch nix anderes, wenn ich eine Haushaltskraft bezahlen würde.

Dieses Prinzip haben meine Eltern mit mir auch so gemacht. Auch mit 14 und so. Ich bekam nie eine feste Taschengeldpauschale ( also quasi Geld fürs Nix-Tun). Es wurde vielleicht nicht mehr jede Einzeltätigkeit aufgezählt und die Tätigkeiten änderten sich ja mit dem Alter auch. z.B. Fensterputzen ( 260qm Haus mit vielen vielen kleinen Butzenfenstern), wurde dann pauschal bezahlt oder pro Bereich. Rasenmähen, Gemüsearten, Blumenbeete, oder Hausarbeit in Std. Lohn. Ich kam dann so auf 20 - 50 DM zwischen 14-17 Jahren monatlich. - Ist ja schlecht umzurechnen, es ja auch noch Pfennig-Lollis gab *lach*

Ob es heutzutage mit älteren Kindern durchzuführen ist, keine Ahnung, mach ich mir dann in 10 Jahren Gedanken drum ;)
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Re: Ab welchem Alter Taschengeld und dazuverdienen?

Beitragvon Rabaukenmama » Do 26. Feb 2015, 16:21

Insgesamt habe ich hier viele interessante Ansätze gefunden, danke :) !

Am interesantesten finde ich Koschkas Ansicht, weil es mir ein Blick auf das Thema ermöglicht, den ich vorher noch nicht hatte. Ich weiß immer noch nicht wann ich beginnen werde, meinen Kindern Taschengeld zu geben, und wie viel es sein wird, aber Koschkas Ansicht wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Solche neuen Sichtweisen sind es, die mich in Foren wie diesem lesen und schreiben lassen :) .

Auch die anderen Ansätze sind interesssant, wobei ich mir z.B. nicht vorstellen kann, meinen Söhnen fürs helfen zu Haus Geld zu geben - widerstrebt mir irgendwie innerlich, vielleicht weil ich denke, dass die in einem Haushalt anfallenden Arbeiten - in Absprache und je nach Möglichkeit - ohnehin von ALLEN Haushaltsmitgliedern geleistet werden sollen. Nur weil ich Geld zur Verfügung habe (ist ja auch erarbeitet, wenn auch nicht zu Hause) verteile ich das nicht für etwas, was ohnehin eine gemeinsame Aufgabe der Familie ist. Soweit zu meiner Meinung, wobei ich mir durchaus vorstelle, dass das bezahlen der eigenen Kinder für gewisse Arbeiten gut funktionieren kann.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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