Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 5. Jan 2015, 17:09

Hallo, liebe Forenteilnehmer,

angeregt durch die Diskussion in einem anderen Thread her werfe ich mal eine Frage in den Raum: wie schaut grundsätzlich Euer persönliches "Erziehungskonzept" aus und warum haltet ihr es für gut bzw. für besser als andere Methoden? Wie viel hat die Art, wie ihr das Zusammenleben mit Euren Kindern gestaltet damit zu tun, wie ihr selbst erzogen wurdet? Was für Einflüsse gab und gibt es sonst noch?

Später schreib ich auch ausführlicher dazu, im Moment brauchen mich meine Buben ;) . Freue mich schon auf eine interessante Diskussion!
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Mo 5. Jan 2015, 18:27

Hallo Rabaukenmama,
schön, dass Du das Thema aufgegriffen hast! Später werde ich auch etwas schreiben :)
Liebe Grüße von Momo
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Di 6. Jan 2015, 00:57

Ich bin der Meinung, dass es uns allen gut tun würde, wenn wir weniger "Erziehungsmaßnahmen" und "Methoden" bei unseren Kindern "anwenden" würden und unseren Kindern einfach als einfühlsame, respektvolle Menschen begegnen würden. So oft habe ich mich selbst dabei ertappt, unbedingt "Konsequent" sein zu wollen, mehr "Grenzen" zu ziehen etc. Dadurch wurde ich jedoch nur störrisch und trotzig wie ein kleines Kind. Und was hat es gebracht? Nichts, außer dass meine Tochter in der nächsten Situation ebenso störrisch war.
Gute Erfahrung habe ich damit gemacht, als Mensch eine klare Richtung vorzugeben, mir gut erscheinende Werte in alltäglichen Situationen vorzuleben und dem Kind dadurch lebendig zu vermitteln, dem Kind respektvoll zu begegnen und auch seine eigene Meinung und Bedürfnisse zu sehen. Grenzen nur zu setzen, wenn diese wirklich notwendig sind (da sonst wirkliche Gefahr besteht etc.) und dem Kind viele Freiheiten zu lassen, Dinge durch eigenes Tun zu lernen.
Wie ich ja schon in dem anderen Threat beschrieben habe, werde ich durch meinen achtsamen und vertrauensvollen Umgang mit meiner Tochter auch als Mutter von meiner Tochter sehr achtsam behandelt. Sie geht auch mit mir sehr einfühlsam und kooperativ um. Natürlich gibt es Konflikte, doch auch hier nehmen wir uns gegenseitig ernst und finden bestenfalls gemeinsam eine Lösung. Und das funktioniert erstaunlich gut. Auf Lautstärke, wenn ich mal ungeduldig bin, reagiert meine Tochter mit Ignoranz. Sie zeigt mir sofort, dass ich mich nicht korrekt verhalte. Spreche ich mit ihr ruhig und auf Augenhöhe, sehe ihr dabei klar in die Augen und berühre sie sanft am Arm, dann erreiche ich sie. Auch in schwierigen Situationen. Und da ich auch fast immer kompromissbereit bin, ist sie es auch.
Vielleicht gab es aus diesem Grund keine typische Trotzphase. Sie hatte später eine Phase, in der sie meine Geduld durch die kreativsten "Streiche" stark auf die Probe stellte. Doch ich merkte auch in dieser Situation, je wütender und "konsequenter" ich wurde, umso haarsträubender wurden ihre kreativen Kreationen. Mir half in dieser Situation Astrid Lindgrens "Michel" oder "Lotta aus der Krachmacherstrasse", ich entspannte mich und nahm es mit Humor. Und schon entspannte sich die gesamte Situation.

Mein Fazit- weniger erziehen wollen, eher ein gutes Vorbild sein, mehr Entspannung, Humor, einfach die Zeit mit den Kindern von Herzen genießen :)

Liebe Grüße von Momo
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Di 6. Jan 2015, 11:48

Übrigens fiel mir noch etwas ein. In unseren Spielgruppen, von denen ich berichtet habe, lernte ich, dass diese Art des Umgang mit Kindern wirklich bei allen Kindern zu sehr positiven Reaktionen führte (aktives Zuhören, achtsamer Umgang mit den Kindern, den Kindern vieles Zutrauen und sie selbst Erfahrungen durch ihr Tun machen lassen etc.). Dort erkannte ich, dass das Verhalten und die Reaktionen der Kinder sehr stark vom Verhalten der Erwachsenen abhängt. Das Schöne ist, es ist nie "zu spät" :D. Eine Verhaltensänderung der Erwachsenen zeigt sofortige Wirkung, das kann ich aus Erfahrung sagen.

Noch etwas möchte ich kurz berichten. In einer unserer Spielgruppen hat meine damals einjährige Tochter ihre heutige "Herzensfreundin" gefunden. Die Mädchen waren von Anfang an ein Herz und eine Seele, dadurch freundeten auch wir Erwachsenen uns an und sind heute alle sehr eng befreundet. Interessanter Weise geht diese Familie sehr ähnlich wie wir miteinander um. Und nun kommt das Interessanteste- Dieses Mädchen ist ähnlich weit entwickelt wie unsere Tochter, sie ist kognitiv, sprachlich, sozial und motorisch auffallend weit. Ist es nun ein Zufall, oder hat vielleicht auch der Umgang der Erwachsenen mit den Kindern einen großen Einfluss auf die gesamte Entwicklung?

Schöne Grüße von Momo
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Rabaukenmama » Di 6. Jan 2015, 21:47

Hallo, endlich komme ich auch zum schreiben.

Ich stimme Momo voll zu dass der Umgang der Erwachsenen mit den Kindern großen Einfluss auf deren gesamte Entwicklung hat. Trauriges Beispiel dafür, wie sehr das zutrifft sind die in manchen Waisenheimen in den Ländern Osteruropas "verwahrten" Kinder (von "betreut" kann man bei den dortigen Zuständen leider nicht sprechen :( ), die sowohl kognitiv als auch emotional durch die Vernachlässigung extrem zurückgeblieben sind.

Auch Erwachsenen, die sehr autoritär und vor allem (auf der Beziehungsebene) "von oben herab" erzogen wurden haben gegenüber denjenigen, die das Glück hatten, in einem liebevollem, wertschätzenden Elternhaus aufzuwachsen, schwere Defizite. Ich kenne Menschen, die sich dessen bewusst sind und viel der "alten" Muster ablegen konnten, jedoch war das immer mit sehr viel Arbeit an sich selbst verbunden.

Als ich meinen Mann kennenlernte hatte auch er emotional extreme Defizite obwohl er vom Wesen her immer freundlich war und auch intellektuell sicher über dem Durchschnitt liegt. Mittlerweile weiß ich, dass er ohne Vater aufgewachsen ist und seine alleinerziehende Mutter ihn nie auf den Arm genommen, getröstet, motiviert oder sonst irgendwie emotional unterstützt hat. Anfangs habe ich das dieser Frau sehr negativ angelastet bis ich draufkam dass sie selbst in ihrer Kindheit noch viel weniger Rückhalt gehabt hatte sondern von ihrer Mutter sogar grob mißhandelt worden war. Ich durfte dahinterkommen dass es mit Liebe und Wertschätzung etwa so ist wie mit Geld und Essen: nur wer (bekommen) hat kann geben!

Auch bei mir gibt es nur sehr wenige Punkte, in denen ich konsequent bin. Die meisten Dinge stehen sich mMn absolut nicht für einen (sinnlosen) Machtkampf. So Dinge wie "aufessen was auf den Tisch kommt" oder "wenn Erwachsene sprechen haben Kinder den Mund zu halten" gibt es jedenfalls bei uns nicht. Aber ich erwarte dass mit dem Essen nicht gespielt und ein Minimum an Tischmanieren eingehalten wird. Damit meine ich vor allem dass Füße auf dem Esstisch nichts verloren haben, sonst wird nach einer Warnung der Teller weggnommen und das Essen ist beendet. Das geschieht jedoch ohne wortreichen Kampf und "runtermachen" sondern nur mit dem Hinweis, dass sich jeder, der bei uns beim Tisch ißt, an einige wenige Regeln zu halten hat.

Nun geht es mir aber so wie Koschka: ich habe zwei Kinder (wenn auch keine Zwillinge). Während mein älterer Sohn unsere Tischregeln kennt und akzeptiert testet der Kleine seit Monaten Grenzen aus. Da fliegen Besteck oder Teller durch die Küche, die Füße werden immer wieder demonstrativ auf den Tisch gelegt und wenn ich dann den Teller wegnehme und erkläre, dass es bei so einem Verhalten kein weiteres essen gibt (nein, ich lasse meine Kinder dann nicht hungern, nur DIESES Essen ist beendet!) dann folgen herzzerreißende Tränen und Gesten, dass er doch noch so viel Hunger hat. Stelle ich aber den Teller zurück (hin und wieder tut mir der Kleine dann so leid dass ich das ausprobiere) geht es munter weiter mit Grenzen-austesten!

Während mein Großer von klein auf in vielen Belangen kooperativ war ist der Kleine im Moment in einer starken Machtkampf-Phase. Dabei schreckt er auch vor körperlicher Brutalität (Gegenstände werfen, schlagen, treten, kratzen, beißen,...) nicht zurück. Dazu kommt absichtlich Dinge zerstören, die demjenigen gehören, auf den der Kleine gerade wütend ist und "mit Verachtung strafen".
Bei Großen gab´s solche Phasen auch, aber nicht annähernd so heftig und viel, viel seltener!

Die typische Trotzphase gab es beim Großen auch nie (wie bei Momos Tochter), jedenfalls nicht annähernd so, wie ich sie (bis dahin) nur von den Erzählungen anderer Eltern kannte. Dafür ist der Kleine jetzt bei gleicher Erziehung voll drin.

Das Wort "Erziehung" war für mich lange Zeit negativ behaftet weil ich es mit "das Kind irgendwo HIN-ziehen" bzw. "dazu bringen, das zu tun, was ich erwarte" gleichgesetzt habe. Wikipedia meint dazu aber: Das Wort „erziehen“ geht auf ahd. irziohan („herausziehen“) zurück und nimmt unter dem Vorbild des Wortes educare (lateinisch für „großziehen“, „ernähren“, „erziehen“) bald die Lehnbedeutung „jemandes Geist und Charakter bilden und seine Entwicklung fördern“ an.[1]. Mit dieser Definition kann ich mich durchaus anfreunden und mittlerweile weiß ich, dass jeder unter diesem Wort etwas anderes versteht ;) (ähnlich wie z.B. beim Wort "Liebe").
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon mian01 » Di 6. Jan 2015, 22:30

Koschka hat geschrieben:Hallo Momo,

ich habe Zwillinge. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass die gleiche Art die Kinder zu erziehen zum Teil unterschiedlich gepolte Ergebnisse bringt. Ein Kind sehr sozial angepasst, achtet auf alle und will nicht auffallen. Das zweite Kind ist sehr egozentrisch, reagiert auf Bitten oft in die entgegengesetzte Richtung. Bitten man es leise zu sein, fängt es zu singen an. Wenn dieses Kind zu sehr aufgeregt ist, dann findet es keinen Kontrollknopf mehr um wieder alleine zur Ruhe zu kommen. Ich glaube, mindestens die Hälfte ist genetisch vorgegeben.

Hallo Koschka,

das finde ich super interessant. Ich kenne Zwillingsmütter, die mir genau das gleiche berichteten und auch von hoher genetischer Veranlagung für das Verhalten der Kinder ausgehen. Bei uns ist es so, dass beide Kinder ebenfalls sehr unterschiedlich sind und sich der Große eben als sehr eigenwillig und unruhig und die Kleine als sehr sebstständig, ruhig und beharrlich. Beide haben ihren Kopf, aber eben andere Art und Weisen dies durchzusetzten. Die Art unserer Tochter, charmant und ruhig wirkt da ganz anders als die Art meines Sohnes oft ärgerlich und lautstark. Das bedeutet für ihn wesentlich mehr Konfliktpotential als für die Schwester.
Unser Erziehungskonzept hat sich mit den Kindern entwickelt und entwickelt sich immer weiter. Mein Sohn bringt mich oft an Grenzen, bei denen ich vieles wieder neu überdenke und viel mit meinem Mann spreche. Mittlerweile nimmt unser Sohn auch teil an Diskussionen über Verhalten und Probleme. Ich bin ruhiger und weicher mit den Kindern. Mein Mann ist strenger, aber auch oft klarer mit Anforderungen an die Kinder, was sehr gut wirkt. Wichtig für mich ist vor allem autentisch zu sein und selbst zu wissen was ich will. Ein wirklich zugrunde gelegtes Konzept hinter dem Ganzen gibt es nicht, meiner Meinung nach entwickelt es sich. Fragen muss man dann wohl im Erwachesenenalter mal meine Kinder wie sie es so mit uns fanden :mrgreen:

Viele Grüße
Anja
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Mi 7. Jan 2015, 00:43

Koschka hat geschrieben:
Hallo Momo,

ich habe Zwillinge. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass die gleiche Art die Kinder zu erziehen zum Teil unterschiedlich gepolte Ergebnisse bringt. Ein Kind sehr sozial angepasst, achtet auf alle und will nicht auffallen. Das zweite Kind ist sehr egozentrisch, reagiert auf Bitten oft in die entgegengesetzte Richtung. Bitten man es leise zu sein, fängt es zu singen an. Wenn dieses Kind zu sehr aufgeregt ist, dann findet es keinen Kontrollknopf mehr um wieder alleine zur Ruhe zu kommen. Ich glaube, mindestens die Hälfte ist genetisch vorgegeben.


Ich verlinkte mal ein sehr interessantes Interview mit Jesper Juul, in dem es genau um das Thema Erziehung und auch das Phänomen geht, dass sich Geschwisterkinder häufig so unterschiedlich entwickeln:
http://www.zeit.de/2010/09/Jesper-Juul


Ein Zitat aus diesem Interview mit Jesper Juul ist Folgendes:

Juul: Eltern mit zwei Kindern kennen das: Wahrscheinlich sind diese zwei Kinder sehr unterschiedlich. Das ist nicht nur genetisch bedingt, sondern sie verhalten sich so, weil sie kooperieren – das eine Kind macht quasi eine Fotokopie des Verhaltens, das ihm entgegengebracht wird, das andere kopiert spiegel- verkehrt. In ein Beispiel übersetzt: Die Hälfte der Kinder, die mit Gewalt aufwachsen, wird aggressiv anderen gegenüber; die andere Hälfte wird genauso aggressiv, aber sich selbst gegenüber. Das Phänomen gibt es in allen möglichen Bereichen – immer sind es ungefähr 50 Prozent, die ein Verhalten an den Tag legen, und 50 Prozent, die umgekehrt reagieren.


Sehr spannend, finde ich und es würde vieles erklären.

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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon shaja » Mi 7. Jan 2015, 01:12

Mein Mann und ich versuchen immer wieder durch Reflektieren einen.guten Weg zu gehen, bzw. wir sind auch bereit, Vorträge zu besuchen.oder uns anderweitig Anregungen zu holen für ein respektvolles Miteinander.

Der Impuls hierfür kommt stärker von.mir, was sicherlich auch biographisch begründet ist.

Als mein Sohn ca. 4 Monate alt war, entdeckte ich ein Buch von.Emmi Pikkler, das mich sehr faszinierte. Ich denke, dass ich durch das Lesen dieses Buches meinem.Sohn respektvoller begegnen.konnte, ich achtsamer mit ihm.umgegangen.bin. Als er ca. ein Jahr alt war, entdeckte ich einen Spielraum in.unsere Nähe, der nach Emmi.Pikkler und Maria Montessori konzipiert war. Die beiden Frauen,die den Spielraum.leiteten und dies heute noch machen, waren.für mich in.vielem.ein.schönes Vorbild..
Mein Sohn besuchte den.Spielraum.bis kurz vor seiner Einschulung und heute vermisse.ich ihn.noch.

Ich glaube, er wurde niemals zuvor oder danach so achtsam fremdbetreut..

Dass ein Konzept manchmal.nur ein Name ist ,mussten.wir leidvoll.erfahren ( in.meinen.älteren Beiträgen.geschildert sind unsere Erfahrungen an der Montessorischule) .

Alles in allem sehe ich.meinem.Sohn.jedoch sehr gut an, wie er den.Umgang anderer Menschen.mit.ihm.empfindet,wie er sich fühlt.
Da ich ihm.schon.vor.einiger Zeit erklärt habe , was Bestechung, Erpressung, Drohen.und Strafen sind, ist er so sensibel dafür, dass er es schneller erkennt und auch mir.ein feedback.gibt, falls ich eben.doch mal.zu diesen""Mittel"" greife. Ich entschuldige.mich dann.und formuliere mein.Anliegen.anders...

Das beste Beispiel.seiner Achtsamkeit sich selbst und anderen.Menschen.gegenüber sah ich unter anderem.darin, dass er der Lehrerin.der Montessorischule.ins Gesicht sagte, sie handle nun.gar nicht ""montessorianisch"" , was auch.stimmte, da sie.ihn.in.ihrem Ärger an.seiner Hand packte und hinter sich her schleifte. Auch bin.ich immer noch dankbar, dass er mit berichtet, wenn.jemand mit.ihm.so.umgegengen.ist, dass es ihn innerlich verletzte.

Wie gesagt, ich bin.nicht.immer perfekt,wie.ich.es gerne hätte, aber ich bin.mir.stets bewusst, wie.ich.mich ihm.gegenübeer verhalten.möchte und bin.kritikempfänglich....
Ich finde, mein Sohn hat sich in.vielen.Beeichen prima entwickelt und ich denke,dass dies auch am häuslich achtsamen Umgang begründet ist.
Interessanterweise konnte ich auch sehen,dass Jungs,die als Kleinkind ähnlich auffallend.zurückhaltend waren.wie.mein.Sohn,sich anders enrwickelt haben. Ob dies daran.liegt, dass diese Kinder von.den.Eltern immer mal wieder herbgesetzt werden,weiß.ich naticht,liegt aber nahe..
LG shaja..und: entschuldigt bitte die zahlreichen.Fehler im.Text...das Tablet ist neu und irgendwie unterlaufen.mir damit mehr Fehler als.am.laptop ;) :fahne:
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Bliss » Mi 7. Jan 2015, 01:17

Ich hatte nie ein Erziehungskonzept, aber es gibt Dinge, die ich mir für meine Kinder wünsche. Der Weg dahin sieht bei jedem Kind anders aus, weil die Kinder eben unterschiedlich sind, unterschiedlich reagieren und unterschiedliche Bedürfnisse habe.
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 7. Jan 2015, 08:54

Momo hat geschrieben:
Juul: Eltern mit zwei Kindern kennen das: Wahrscheinlich sind diese zwei Kinder sehr unterschiedlich. Das ist nicht nur genetisch bedingt, sondern sie verhalten sich so, weil sie kooperieren – das eine Kind macht quasi eine Fotokopie des Verhaltens, das ihm entgegengebracht wird, das andere kopiert spiegel- verkehrt. In ein Beispiel übersetzt: Die Hälfte der Kinder, die mit Gewalt aufwachsen, wird aggressiv anderen gegenüber; die andere Hälfte wird genauso aggressiv, aber sich selbst gegenüber. Das Phänomen gibt es in allen möglichen Bereichen – immer sind es ungefähr 50 Prozent, die ein Verhalten an den Tag legen, und 50 Prozent, die umgekehrt reagieren.


Sehr spannend, finde ich und es würde vieles erklären.


Zumindest mir geht´s nicht darum eine psychologische oder wissenschaftliche Erklärung dafür zu bekommen warum Geschwister "anders" sind sondern um den Umgang in der Praxis. Vielleicht gibt´s Eltern, die keine negativen Emotionen haben wenn ihnen das eigene Kind mit voller Gewalt ins Gesicht tritt, ich jedenfalls gehöre nicht dazu und ich WILL auch gar nicht dazugehören!

Wie soll ein Kind lernen seine Grenzen wahrzunehmen und seine Gefühle zu formulieren wenn die Eltern dazu nicht imstande sind? Und WENN sie dazu imstande sind - was soll es bringen die negativen Gefühle, die solche Aktionen wie Tritte ins Gesicht auslösen, zu negieren bzw. so zu tun als wäre alles in Ordnung? Mir tut körperlich weh, getreten zu werden! Und es ärgert mich so behandlet zu werden, unabhänig davon ob der "Täter" nun 2 Jahre oder 40 Jahre alt ist. Da geht es um MEINE Grenze! Nur zu sagen, dass ich das "nicht möchte" wäre eine extreme Verharmlosung.

Beim Kleinen gibt´s einige Dinge mit denen ich nicht zurechtkomme weil er immer wieder MEINE Grenzen überschreitet. Da geht´s nicht darum ihn durch erzieherische Maßnahmen in ein von mir gewünschtes Konzept zu pressen sondern schlicht um den Umgang untereinander.
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