Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Mo 12. Jan 2015, 12:17

Rabaukenmama hat geschrieben:
Es geht nicht so sehr darum WELCHEN Erziehungsstil du verfolgst sondern darum, ob du selbst davon überzeugt bist.


Genau so sehe ich es auch!

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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Mo 12. Jan 2015, 14:29

Dieses Thema würde ich gerne auch noch mal dafür nutzen, denjenigen von Euch Mut zu machen, die gerade in einer schwierigen Phase mit ihrem Kind stecken.
Vor ca. einem Jahr, meine Tochter war ca. 3,5 Jahre alt, hatten wir eine sehr schwierige Phase miteinander. Sie hatte die Trotzphase irgendwie einfach ausgelassen und konfrontierte mich plötzlich mit fast pubertierendem Verhalten. Es ging dabei nicht um Wutanfälle etc., wie es in der Trotzphase vorkommt, sondern sie probierte alles ganz gezielt aus, gerade das, was sie nicht durfte. So frei sie sich hier bewegen darf, es gibt dennoch Grenzen, die ich sehr überlegt und bewusst ziehe. Doch gerade hier wurde sehr strategisch versucht herauszufinden, was davon wirklich gilt, was denn passiert, wenn sie überschritten werden (sowohl als logische Folge als auch meine Reaktion darauf). Ich erkannte meine Tochter kaum wieder, da sie vorher so vernünftig erschien, nun konnte ich mich auf gar nichts mehr verlassen. Gefühlt alle 5 Minuten dachte sie sich etwas Neues aus, ich war allzeit auf für mich anstrengende Situationen gefasst. Was konnte ich tun? Im Grunde gar nichts, denn je stärker ich die Grenzen betonte, umso mehr wurden diese überschritten. Sie wollte etwas wissen und lernen und dies merkte ich zum Glück ganz deutlich.
Ich machte also folgendes- Ich sah diese Zeit als eine wichtige Zeit für meine Tochter, selbstständiger zu werden und gestand ihr zu, meine Grenzen hinterfragen zu dürfen und eigene Erfahrungen zu machen. Ich dachte gleichzeitig selbst über meine Grenzen nach und überlegte, welche Werte und Schwerpunkte mir weiterhin wichtig sind, was ich meiner Tochter vermitteln möchte.
Mir war z.B. sehr wichtig, dass sie mich fragt, bevor sie etwas ausprobiert. Dann war und bin ich sehr verständnisvoll und kompromissbereit. Diesen Wunsch meinerseits habe ich gebetsmühlenartig immer wieder verdeutlicht und ich kann Euch sagen- es dauerte, bevor es fruchtete. Doch nun kann ich den Erfolg meiner "Saat" sehen (ein knappes Jahr später!!!!) Meine Tochter hat vieles versuchen dürfen und ist dadurch sehr selbstständig geworden. Mittlerweile ist sie wieder sehr ausgeglichen und fragt mich unaufgefordert bei ihren Vorhaben, sagt Bescheid, bevor sie sich z.B. irgendwo entfernen möchte, verhält sich sehr höflich auch fremden Menschen gegenüber. Sie erzählt mir, wenn ihr etwas misslungen ist und verhält sich insgesamt sehr umsichtig, verantwortungsbewusst, kompromissbereit und selbstsicher.

Ich möchte durch diese Ausführungen einfach sagen:
Es ist sehr hilfreich, wenn man sich selbst klar darüber wird (und immer wieder reflektiert), welche Werte einem wichtig sind und wie man diese dem Kind vermitteln möchte. Und diese immer wieder liebevoll vermittelt. Und dabei Geduld hat- wenn man selbst klar bleibt, dann wird das Kind es verinnerlichen, auch wenn es eine Zeit braucht. Ich freue mich im Moment so sehr über unser schönes Zusammenleben, dass ich mir endlich vorstellen könnte, noch ein zweites Kind zu haben :D

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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon charlotte2 » Mo 12. Jan 2015, 17:57

@ Rabaukenmama: Die Erfahrung, die Du beschreibst, habe ich auch gemacht. Wenn ich selbst mal nicht gut drauf bin und mich deshalb Dinge nerven, die normalerweise ok sind, dann kann ich das meiner Tochter so sagen, und das passt für sie (na ja, meistens). Was eben gar nicht klappt, ist, wenn ich versuche, den Erwartungen anderer mit meiner Erziehung zu entsprechen. Meine Kleine hat supersensible Antennen, manchmal fast unheimlich. Dass es am wichtigsten ist, EINEN Erziehungsstil durchzuziehen und der für einen selbst passen muss, das sagt übrigens auch Jesper Juul :) Genau deshalb will ich nicht x verschiedene Ratgeber lesen, damit ich nicht ständig zwischen lauter Ansichten hin- und hereiere.
Die Geschichte mit dem Sitzenbleiben beim Abendessen ging weiter - am nächsten Morgen nahm ich meine Kleine beiseite und erklärte ihr lang und breit, wie doof das für mich ist, wenn die erwarten, dass ich schimpfe, ich das aber nicht will und dass das doch nicht unsere Wohnung sei - kurz und gut, ob sie nicht einfach sitzenbleiben könne, bis alle fertig sind. In Verbindung mit dem Versprechen, ihr nach dem Frühstück drei Kapitel "Bullerbü" vorzulesen (im Verhandeln ist meine Tochter gut), klappte es dann. Danach war zum Glück Abreise...
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Rabaukenmama » Di 13. Jan 2015, 10:54

charlotte2 hat geschrieben:Dass es am wichtigsten ist, EINEN Erziehungsstil durchzuziehen und der für einen selbst passen muss, das sagt übrigens auch Jesper Juul :) Genau deshalb will ich nicht x verschiedene Ratgeber lesen, damit ich nicht ständig zwischen lauter Ansichten hin- und hereiere.


Witzig, bei mir ist es genau umgekehrt: ich lese sehr gerne verschiedene Ansichten und picke mir dann das raus, was für mich passt. Ich vergleiche beim lesen von Erziehungsratgebern die Vorschläge der Autoren mit meinen eigenen Beobachtungen und entscheide danach, was in meinen Augen wertvoll und was Müll ist.

Daher habe ich ja auch den Thread für Erziehungsratgeber aufgemacht :) . Sogar in Büchern, die mich vom Gesamtkonzept her nicht gerade begeistern habe ich immer wieder einzelne, sehr wertvolle Anregungen für ganz bestimmte Problemstellungen gefunden. Es gibt nur wenige Bücher, mit denen ich übereinstimme (Gordons "Familienkonferenz" und Remo H. Largos Bücher "Babyjahre" und "Kinderjahre" gehören dazu) und da auch nicht in allen Punkten.

Kann also nicht sagen "nach Juul",oder "nach Montessori" zu erziehen, obwohl mir die grundsätzlichen Ansätze gut gefallen (aber nicht immer die Interpretationen anderer dazu). Von Jesper Juul habe ich z.B. noch gar kein Buch gelesen, nur einige Interviews in div. Zeitschriften. Neulich sah ich in der Buchhandlung ein Buch von Jesper Juul mit dem Titel "Unser Kind ist chronisch krank" und habe überlegt ob ich es kaufen soll. Habe mich dann aber dagegen entschieden, hauptsächlich weil das Buch - für die wenigen Seiten - ziemlich teuer war :?.
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Momo » Di 13. Jan 2015, 12:52

Rabaukenmama hat geschrieben:
Witzig, bei mir ist es genau umgekehrt: ich lese sehr gerne verschiedene Ansichten und picke mir dann das raus, was für mich passt. Ich vergleiche beim lesen von Erziehungsratgebern die Vorschläge der Autoren mit meinen eigenen Beobachtungen und entscheide danach, was in meinen Augen wertvoll und was Müll ist.


Genau so mache ich es auch. Ich setze mich verschiedensten Ansichten und auch wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander und nehme intuitiv das auf, was zu unserer Familie passt.

Ich verstehe Jesper Juul so, dass es für die Kinder schwierig ist, wenn die Eltern ständig die Richtung wechseln, nur weil sie heute dies und morgen das lesen. Das denke ich auch und das meinte ich mit der Wichtigkeit der eigenen Werte und Schwerpunkte. Was ist einem selbst wichtig und welchen Weg möchte man gemeinsam mit dem Kind gehen? Wie möchte man mit dem Kind umgehen und wie diese Werte vermitteln? Wenn einem dies klar ist, dann können diverse Ratgeber auch nicht mehr viel an der Grundrichtung rütteln, sondern geben hilfreiche Denkanstöße und Inspirationen. Das ist aus meiner Sicht der große Unterschied.

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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon charlotte2 » Di 13. Jan 2015, 13:28

Ich verhalte mich ganz automatisch für einige Stunden anders, wenn ich einen bestimmten Erziehungsratgeber gelesen habe. Außerdem gibt es ja bei Erziehungfragen kein richtig und falsch sondern nur Ansichten, die sich mit der richtigen Begründung alle halbwegs plausibel anhören, die auch alle irgendwelche Studien bemühen, sich aber gegenseitig widersprechen. Ich habe eine Zeitlang sehr viele Ratgeber gelesen, und bis auf Jesper Juul waren bei den meisten Autoren Ratschläge dabei, die entweder völlig nach hinten losgingen oder meinem Wertesystem komplett widersprachen. Und wenn in einem Buch eine These drin ist, die ich komplett daneben finde, dann möchte ich von diesem Autor gar nichts mehr ausprobieren. Largo finde ich übrigens auch gut, v.a. was er zum Thema "Schlafen" und "frühes Lesen" sagt. Und Renz.
Als Kind hatte ich auch schon mal eine Phase, in der ich Erziehungsratgeber förmlich verschlungen habe und dann meine armen Eltern damit genervt habe, was sie in meiner Erziehung alles falsch machen...
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon Rabaukenmama » Di 13. Jan 2015, 23:29

charlotte2 hat geschrieben:Ich verhalte mich ganz automatisch für einige Stunden anders, wenn ich einen bestimmten Erziehungsratgeber gelesen habe. Außerdem gibt es ja bei Erziehungfragen kein richtig und falsch sondern nur Ansichten, die sich mit der richtigen Begründung alle halbwegs plausibel anhören, die auch alle irgendwelche Studien bemühen, sich aber gegenseitig widersprechen.


Studien messe ich nur informative Bedeutung zu. Als ich mal einen vorgeschlagenen Ernährungsplan für ein 8 Monate altes Baby gesehen habe bin ich fast verzweifelt weil mein damals doppelt so alter (älterer) Sohn nicht mal die Hälfte dessen gegessen hat, was da angegeben war. Auch so Angaben auf mancher Gläschenkost wie z.B. "entspricht einer von 3 täglichen Gemüseportionen" fand ich besorgniserregend, vor allem weil so ein Gläschen bei uns für 3 Mahlzeiten gereicht hat.

Das ist einer der Gründe, warum mir die Bücher von Remo H. Largo so gut gefallen: dort wird wirklich jedes Kind als einmaliges, wunderbares Individuum wahrgenommen und die ganze Gleichmacherei nach dem Motte "Kinder sind soundso..." oder "dasunddas Verhalten ist normal..." fällt weg.

Ich denke in Erziehungsfragen gibt´s Konzepte, von denen manche besser zu einem bestimmten Kind passen und andere schlechter. Dinge, die bei meinem Großen problemlos funktioniert haben, sind beim Kleinen sehr problematisch und umgekehrt genauso.

charlotte2 hat geschrieben:Ich habe eine Zeitlang sehr viele Ratgeber gelesen, und bis auf Jesper Juul waren bei den meisten Autoren Ratschläge dabei, die entweder völlig nach hinten losgingen oder meinem Wertesystem komplett widersprachen. Und wenn in einem Buch eine These drin ist, die ich komplett daneben finde, dann möchte ich von diesem Autor gar nichts mehr ausprobieren.


Für mich gab´s auch in Büchern, die ich insgesamt nicht so gut fand, immer wieder gute Anregungen (mehr dazu im Bücher-Thread). Ich habe noch keinen Autor kennengelernt, dessen "Konzept" ich 1:1 zu übernehmen bereit bin (auch nicht Largo, Gordon und Juul, meine "Favoriten").

charlotte2 hat geschrieben:Als Kind hatte ich auch schon mal eine Phase, in der ich Erziehungsratgeber förmlich verschlungen habe und dann meine armen Eltern damit genervt habe, was sie in meiner Erziehung alles falsch machen...


Ich hatte auch als Kind Phasen, wo ich mich sehr für Kindererziehung und Psychologie interessiert habe. Mir ging´s dabei aber nicht so um meine Eltern sondern um die mir lästigen "Profis", also Psychologen und Psychotherapeuten, von denen ich im Laufe meiner Kindheit etliche kennengelernt habe. Ich wollte sie einerseits durchschauen und andererseits absichtlich auf falsche Fährten locken. Dabei war ich erstaunt, wie leicht das ging und dass ich nie durchschaut wurde. Dass mir diese Menschen eigentlich bei meinen sozialen Problemen (allein von ihrem Beruf her) eigentlich HELFEN wollten hatte ich noch nicht durchschaut. Mir war es einfach lästig ständig wie ein kranker Hund irgendjemanden vorgestellt zu werden der glaubt, mich besser zu kennen als ich das selbst tue.

Vor einiger Zeit habe ich übrigens mit meiner Mutter darüber gesprochen was sie - rückblickend - im Umgang mit mir heute anders machen würde als sie es damals gemacht hat. Antwort: Ich würde nicht so viel mit dir rumbrüllen und ich würde mit dir nicht mehr zu Psychologen gehen. Beides hat genau NICHTS gebracht!
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon charlotte2 » Fr 16. Jan 2015, 10:19

Zum Gordon-Ratgeber: Ich bin gerade mal wieder beim "aktiven Zuhören", hat da jemand Erfahrung damit? Finde ich super beschrieben in dem Buch, besser als ich es je bisher gelesen habe, theoretisch finde ich es auch sehr überzeugend - nur funktioniert das bei uns einfach nicht. Also, heute morgen - Kind: "Mama, ich will nicht in den Kindergarten". Ich: "Du hast keine Lust, in den Kindergarten zu gehen." Kind: "Nein." Ich: "Du möchtest Dich nicht von mir trennen." Kind: "Ja" Ich:" Im Kindergarten ist es Dir langweilig." Kind: "Ja". Was mache ich falsch???
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon sinus » Fr 16. Jan 2015, 12:05

Haha, ja, das kenne ich. Und auch, dass man oft spontan DOCH seinen Senf dazugibt und wertet/Ratschläge gibt.
Ich glaube, es muss nicht immerzu angewendet werden/funktionieren. Vielleicht klappts ja dann bei der nächsten Gelgenheit. Wenn mal nur "ja" und "nein" kommen, ist das halt so, dann hat das Kind in dem Moment eben auch nichts weiter dazu zu sagen. Will nicht drüber reden, will nicht drüber nachdenken...

Ich finde aber, du legst ihr in deinem Beispiel auch ganz schön viel schon zurecht... also dass sie sich nicht trennen mag, dass es langweilig ist. Das kam ja von dir. Es könnte ebenso auch was ganz anderes sein, warum sie gerade in dem Moment nicht hin will!
Ich habe bei meiner Großen beobachtet, dass sie sich von mir angesprochene/unterstellte Sachen oft dann ganz clever einfach auch zu eigen macht.
Einmal habe ich, als ich geschimpft hatte, dass sie mir nicht zuhört und nicht das gemacht hatte, was ich ihr sagte - in dem Falle sollte sie leise sein, weil die Kleine schlief, war dann aber laut durch die Wohnung getobt und das Baby wachte prompt auf -, in so einem Gespräch gesagt, dass es vielleicht dran liegt, dass sie so viele andere Gedanken im Kopf hat.
Das kam dann wochenlang immer wieder von ihr: "Mama, ich hab einfach zu viele Gedanken im Kopf, DARUM!" ( ist x,y,z passiert)

Also ganz so leicht, wie man denkt, ist das mit dem richtigen aktiven Zuhören wohl nicht...

PS: Vielleicht wäre besser gewesen zu sagen: "Du würdest lieber zu Hause bleiben, als in den Kindergarten zu gehen. Kannst du mir auch sagen, warum?" (oder so...)
Die Blätter sind bunt
nun bellt der Hund
nun lacht der Mund
Raureif liegt auf dem Gras.
Der Has`
friert um die Nas.

(Herbstgedicht der 6jährigen)
sinus
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Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen

Beitragvon charlotte2 » Fr 16. Jan 2015, 13:17

Schon mal beruhigend, dass es nicht nur mir so geht :) Ich empfinde es fast als Widerspruch, einerseits nichts zu interpretieren, andererseits aber zu versuchen, ihren Code zu entschlüsseln und nicht einfach nachzuplappern. Wenn ich nach dem "warum" frage, läuft das dann nicht unter aushorchen, was man ja auch nicht soll? Spontan hätte ich es nämlich genau so gemacht, sie gefragt, warum sie nicht will. Bzw. eigentlich weiß ich ja längst, warum sie nicht will, wir haben oft genug darüber gesprochen. Vielleicht hat einfach die Situation nicht gepasst, und sie sagte nichts, weil eigentlich das Problem sowieso schon klar war.

Habe mittlerweile 61% vom Buch gelesen. Es ist interessant geschrieben, v.a. der Anfang, jetzt allmählich fängt er allerdings an, sich ständig zu wiederholen. Außerdem kommt bisher nicht wirklich viel Neues. Ich reagiere sowieso oft mit ich-Botschaften und Verhandeln. Bisher fehlt mir auch eine überzeugende machtfreie Methode für Verhalten, das so gar nicht geht wie z.B. als meine Tochter versuchte, mir einen Stift ins Auge zu piksen. Da finde ich Juul besser, der erlaubt, in so einem Fall auch mal ganz authentisch zu schimpfen... Aber ich bin ja noch nicht fertig mit Lesen :)
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