"Magische Phase"

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

"Magische Phase"

Beitragvon Momo » Do 4. Jun 2015, 00:42

Wann waren Eure Kinder in Ihrer "magischen Phase"? Meine Tochter hatte mit ca. 2 Jahren sehr intensive Fantasiefreunde, die dann vor dem 3. Geburtstag wieder komplett verschwunden sind. Seitdem ist und denkt sie absolut realistisch, wenn sie mir etwas erzählt, kann ich mich 100% darauf verlassen, dass es auch genauso ist/war. Mir ist nun in der letzten Zeit sehr oft aufgefallen, dass auch Fünfjährige häufig Geschichten erzählen (was sie erlebt haben etc.), die eindeutig ihrer Fantasie entsprungen sind. Ich beobachte bei meiner Tochter dann, dass sie fast genervt davon ist, weil es ja so überhaupt nicht stimmen kann. Es scheint mir manchmal, als würden die gleichaltrigen Kinder in einer anderen Welt leben (was ich von meiner Tochter so gar nicht kenne), versteht Ihr, was ich meine? Heute gab es z.B. wieder eine Situation, meine Tochter (4,5 Jahre alt) sagte darauf später zu mir: "Warum sagt sie das so? Sie ist doch schon 5!"
Obwohl meine Tochter sehr kreativ ist und viel Fantasie besitzt, ihr Denken ist durchweg realistisch und klar. Kennt Ihr das von Euren Kindern auch, bzw. habt Ihr ähnliches beobachtet?

Liebe Grüße von Momo
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Rabaukenmama » Do 4. Jun 2015, 09:22

Bei der "magischen Phase" sehe ich einen großen Unterschied darin, ob die Kinder die Geschichten, die sie erzählen, SELBST glauben oder nicht.

Mein Sohn ist 5 und erzählt manchmal haarstäubende Geschichten, er ist so ein kleiner Münchhausen-Typ. Dabei fangen die Geschichten meistens harmlos an und werden dann immer unglaubwürdiger. Darauf angesprochen, ob er das jetzt erfunden hat, grinst er von einem Ohr zum anderen und nickt.

Auf das, was er ernsthaft erzählt, kann ich mich aber immer verlassen und ich erkenne den Unterschied sehr gut. Bei den Fantasie-Geschichten ist er nämlich meistens in einer übermütigen, überdrehten Phase wo er einfach nur blödeln will.

Es gibt auch Dinge wo seine Wahrnehmung ein bißchen anders ist als die Wirklichkeit. Ein Beispiel ist die Geburtstagsfeier seines Opas. Da traten nämlich sowohl ein Musiker als auch ein Zauberer auf. Der Musiker hieß Paul und er hat meinen Sohn so fasziniert dass er anscheinend gar nicht wahrgenommen hat dass der Zauberer eine andere Person ist. Denn zu Hause sprach er noch im Detail vom Paul, welche Lieder er gesungen hat und welche Zaubertricks er vorgeführt hat. Die Details haben alle gestimmt, nur dass es eben NICHT alles der Paul war. Wir haben die Geburtstagsfeier sogar inkl. Paul mit Legosteinen nachgebaut.

Eine andere Sache war die Beobachtung der Sonnenfinsternis vom Kindergarten aus. Da durften die Kinder der Reihe nach mit einer Schutzbrille die Sonnenfinsternis beobachten. Mein Sohn erzählte mir am Abend begeistert, er habe mit der Sonnenfinsternis-Brille den Mond gesehen. Da das (im 11h vormittags) nicht gut sein konnte versuchte ich ihm zu erklären, dass er wohl die Sonne gesehen hat. Das hat er aber vehement abgestritten und ich wollte ihn auch nicht auf biegen und brechen überzeugen. Wahrscheinlich sah die Sonne durch die Brille aus wie der abnehmende Mond (oder wie ein angebissener Keks) und weil mein Sohn die Sonne nur strahlend und rund kennt war er sich sicher dass das, was er da gesehen hatte, nur der Mond sein konnte.

So was sehe ich aber nicht als Teil der "magischen Phase" sondern eher als menschlichen Irrtum. Tatsächlich unterscheidet mein Sohn zwischen Wirklichkeit und Phantasie seit er ca. 3 1/2 Jahre alt ist - auch wenn er gerne Phantasiegeschichten erzählt.

Ach ja, wir spielen ständig irgendwelche Phantasiespiele wo z.B. ich die Venus bin und er ist der Jupiter und im nächsten Moment ist er wieder ein Astronaut oder ein Vulkan oder ein Baby-Berg oder sonst was. Und wenn wir morgens zum Kindergarten radeln dann sind wir auch entweder Moterräder oder Rennautos.Da weiß er aber sehr gut, was er davon wirlich gibt und was nicht.

Es macht ihm einfach Spaß, in andere Rollen zu schlüpfen. Beim "Aschenputtel"-Theaterstück im Kindergarten spielt er übrigens die jüngere, böse Stiefschwester :mrgreen: .
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Momo » Do 4. Jun 2015, 10:57

Rabaukenmama hat geschrieben:
Ach ja, wir spielen ständig irgendwelche Phantasiespiele wo z.B. ich die Venus bin und er ist der Jupiter und im nächsten Moment ist er wieder ein Astronaut oder ein Vulkan oder ein Baby-Berg oder sonst was. Und wenn wir morgens zum Kindergarten radeln dann sind wir auch entweder Moterräder oder Rennautos.Da weiß er aber sehr gut, was er davon wirlich gibt und was nicht.

Es macht ihm einfach Spaß, in andere Rollen zu schlüpfen. Beim "Aschenputtel"-Theaterstück im Kindergarten spielt er übrigens die jüngere, böse Stiefschwester :mrgreen: .


Ja genau, das kenne ich auch. Rollenspiele meinte ich damit nicht, dass macht meine Tochter auch sehr gerne :) Dann ist ja auch klar, dass gespielt wird. Es geht mir darum, dass mir aufgefallen ist, dass Kinder in der Realität ganz ersthaft von Dingen erzählen, die ihnen passiert sind, die sie gesehen haben etc., die jedoch nur in ihrer Fantasie existieren.
Zum Beispiel das Lieblingsspiel meiner Tochter- Tiere raten. Ein Kind denkt sich ein Tier aus, das andere stellt Fragen, die mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können und versucht das Tier zu erraten. Meine Tochter spielt dieses Spiel schon sehr lange sehr gerne. Sie ist sehr genau in ihren Antworten, es ist ihr sehr wichtig, die korrekten Antworten zu geben bzw. fachlich korrekte Fragen zu stellen (ist es ein Säugetier? Lebt es auf dem Land? etc.). Und vor allem- sie denkt sich immer realistische Tiere aus, denn Phantasietiere könnte ein anderes Kind ja nicht erraten. Doch dieses Spiel funktioniert mit Gleichaltrigen nicht, denn bei den anderen Kindern kommen immer wieder die beeindruckensten Wesen heraus, die nur in ihrer Phantasie existieren können :lol: Das ärgert meine Tochter sehr, sie versteht wiederum nicht, warum die anderen Kinder ihr Spiel nicht verstehen bzw. wie sie spielen. Oder z.B. gestern eine Situation, ich suchte meine Tasche, eine gleichaltrige Freundin meiner Tochter sagte, sie wisse, wo sie steht. Also ließ ich mich von dem Mädchen zu der Stelle führen, merkte aber sehr schnell, dass sich dieses Mädchen nur vorgestellt hatte, meine Tasche würde hier sein. Nicht real , greifbar und verlässlich, wie ich es von meiner Tochter kenne.
Schwierig, meine Beobachtung zu erklären- es ist wenig greifbar, doch ein großer Verhaltensunterschied...

Einen schönen Tag wünscht Momo
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Rabaukenmama » Do 4. Jun 2015, 11:38

Das mit der Tasche würde ich nicht unbedingt der "magischen Phase" zuschreiben sondern ich sehe darin eher die Hilfsbereitschaft eines Kindes, welches gerne WÜSSTE wo die Tasche, ist um Dir zu helfen.

Aber ich weiß schon, was du meinst. Mein Sohn war ca. 3 Jahre alt als die Kinderbetreuerin im Hotel meinte, der andere Raum (der Kinderbetreuung) sei schon schlafen gegangen. Mein Sohn sah sie nur kopfschüttelnd an weil er ja weiß, dass Räume nicht schlafen gehen. Hätte sie wahrheitsgemäss gesagt dass sie den anderen Raum nicht aufsperren will um alle Kinder im Blick zu haben, weil sie im Moment allein ist, hätte mein Sohn diese Antwort bestimmt akzeptiert.

Insgesamt lebt mein Sohn sehr in der Realität. So liebt er es z.B. "Quiz" zu spielen und eine der wenigen Kindersendungen, die er sich ansieht, ist "1,2 oder 3". Dann stellt er selbst Fragen wie z.B. "Auf welchem Planet weht der stärkste Wind? A: Merkur, B: Venus, C: Jupiter, D: Saturn"?. Wenn ich die Frage korrekt beantworte bekomme ich Punkte :mrgreen: . Er liebt es auch, wenn ich umgekehrt mit ihm "Quiz" spiele.
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon DeJule » Do 4. Jun 2015, 19:20

Meine ältere Tochter (4) lädt immer Leute zum Tee ein und denkt sich Geschichten aus. Ich finde das immer sehr süß, vor allem, weil sie ihre imaginairen Freunde abends auch immer nach Hause schickt, weil sie ja auch ins Bett muss.
Auch sonst ist sie immer sehr kreativ, wenn es darum geht Geschichten zu erzählen. Manchmal dichtet sie an echte Erlebnisse auch noch spannendere Dinge hinzu, wenn man sie fragt, etwas darüber zu erzählen. Wenn man sie dann aber darauf aufmerksam macht, dass das ja gar nicht stimmt, lacht sie immer und kriegt ganz rote Wangen.
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 8. Jun 2015, 07:05

Wir hatten beim Kurzurlaub am Wochendende noch ein kleines Erlebnis zum Thema. Andere Kinder hatten einen ganzen Haufen Schleich-Tiere dabei und mein Sohn spielte mit. Bei der Gelegenheit wollte er einem etwas älteren Buben erklären, dass Haie ein Knorpelskelett haben und mit Kiemen atmen, wobei das Wasser beim Maul ein- und bei den Kiemenspalten (die auch am Modell erkennbar waren) wieder ausströmt. Das hatte er fast wörtlich aus einem seiner Bücher. Der andere Bub wollte das aber einerseits nicht glauben und andererseits haben ihm diese Hintergrundinfos auch nicht sonderlich interessiert - und mein Sohn war enttäuscht.

Manchmal lebt er stark in der realen Welt. Gegenpol ist dabei "sein" Land, wo alles anders ist als bei uns. Es heißt "das Samuel-Land" (nur eben mit seinem Namen ;) ) und dort passieren faszinierende Dinge, es gibt Berge, höher als der Mt. Everest und die Menschen sprechen "samuelisch", eine von ihm selbst erfundene Sprache. Technisch sind sie auch sehr weit voraus im Samuel-Land, er berichtet täglich von den tollen Erfindungen dort.
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon BiHa » Mo 8. Jun 2015, 14:13

Rabaukenmama hat geschrieben:Wir hatten beim Kurzurlaub am Wochendende noch ein kleines Erlebnis zum Thema. Andere Kinder hatten einen ganzen Haufen Schleich-Tiere dabei und mein Sohn spielte mit. Bei der Gelegenheit wollte er einem etwas älteren Buben erklären, dass Haie ein Knorpelskelett haben und mit Kiemen atmen, wobei das Wasser beim Maul ein- und bei den Kiemenspalten (die auch am Modell erkennbar waren) wieder ausströmt. Das hatte er fast wörtlich aus einem seiner Bücher. Der andere Bub wollte das aber einerseits nicht glauben und andererseits haben ihm diese Hintergrundinfos auch nicht sonderlich interessiert - und mein Sohn war enttäuscht.

Ich denke, das hängt auch von den Eltern des größeren Kindes ab. Wenn ich in den Zoo gehe, habe ich schon so oft erlebt, dass die Eltern es nicht einmal geschafft haben, den Kindern die richtigen Namen der Tiere vorzulesen. Da wurde dann aus einem Zebu eine Kuh und aus einem Zicklein ein Lamm. :o :evil: Sowas kann mein Sohn dann auch nicht stehen lassen, wird dann aber meistens sehr genervt angesehen.
Wenn die Eltern aber schon so wenig Interesse zeigen, woher soll es dann bei den Kindern kommen?
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Momo » Mo 8. Jun 2015, 22:35

Rabaukenmama hat geschrieben:
Andere Kinder hatten einen ganzen Haufen Schleich-Tiere dabei und mein Sohn spielte mit. Bei der Gelegenheit wollte er einem etwas älteren Buben erklären, dass Haie ein Knorpelskelett haben und mit Kiemen atmen, wobei das Wasser beim Maul ein- und bei den Kiemenspalten (die auch am Modell erkennbar waren) wieder ausströmt. Das hatte er fast wörtlich aus einem seiner Bücher. Der andere Bub wollte das aber einerseits nicht glauben und andererseits haben ihm diese Hintergrundinfos auch nicht sonderlich interessiert - und mein Sohn war enttäuscht.


Das hätte meine Tochter sein können. Doch diese Details interessieren einige Kinder vielleicht einfach nicht oder es ist vielleicht auch peinlich, wenn einem ein jüngeres Kind etwas erklären will? Vielleicht beides...

Heute vor dem Einschlafen hat mir meine Tochter wieder so viel erzählt, es passt vielleicht nicht ganz zu diesem Thema, doch interessant finde ich es trotzdem... Meine Tochter geht ja nun seit einigen Wochen in einen Waldkindergarten. wir haben noch einen Versuch gewagt und hier scheint es ihr sehr gut zu gefallen, sie fühlt sich gut und verhält sich sicher. Die Erzieherinnen sind toll, sie gehen sehr frei und dabei achtsam mit den Kindern um, ganz ohne Druck- genau das braucht meine Tochter und sie wächst dort richtig über sich hinaus. Wir freuen uns natürlich sehr.
Neulich gab es einen Tag, da lag bei den Jungs etwas in der Luft. Sie wollten sich messen, rangelten mit Stöckern, schubsten sich. Meine Tochter erzählte mir, dieses ganze Verhalten hätte sie an männliche Hunde erinnert, die ja auch oft um Stöcke kämpfen und dadurch demonstrieren wollen, wer der Stärkere ist. Sie sagte, sie hätte Angst gehabt, dass sich die Jungs verletzen würden und findet dieses Verhalten überhaupt nicht gut. Heiraten würde sie diese Rüpel nicht, "das könnte ja heiter werden", da sucht sie sich lieber einen ihrer netten Freunde aus (ich schwöre, ich habe nichts dergleichen vorher erwähnt, diese Gedanken kamen allein von ihr). Schön, ab und zu mal an den Gedanken seines Kindes teilhaben zu dürfen, häufig erzählt sie mir solche persönlichen Gedanken vor dem Einschlafen :)

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Re: "Magische Phase"

Beitragvon Rabaukenmama » Di 9. Jun 2015, 07:06

BiHa hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben:Wir hatten beim Kurzurlaub am Wochendende noch ein kleines Erlebnis zum Thema. Andere Kinder hatten einen ganzen Haufen Schleich-Tiere dabei und mein Sohn spielte mit. Bei der Gelegenheit wollte er einem etwas älteren Buben erklären, dass Haie ein Knorpelskelett haben und mit Kiemen atmen, wobei das Wasser beim Maul ein- und bei den Kiemenspalten (die auch am Modell erkennbar waren) wieder ausströmt. Das hatte er fast wörtlich aus einem seiner Bücher. Der andere Bub wollte das aber einerseits nicht glauben und andererseits haben ihm diese Hintergrundinfos auch nicht sonderlich interessiert - und mein Sohn war enttäuscht.

Ich denke, das hängt auch von den Eltern des größeren Kindes ab. Wenn ich in den Zoo gehe, habe ich schon so oft erlebt, dass die Eltern es nicht einmal geschafft haben, den Kindern die richtigen Namen der Tiere vorzulesen. Da wurde dann aus einem Zebu eine Kuh und aus einem Zicklein ein Lamm. :o :evil: Sowas kann mein Sohn dann auch nicht stehen lassen, wird dann aber meistens sehr genervt angesehen.
Wenn die Eltern aber schon so wenig Interesse zeigen, woher soll es dann bei den Kindern kommen?


Naja, in dem Fall ist so was erklärbar, es war ein vom Gehörlosenbund veranstalteter Ausflug und der andere Bub war hochgradig schwerhörig mit gehörlosen Eltern. Daher konnte er den Erklärungen meines Sohnes wahrscheinlich auch sprachlich nicht ganz folgen. Und das alles in Gebärdensprache erklären ist zwar möglich, übersteigt aber die Kenntnisse meines Sohnes (und meine auch, keine Ahnung wie man "Kiemenspalten" und "Knorpelskelett" gebärdet oder auch nur in Gebärdensprache erklärt :gruebel: ).

Aber ähnliche Situationen (Sohn erklärt etwas, andere glauben es nicht bzw. es interessiert sie nicht) hatten wir auch schon mehrmals mit hörenden Kindern.

Bei deinem Zoo-Beispiel würde sich mein Sohn sicher auch sofort einmischen Ich werde ja schon immer korrigiert wenn ich ein einziges Wort falsch vorlese (er liest immer selbst mit).
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Re: "Magische Phase"

Beitragvon maeh71 » Mi 14. Feb 2018, 01:43

Rabaukenmama hat geschrieben:Eine andere Sache war die Beobachtung der Sonnenfinsternis vom Kindergarten aus. Da durften die Kinder der Reihe nach mit einer Schutzbrille die Sonnenfinsternis beobachten. Mein Sohn erzählte mir am Abend begeistert, er habe mit der Sonnenfinsternis-Brille den Mond gesehen. Da das (im 11h vormittags) nicht gut sein konnte versuchte ich ihm zu erklären, dass er wohl die Sonne gesehen hat. Das hat er aber vehement abgestritten und ich wollte ihn auch nicht auf biegen und brechen überzeugen. Wahrscheinlich sah die Sonne durch die Brille aus wie der abnehmende Mond (oder wie ein angebissener Keks) und weil mein Sohn die Sonne nur strahlend und rund kennt war er sich sicher dass das, was er da gesehen hatte, nur der Mond sein konnte.

So was sehe ich aber nicht als Teil der "magischen Phase" sondern eher als menschlichen Irrtum. : .


Liebe Rabaukenmama,
auch wenn dein Post Jahre her ist: ich muss deinen Sohn einfach rehabilitieren. Habe mich extra deshalb hier registriert. Natürlich hat er den Mond gesehen. Und zwar wie er sich vor die Sonne schiebt. Was passiert denn bei einer Sonnenfinsternis sonst? Er ist wirklich extrem schlau :shock: :)
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