Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Nadi » Sa 16. Jan 2016, 14:43

Mein Minimann wird Ende März 2 Jahre alt. Er hatte schon immer ein Problem damit, Reize zu filtern (laut schlaf/Schrei-Beratung war er aller Wahrscheinlichkeit nach auch deswegen ein "Schreibaby", was sich nienieniemal ablegen ließ und kaum schlief), oder gar Eindrücke auszublenden, und neigt stark zu Überreizung, und reagiert darauf mit Unruhe und Kreischen, und teilweise (insbesondere wenn er gleichzeitig länger unterfordert war) Regression in jüngeres Verhalten. Er bekommt sämtliche Kleinigkeiten mit. Heute morgen zum Beispiel hat mein Mann ein graues Hemd angezogen, und geht mit dem grauen Hemd an der Tür zum Wohnzimmer, wo ich mit meinem Sohn sitze, ziemlich schnell vorbei, mein Kind schaut wirklich nur ganz ganz kurz in seine Richtung, und spielt dabei weiter. Mein Mann ist derweil im Bad, und Kind spielt mit seinem Zug. 5min später kommt von meinem Sohn, der quasselnd am Boden sitzt "Papa hat ein graues Hemd und eine schwarze Hose an" inmitten von den Lauten die er für seine Züge erzeugt, und erzählt wo die Züge hinfahren, und wer darin mit fährt, dann sind wieder Sätze dazwischen, von Dingen die vor Tagen, Wochen, teils Monaten passiert sind. Einfach unvermittelt beim Spielen. Beim ins Bett bringen das gleiche, er erzählt von Dingen, die teils schon wirklich länger her sind, und von wirklich winzigen Details, hat so vieles offenbar aktiv in seinem Kopf. Teilweise sagt er plötzlich Dinge, von denen ich dachte dass er sie unmöglich mit bekommen hat (mitlerweile weiß ich, dass wir erstmal davon ausgehen sollten, dass er alles mitbekommt). Es kam auch schon oft vor, dass mein Mann und ich uns im Wohnzimmer in ganz normaler Zimmerlautstärke unterhalten haben, und unser Sohn in seinem Zimmer war, und wir hörten dann, wie er dort, beim Spielen, Teile des Gesprächs, was mein Mann und ich im Wohnzimmer führten, wiederholte, veränderte, "Antworten" gab die zum Gespräch passten.
Alles muss bei ihm auch seine Ordnung haben. Das ist natürlich z.B. in der KiTa oder in der U-Bahn oder so auch nicht gegeben. Fernhalten kann ich ihn deswegen davon natürlich nicht, schließlich muss er in der Welt klarkommen. Aber ich kann ihm eventuell Hilfen und Strategien helfen zu entdecken, damit er damit zurecht kommt.

Die Killerkombi für ihn ist gleichzeitige Reizüberflutung und Unterforderung. Merke ich ganz stark, wenn er aus der KiTa kommt, oder am ersten Wochenendtag also Samstag. Sonntag isses dann meist schon wieder etwas besser.

Nun suche ich wie gesagt "reizarme" Beschäftigung für Kinder in dem Alter, die den Kopf aber fordern, was ich ihm z.B. nach der KiTa anbieten könnte. Er "dreht durch" im Leerlauf und ist gleichezeitig überreizt... Das Gefühl kenn ich von mir selbst, es ist kein schönes Gefühl und ich würde ihm da gern raus helfen.
Insbesondere auch Abends zum sanften runter bremsen wäre ich interessiert, wie ihr das macht (Schlafen ist ein ganz schwieriges Thema bei uns). Klar wir lesen, aber gibt es sonst noch Dinge, die vor den obligatorischen Gutenachtgeschichten noch "vorgeschaltet" werden könnten, die "ruhiges" Spielen irgendwie fördern und den Kopf beruhigen?
Andere Tipps, Strategien und Erfahrungen nehme ich auch sehr gern.

Achso, bevor der Tipp kommt: bei uns ist auch nie im Hintergrund irgendwelches Gedusel, also Radio oder Fernseher oder sowas, an. Würden wir selbst bei durchdrehen^^

Für jeden Tipp bin ich dankbar.
Nadi
 
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 16. Jan 2016, 21:03

Der ältere Sohn meines Mannes hat meinen Buben vor 2 Jahren ein künstliches Aquarium geschenkt. Also so ein Plastikteil mit Leuchte drin wo sich Bilder auf einer Folie drin drehen. Das sieht dann so aus als würden bunte Fische schwimmen (natürlich nur in eine Richtung). Ich bin ja gar kein Fan von so Plastikzeug aber vor etwa einem Jahr habe ich bemerkt dass genau dieses Teil meinen Kleinen fasziniert.

Mein Kleiner ist ja ein Frühaufsteher, was für uns drei Langschläfer (mich, meinen Mann und seinen Bruder) oft schwer war - wenn er z.B. am Wochenende zwischen 5 und 6h morgens hellwach war und spielen oder auf uns rumturnen wollte. Mittlerweile ist unser Ritual geworden dass ich mit dem Kleinen gleich nach seinem wach-werden vom Familienschlafzimmer ins Kinderzimmer gehe. Dort trinkt er dann sein Morgenflaschi (auf dem er immer noch besteht) und dann schaut er sich die Fische an, denn das falsche Aquarium steht direkt beim Kopfteil vom Bett. Und ich kann nebenbei noch langsam aber sicher wach werden. Mittlerweile sind diese Morgenstunden für uns auch zur Kuschel- und Bussi-Zeit geworden. Kleinsohn ist ja (wenn er nicht gerade einen Trotzanfall hat) ein Kind, welches intensiven Körperkontakt sehr braucht und auch genießt.

Oft sind es genau so kleine, unscheinbare Dinge, die ein Kind faszinieren. Bei hörenden Kindern kann es z.B. auch eine Spieluhr oder eine bestimmte CD sein. Ich habe hier auch von so einem Projektor gelesen der wie ein kleines Planetarium sich langsam drehende Sterne auf die Decke des Zimmers wirft.

Kleinsohn hat auch sehr gerne Lieder, die wir gemeinsam singen und gebärden. Und er liebt es, mir Buchstaben oder Zahlen anzusagen (in Gebärdensprache), die ich dann für ihn auf die Zaubertafel schreibe. Auch das sind eher ruhige Beschäftigungen.

Ansonsten fällt mir nichts "reizarmes" ein. Mir fällt aber bei meinen Buben auf, dass sie generell ruhiger "laufen" wenn sie viel frei spielen dürfen, also ohne spezielle Anleitung oder Hilfestellung von mir oder meinem Mann. In meinen Augen ist dieses freie, also komplett unangeleitete Spiel sehr wichtig. Ich bin gerne bereit mich mal intensiv mit einem Kind (oder auch beiden Kindern) zu beschäftigen, will aber bewusst nicht dauernd für ihre "Unterhaltung" zuständig sein.

Unser Wohnzimmer ist montessorimäßig eingerichtet, so dass die Kinder freien Zugang zu diversen Spiel- und Bastelsachen haben und sich selbst nach Belieben bedienen können. Davon machen sie auch oft Gebrauch. Aber was das einfordern des aufräumens betrifft sind mein Mann und ich offensichtlich nicht konsequent genug - das ist leider immer wieder ein Streitpunkt.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Momo » So 17. Jan 2016, 11:56

Hallo Nadi,
willkommen hier im Forum! Wir sind übrigens auch Berliner ;)
Wann holst Du denn Deinen Kleinen aus der Kita? Ich beobachte, dass viele Kinder durch das Dauerprogramm in der Kita, den ständigen Geräuschpegel und die fehlenden Rückzugsmöglichkeiten einfach im Anschluss ausgelaugt sind. Die Anmerkung von Rabaukenmama, die Kinder einfach mal ganz frei und ruhig spielen zu lassen, finde ich sehr richtig und absolut notwendig! Bei meiner mittlerweile 5- jährigen Tochter kann ich beobachten, dass sie diese Ruhezeiten ganz dringend braucht, um wieder in ihr Gleichgewicht zurückzufinden. Sie ist, ähnlich wie Dein Sohn, ebenfalls sehr neugierig und auf der anderen Seite sehr sensibel. Diese gegensätzlichen Bedürfnisse bringen Kinder natürlich in einen Konflikt. Sicherlich würde es Euch auch helfen, wenn Du Dich neben dem Thema der Hochbegabung auch mit der Hochsensibilität beschäftigst. Viele Hochbegabte Menschen sind auch hochsensibel, doch das weißt Du bestimmt ;) Durch die Beschäftigung mit dem Thema der Hochsensibilität habe ich ein sehr tiefes Verständnis für meine Tochter entwickeln können und kann Situationen dadurch viel besser einschätzen und ihr helfen. Gerne kann ich Dir auch ein paar persönliche Tipps schreiben, wenn Du magst, schreibe mir einfach eine PN.

Alles Gute für Euch und einen schönen verschneiten Sonntag in Berlin
wünscht Momo
"Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht." Mark Aurel (121-180)
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon mamma42 » So 17. Jan 2016, 22:40

Hallo Nadi,

im Alter von 1,5 bis 2,5 Jahre, sind wir oft nach der Kita einfach (ohne Ziel) mit dem Stadtbus gefahren, wir wohnen in einer Grossstadt und ich hatte eine Monatskarte.
Das hat er gerne gemacht und auch eingefordert. Geht auch im Winter und nachmittags ist in den Bussen/Strassenbahnen wenig los.
Ich hab mich hin uns wieder mit ihm ans Klavier gesetzt und bin alle Kinderlieder durchgegangen. Oder im Internet für 15 min immer wieder meit diesselben Lieder auf der Maus oder Elefantenseite angeschaut.

Eine andere idee wäre z.B. sich eine Sitzhängematte oder ähnliches anzulegen, zwar weniger für Kopf beschäftigen, aber den Kopf freikriegen und die Seele baumeln lassen. Ggf. dazu Lieder-Cds hören. Wir haben zwar so etwas, aber eben nur eine und beide Kinder würden da gerne abhängen, so dass es einfach permanent Streit gibt...
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon sinus » So 17. Jan 2016, 22:59

Hallo, da sind unsere ja fast gleichalt... Meine zweite Tochter wird auch Ende März 2.
Wär sehr schön, wenn ich öfter mal von euch lesen dürfte!!!

Zum eigentlichen Problem kann ich wenig sagen, das kenn ich von meinen Kindern so nicht.
Meine Kinder spielen beide quasi von Anfang an sehr kreativ und ausdauernd allein, eigentlich gehen ihnen nie die Ideen aus.
Allerdings bewegen sie sich dabei immer in meiner Nähe.

Rollenspiele sind hier vor allem groß angesagt.
Außerdem malen und basteln sie beide gern. Puzzeln war phasenweise beliebt. So ab 2 Jahren + 3 Monaten begann das bei der Großen glaube ich. Die Kleine kann damit noch nichts anfangen. Aber sie baut ganz gern mal mit Bausteinen. Und sie räumt furchtbar gern alle Karten- und Brettspiele aus und besieht sich die Einzelteile ganz genau.
Sie stempelt auch sehr gern, dabei sitzt sie neben mir am großen Arbeitstisch, während ich am Computer arbeite.
Da hat sie auch einen Riesenkarton mit Stiften, den räumt sie ein und aus, benutzt die Stifte, macht diese auf und zu... Das kann sie auch lange bei der Stange halten.
Große Pappkartons und bunte Tücher und die Verkleidungskiste werden auch geliebt. Bücher anschauen tut sie auch ausdauernd. (davon haben wir Unmengen)

Das alles entspricht aber sicher nicht ganz deiner Vorstellung von Auslastung für den Kopf, oder?
Ich glaube auch, dass nicht alle Kinder so in Rollenspielen aufgehen, das ist sicher eine Typfrage.
Ich hab da echt Glück mit meinen Beiden, denn wie gesagt sind sie damit ausdauernd beschäftigt und es hat den angenehmen Nebeneffekt, dass sie das Thema und dessen Komplexität selbst bestimmen können und die Dinge in genau der Intensität verarbeiten können, die sie benötigen. (Und für mich ist es auch immer aufschlussreich, wenn ich sie dabei beobachte - die Themen, die Rollen, in die sie schlüpfen etc)

Was du über die Aufmerksamkeit für Details und Gespräche berichtest, kenne ich von beiden Kindern übrigens haargenauso.
Ich glaube, dass Babys und Kleinkinder generell immer mit ihren Ohren auf alles fokussiert sind, was sich rund um die Eltern abspielt.
Ich habe z.B. einmal einer Mutter bei einem Kaffee auf unserem Sofa darüber berichtet, dass die Kleine so eine lustige Tanzweise hat aktuell. Das Kind spielte zu der Zeit gerade mit der Großen und einem Besuchskind am anderen Ende der Etage, wirklich weit weg und auch noch 2x um die Ecke. Allein dass sie uns HÖREN konnte wundert mich schon. Und sie muss auch noch ZUgehört haben, denn ganz plötzlich kam sie angelaufen, machte uns grinsend genau diese Tanzweise vor und lief dann wieder zurück ins Kinderzimmer!
Da war sie noch nicht viel älter als gerade erst ein Jahr.

Ich wundere mich auch immer, dass sie Orte so gut wiedererkennt.
Als sie ca. 14-15 Monate alt war wollten wir mal durch einen kleinen Tunnel (Unterführung) gehen, als wir von einem Ausflug zurückkamen. Der war gesperrt wegen einer Baustelle und wir konnten nicht durch. Da ich echt müde und der Tag lang gewesen war, fluchte ich laut über den Umweg, den wir darum machen mussten. WOCHEN später (ca 2 Monate müssen das gewesen sein) bin ich dann mal wieder dort gewesen und was macht das Kind? Es flucht mit dem selben Wortlaut. (Ok, ich gebs zu, sie krähte immer wieder "Scheiße!" :lol: vermutlich hielt sie das für die richtige Bezeichnung einer Unterführung...)
Dabei war ich da auch noch von der anderen Seite der Unterführung gekommen, also in der Gegenrichtung unterwegs!
Auch weiß sie immer genau, wo wir sind, selbst wenn wir nur wenige Male dort waren.
Ich vermute, das gehört auch in das Alter, weil sie da ja ganz arg beschäftigt sind, Dinge zu einem Weltbild zu ordnen und sich selbst zu "verorten".
(Meine Große hatte auch eine für mich erstaunliche Orts-Orientierung in dem Alter, die ist jetzt mit 7 Jahren lange nicht mehr so gut.)

So Erinnerungen die sehr weit in die Vergangenheit reichen, sogar in eine Zeit hinein, wo sie selbst noch kaum sprachen, kenne ich auch von beiden Kindern. So fragte meine Große damals mit ca. eindreiviertel Jahren im Spätherbst die Oma, wo denn die Akeleien hin seien? (sie benutzte genau diesen Begriff!) --- Die lila Akeleien hatten im Frühling/Frühsommer überall im Garten geblüht.
(Das schon so früh auftretende Interesse an Pflanzen und ihre genaue Beobachtungsgabe, was Dinge in der Natur betrifft, hat sich übrigens bis heute gehalten)

Meine Kleine ist aktuell offensichtlich u.a. auch schon mit Zeiten beschäftigt. Gestern & morgen als Begriffe für Vergangenes und Zukünftiges scheint sie schon ansatzweise zu verstehen. "Morgen" benutzt sie schon länger, wenn wir ihr Dinge ankündigen, die kommen werden oder sie etwas unangenehmes vor sich herschiebt. (morgen = nicht jetzt, später)
Neulich waren wir an einem Ort, wo wir zu Halloween mal waren. Da gab es damals Glühwein, Feuerchen und Laternenumzug. Ich fragte sie, ob sie sich daran erinnere, erzählte, dass es da Feuer gab und wir unsere Laterne dabei hatten?
Sie hörte mir genau zu, bejahte und ergänzte plötzlich: "Gestern!". (Für sie aktuell vermutlich der Inbegriff für Vergangenes)
Da habe ich gestaunt, das sie das Wort vorher noch nie aktiv selbst benutzt hat und offensichtlich aber verstanden hat, dass es etwas Vergangenes bezeichnet.
Auch versucht sie Wochentage als Begriffe zu benutzen. Natürlich nicht richtig, aber sie hat zumindest begriffen, dass der Name eines Wochentages mit "gestern-heute-morgen" und dem jeweiligen Tagesablauf im Zusammenhang steht. (durch verschiedene Nachmittagsunternehmungen der Großen unterscheiden sich unsere Wochentage auch ziemlich)

Fragen stellen beginnt hier auch gerade. "Wo ist..." schon länger, "Gibts heute?" (Was gibts heute zu essen) fragt sie jetzt öfters bei Tische und "Machen du, Mama?" (Was machst du?) fragt sie aktuell gefühlte 20 mal die Stunde. (Seltsame Grammatik hat sie da mit dem komischen Infitiv. Das kenn ich von der Großen so nicht, sie hat in dem Alter schon grammtikalisch richtig formuliert...)
Die Farben "sitzen" jetzt auch und groß-klein, neu-alt u.ä. setzt sie jetzt ein.
Auch das Lesen von Gefühlen ("böse") bzw die Einordnung von Figuren in böse/lieb ist hier grad Thema.
Und seit letze Woche hat das sogenannte "Trotzalter" begonnen. Im Sinne von "unangemessen" intensiven Gefühlsausbrüchen bei scheinbaren Kleinigkeiten. (»Mama hat mir den Pullover ausgezogen, den ich doch auch nachts tragen wollte« war vorhin grad Auslöser für ca. 15 Minuten toben und weinen...)

Naja, lange Rede und eher wenig hilfreich dein Problem betreffend...
Ich würde aber wirklich sehr gern noch mehr von deinem Sohn lesen!
Erzähl doch mal, was ihn gerade so beschäftigt, das würde mich sehr freuen!

PS:
Bitte nur unter Aufsicht, weil hundsgefährlich bei Verschlucken - aber sehr intensiv spielt die Kleine ebenso wie die Große und oft auch jedweder Erwachsener, der die Dingerchen in die Finger bekommt, mit so Magnetkugeln:

http://www.amazon.de/bouti1583-Magnetis ... gentkugeln
Zuletzt geändert von sinus am Mo 18. Jan 2016, 01:02, insgesamt 9-mal geändert.
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon sinus » So 17. Jan 2016, 23:55

Thema Schlafen:
Die Große konnte auch immer abends lange nicht einschlafen. (Mittagsschlaf ging schonmal gar nicht, habe ich im Alter deines Sohnes darum abgeschafft)
Sie lag mitunter bis zu eineinhalb Stunden wach abends und verarbeitete den Tag. Das ist bis heute noch manchmal so, obwohl sie schon sehr spät schlafen geht für ein Schulkind. (zwischen 21 und 22 Uhr)
Allerdings hat sie da als Kleinkind eigentlich fast immer einfach nur wach und lieb im Bett gelegen und Selbstgespräche geführt oder sich selbst was gesungen, grad in dem Alter deines Sohnes. (Davon habe ich ganz herzerfrischende, heimlich vor der offenen Schlafzimmertür gemachte Tonaufnahmen!)

Die Kleine jetzt kennt das Wachliegen und allein Einschlafen eigentlich gar nicht so recht, da sie mittags zumindest zu Hause in den Schlaf gestillt wird und da auch wegen unseres frühen Aufstehens am Morgen wirklich müde ist und drum schnell einschläft und abends geht sie erstens auch spät zu Bett und ist da dann müde genug. Und zweitens: da das zur gleichen Zeit stattfindet, wie dass zu-Bett-gehen der Großen, schläft sie spätestens beim mindestens halbstündigen Vorlesen für die Große ein. (Wir schlafen alle gemeinsam in einem Zimmer)

Wir haben abends auch eine festen Ablauf: Bilderbuch angucken mit der Kleinen, stillen und Schaflied für die Kleine (in der Zeit macht sich die Große bettfertig) und dann lese ich der Großen vor.
Aktuell schläft die Kleine übrigens wiedermal recht unruhig und auch schlechter ein, als kürzlich noch, aber das schiebe ich auf den momentanen "Neuronenfasching" durch Beginn des "Trotzalters". Die Große hatte genau in dem Alter und ebenfalls gleichzeitig mit den erwähnten "Trotzanfällen" damals sogar für einige Wochen den Nachtschreck...

Als Nummer zwei noch kleiner war - also unter 1 Jahr - und phasenweise abends theaterte (da ging sie noch lange vor der Großen alleine schlafen), habe ich ihr öfters Gedichte aufgesagt. Das wirkte meistens viel besser, als Schlaflieder. Warum auch immer.
Wenn mir die Gedichte ausgingen, habe ich einfach die Schlaflieder als Gedichte umfunktioniert.

Also eine monoton-rhytmische menschliche Stimme (Gedichte, Vorlesen) scheint jedenfalls sehr einschläfernd zu sein...

PS: Bist du eigentlich sicher, dass die Schlafmenge stimmt? Also dass ihr euer Kind nicht evtl auch zu früh schlafen legt und er deshalb nicht gut einschlafen kann? Bei der Großen und meiner Nummer eins hat es eine ganze Weile gedauert, ehe ich dahinterkam und es akzeptierte, dass sie eben obwohl noch unter 2Jahren keinen Mittagsschlaf mehr brauchte und auch wirklich erst so spät zu Bett gehen wollte/konnte.
(Zu Kindergartenzeiten war das tw erst zwischen 22-23 Uhr)
Allerdings kam da dann trotzdem noch hinzu, dass sie einfach einige Zeit braucht, um den Tag zu verarbeiten. Also selbst bei spätem zu Bett gehen braucht sie immernoch mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde, bis sie endlich einschlief/einschläft.
Die Kleine jetzt ist da von Anfang an schon viel schneller "weg". (Sie hat aber durch die große Schwester tagsüber auch mehr Input und steht durch die Schule morgens eher auf, als die Große damals)
sinus
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Momo » Mo 18. Jan 2016, 01:02

Vom Thema "Schlafen" kann auch ich ein Lied singen, von Geburt an war es schwierig bei meiner Tochter :schwitz: Sie hatte als Baby sehr viel geweint (wenn sie nichts sehen konnte z.B. im Kinderwagen, wenn sie schlafen sollte oder wenn sie keinen Körperkontakt hatte). Rund um ihren 2. Geburtstag haben wir den Mittagsschlaf weggelassen, ohne Probleme hielt sie locker bis zum Abend durch und schlief dann übergangsweise etwas früher ein (früher heißt für mich 20:00/21:00 Uhr). Auch mit ihren 5 Jahren braucht sie recht wenig Schlaf, gerade abends ist sie sehr kreativ, doch dabei auch wirklich friedlich und glücklich. Ich lass sie meistens noch spielen, bauen und werkeln, sie würde doch nicht einschlafen... Seit einiger Zeit haben wir vor dem Schlafengehen das Ritual, dass sie mir die Dinge erzählt, die sie beschäftigen. Doch das ist für Deinen Sohn, liebe Nadi, wahrscheinlich noch zu früh. Vielleicht kannst Du anfangen, ihm ganz entspannt von Deinem Tag zu erzählen. Wer weiß, vielleicht steigt er irgendwann mit ein und beginnt von seinen Erlebnissen zu erzählen?

Meine Tochter braucht neben dem Input für den Kopf auch immer wieder motorischen und rhythmischen Input, das entspannt sie sehr. Eine Schaukel haben wir auch (in ihrem Kinderzimmer), es vergeht kein Tag, an dem sie nicht schaukelt. Mittlerweile haben wir auch ein Trapez, Ringe, einen Hängesitz und eine Hängematte etc., immer wieder kann also im Wechsel verändert werden (alle paar Tage, ganz nach Bedarf). Die Schaukelbewegung entspannt sie total, sie mag dabei z.B. auch gerne Hörspiele hören. Vielleicht auch ein Tipp für Euch.

Liebe Grüße und eine hoffentlich entspannte Nacht
wünscht Momo
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 18. Jan 2016, 09:36

Meine Kinder hatten auch von klein auf weniger Schlafbedürfnis als andere. An sich bin ich kein neidiger Mensch, aber wenn ich Bereichte von Eltern höre, deren Kinder abends um 19h ins Bett fallen und dann bis 7h morgens durchschlafen (und deren gibt es anscheinend viele) dann merke ich schon solche (Neid-)Gefühle bei mir.

Meinem Großen wurde mit 18 Monaten der Mittagsschlaf "zu viel", ganz ohne auskommen konnte er aber noch nicht. Leider fiel das gerade in meine zweite Schwangerschaft und ich hatte oft ein starkes Schlafbedürfnis - und ein hellwaches Kleinkind. In der Zeit musste mein Mann wirklich JEDEN Abend und bei jedem Wetter einschlaffahren. Manchmal war so eine Fahrt 100km lang :schwitz: . Wenn mein Großer dann doch mal eingeschlafen war konnte man ihn problemlos vom Auto ins Bett tragen und auch Jacke/Schuhe ausziehen ging im Schlaf.

Mit zwei Jahren und 4 Monaten kam mein Sohn in den Kindergarten und verweigerte dort zu schlafen. Wortlaut: "Mama, im Kindergarten will ich doch nicht SCHLAFEN! Da will ich SPIELEN!". Tja, nur leider schlief er im Buggy auf dem Heimweg ein und war dann mindestens 2 Stunden nicht wachzukriegen - und abends klappte das einschlafen natürlich erst recht nicht! Nach 2 Monaten war er dann doch bereit, im Kindergarten zu schlafen - trotzdem musste mein Mann fast jeden Abend einschlaffahren (mittlerweile war der kleine Bruder auch schon da). Wir haben dann versucht, den Mittagsschlaf zu kürzen, aber selbst bei nur 45min (wo mein Sohn kaum zu wecken war) klappte es mit dem einschlafen so gar nicht.

Dann, mit 2 Jahren und 9 Monaten, war mein Sohn endlich so weit, dass wir den Mittagsschlaf ganz weglassen konnten. Und siehe da, er ging abends VON SELBST gegen 21h schlafen (von 19 oder 20h hatte ich nur geträumt :mrgreen: )! Mit 5 Jahren ist sein Schlafbedürfnis nun bei 9 bis 9,5 Stunden pro 24h, das heißt wenn er um 22h schlafen geht und zwischen 7h und 7h30 aufsteht, passt es.

Kleinsohn brauchte als Baby etwas mehr Schlaf. Aber mit etwa 2 Jahren und 6 Monaten gingen die Schwierigkeiten mit dem einschlafen abends auch bei ihm los. Wir haben dann mit 2 Jahren und 8 Monaten probehalbter den Mittagsschlaf weggelassen. Zu Hause klappte das gut, aber da mein Kleiner ja mit dem Bus vom Kindergarten heimfährt schlief er regelmäßig im Bus ein. Dann schlief er gleich durch - bis ca. 4h morgens :schwitz: . Nach einem Monat war mir klar dass es so nicht gehen kann weil ICH dann zu wenig Schlaf bekomme (Großsohn ging da nicht mehr vor 22h ins Bett). Also doch wieder Mittagsschlaf im Kindergarten! Aber kurz nach dem 3. Geburtstag haben wir es wieder ohne Mittagsschlaf versucht und siehe da - meistens klappt es jetzt. Und wenn Kleinsohn doch einmal schlafend vom Bus heimgebracht wird dann schafft er es zumindest bis gegen 5h durchzuschlafen. Meistens kommt er aber wach nach Hause und geht dann zwischen 20 und 21h schlafen. Aufstehen heißt es für ihn dann um 6h45, was (mit 3 Jahren) einen Schlafbedarf von ca. 10 Stunden entspricht.

Was will ich damit sagen? Schlafbedarf ist genetisch festgelegt. An den Zeiten kann man arbeiten, an der Menge nicht. Wenn Dein Sohn weniger Schlaf braucht als andere Kinder dann ist das eine Gegebenheit, mit der du leben musst. Und wenn du es erst mal akzeptierst dann ist es für alle Beteiligten leichte ;) .
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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Momo » Mo 18. Jan 2016, 09:54

Rabaukenmama hat geschrieben:
Mit 5 Jahren ist sein Schlafbedürfnis nun bei 9 bis 9,5 Stunden pro 24h, das heißt wenn er um 22h schlafen geht und zwischen 7h und 7h30 aufsteht, passt es.

Exakt der Rhythmus meiner Tochter ;)
Ich kann es mir übrigens gar nicht anders vorstellen, manchmal stehe ich fassungslos neben einem Kinderwagen und beobachte erstaunt, wie ein Baby einfach so einschläft. Oder wenn mir Freunde erzählen, dass ihr Kind alleine einschläft, am besten noch gegen 20:00 Uhr. Das kenne ich nur, wenn meine Tochter Fieber hat :schwitz:

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Re: Reizarme Auslastung für den Kopf gesucht

Beitragvon Nadi » Mo 18. Jan 2016, 11:58

Hui, so viele Antworten, na dann arbeite ich mich mal der Reihe nach durch :)

@Rabaukenmama: So ein Leuchtdings hatten wir auch schonmal überlegt. Wir sind derzeit mit Hilfe der Beraterin von der ich im Vorstellungsthread schon geschrieben hatte dabei, das Einschlafritual komplett zu überarbeiten, und da soll die Beleuchtung geändert werden. In dem Zuge werd ich vielleicht irgendsowas anschaffen, eventuell einen Sternenprojektor oder was es nicht alles gibt, keine Ahnung. Bissel Sorge hab ich, wenn es nicht einfach gedimmtes Licht ist, dass er das dann wieder mega spannend und null beruhigend findet :?
Er hat sein Spielzeug auch im Wohnzimmer zur freien Verfügung. Bzw Spielzeug was gerade nicht so von Interesse ist, ist in seinem Zimmer, aber auch da frei zugänglich, einmal Flur runter, Kiste holen. Macht er auch, also es ist ihm präsent was er alles für Möglichkeiten hat, und das nimmt er sich auch zum Spielen. Aber er spielt nicht so gerne sehr lange allein, sondern will uns dann immer einbinden.

@Momo: Wie cool, dass ihr auch aus Berlin seid, so ein Zufall! Du bekommst sicher eine PN, weiß nur nicht, ob ichs heute schaff.
Derzeit holen wir ihn bereits um 14:30 oder 15:30 ab, aber bald wird sich das vmtl nach hinten verschieben. Wegen freiem Spiel, das klappt bei ihm bedingt. Wenn es ihm gut geht klappts ziemlich gut, ansonsten hmpf... Also er hat derzeit sein Lieblingsspielzeug, seine Holzeisenbahn (Weihnachtsgeschenk) im Wohnzimmer aufgebaut stehen, er baut die regelmäßig um und spielt auch ganz schön damit. Wenn er aber so überreizt aus der KiTa kommt, findet das alles in einer ungemeinen Lautstärke (oder ich empfinde es jedenfalls so) statt, und teilweise spielt er dann auch nicht so schön, wie normalerweise. Z.B. normalerweise schiebt er den Zug herum, passt auf, dass er nicht entgleist (schiebt also bei Brücken und Kurven langsamer), macht in Zimmerlautstärke Zuggeräusche etc. Kommt er überreizt aus der KiTa, fängt er an zu brüllen, sobald die Brücke einstürzt, anstatt sie, wie ers sonst macht, einfach wieder aufzubauen, schiebt den Zug viel zu heftig herum, sodass er entgleist, wobei er dann brüllt "SEEEHR Schnell fährt der ICE! Entgleist!" Und dann brüllt er, weil der Zug von den Gleisen fällt, anstatt ihn in Ruhe aufzuheben heult er dann dabei... :gruebel: Kommt dauernd an und sagt ich soll mitspielen, oder er fährt sogar gar nicht auf den Gleisen oder mit nem ganzen Zug, sondern sitzt am Boden, hält in beiden Händen einen Zugteil und fährt/schlägt mit dem über den Boden, wobei er dann irgendwas kurzes unverständliches laut ruft und immer wiederholt. In so einer Verfassung ist er kaum ansprechbar, also ich sprech ihn dann an, dass er etwas vorsichtiger sein soll, dass der Zug sonst kaputt geht. Darauf reagiert er gar nicht. Erst wenn ich mich vor ihn setze, ihn an den Armen fasse und den Zug wegstelle, und ihn hoch nehme, dann "bemerkt" er was, wehrt sich aber dann total und MUSS unbedingt dieses stupide Zug auf den Boden schlagen und Rufen weiter machen. Ich finde es ganz schlimm ihn so zu sehen... Oder er stampft einfach durch die Wohnung und schreit dabei zum Beispiel sows wie "DA DA DA" oder "DAM DAM DAM" "TAM TAM TAM" so laut wie er irgendwie kann...
Sprich er scheint in der Situation gar nicht in der Lage zu sein, frei zu spielen, und ich hab den Drang, mir Ohrenschützer aufzusetzen... :gruebel:
Das ist nicht immer, aber oft so.

@Mamma42: Bus/Zug/U-Bahn fahren entspannt ihn leider nicht so sehr, er liebt es zwar, also er liebt Züge, kennt auch alle :lol: Aber die Züge sind sehr sehr voll um die Zeit, wenn er aus der KiTa kommt.
Sitzhängematte "notier" klingt gut. Oder dieses von der Decke hängende Ding vom Schweden.

@Sinus: Cool, dass unsere fast gleich alt sind. März ist doch ein toller Monat :) Klar werd ich hier öfter schreiben. Bin sehr froh, hergefunden zu haben.
Wenns ihm gut geht, kann er oft auch recht gut alleine spielen (auch hier wie bei dir, in meiner Nähe, aber allein)
Bücher alleine angucken ist bei meinem Sohn noch nicht so beliebt, es kommt langsam, aber meist will er es gemeinsam angucken/lesen.
Stempel sind auch ne gute Idee, sowas werd ich mal holen. Das wird er sicher gut finden.
Und doch, sowas suche ich auch. Denn er kann in dem Moment wo er in dieser Problemsituation steckt gar nicht sofort was großartiges machen. Also um ihn da raus zu bekommen, und seinem Kopf ein bisschen Zeit zu geben sich wieder zu "kalibrieren", aus diesem "rasenden Stillstand" wieder rauszukommen, braucht er erstmal genau sowas, was im grunde "stupides"", wie tausendmal das gleiche Bild stempeln kommt mir da sehr geeignet vor. Erst danach müsste ich ihm denke ich etwas anbieten, was ihn nicht neuerlich überreizt, aber gleichzeitig spannend für ihn ist.

Und ja Aufmerksamkeit für die Umgebung. Da gibts so einige Dinge. Wenn sich auf dem Weg zur KiTa was verändert, merkt er es sofort. An einer Stelle sitzt immer ein Obdachloser. Jetzt als es so ganz kalt war, war er auch mal nicht da. Und sofort fragt mich mein Kind "Mama, wo ist der Dieb?" Ich so :gruebel: :gruebel: :shock: Bis mir irgendwann kam, dass der Obdachlose scheinbar seiner Duplo Figur, die den Dieb von der Polizeiverfolgung darstellen soll ähnlich sieht, denn die Duplofigur hat auch einen stoppeligen Bart ganz herum... Oh man... Wie gut, dass der arme Kerl das nicht mitbekommen hat. Ich hab also erstmal meinem Sohn erklärt, was ein Dieb ist, und dass der Mann der da immer sitzt kein Dieb ist...
Er weiß auch genau welche Station nach welcher kommen und wo wir aussteigen müssen. Ach ja es gibt da viele Stories. :lol:

Und bei den Zeiten ist mein Sohn gerade auch sehr beschäftigt. Er hat "später" heißt unspezifisch am selben Tag aber nicht jetzt. "morgen" heißt nach dem Schlafen. "Gestern" heißt vor dem letzten Schlafen, oder weiter zurück.
"Gestern" und "schon gewesen" sind seine Vergangenheitsbegriffe. Ach ja, und "jetzt" benutzt er auch^^ Zum Beispiel zum Verhandeln und überreden.^^ Und Wochentage sagen tut er auch, aber das einzige was er verstanden hat ist, dass Wochenende/Samstag/Sonntag bedeutet, dass das die Tage sind, wo er nicht in die KiTa muss, Während Montag/Dienstag/Mittwoch/Donnerstag/Freitag die Tage sind, wo er in die KiTa muss. Also er kann die Tage aussprechen, aber noch nicht richtig verwenden.

Schlafen:
Mittagsschlaf macht meiner seit er knapp 18 Monate alt ist nicht mehr... Also den kann ich nicht mehr abschaffen, da er ihn schon lange selbst abgeschafft hat.^^
Meiner kann absolut nicht allein einschlafen, also gibts bei uns Einschlafbegleitung und erst nach dem Einschlafen raus gehen. Allein einschlafen hat er in seinem Leben noch nicht einmal gemacht. Erkläre ich es ihm und gehe mit Ankündigung und Erklärung und kleinem Licht anlassen raus, BRÜLLT er panisch wie abgestochen und rennt mir sofort hinterher...
Das mit den Tonaufnahmen klingt echt süß. Leider geht das bei meinem gar nicht, dass ich raus gehe. Aber er liegt ähnlich wie deine halt ewig wach, nur muss ich im dunklen Schlafzimmer daneben liegen bleiben, weil er sonst panisch brüllt und aufspringt... Ich lag teils 3 Stunden mit ihm, das ist mir nun echt zu doof geworden und er darf abends alleine und ruhig im Wohnzimmer spielen. Früher schlafen tat er nämlich auch nicht, wenn ich 3h mit ihm im dunkeln im Bett lag und mir ne Frikadelle an die Backe labern ließ. So leg ich ihn lieber später hin.

Als Baby war es eine Katastrophe, er schlief sooo wenig und sooo schwierig. Er schlief tags nur beim Tragen ein, und ich durfte nicht stehen bleiben. Sämtliche Versuche, das Laufen zu immitieren, was mir von Leuten vorgeschlagen wurde, also Pezziball, auf der Stelle wippen, etc, hat er alles sofort durchschaut und wurde wach...Ich in der Zeit also in meiner winzigen 1-Zimmer Studenten-Wohnung Achten auf dem Boden gelaufen... Denn ging ich mit ihm raus war die Reizüberflutung vorprogrammiert und das Gebrüll riesig. Irgendwann gings dann im Tragetuch draußen, aber ich bin monatelang nicht weiter als nen paar Meter von meiner Wohnung weggegangen. Immer nur um den Block gelaufen... Nachts schlief er nur gepuckt, und auch dann nur 30-60min am Stück, bis er wieder aufwachte, und prinzipiell nur mit direktem Körperkontakt. Ich hab keine Ahnung, wie ich die ersten Monate inklusive der katastrophalen Wohnsituation überlebt hab. Irgendwann haben wir dann noch ne Federwiege angeschafft, worin er auch ab und an ne halbe Stunde schlafen konnte, sodass ich mit völliger Übermüdung nicht immer noch dauernd im Kreis laufen musste. Und da frag ich mich schon ernsthaft, wieso ich ein zweites Kind will :lol: :lol:

Mitlerweile schläft er deutlich besser.
Das große Problem was wir sehr lange hatten war, dass er IMMER eine Wachphase von 2-4 Stunden nachts hatte... Diese "Phase" ging los, als er anfing sowas ähnliches wie ein Rhythmus zu haben, also mit etwa 3-5 Monaten (davor war einfach völliges Chaos, wie viel / wie lange, wann er da nachts wach war keine Ahnung^^), und blieb bis vor einem knappen Monat... :evil: Er war in der Zeit einfach wach und konnte nicht wieder einschlafen. Er hat nicht geweint, hatte keine Angst, nix, sondern er schlief einfach nicht, lag wach und erzählte. Dies hat sich vor etwa 2-3 Wochen deutlich gebessert, er schläft nun viele Nächte durch, die ewige Wachphase ist seltener geworden. Aber nun kommen die Zeiten: Damit dass mein Kind ein niedriges Schlafbedürfnis hat, habe ich mich schon lange abgefunden, damit hadere ich gar nicht mehr. Ist halt so, ich hab auch kein großes Schlafbedürfnis. Das Problem sind die Zeiten. Bis vor nem Monat ging er so zwischen 20:00 und 21:00 ins bett, sehr selten auch mal schon um 19:00, und stand zwischen 5:00 und 6:00 auf. (manchmal auch um 4 :x ) Auch wenn ich eine Nachteule bin, und nicht gern so früh wach bin, war das ok, denn das war in den Tagesablauf gut zu integrieren.
So, nun hat er sich aber seit einer Weile unserer Nachteulerei angepasst, und ist nicht mehr vor 22:00-23:30 ins Bett zu bekommen... würde dann aber morgens auch gerne länger schlafen. Das Resultat ist, dass ich ihn morgens wecken muss, er abends dennoch wieder erst so spät ins Bett kommt, ich ihn morgens wieder wecken muss, er insgesamt zu wenig Schlaf bekommt, und einen Tag dann zack früher einschläft, meistens in Richtung Wochenende, und dann in der Nacht oft wieder seine nächtliche Wachphase hat :schwitz:
Ach jaaa keine Ahnung... Schlafen so ein Thema für sich... Klar kann ich ihn nicht dazu bekommen, mehr zu schlafen, aber so sind die Schlafzeiten so sehr schlecht in den Tagesablauf zu integrieren...
Sein natürliches Schlafbedürfnis liegt wohl bei 9-9,5 Stunden mit 21 Monaten... Ist ok... Nicht viel, aber damit kann ich leben. Klar hätt ich gern auch mal nen Abend... Aber er ist halt wie er ist... Wenn die Zeiten denn einigermaßen passen würden, und sich in einen Tagesablauf integrieren lassen würden...

Nen festes Ritual haben wir. (Ach ja, wir haben Familienbett, ist für alle am stressärmsten und so bekommen wir den meisten Schlaf.) Wir bremsen ihn abends schon ein bisschen runter mit Bücher gucken, dann wird gewickelt, Schlafi an, Zähne geputzt, dann setzen wir uns ins Bett, er nimmt seine beiden Kuscheltiere und wir lesen im Bett noch ein ganz bestimmtes Buch, was er eh schon eeewig auswendig kann, aber das beruhigt ihn und er besteht auch auf genau dieses Buch, dann bekommt er noch eine Milchflasche, und dann seinen Nucki (tags hat er den seit nen paar Monaten nicht mehr), ich leg mich dazu, er fuhrwerkt in meinen Haaren herum :roll: erzählt noch ein bisschen und schläft dann ein (dauert meist so ne halbe Stunde).
Versuche ich das ganze früher, selbst wenn er seit morgens 6 wach ist, dann lieg ich Stunden da mit ihm, hab das Gefühl ich will mir die Kopfhaut runter reißen, weil es zwickt wenn er da herumwühlt, er wühlt sich durchs Bett, setzt sich hin, will aufstehen, zappelt, hampelt, ist einfach noch nicht müde.
Also sein natürlicher Rhythmus scheint Nachteulerei zu sein, wie Mama und Papa, wie passend, nur leider sehr unpassend für den Rest der Welt, der morgens früh anfängt, aber sehr angenehm für unsere Wochenenden (theoretisch, außer er hat da seine komische Nacht), wenn wir da zumindest Sonntags bis 8, teilweise 9 schlafen dürfen. Das war früher mit ihm gar nicht möglich, da war er ein extremer Frühaufsteher, da ist 8-9 Uhr echter Luxus, so kann sich das ändern.^^

Und ja, diese anderen Menschen mit ihren viel schlafenden Babys und kleinkindern gehen mir auch gehörig auf den Keks ab und an :twisted: Vor allem wenn sie dann noch der Meinung sind, sie müssten nur mal 2 Wochen bei mir sein, und meinem Sohn zeigen wie es geht, dann würde er auch schlafen. Sprich wenn sie dann sagen, dass das alles an mir liegt, wie er schläft, dass ich inkonsequent bin, oder irgendwie dies oder das nicht richtig mache. Dass es das Schlafverhalten meines Sohnes bei ihnen einfach nciht geben würde, sie da halt konsequent und streng währen. Spielen um die Zeit gäbe es bei ihnen halt nicht mehr... Hm ja toll... Graaahhh Was soll denn die Alternative sein? Wenn sein Schlafbedürfnis nunmal so ist, wie es ist...
Und dann diese dauernden nervigen Dinger...
"Du musst ihn halt mehr auslasten, damit er mehr schläft"
"Wart nur ab, wenn er erstmal zur Tagesmutter geht, dann wird er mehr schlafen" :roll: :roll:
"Wart nur ab, wenn er erstmal laufen kann, dann wird er mehr schlafen" :roll: :roll:
"Wart nur ab, wenn er erstmal in die KiTa geht, dann wird er mehr schlafen" :roll: :roll:
:gruebel: :schwitz: pfff...
Nadi
 
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Registriert: So 20. Dez 2015, 16:35

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