Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon alibaba » Mo 30. Sep 2019, 13:34

Bliss hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben:

Was für einen "Mist" hast du hier gehört, den ich nicht gehört habe?


Ich denke sie bezieht sich auf die den Status Quo zementierende Haltung von alibaba.



Könntest Du bitte die Stelle der mistigen, zementierenden Haltung von mir zitieren? Was ist denn mein Status Quo?
alibaba
 

Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 30. Sep 2019, 15:13

Meine3 hat geschrieben:
Was für mich Mist ist?

Dass es nicht okay ist (nur weil es viele Menschen gibt, die intolerant sind), seinem Kind zu vermitteln, dass es in Ordnung (oder "herr"lich) ist, so wie es ist UND dass es in Ordnung ist, wenn andere sie selbst sind und dadurch eventuell anders als die Masse. Und alibabas Kommentar zu meinem hat mir genau das vermittelt.


Das ist doch denken in Extremen. Für mich ist weder herrlich noch fürchterlich wenn mein Sohn Kleider tragen will. Mein Sohn ist mehrfach behindert und hat - wie schon beschrieben - dadurch gesellschaftlich den Sonderstatus der "Narrenfreiheit" - ihm wird man milde lächelnd nachsehen wenn er gegen Klischees verstößt. Ob ich bei meinem älteren Sohn auch sagen würde "Toll dass dir Kleider so gut gefallen! Willst du nicht auch mal eines in der Schule tragen?" bezweifle ich mal zutiefst. Und zwar nicht, weil ich selbst voller Vorurteile wäre oder anderen unterestelle, voller Vorurteile zu sein, sondern weil mein Sohn die möglichen Folgen selbst einfach noch nicht absehen kann.

Für mich sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe, ob es um ein Kindergartenkind in der Unabhängigkeitsphase geht, das sich selbst und seine Umwelt erst einmal kennenlernen muss, oder um ein 135cm großes Schulkind. Beim Kindergartenkind habe zumindest ich keinerlei Problem, den Wunsch nach Kleid, Rüschen, rosa, Glitter, oder was-auch-immer zu respektieren und das Kind in der Hinsicht nach Herzenslust ausprobieren zu lassen (solange es finanziell leistbar ist :P ). Bei meinem älteren Sohn habe ich das auch so gehandhabt. Erst kürzlich habe ich beim aufräumen zwei seiner Lieblingsjeans mit rosa Applikationen gefunden :mrgreen: .

Beim (nicht offensichtlich behinderten) Schulkind fühle ich mich hingegen verpflichtet, es darauf aufmerksam zu machen, dass es "da draußen" in der Welt nun mal Menschen gibt, die diese Kleidung für Buben NICHT gut finden. Wenn das Kind dann sagt "Aber Mama, das weiß ich doch, damit kann ich leben!" ist es okay. Aber das Kind ungewarnt ins offene Messer rennen lassen fände ich persönlich verantwortungslos.

Damit meine ich, dass viele Grundschüler und fast alle Gymnasiasten heute bereits ein Handy mit Kamerafunktion und Internet haben und mein Kind im Kleid binnen nullkommanix ohne mein Wissen oder Einverständnis in den sozialen Medien durch den Kakao gezogen werden kann. Und das Internet vergißt nie! Ein junger Mensch kann auf Grund von solchen Fotos z.B. geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben. Kein Dienstgeber würde offen zugeben "Nein, wir nehmen ihren Sohn nicht als Lehrling zum KFZ-Mechaniker, weil wir im Internet auf ein Bild gestoßen sind, wo er als 9jähriger Frauenkleider getragen hat!", aber de facto ist es leider oft so.

Wie schon gesagt, das ist für mich alles kein Grund, die Wünsche meiner Kinder aus Angst vor späteren Folgen zu unterbinden. Aber mir als Mutter muss trotzdem bewusst sein, dass mein Kind die Tragweite dessen, sich anders als gesellschaftlich "erwartet" wird, zu geben, einfach nicht bewusst ist, nicht bewusst sein KANN. Daher betrachte ich es als MEINE Verantwortung, das Kind darauf hinzuweisen, was alles passieren kann, wenn es offen gegen gesellschaftliche Normen rebelliert.

Je nach Situation würde ich meinem Sohn sogar ausdrücklich davon abraten (nicht verbieten!), in Mädchenkleidern zur Schule zu gehen. Vielleicht habe ich für dich jetzt auch so eine "mistige zementierte Haltung" wie bliss sie alibaba unterstellt. Aber wir wissen alle nicht, in welcher Gesellschaft unsere Kinder in 10, 20 oder auch 50 Jahren leben werden. Es ist noch keine 100 Jahre her da wurden auch hierzulande Leute sogar umgebracht, weil sie "anders" waren. Ich wünsche mir von Herzen, dass es NIE WIEDER so weit kommt und dass die Gesellschaft zunehmend offener und toleranter gegenüber jede Art von "Andersartigkeit" wird, solange dadurch niemand dritter Schaden nimmt. Aber davon AUSGEHEN dass es so sein wird, kann ich leider nicht.

@charlotte12: Meiner Meinung nach kann man das auch überhaupt nicht mit dem Kampf gegen eine Schlafpflicht im Kindergarten vergleichen. Denn wenn ich als Mutter mich da gegen die Masse stelle, dann ist es einzig MEINE Verantwortung, hingegen kann nur eine unbedachte Handlung, wo sich mein Kind ungewollt lächerlich macht, meinem Kind selbst noch Jahre später schaden. Ob mir das gefällt oder nicht tut dabei nichts zur Sache.
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon Meine3 » Mo 30. Sep 2019, 18:45

Hallo Rabaukenmama und koschka,
Wenn ihr den Beitrag von mir zu charlotte12 auch gelesen habt (weiter oben) solltet ihr bemerkt haben, dass ich meine Kinder auch nicht „ins offene (Gesellschafts)Messer rennen lasse“ und sehr wohl differenziere (wie alt ist das Kind, WO ist das Kind, etc) und wir im Grunde d‘accord sind.

Ich stehe zu meiner Meinung und finde, ich habe sie ausreichend „erklärt“...


Daher belasse ich es hierbei.

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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon Rabaukenmama » Di 1. Okt 2019, 08:08

Meine3 hat geschrieben:Hallo Rabaukenmama und koschka,
Wenn ihr den Beitrag von mir zu charlotte12 auch gelesen habt (weiter oben) solltet ihr bemerkt haben, dass ich meine Kinder auch nicht „ins offene (Gesellschafts)Messer rennen lasse“ und sehr wohl differenziere (wie alt ist das Kind, WO ist das Kind, etc) und wir im Grunde d‘accord sind.

Ich stehe zu meiner Meinung und finde, ich habe sie ausreichend „erklärt“...


Daher belasse ich es hierbei.

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Hallo Meine3,

was ich an dem ganzen nicht verstehe ist, inwiefern alibabas Beitrag dann so ein Mist für dich ist. Um nichts anderes geht es darin.
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon alibaba » Di 1. Okt 2019, 09:06

Rabaukenmama hat geschrieben:
Meine3 hat geschrieben:Hallo Rabaukenmama und koschka,
Wenn ihr den Beitrag von mir zu charlotte12 auch gelesen habt (weiter oben) solltet ihr bemerkt haben, dass ich meine Kinder auch nicht „ins offene (Gesellschafts)Messer rennen lasse“ und sehr wohl differenziere (wie alt ist das Kind, WO ist das Kind, etc) und wir im Grunde d‘accord sind.

Ich stehe zu meiner Meinung und finde, ich habe sie ausreichend „erklärt“...


Daher belasse ich es hierbei.

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Hallo Meine3,

was ich an dem ganzen nicht verstehe ist, inwiefern alibabas Beitrag dann so ein Mist für dich ist. Um nichts anderes geht es darin.


Das kann ich Dir sagen, da sich @meine3 dazu schon positioniert hat:

Meine3 hat geschrieben: Dass es nicht okay ist (nur weil es viele Menschen gibt, die intolerant sind), seinem Kind zu vermitteln, dass es in Ordnung (oder "herr"lich) ist, so wie es ist UND dass es in Ordnung ist, wenn andere sie selbst sind und dadurch eventuell anders als die Masse. Und alibabas Kommentar zu meinem hat mir genau das vermittelt.


Ich glaube, dass es @meine3 nicht richtig gelesen hat, was ich denn geschrieben habe. Denn das was sie als Begründung angibt, habe ich so nicht geschrieben. Generell ist das oft (nicht immer) hier ein "Problem". Und in Folge geht es nicht mehr auf der Sachebene (man darf und soll seine Meinung dazu haben) sondern eben um die Beziehungsebene (mistige, zementierende Haltung). Das ist irgendwie schade.
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon Meine3 » Di 1. Okt 2019, 14:19

Hallo Alibaba, hallo rabaukenmama,

Es ging mir insbesondere um diesen Abschnitt aus alibabad Kommentar zu meinem:

Ich als Mutter habe damit kein Problem - nur von herrlich finden, bin ich meilenweit entfernt. Die ganzen Probleme die damit verbunden sind, weil es gesellschaftlich nicht toleriert wird, die ganzen Selbstzweifel die damit verbunden sind, die Belastungen für das Kind/Jugendlichen/Erwachsenen bis hin zu den Eltern die mitleiden, weil das Kind leidet - ganz ehrlich - ich bin froh, dass meine Kinder "normal" (im Sinne der gesellschaftlichen Akzeptanz) sind bzw. mein Sohn kein Kleid tragen will.


Es ist nur eine Belastung oder führt zu Selbstzweifeln, wenn andere ein Problem darin sehen, dass das Kind sich ungewöhnlich kleidet. Wenn es alle okay finden, gäbe es keine Belastung, keine Verletztheiten... Mit dem Satz „ ich bin froh, dass meine Kinder normal sind...“ finde ich persönlich, zeigt aber, dass sie selbst das auch nicht akzeptabel fände ( da dies ihre erste Reaktion darauf war, das als „unnormal“ oder gesellschaftlich nicht akzeptabel zu betrachten)und dieser Eindruck verstärkt sich für mich durch das Beispiel mit dem Transgender in der Bäckerei. Zudem hatte ich -mal wieder - den Eindruck, dass der „Ton“ recht bissig, bzw. unfreundlich daher kam.

Alibaba, du hast mich schon mehrfach „zurecht gewiesen“ ich solle auf der „Sachebene“ bleiben, worum ich mich in anderen Beiträgen in jüngster Vergangenheit sehr bemüht habe, auch wenn ich deine Beiträge auch oft als unsachlich, weil unnötig unfreundlich, empfand. Doch dann wurdest du wieder sehr persönlich und für meine Begriffe aggressiv, so dass es mir zunehmend schwer fällt, deine Beiträge „neutral“ zu lesen. Hier ist es mir nicht gelungen, das „neutral“ zu lesen. Dass du öfter aneckst, nicht nur mit mir, ist Dir selbst vielleicht auch schon aufgefallen. Ich bin manchmal „zu empfindlich“ oder werde zu persönlich, du liest dich oft provokant , unnötig offensiv und auch zu persönlich. Vielleicht hätte ich an dem Tag, als ich das mit dem „Mist“ schrieb auch mal eher einen aggressiven Ton drauf, was sonst so garnicht meine Art ist.

Vielleicht wäre das ganz anders, wenn man im echten Leben diskutieren würde. Hier hat man nur das geschriebene Wort. Mimik, Gestik, Intonation, das alles fehlt. Dass es da ab und zu zu Missverständnissen kommt, finde ich völlig normal. .
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon charlotte12 » Di 1. Okt 2019, 14:55

@charlotte12: Meiner Meinung nach kann man das auch überhaupt nicht mit dem Kampf gegen eine Schlafpflicht im Kindergarten vergleichen. Denn wenn ich als Mutter mich da gegen die Masse stelle, dann ist es einzig MEINE Verantwortung, hingegen kann nur eine unbedachte Handlung, wo sich mein Kind ungewollt lächerlich macht, meinem Kind selbst noch Jahre später schaden. Ob mir das gefällt oder nicht tut dabei nichts zur Sache.

Ich denke, als Jungs-Mutter sieht die Sache nochmals heftiger aus als bei Mädchen-Müttern. Es wirkt auf die Gesellschaft einfach "lächerlicher", wenn ein Junge in Mädchenkleidung rumläuft als wenn ein Mädchen in Jungs-Kleidung rumläuft, letzteres kommt oft sogar als "cool" rüber. Wobei das auch schon einiges über Wertschätzung von Männern und Frauen in unserer Gesellschaft sagt, auch die Wortwahl "herrlich" von "Herr" vs "dämlich" von "Dame" - nur mal so am Rande...
Für mich ist der Gedankengang beim Schlafpflicht-Problem wirklich derselbe als beim Gender-Problem. Beides Mal ist meine Motivation dafür, sich gegen die Gesellschaft zu stellen, dass ich langfristig die Gesellschaft in Richtung mehr Toleranz verbessern möchte und dass ich daran glaube, dass es gut und richtig ist, Vorreiter zu spielen, auch wenn es meinem Kind selbst kurzfristig gesehen eher schadet als nutzt. Und beides Mal ist mein Argument dafür, dass ich mich bzw. mein Kind anpasse und kusche, dass ich direkt negative Folgen für mein Kind befürchte und das Wohl meines Kindes ganz egoistisch über die Verbesserung der Gesellschaft stelle. Sowohl bei der Gender-Frage als auch bei der Schlafpflicht. Wenn ich dermaßen massiv auf höherer Ebene gegen die Schlafpflicht vorgehe, solange mein Kind noch die Einrichtung besucht, dann befürchte ich, dass mein Kind das von den Erziehern sehr deutlich zu spüren bekommt, dass es ihm eben auch schadet. Und das ist auch der Grund, warum ich persönlich das nie im Leben machen würde.
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon Rabaukenmama » Di 1. Okt 2019, 16:10

charlotte12 hat geschrieben:Für mich ist der Gedankengang beim Schlafpflicht-Problem wirklich derselbe als beim Gender-Problem. Beides Mal ist meine Motivation dafür, sich gegen die Gesellschaft zu stellen, dass ich langfristig die Gesellschaft in Richtung mehr Toleranz verbessern möchte und dass ich daran glaube, dass es gut und richtig ist, Vorreiter zu spielen, auch wenn es meinem Kind selbst kurzfristig gesehen eher schadet als nutzt. Und beides Mal ist mein Argument dafür, dass ich mich bzw. mein Kind anpasse und kusche, dass ich direkt negative Folgen für mein Kind befürchte und das Wohl meines Kindes ganz egoistisch über die Verbesserung der Gesellschaft stelle. Sowohl bei der Gender-Frage als auch bei der Schlafpflicht. Wenn ich dermaßen massiv auf höherer Ebene gegen die Schlafpflicht vorgehe, solange mein Kind noch die Einrichtung besucht, dann befürchte ich, dass mein Kind das von den Erziehern sehr deutlich zu spüren bekommt, dass es ihm eben auch schadet. Und das ist auch der Grund, warum ich persönlich das nie im Leben machen würde.


Was für Erzieher sind das, wo du davon ausgehst, dass DAS KIND dafür leiden muss, wenn du als Mutter "aufmümpfig" bist :twisted: ? Sorry, aber in einer Einrichtung, wo ich DAS annehme, würde ich meine Kinder keine Minute lassen!

Die Schlafpflicht ist keine gesellschaftliche Norm (über deren Sinnhaftigkeit bzw. Wichtigkeit die Meinungen auseinandergehen) sondern eine Sache, die der Bequemlichkeit halber nicht geändert wird, OBWOHL nachweislich der absolute Großteil der 3-7jährigen Kinder gar keinen Tagschlaf mehr benötigt. Und es geht auch nicht darum, den Kindern, die tatsächlich noch einen Tagschlaf brauchen, diesen vorzuenthalten, sondern um die PFLICHT für den Großteil der Kinder, jeden Tag wach im dunkeln rumliegen zu müssen. Hier geht es (für die Eltern) nur um den eigenen Mut, für die Sache einzustehen, oder eben nicht. Die Gender-Frage ist damit absolut nicht zu vergleichen.
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon sinus » Di 1. Okt 2019, 20:58

@Rabaukenmama: Scheinbar ist es hier aber eine Mehrheit der Kinder, die schläft. Und eine Mehrheit der Eltern, die den Schlaf befürwortet und sagt, dass ihr Kind das braucht.

Und natürlich ist zu befürchten, dass das Kind die Folgen zu spüren kriegt, wenn die Mama "unangenehm auffällt".
Erstens zerstört es das Vertrauensverhältnis zwischen Kita und Eltern, wenn man auf diese Weise gegen die Kita vorgeht und das spüren die Kinder durchaus auch selbst. Das Kind merkt doch, dass man nicht einverstanden mit dem ist, was dort gemacht wird und sitzt dann ggf zwischen den Stühlen. Denn im Idealfall hat es auch eine Bindung an die Einrichtung/die Erzieher.
Und zweitens habe ich schon einige Erzieherinnen und auch Lehrer/Innen kennengelernt, die nicht ganz die Reife hatten, die man sich bei erwachsenen Menschen wünscht. :roll:
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Re: Noch so eine - Junge, Mädchen oder was dazwischen

Beitragvon alibaba » Mi 2. Okt 2019, 08:52

Meine3 hat geschrieben: Dass du öfter aneckst, nicht nur mit mir, ist Dir selbst vielleicht auch schon aufgefallen.


Ich hatte das schon einmal geschrieben. Das Schlimmste wäre - im wirtschaftlichen Sinne des Lebens - wenn wir alle ins selbe Horn blasen. Es soll, es gibt, es muss, es wird unterschiedliche Meinungen zu einem Thema geben. Am dümmsten - im Sinne einer Weiterentwicklung ist, wenn Andere die Gedanken als nicht richtig hinstellen. Im Sinne von - kann ja gar nicht sein, fünft sehen das auch so, nur einer nicht. Macht man das so, erübrigt sich jedes Brainstorming.

Was ist denn der Sinn eines Austausches? Gleichheit? Es gibt nicht nur eine Tür, es gibt ganz viele. Geht es bei einem Austausch um richtig?

Ich werde hier im realen Leben, ganz oft, einfach zu Meetings hinzugezogen, weil ich "berühmt berüchtigt" für meine Nachfragen bin. Nix bequem sich selber einlullen ……. vor allem eben einfach behaupten nach dem Gefühl. Ich habe erst gestern hier im Job viele Leute aufgescheucht …. wir leben ja alle in der uns eigenen umgebenden Filterblase. Selbst wenn drei Filterblasen ähnlich sind, bedeutet das nicht, dass eine vierte Blase nicht doch ganz anders ist. Wichtig ist dabei, nicht zu sagen, dass Alles nun falsch sei, nur weil eben die vierte Filterblase anders ist. Es gibt nämlich ganz viele Gemeinsamkeiten, man muss das nur sachlich angehen.

Im Übrigen kann mein Großkind wunderbar sachlich seine Anliegen an uns heran tragen. Und da er verstanden hat, dass ich nachfrage, hat er vorher schon Sachargumente (die aus seiner Sicht dafür sprechen) gesammelt. Ich habe fast keine Konfrontation - trotz Teenager. Mein Kindklein (auch Teenager) ist total auf der Beziehungsebene. Läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn rum, viel Luft, keine Begründung. Ich will das, weil alle das so haben. Alle Klassenkameraden habe hier "Whatsapp". Wir nicht. Machen es jetzt die Anderen alle richtig - weil sie in der Mehrheit sind und wir machen es falsch?
alibaba
 

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