Schulentscheidung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Di 19. Nov 2019, 16:22

patchanka hat geschrieben:Liebe Rabaukenmama!

Ich habe deinen Beitrag nur überflogen: da ich allerdings die Situation in Wien relativ gut kenne wollre ich dir meine Erfahrungen nicht vorenthalten: zwar ist der Lehrplan in einer NMS und einer AHS gleich, das Niveau ist aber schon sehr unterschiedlich.
Mein Sohn wollte nach der alternativen VS auch ins GYM, weil ihn die vielen Fächer interessiert haben. Aus einer individuellen Entscheidung ist es dann jene Schule geworden, in der die Unterstufe als WMS geführt wird (K.gasse im 7.). Leider war er extrem enttäuscht, weil insbesonders in den Nebenfächern das Nicht-Wissen, das die meisten MitschülerInnen mitgebracht haben, für ihn so absolut unverständlich war. Das hat dazu geführt, dass 1. der Unterricht für ihn unglaublich langweilig war und 2. er eine Rolle in der Klasse eingenommen hat in der er nicht glücklich wurde (Angeber, der alles weiß). Auch die LehrerInnen (die prinzipiell super engagiert waren!) haben ihm teilweise verboten, auf Fragen im Unterricht zu antworten. Förderung für schwache Schüler gab es viel, für begabte kaum: wenn dann nur außerhalb der Schulzeit, was er absolut verweigert hat! Dafür hat er gelernt mit Aspergerkindern umzugehen (war in einer I-Klasse) spricht jetzt "parkisch" und kennt alle Youtuber und Computerspiele, die gerade in sind.


Genau DIESE Schule ist es, die ich eigentlich für meinen Sohn favorisiere (K.gasse im 7.) :? . Heute waren wir dort und haben die Autismus-Beauftragten von dort kennengelernt. Mir ist die ganze Situation ehrlich gesagt ziemlich chaotisch und unorganisiert vorgekommen, in Anbetracht dessen, dass ich ja einen fixen Termin hatte, aber anscheinend genau zu der Zeit, wo auch Sprechstunde war, und wo im Raum entweder nur die eine oder die andere Person anwesend war und wo es auch sonst ein ständiges kommen und gehen gab. Naja...

So, wie du deinen Sohn beschreibst, fürchte ich, dass es auch meinem Sohn gehen könnte. Er weiß sehr viel und möchte das auch kundtun, gerade in der Schule. Dass es nicht immer das ist, was gerade passt oder gefragt ist, merkt er von selbst nicht. Gerade sprachlich (deutsch und englisch) ist er wirklich extrem weit voraus, aber er hat auch ein immenses Allgemeinwissen. Youtuber hingegen kennt mein Sohn heute schon einige, da gibt es vielleicht doch ein paar Berührungspunkte zu anderen Kindern ;) .

patchanka hat geschrieben:Leider haben wir in Wien so eine starke schulische Selektion, dass in die NMSen wirklich fast nur jene Kinder gehen, bei denen es in den Elternhäusern massiv an Ressourcen und Möglichkeiten fehlt, um die Kinder zu fördern. Was im Kindergarten noch nicht so auffällt, merkt man aber bei 10- bis 14-Jährigen massiv!


Ja, so habe ich es bisher auch erlebt. Und gerade ich selbst war ja als Kind (an eine Hauptschule in einer Kleinstadt) in der Situation, von anderen Kindern extrem gemobbt zu werden (mit Gewalt, bis hin zu Morddrohungen!). Ich möchte meinem Sohn ja nicht aus meinen eigenen Ängsten heraus Wege vorenthalten, aber ich bin auch überzeugt, dass die sozial-emotionale Reife in Gymnasien eher höher ist als in NMS oder WMS. Wobei das ja auch das Problem meines Sohnes ist, wenn auch nicht aufgrund fehlender elterlicher Ressourcen :oops: .

patchanka hat geschrieben:Sohn hat dann nach 2 jahren in ein normales Gymnasium gewechselt, hier ist es inhaltlich vieles besser, die soziale Durchmischung ist auch hier herausfordernd! (Allerdings fällt man hier einfach durch oder irgendwann aus der Schule, wenn es so gar nicht geht...., das ist in der NMS anders!)


Puh, ich bin gespannt, was uns in der Hinsicht noch erwartet. Zusage von der Schule im 7. Bezirk haben wir übrigens noch keine, aber angeblich erfahren wir noch vor Weihnachten, ob mein Sohn genommen wird, oder nicht.

patchanka hat geschrieben:Meine Tochter (gerade 10 geworden) geht jetzt in die 1. in eine AHS in einem Bobo-Bezirk :D : ich bin ganz hin und weg über die Idylle, die hier herrscht! Alles so liebe und freundliche Kinder, geschätze 95% der Eltern haben ein höhere Bildung, alle kümmern sich um ihre Kinder, es wird nicht ständig etwas kaputt gemacht und ich habe noch von keiner einzigen Schlägerei gehört....

...eigentlich wollte ich meine Kinder nie in so eine Blase stecken, aber momentan bin ich so froh darüber! (schule ist überigens so beliebt, dass wir leider für Sohn trotz mehrmaligen Anläufen keinen Platz mehr bekommen haben....)


Vielen lieben Dank für deine Erfahrungen :) !
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Karen » Di 19. Nov 2019, 17:27

Liebe Rabaukenmama - du schreibst dass sozial-emotionale Reife anderer Kinder an Gym höcher ist. Ich finde es ist sehr wichtiger Punkt. Ich bin ziemlich sicher dass Kinder die sozial-emotional reifer sind, besser in der Lage sind auf deiner Sohn und seine special effects anzugehen.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Di 19. Nov 2019, 21:28

Karen hat geschrieben:Liebe Rabaukenmama - du schreibst dass sozial-emotionale Reife anderer Kinder an Gym höcher ist. Ich finde es ist sehr wichtiger Punkt. Ich bin ziemlich sicher dass Kinder die sozial-emotional reifer sind, besser in der Lage sind auf deiner Sohn und seine special effects anzugehen.


Hallo Karen!

Davon, dass die soziale Reife insgesamt (also im Schnitt) am Gymnasium höher ist als in einer NMS oder WMS, bin ich überzeugt. Nur, dass die Schule, wo wir heute waren, kein "normales" Gymnasium, sondern so eine Mischform aus NMS und Gymnasium ist, wusste ich nicht.

Und patchankas Sohn war genau auf DIESER Schule und hatte dieselben Probleme, die ich bei meinem Sohn befürchte. Ich bin jetzt nicht so der überängstliche Typ, der schon von vorne herein von Schwierigkeiten ausgeht. Aber wenn es an der Schule so ist, dass Lehrer bestimmten Schülern VERBIETEN, auf Fragen in Unterricht zu antworten, dann ist es garantiert nicht die richtige Einrichtung für meinen Sohn. Und wenn der Unterricht dort wieder extrem leicht ist wird mein Sohn vorprogrammiert Blödsinn machen - das ist schließlich seine Strategie gegen Langeweile...

Blöderweise weiß ich auch keine Alternative. Die naheliegenden Schulen, die in Frage kommen, stehen einem ADHS-Asperger-Kind grundsätzlich ablehnend gegenüber :cry: . Das einzige, was mir noch einfällt, wäre ein sehr nahe gelegenes Gymnasium mit der Möglichkeit einer bilingualen Klasse (deutsch/englisch), nur gibt es da keinerlei "Extrawürste" für Autisten, während bei der Schule, die bis heute unsere erste Wahl war, eine Extra-Integrationsklasse für Autisten hat und zwei eigene Autismus-Beauftragte, die auch zwischen den autistischen Kindern, Mitschülern und Lehrern vermitteln.

Puh, bin gerade wieder mal verwirrt und unsicher...jetzt schauen sich die beiden Autismus-Beauftragten meinen Sohn mal in seiner jetztigen Klasse an und sprechen dort mit seinen Lehrerinnen und dann entscheidet der Direktor noch vor Weihnachten, ob mein Sohn aufgenommen wird, oder nicht. Es haben mehr autistische Kinder Interesse am Besuch dieser Schule als es Plätze gibt und es ist lange noch nicht sicher, dass mein Sohn unter denen ist, die aufgenommen werden. Naja, ich muss das alles jetzt erst mal "sacken" lassen.

Lg Raubaukenmama
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Karen » Mi 20. Nov 2019, 09:25

Sorry, Rabaukenmama, ich habe dich falsch verstanden - ich habe gedacht dass die Schule ihr besucht habt war die NMS schule in der nähe die du von Anfang beschrieben hast und ihr immer noch eine Gymnasium als alternative habt. Das die Schule von Pachanka die wunsch Gymnasium ist, die ihr als positiv gesehen habt, ist wirklich sehr schade.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon patchanka » Do 21. Nov 2019, 12:58

Liebe Rabaukenmama! :fahne:
Ich wollte dich auf keinen Fall verunsichern, ich kenne auch viele Kinder, die in der K.g. sehr zufrieden sind: und die Klasse in der mein Sohn war, war wohl auch besonders schwierig! Auch sind die Lehrer*innen und der Direktor sehr bemüht und die Autistenbetreuerinnen dürften auch sehr nett sein!

Ich wollte nur die Schwierigkeiten aufzeigen die mein Sohn als begabtes Kind im Schulsystem hier in Wien hatte und hat!

Er hat übrigens in der 1. Klasse sogar mehrmals gesagt, dass er überlegt vielleicht einmal Autistenbetreuer zu werden, weil er dort erlebt hat, dass er ganz gut mit den Aspis zurecht kommt (ich musste schmunzeln, weil er in manchen Charaktereigenschaften ja selbst auch was Aspergerhaftes hat! ;) ).

Später hat er sich dann oft beschwert, dass die Aspergerkinder einfach alles dürfen. Er selbst ist nämlich in schulischen Belangen unendlich chaotisch und vergesslich: das hat ihm immer Ärger eingebracht und seinem (Asperger-) Freund hat nicht nur die Betreuerin geholfen, er hatte auch noch den "Autistenbonus" wie es mein Sohn ausgedrückt hat.
Da hat dein Sohn einen (berechtigten) Vorteil!
Und wenn ich die Wahl zwischen einer normalen Mittelschule und der K.g. hätte, würde ich immer wieder die K.g. wählen!
Ich befürchte nur auch, dass auch deinem Sohn insbesondere in den Nebenfächern etwas langweilig sein wird - das hat sich allerdings auch jetzt im Gymnasium nicht so wirklich geändert, nur das halt viel strenger benotet und beurteilt wird!
Alles Liebe!
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon patchanka » Do 21. Nov 2019, 13:31

Noch was: :!:
vielleicht ist es beruhigend, dass mein Sohn wirklich schulisch ein schwieriger Fall ist, und es ihm (auch wenn er keine Diagnose hat) oft sehr an Feingefühl und sozialer Kompetenz fehlt! Und der Schulwechsel war in erster Linie aus sozialen Gründen, da er einfach keine gleichgesinnten Burschen gefunden hat, und diese ihm trotz seiner Besonderheiten doch sehr wichtig sind!

Meiner Erfahrung nach ist Freunde zu treffen für viele Kinder die eigentliche Motivation, um sich zum Schulbesuch überwinden zu können (das ist z.B. bei meiner- ich denke weitgehend neurotypischen - Tochter extrem deutlich!)

Und da ich meinen Sohn kenne, weiß ich schon auch, dass er extrem besserwisserisch sein kann, gerne Erwachsene korrigiert und Spaß dabei hat!

Er hatte auch ganz tolle Lehrer und auch welche, die sehr wohl sein Talent erkannt haben. Er durfte z.B. im Matheunterricht im 2. Jahr immer schon die Hausübungen im Unterricht machen, da er den Stoff schon verstanden hatte. Das kam ihm sehr entgegen, denn erstens musste er nicht langweiligen Erklärungen zuhören, hat trotzdem geübt und keine (verhassten) Hausübungen.

In der Kg. war es vor allem die Musiklehrerin, die er mit seinem Wissensvorsprung absolut auf die Palme gebracht hat. Das ist dann laut meinem Sohn etwa so abgelaufen: (er hat als Kleinkind im Alter ca. von 2-4 Jahren sehr gerne klassische Musik gehört und könnte viele Stücke im Kopf auswendig, diese Phase ist schon lange vorbei):
Sie hören ein Musikstück und die Lehrerin fragt, worum es in dem Stück geht. Mein Sohn sofort: Es geht um den Lauf eines Flusses, nämlich der Moldau und wurde von Smetana komponiert.Beim nächsten Stück : es klingt wie ein Bienenschwarm, aber das Stück heißt der Hummelflug und der Komponist Rimski-Korsakow. :lol:
Worauf sie ihn angeschrien hat, er solle den Mund halten! :roll:

Ich denke er hat ihr einfach immer die gesamte Dramaturgie ihres Unterrichts zerstört! Er war dann gleichzeitig stolz wie auch irgendwie beleidigt: aber er hat von keinem Unterricht mehr erzählt, wie vom Musikunterricht und sich immer furchtbar über die Lehrerin aufgeregt.


Noch etwas sehr Positives von der Kg: es war ihm beim Schulwechsel sehr wichtig, einigen Lehrenden mitzuteilen, dass es nicht an ihnen lag, dass er gewechselt hat. Daraus entstand dann ein sehr netter E-Mail-Austausch und sie haben sich immer wieder erkundigt, wie es meinem Sohn jetzt geht!
:friedlich:
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Igrac » Fr 22. Nov 2019, 18:38

Hoffe, dass Sie dann letztlich die richtige Entscheidung getroffen haben...
Ich denke auch, was immer Ihnen hier vorgeschlagen wird, letztlich kennen Sie ihr Kind am besten und wissen was das beste ist!
Da kann man als Mutter einfach nichts falsch machen, man spürt einfach, was das richtige fürs Kind ist!

So denken wir dann in letzter Zeit darüber nach, die Tochter meiner Freundin für ein Jahr nach Kanada zu schicken, zu einem Schulaufenthalt.
Die passende Vermittlung haben wir auch gefunden!
Dies soll ihr einfach dabei helfen, um zu begreifen, was sie denn eigentlich im Leben möchte!

Ah, so größer die Kids werden, werden auch die Probleme größer!
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 14. Dez 2019, 14:03

Hallo, hier mal unser Update! Nachdem die beiden Autismusspezialisten vom Gymnasium (K.Gasse im 7. Bezirk) in der Grundschule meines Sohnes hospiziert und mit dessen Lehrerinnen gesprochen habe kam gestern per mail eine Absage. Sie können meinen Sohn leider nicht an der Schule aufnehmen. Naja, da von Anfang an betont worden ist, dass MEHR Autisten um einen Schulplatz an diesem Gymnasium angesucht haben, als aufgenommen werden können, ist es keine große Überraschung. Was die Lehrerinnen betrifft bin ich mir sicher, dass sie meinen Sohn so dargestellt haben, wie er wirklich ist, und weder was beschönigt noch dramatisiert haben. Hätte ich auch nicht gewollt.

Jedenfalls stehen wir jetzt wieder ziemlich am Anfang unserer Suche. Bei uns in Wohnnähe ein Gymnasium mit einer bilingualen Klasse, da werde ich mal schauen, ob mein Sohn dort genommen wird. Dazu muss er einen Englisch-Test bestehen, denn es wird in dieser Klasse gleichwertig in allen Gegenständen in deutscher und englischer Unterrichtssprache unterrichtet. Da kann ich mir vorstellen, dass er für ihn eine positive Herausforderung darstellt. Er kann ja wirklich sehr gut Englisch (in Wort und Schrift) und ich hätte ohnehin schade gefunden, wenn sein sprachliches Talent in den ersten beiden Klassen der weiterführenden Schule so gar nicht berücksichtigt werden würde. Ab der 3. Klasse kommt dann ja ohnehin noch eine weitere Fremdsprache dazu. Und ich kann mir meinen Sohn auch - so seltsam das klingen mag - in einer mutlikulturellen Klassengemeinschaft BESSER vorstellen als unter lauter österreichischen Kindern. Vielleicht ist dieses Gefühl aber auch nur ein Irrtum. Jedenfalls werde ich meinen Sohn mal für den Einstufungs-Englisch-Test der bilingualen Klasse anmelden und warten, ob er dort eine Chance hat, aufgenommen zu werden.

Es bleibt also spannend ;) !
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon patchanka » Do 9. Jan 2020, 13:12

Viel Glück!
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Di 14. Jan 2020, 15:50

patchanka hat geschrieben:Viel Glück!


Danke! Heute ist der Termin für das Orientierungsgespräch gekommen (nächste Woche Dienstag).

Ich bin schon gespannt, wie das sein wird, und wie diese Schule zum Autismus und zur ADHS meines Sohnes steht. Da es ja eine kurzfristige "Notlösung" und nicht die eigentlich Wunschschule ist, habe ich in der Richtung noch gar nicht nachgefragt. Grundsätzlich dürfen sie meinen Sohn ja gar nicht auf Grund seiner Behinderungen ablehnen. Aber ich habe schon selbst erlebt, wie vehement die Direktorin einer anderen Schule betont hat, dass Autisten an "ihrer" Schule fehl am Platz sind :evil: . Dabei hat die Dame meinen Sohn noch nicht mal gesehen! Bei so einer Grundhaltung muss man sich als Mutter halt auch gut überlegen, ob man tatsächlich dafür kämpfen sollte, dass das Kind dann doch genau auf DIESE Schule kommt.

Naja. Die Schule, wo wir in einer Woche Orientierungsgespräch haben, weiß noch gar nichts von meinem Sohn. Ich habe aber vor, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen. Ich helfe meinem Sohn sicher nicht damit, dass ich seine Behinderungen vertusche. Genauso wenig würde ich seine Begabungen vertuschen. Es ist also alles offen. Vor allem werden seine Englischkenntnisse getestet, weil ich ihn ja mal für die bilinguale Klasse vorgeschlagen habe. Sollte das nicht klappen kann er immer noch in die duolinguale Klasse oder eine ganz normale Gymnasialklasse kommen. Es ist also alles offen.
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