Schulöffnung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulöffnung

Beitragvon Rabaukenmama » Di 28. Apr 2020, 19:51

Bei uns öffnen alle Grundschulen mit 18. Mai. Die Klassen werden geteilt und es wird immer nur die Hälfte der Kinder unterrichtet. Im Schulgebäude sind Masken zu tragen, in den Klassen (mit Abstandsregeln) nicht.

Berufstätige Eltern können die Kinder dann, wenn sie keinen Unterricht haben, zur Betreuung in die Schule bringen. Diese findet in anderen Räumlichkeiten (Werkraum, Aula, Turnsaal,...) statt. Wer sein Kind sicherheitshalber bis Ende des Schuljahres zu Hause lassen will, kann das auch tun (das muß man natürlich beantragen, es geht aber einfach).

Von den Lehrern meines jüngeren Sohnes habe ich die Info bekommen, dass seine Klasse nicht geteilt wird und es keinen "Schicht-Unterricht" geben wird, weil in seiner Klasse ja nur 5 Kinder sind.

Auch der Hort und das Internat sperren mit 18.Mai wieder auf. So weit der aktuelle Stand bei uns.
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Re: Schulöffnung

Beitragvon zweierpack » Mi 29. Apr 2020, 12:20

Wir sind in unserem Bundesland (Hessen) in der Warteschleife. Wegen eines Gerichtsbeschlusses darf die 4. Klasse nicht anders behandelt werden als andere normale Klasse und somit warten wir auf ein Gesamtkonzept der Rückkehr. Es wird auf irgendein Rotationsverfahren (tage- oder wochenweise) hinauslaufen, für mehr fehlen in unserer Schule Platz und Lehrer.
@charlotte12 es gab bislang auch bei uns das Recht wg. Vorerkrankungen die Kinder weiter im Homeschooling zu lassen. Wir sind im Moment noch unsicher, ob wir diese Karte ziehen wollen...
Wir warten erst einmal auf das neue Konzept, wie viel Präsenztage es werden. Bis zum Gerichtsbeschluss waren 20 Präsenzstunden in allen Fächern bis auf Sport und Musik geplant. 4 Stunden am Platz sitzen ohne Spielen, Bewegung, Austausch mit den Freunden und nur im Frontalunterricht bzw. Arbeitsblätter ausfüllen erschien uns und den Kindern nicht so wahnsinnig attraktiv. Deshalb mal sehen, wie das neue Konzept aussieht.
Zur Zeit schlagen sie sich wieder ganz tapfer zu Hause, es sind immer so Wellenbewegungen zwischen Langeweile und "Projekten", die sie sich vornehmen und mit denen die Tage gut vorübergehen.
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 29. Apr 2020, 12:39

Ich habe den Eindurck von Kafkas Schloß. Wie kann man dann, wenn man eher die Möglichkeit hätte, das Kind zuhause zu lassen, gegen das Recht ANDERER Kinder zur Schule zu gehen erfolgreich geklagt haben???
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Re: Schulöffnung

Beitragvon charlotte12 » Mi 29. Apr 2020, 13:32

Ich gehe mal davon aus, dass die Schülerin, die erfolgreich geklagt hat, keine Vorerkrankungen in der Familie hatte und daher nicht sowieso zu Hause bleiben durfte. Es hat ja nicht zweierpack geklagt (denke ich zumindest mal :) ).
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 29. Apr 2020, 13:37

Das vestehe wer wolle. Bis jetzt haben Hunderte Eltern gegen die Schulpflicht geklagt, teilweise mit sehr gut nachvollziehbaren Gründen. So weit ich weiß,bekam keiner das Recht , sein Kind zuhause zu unterrichten. Jetzt klagt eine Schülerin, und alle müssen zuhause bleiben? Warum? Das eingentliche gesundheitliche Risiko für ein 10-jähriges Kind ist verschwindend gering. Wenn sie keinen zuhause hat, den sie anstecken kann, dann ist das Elternhaus auch nicht gefährdert. Warum kann nicht einfach frei entschieden werden, ob man sein Kind zur Schule schickt oder nicht. Warum gehen stattdessen alle Pläne langsam anzufangen durcheinander und es wird gegen jegliche Vernunft entschieden, dass alle gleichzeitig zurückkehren müssen? Wegen einen Querulanten?

Auch wenn es für die Kinder aus gut situirten Familien wenig attraktiv ist, vier Stunden nur zu lernen, brauchen viele Kinder es ganz dringend. In erster Linie um Kontakt außerhalb des Elternhauses zu haben. In zweiter, damit sie am Tag überhaupt was lernen. Drittens sind viele Eltern schon seit Wochen überfordert, was sowohl Erwachsenen als auch den Kindern aufs Gemüt schlägt.
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 29. Apr 2020, 14:04

Wenn ich eure Beiträge so lese komme ich mir echt vor wie auf der Insel der Seeligen. So hat ein Papst ja vor vielen Jahren Österreich betitelt.

Wir haben hier die Möglichkeit, jedes gesunde Kind zu Hause (oder vom Privatlehrer, oder wo/wie auch immer) zu beschulen. Wird zwar kaum genutzt (ich persönlich kenne nur ein einziges Kind, welches zu Hause beschult wird), aber immerhin besteht die Möglichkeit.

Hier gibt es für die Schulen auch einen einheitlichen Öffnungsplan für das ganze Land. Ein Kind, welches eigentlich eine Schule besucht, bis Semesterschluss zu Hause zu belassen, stellt kein Problem dar. Auch ist es berufstätigen Eltern möglich, ihre Kinder an den jetzt unterrichtsfreien Tagen zur Betreuung in die Schule zu bringen. Hingegen ist der Kindergartenbereich in Österreich Ländersache und hier zeichnen sich jetzt schon jede Menge Schwierigkeiten und Ungleichheiten zwischen den Bundesländern ab.

Die Aussage von zweierpack wegen "Gerichtsbeschluss" habe ich so verstanden, dass es so was wie eine Sammelklage gegeben hat, mit der sich das Gericht aktuell befasst. Jedenfalls war nicht von bestimmten klagenden Eltern die Rede. zweierpack hat ja geschrieben dass sie die Möglichkeit, das Kind wegen Vorerkrankungen weiter im homeschooling zu belassen, abwägen wird. Also dürften sie da wohl reinfallen, warten mit der Entscheidung jetzt aber noch ab, wie die Bedingungen für die Kinder tatsächlich sein werden, wenn die Schule wieder aufsperrt. Wenn ich da was falsch verstanden haben sollte bitte um Korrektur!
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 29. Apr 2020, 14:18

@Rabaukenmama

So weit ich weiß hat in Hessen eine (!) 4-Klässlerin geklagt, mit der Begründung, dass sie dann mehr Risiko ausgesetzt sei als die nach ihr kommenden, und es sei unzulässig. Jetzt müssen alle auf einmal hin, damit es gerecht ist.
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 29. Apr 2020, 14:26

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Das vestehe wer wolle. Bis jetzt haben Hunderte Eltern gegen die Schulpflicht geklagt, teilweise mit sehr gut nachvollziehbaren Gründen. So weit ich weiß,bekam keiner das Recht , sein Kind zuhause zu unterrichten. Jetzt klagt eine Schülerin, und alle müssen zuhause bleiben? Warum? Das eingentliche gesundheitliche Risiko für ein 10-jähriges Kind ist verschwindend gering. Wenn sie keinen zuhause hat, den sie anstecken kann, dann ist das Elternhaus auch nicht gefährdert. Warum kann nicht einfach frei entschieden werden, ob man sein Kind zur Schule schickt oder nicht. Warum gehen stattdessen alle Pläne langsam anzufangen durcheinander und es wird gegen jegliche Vernunft entschieden, dass alle gleichzeitig zurückkehren müssen? Wegen einen Querulanten?


Im Moment gibt es eigentlich keine "richtigen" Entscheidungen. Egal, welche Regierung in welchem Land was entscheidet, es wird sich immer wer (zu Recht!) auf den Schlips getreten und benachteiligt fühlen. Bei einem 10jährigen Kind geht es nicht um das gesundheitliche Risiko für das Kind selbst, sondern um 20-30 Klassenkameraden, von denen sicher einige Angehörige haben, die einer Risikogruppe angehören.

Abgesehen davon gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass bei relativ jungen Covid-19-Patienten (Altersgruppe bis 50 Jahre) die Krankeit selbst mild oder sogar symptomlos abläuft, aber das Schlaganfallrisiko dieser Personen deutlich erhöht ist: https://kurier.at/wissen/gesundheit/jue ... /400824869

Da der Großteil der Eltern dieser Altersgruppe angehört würde ich das nicht unterschätzen.
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 29. Apr 2020, 14:28

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Rabaukenmama

So weit ich weiß hat in Hessen eine (!) 4-Klässlerin geklagt, mit der Begründung, dass sie dann mehr Risiko ausgesetzt sei als die nach ihr kommenden, und es sei unzulässig. Jetzt müssen alle auf einmal hin, damit es gerecht ist.


Na, das ist ein typischer Justiz-Schildbürgerstreich :P . Bin schon gespannt, was für Klagen im Zusammenhang mit Corona noch kommen werden (es sind sicher viele!) :roll: !
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Re: Schulöffnung

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 29. Apr 2020, 14:34

@Rabaukenmama

1 von 1000 ungeimpfte Kindern überlebt Masern nicht. War das je ein Argument für die Impfgegner? Warum ist plötzlich bei Corona alles anders? Ich komme so weit, dass ingesamt das Gesundheitssystem nicht überlastet werden darf, aber ich steige aus bei dem Versuch jeden potentiell möglichen Fall zu verhindern.
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