suche Rat und Erfahrungen

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon sinus » Mi 16. Sep 2020, 10:54

PS:
Es gibt wohl um Ostern herum immer in Hessen (?) ein großes DGhK Treffen von zahlreichen "betroffenen" Familien.
Dort kann man dann nicht nur viele tolle Vorträge und abwechslungsreiche Kurse & Workshops besuchen (tw von den Kindern selbst angeboten), sondern sich
a) auch mit anderen Eltern austauschen und
b) können die Kinder da mal unter "ihresgleichen", mal ganz sie selbst sein.

Meine Große wollte übrigens dahin (also die kleine, regionale Version, wo wir am WE waren) überhaupt nicht mit, sie mag das Thema Hochbegabung nicht und will damit möglichst wenig zu tun haben.
Sie hatte vorher angekündigt, nichts mitzumachen. Und kam auch nur mit, weil wir nur bis Samstag Abend dort blieben, statt bis Sonntag Mittag.
Das hatte sich dort dann aber ganz schnell erledigt und sie würde gern nächstes Jahr wieder dahin. :)
Ich selbst wäre dann auch gern doch noch bis Sonntag geblieben...

Nach der positiven Erfahrung bei besagtem Wochenende, an dem wir da gerade teilgenommen haben,
würde ich sagen, dass man so eine Veranstaltung euch bestimmt auch empfehlen kann.
Da kommen wirklich die verschiedensten Menschen zusammen.
Ich persönlich fand auch die Eltern wirklich alle als sehr angenehm.

Vielleicht ist das ja auch was für euch, um Kontakte zu knüpfen und ins Thema einzusteigen...
sinus
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Wolke » Mi 16. Sep 2020, 16:46

Vielen Dank für eure Antworten, Erfahrungen und Ratschläge. Es tut sehr gut mal Erfahrungen von Eltern in einer ähnlichen/gleichen Situation zu lesen.
Es bereitet mir teilweise noch mehr "sorgen" & "ängste" wie es weiter geht aber ich bin froh mal nicht kritisiert oder lächerlich gemacht zu werden und doch irgendwie auch etwas erleichtert das wir nicht "alleine" sind. Und ich bin dankbar über die Rückmeldung das wir bis jetzt gar nicht so viel falsch gemacht haben.

Bitte nehmt es mir nicht krumm das ich nicht auf jedes einzelne antworte. Ich bin froh über jede Antwort und habe davon jetzt schon etwas für unseren weiteren Weg gelernt!

Meint ihr es wäre für sie besser komplett Zuhause zu sein, falls wir nicht im absehbarer Zeit keinen Kindergartenplatz bekommen?

Der Begriff Misfit sagt mir leider gar nichts, da muss ich mich mal informieren.
Bücher habe ich mir jetzt auch mal bestellt. Im Internet findet man ja leider nicht sehr viel über das komplette Thema.

Gestern habe ich direkt alle Musik-& Sportkurse in unserer Umgebung nochmals angefragt und hoffe auf positive Rückmeldungen. Leider sind viele Kurse im Alter von 1-3 oder 4-6 ich hoffe wir dürfen bei älteren Kindern im Kurs teilnehmen,es fällt mir nur leider mittlerweile so schwer offen darüber zu sprechen das sie so weit ist.
Häufig wird man ja abgestempelt das es nur von uns kommt oder es wird gesagt boah voll toll da habt ihr es ja leicht. Letztens wurde mir von einer Erzieherin im Bekanntenkreis gesagt: mach dir doch nicht immer so einen Kopf, erwachsen werden sie doch eh alle. Nach solchen Sätzen zweifelte ich dann doch an mir oder werde echt sauer...

Das Kinder tatsächlich schon so früh Depressionen haben können war mir bewusst, das es aber so weit gehen kann wollte ich mir nicht ganz eingestehen. Sie wirkt tatsächlich teilweise auch etwas depressiv verstimmt das hatte ich beim Kinderarzt auch abgesprochen, dieser sagte solang ihre teilhabe nicht gestört ist, müssen wir nicht handeln. Diese ist jetzt ja aber massiv gestört...

Mit der DGhK werde ich später auch gleich Kontakt aufnehmen. Vielen Dank für diesen Ratschlag, ich hatte bereits von dem Verein gelesen jedoch wusste ich nicht ob es jetzt schon Sinn macht und wie die Erfahrungen dort sind.da ihr mir aber alle dazu ratet denke ich die machen eine gute Arbeit.
Zuletzt geändert von Wolke am Mi 16. Sep 2020, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 16. Sep 2020, 16:52

Es wäre für sie in der akutellen Situation das Beste, wenn du sie zuhause behalten würdest und nur für 1-2 Jahre danach in den Kindergarten. Mein Kleiner ist ohne Kindergarten aufgewachsen und ist extrem sozial. Bis zum 5. Geburtstag war er bei mir glücklich, danach hat er dringend andere Kinder zum Austausch gebraucht.

Misfit heißt, dass man nicht passt. Man fühlt sich falsch.

Meine Älteren kommen mit Ende 4. in die Schule. Die Tochter ist schon in der 10. Es gibt Höhen und Tiefen, die meisten TIefen sind durch Selbswertprobleme aus der frühen Kindheit bedingt.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Wolke » Mi 16. Sep 2020, 17:29

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Es wäre für sie in der akutellen Situation das Beste, wenn du sie zuhause behalten würdest und nur für 1-2 Jahre danach in den Kindergarten. Mein Kleiner ist ohne Kindergarten aufgewachsen und ist extrem sozial. Bis zum 5. Geburtstag war er bei mir glücklich, danach hat er dringend andere Kinder zum Austausch gebraucht.

Misfit heißt, dass man nicht passt. Man fühlt sich falsch.

Meine Älteren kommen mit Ende 4. in die Schule. Die Tochter ist schon in der 10. Es gibt Höhen und Tiefen, die meisten TIefen sind durch Selbswertprobleme aus der frühen Kindheit bedingt.


Vielen Dank für die schnelle Antwort und deine Offenheit mit diesem Thema

Leider sind wir finanziell auf mein teilzeitgehalt angewiesen... aber dann müssen wir eine andere Lösung finden.

Wie war das dann in der Schule also wurde dort "schnell" Anschluss gefunden? Mit 4 Schule ist ja sehr sehr früh. Das stell ich mir sehr schwierig vor für euch als Eltern und natürlich euer Kind.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon koala27 » Mi 16. Sep 2020, 17:38

Hallo Wolke,

diese Seite finde ich auch ganz interessant-- für Neulinge im Thema ( wir wissen es ja erst seit April 2019)
https://www.ihvo.de/
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Meine3 » Mi 16. Sep 2020, 19:40

Wolke hat geschrieben:Vielen Dank für eure Antworten, Erfahrungen und Ratschläge. Es tut sehr gut mal Erfahrungen von Eltern in einer ähnlichen/gleichen Situation zu lesen.
Es bereitet mir teilweise noch mehr "sorgen" & "ängste" wie es weiter geht aber ich bin froh mal nicht kritisiert oder lächerlich gemacht zu werden und doch irgendwie auch etwas erleichtert das wir nicht "alleine" sind. Und ich bin dankbar über die Rückmeldung das wir bis jetzt gar nicht so viel falsch gemacht haben.

Bitte nehmt es mir nicht krumm das ich nicht auf jedes einzelne antworte. Ich bin froh über jede Antwort und habe davon jetzt schon etwas für unseren weiteren Weg gelernt!

Meint ihr es wäre für sie besser komplett Zuhause zu sein, falls wir nicht im absehbarer Zeit keinen Kindergartenplatz bekommen?

Der Begriff Misfit sagt mir leider gar nichts, da muss ich mich mal informieren.
Bücher habe ich mir jetzt auch mal bestellt. Im Internet findet man ja leider nicht sehr viel über das komplette Thema.

Gestern habe ich direkt alle Musik-& Sportkurse in unserer Umgebung nochmals angefragt und hoffe auf positive Rückmeldungen. Leider sind viele Kurse im Alter von 1-3 oder 4-6 ich hoffe wir dürfen bei älteren Kindern im Kurs teilnehmen,es fällt mir nur leider mittlerweile so schwer offen darüber zu sprechen das sie so weit ist.
Häufig wird man ja abgestempelt das es nur von uns kommt oder es wird gesagt boah voll toll da habt ihr es ja leicht. Letztens wurde mir von einer Erzieherin im Bekanntenkreis gesagt: mach dir doch nicht immer so einen Kopf, erwachsen werden sie doch eh alle. Nach solchen Sätzen zweifelte ich dann doch an mir oder werde echt sauer...

Das Kinder tatsächlich schon so früh Depressionen haben können war mir bewusst, das es aber so weit gehen kann wollte ich mir nicht ganz eingestehen. Sie wirkt tatsächlich teilweise auch etwas depressiv verstimmt das hatte ich beim Kinderarzt auch abgesprochen, dieser sagte solang ihre teilhabe nicht gestört ist, müssen wir nicht handeln. Diese ist jetzt ja aber massiv gestört...

Mit der DGhK werde ich später auch gleich Kontakt aufnehmen. Vielen Dank für diesen Ratschlag, ich hatte bereits von dem Verein gelesen jedoch wusste ich nicht ob es jetzt schon Sinn macht und wie die Erfahrungen dort sind.da ihr mir aber alle dazu ratet denke ich die machen eine gute Arbeit.


Hallo Wolke,

wie Katze schon erklärte: Misfit bedeutet ja wörtlich übersetzt nicht passend. Und man beschreibt damit das Phänomen, dass hochbegabte Kinder sich eben oft als "nicht passend" oder falsch empfinden, da sie spüren, dass sie anders sind als die anderen Kinder.

Meine Mittlere hatte eine echt schwere Zeit ab dem Alter von 4. Wir haben den Kindergarten gewechselt (wegen Umzug) und ab da ging es rapide bergab mit ihrem Gemütszustand. Sie fand zwar schnell Anschluss, aber eben ausschließlich an die Vorschüler :roll: und als die dann in die Schule kamen (da war sie dann 5) hatte sie niemanden mehr, der auch nur ansatzweise "passte". Da ging das Gefühl des misfit los.

Jetzt ist sie heute eingeschult worden und hat über die Sommerferien mit einer zukünftigen Mitschülerin Kontakt geknüpft (über die Ballettschule). Es ging ihr ab da merklich besser. Das Kind ist ein gutes halbes Jahr älter als sie (Ooktober-Kann-Kind) und es passt perfekt, da diese Mädchen auch recht fit ist :D.

Solange die Kinder mindestens eine "Seelenfreundin" (bzw. einen Freund) haben, ist alles halb so wild. Fehlt der Anschluss an andere Kinder ist das natürlich traurig.

Was die Tagesmutter angeht. Hier gibt es auch solche und solche. Meine Tochter war von 1,5 bis 2,5 auch bei einer Tagesmutter (nur 2-3 Tage die Woche) und hat sich da eben auch mit den älteren Kindern angefreundet (die grade 3 geworden waren). Das hat dann auch soweit gepasst. Die Tagesmutter selbst hat sehr schnell gemerkt wie fit Töchterlein ist und hat mich auch schnell darauf angesprochen. Sie ist einfach sehr gut in ihrem Job, hat sich immer tolle Sachen einfallen lassen für die Kids, ist viel draußen gewesen usw. Die passende Betreuung ist immens wichtig. Unsere beiden großen Kinder waren happy, solange sie im alten Kindergarten waren (Elterninitiative, nur Akademikerkinder, die Kinder alle recht fit). Hier wurden sie einfach angenommen und lieb gehabt, wie sie waren. Jedes Kind wurde individuell gesehen und die Kinder konnten sehr frei ihren Tag gestalten. Es wurde auf Interessen eingegangen, auch wenn sie "nicht altersgerecht" waren und da entstanden ganz tolle Dinge. Im normalen Regel-Kindergarten mit täglichem Bügelperlen "basteln", vorgedruckte Bilder ausmalen und ähnlichem "spannenden" Programm kamen SEHR schnell die ersten Probleme.

Ich würde nicht sagen, dass ihr das Kind zu Hause lassen müsst. Aber ihr solltet euch einen guten Kindergarten aussuchen, der eben "passt". Bei Kindern, die aus der Norm fallen, ist das wirklich extrem wichtig.

Mein 1. Kind wurde als Kann-Kind normal eingeschult und jetzt ist er von der 1. in die 3. gesprungen, weil der kognitive Misfit einfach zu groß war. Unser seit heute Schulmädel ist sehr angepasst und brav, sie wird nicht anfangen nach außen hin zu stören, aber ich bin gespannt wie schnell die erste Euphorie erlischt... Unsere Kleinste ist im Januar und 3,5 geboren, ich denke intensiv über eine Früheinschulung mit 5;9 Jahren nach ;), da sie zum einen sehr selbstständig und selbstbewusst ist, mit älteren Kindern viel besser spielen kann und eben auch schon mit lesen und schreiben und rechnen am Start ist. Da habe ich mittlerweile von den beiden Großen draus "gelernt".

Ich war immer eher gegen Früheinschulung, Springen und so weiter. Aber wenn du dann merkst, dass es für dein Kind einfach nicht passt, dann ändert sich das schnell. Früheinschulung mit 4 wie bei Katze kommt mir auch sehr früh vor, aber bei Katze und ihren Kids war es wohl die richtige Entscheidung. Sie steht ja auch heute noch voll dahinter :).

Du musst nicht alles heute entscheiden. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass ihr euer Mädel jetzt richtig versorgt betreuungstechnisch. Das KANN zu Hause bleiben bedeuten, aber eben auch sich nach alternativen Betreuungsformen, als dem Kiga um die Ecke umschauen...

Bei einem so deutlichen misfit wie bei eurem Kind macht es tatsächlich auch JETZT mit 2 Sinn, sich an das DGhK zu wenden. Mir haben die Elterntreffs dort ungemein geholfen und ich "dürste" nach dem nächsten Treffen (fiel coronabedingt aus)... ;) Man findet dort eben Menschen, die die selben oder ähnliche "Kaliber" zu Hause haben, die dadurch die selben Probleme mit der Gesellschaft, anderen Eltern, dem Schulsystem, was auch immer haben und man kann da auch mal ungeniert "stolz" sein, ohne schräg angeschaut zu werden und einfach von seinem Kind erzählen ohne dass man unglaubwürdig beäugt wird.

Ich wünsche euch alles Gute und für eure Tochter, dass sie ganz schnell einen Seelenfreund findet :)
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Wolke » Mi 16. Sep 2020, 19:45

Vielen Dank dann schaue ich mir mal diese Seite an :)

Jetzt sind mir noch fragen gekommen vielleicht hat da jemand von euch auch Erfahrung oder eine Idee

Kennt ihr Bücher die ich mit ihr lesen kann wo es darum geht?
(Der hase mit den Himmelblauen Ohren haben wir zum Beispiel)

Habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht das sich die Kinder vor anderen teilweise plötzlich "doof" stellen?

Wie geht ihr mit anderen Menschen um? Also sprecht ihr offen darüber? Oder eher nicht? Und was sagt ihr bei dummen Kommentaren?
Sprecht ihr vor dem Kind darüber?
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon koala27 » Mi 16. Sep 2020, 23:40

Hallo Wolke,

ich versuche mal kurze deine Fragen zu beantworten.

Bücher kenne für kleine Kinder kenne ich nicht- ich habe aber auch noch nicht danach gesucht.

Vor anderen Kinder doof stellen-- habe ich bisher noch nicht wirklich miterlebt.
Allerdings sagen beide Kinder öfter mal so Sachen wir " das habe ich jetzt nicht mehr gesagt...." wo wir nicht wissen, haben sie es vergessen, haben sie es absichtlich nicht gesagt oder fanden sie es nicht mehr notwendig....

Andere Menschen: bei uns wissen es nur die beiden Großelternpaare, Großonkel und Großtante, und die ehemaligen Erzieherinnen aus dem KIga des Kurzen -- von denen kam der Anstoß zum testen-- die wissen auch, dass die Große auch HB ist-- die war dort auch im Kiga, ist aber eben nicht so aufgefallen wie der Kurze.

Kommentare zur Leistung der Großen kamen in der GS eher von einer Lehrerin ( wo ich sehr hoffe, dass der Kurze sie nie bekommt)-- die uns auch als Eltern sah, die die Große sehr stark puschen etc. die hatte eben ihre Meinung-- da wir das da ja auch noch nicht wussten, haben wir da damals nicht viel zu gesagt---wir wussten ja, das es so nicht war und gegen ungerechte Noten vorzugehen in der GS--- kann man knicken.

Ansonsten kamen auch in bezug auf die Große eher neidische Sachen, wenn sie fixer war, als das eigene Kind---da reagiert man spontan-- zumal es für uns damals alles normal war--wir wussten es ja nicht anders.

Der Kurze ist sehr zierlich und normal groß für sein Alter- als es da letztes Jahr um eine evtl. vorzeitige Einschulung ging, kamen sehr oft die Kommentare" er ist noch so klein, so zart, so verspielt, gebt ihm noch ein Jahr etc."--- dabei haben wir nie erzählt, dass er HB ist. Da wir immer aufs äußerliche geschaut- und da ist er eben kein typischer Junge mit Fußball, raufen,
und von der Statur her eben auch nicht= 120 cm und 20kg sind eben normal-- wirken aber neben 135cm und 25 kg ( auch 6 Jahre) klein, zierlich, leicht, jünger.._ Solche Kids werden ja eher unterschätzt in allen Bereichen.

Die Große( noch 12) weiß seit letztem Jahr, das sie HB ist-- wir haben es ihr nach dem Test gesagt--der Kurze (6) weiß es nicht.
der Kurze weiß nur, dass er in einigen Dingern sehr fit ist--- das merkt er auch selber, wenn er Sachen besser kann- als andere.
Jetzt in der Schule merkt er aber eben auch, dass es Dinge gibt, die er nicht so gut kann- und das macht ihm zu schaffen- er ist da sensibler als die Große.

Es gibt da auch unterschiedliche Empfehlungen, wann man den Kids das direkt sagen soll oder ebenverschleiert oder gar nicht- Ich denke, dass kommt auch auf die Situationen an, die beim Kind entstehen.

Offen darüber sprechen wir nicht wirklich--ist sicher auch nicht der richtige Weg - aber aktuell für uns der beste Weg.Zumal wir in einer Kleinstadt leben- hier gehen Geschichten rum wie nichts..

Wobei wir schon gemerkt haben, dass bspw. die neue Lehrerin der Großen schon nach 3 Monaten in Klasse 5 gemerkt hat, dass die Große mehr Futter braucht.
Und ein Deutschaufsatz war wohl so besonders geschrieben für Klasse 5, dass sie den sogar einer Deutschkollegin gegeben hatte- weil sie sowas noch nie erlebt hatte, das jemand so schreibt. ( und die gute Frau ist fast 60-- hat also Erfahrung)
Ein Sprung wurde uns / der Großen bisher nicht angeboten und solange alles so läuft haben wir bisher nichts gesagt.
Allerdings wissen wir, dass es an dem Gym generell noch 2 Mädchen gibt, die HB sind und ein Junge auch-- die Mädels sind beide gesprungen, der Junge nicht.

In der Klasse der Großen ist auch ein sehr fitter Junge, dem wohl auch schon ein Sprung angeboten wurde--hat er selbst erzählt- aber da wissen wir nicht sicher, ob der auch Hb ist ( würde aber passen zu seiner ganzen Art) Von daher hat sie vielleicht einfach Glück in der Klasse nicht wirklich aufzufallen mit ihren Stärken, weil es mehrere starke Schüler gibt und da der Neis auch eher wegfällt als in der Grundschule.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 17. Sep 2020, 08:08

@Wolke

Dein Kind fällt so derart auf, dass ihr keine andere Wahl habt, als das offen und überzeugend zu leben und voll hinter eurem Kind zu stehen. Jeder Versuch ihre Leistung runterzureden schlägt auf ihr Selbstbewusstsein. Das wird für euer Freundekreis wie ein Lakmuspapier. Wer damit nicht umgehen kann, wird früher oder später nicht mehr kommen.
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Re: suche Rat und Erfahrungen

Beitragvon sinus » Do 17. Sep 2020, 08:25

Bei Büchern fällt mir direkt ein:

"Das kleine Ich bin ich" von Mira Lobe

"Irgendwie anders" von Chris Riddell

"Cornelius" von Leo Lionni und Fredrik Vahle

Alles sehr schöne, tiefgründige Bilderbücher.
sinus
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