Re: Überheblichkeit/Arroganz/Leistungsunterschiede
Verfasst: Sa 11. Jun 2011, 15:17
A. weiß schon seit langem, dass sie irgendwie anders ist, und sie muss es sich ja auch ständig (und eben nicht hauptsächlich von uns) anhören. Sie weiß genau, dass sie in manchen Bereichen anderen überlegen ist und in anderen, vor allem im Bereich der Motorik, viele alterstypische Dinge überhaupt nicht kann. Wenn ein Kind auf der Suche nach seine Identität ist und versucht, sich durch Vergleiche mit anderen selbst einzuordnen, dass halte ich den Ratschlag für sinnlos, dass ich sie einfach so nehmen soll, wie sie ist. Und dass sie sich selbst darüber keine Gedanken machen soll. Spätestens ab dem Kindergarten-Alter ist diese Vergleicherei allgegenwärtig. Abgesehen bist du gezwungen, wenn dir gesagt wird, dass dein Kind im Regelkindergarten nicht gut aufgehoben ist.
Ihr könnt euch einfach den Luxus erlauben, dass ihr euch darüber keine Gedanken machen müsst. Dass das bei uns sich so anders entwickelt hat, haben wir uns ja nicht ausgesucht. Es gibt diese Spielkreise und Elterngruppen im Bereich HB genau deswegen, weil man dort im Austausch mit anderen erfährt, dass auch andere Kinder eben ihre Schwierigkeiten damit haben. Dinge kritisch zu hinterfragen und damit anderen auf die Füße zu treten, das ist etwas, woran Hochbegabte oft ihr Leben lang arbeiten müssen. Das geht nicht durch Erziehung einfach von selber weg.
A. hat einen superhohen Anspruch an sich selbst und sie erwartet von ihrer Freundin auch, dass sie absolut ehrlich und aufrichtig ist. Es geht gar nicht um die Leistung an sich, es geht um die Ankündigung, die dann eben doch nicht erfüllt wurde.
Durch den direkten Vergleich im Spielkreis kann sie lernen, dass auch besondere Kinder eben nicht alle gleich begabt sind und auch jeder seine Fähigkeiten hat. Es geht eben NICHT darum, dass man sich den ganzen Tag erzählt, wie toll die Kinder sind. Das fällt dann sowieso ganz von alleine auf.
Aber wo wir schon mal bei unangenehmen Wahrheiten sind: Ist es nicht auch in gewisserweise elitär, sich in einem Forum anzumelden, das sich ausdrücklich mit "klugen Kindern" beschäftigt? Woher wisst ihr, dass euch Kinder klug sind, wenn ihr nicht verglichen habt? Mich dünkt, ich treffe hier auf eine Doppelmoral.
Ihr könnt euch einfach den Luxus erlauben, dass ihr euch darüber keine Gedanken machen müsst. Dass das bei uns sich so anders entwickelt hat, haben wir uns ja nicht ausgesucht. Es gibt diese Spielkreise und Elterngruppen im Bereich HB genau deswegen, weil man dort im Austausch mit anderen erfährt, dass auch andere Kinder eben ihre Schwierigkeiten damit haben. Dinge kritisch zu hinterfragen und damit anderen auf die Füße zu treten, das ist etwas, woran Hochbegabte oft ihr Leben lang arbeiten müssen. Das geht nicht durch Erziehung einfach von selber weg.
A. hat einen superhohen Anspruch an sich selbst und sie erwartet von ihrer Freundin auch, dass sie absolut ehrlich und aufrichtig ist. Es geht gar nicht um die Leistung an sich, es geht um die Ankündigung, die dann eben doch nicht erfüllt wurde.
Durch den direkten Vergleich im Spielkreis kann sie lernen, dass auch besondere Kinder eben nicht alle gleich begabt sind und auch jeder seine Fähigkeiten hat. Es geht eben NICHT darum, dass man sich den ganzen Tag erzählt, wie toll die Kinder sind. Das fällt dann sowieso ganz von alleine auf.
Aber wo wir schon mal bei unangenehmen Wahrheiten sind: Ist es nicht auch in gewisserweise elitär, sich in einem Forum anzumelden, das sich ausdrücklich mit "klugen Kindern" beschäftigt? Woher wisst ihr, dass euch Kinder klug sind, wenn ihr nicht verglichen habt? Mich dünkt, ich treffe hier auf eine Doppelmoral.