Re: HILFE!!! Vorzeitige Einschulung???? Ja oder Nein???
Verfasst: Do 14. Mai 2015, 08:24
Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Tipps und die anregende Diskussion.
Ich denke, ein Kinderarzt (jedenfalls unsere) hat schon massig Kinder gesehen und erlebt und kann es durchaus einschätzen, ob ein Kind weiter ist als andere.
Das ist mein Sohn sicherlich, aber ihr wisst selbst, dass es um Umgang mit dem eigenen Kind "normal" ist, wie es sich verhält.
Gestern nun war er auf Besuch in der Grundschule, mit den anderen Kinder, die in diesem Jahr regulär eingeschult werden. Es hat ihm sehr gut gefallen! Aber mir ist natürlich auch klar, dass es ihm nicht zwingend gefallen muss, wenn er erst einmal eingeschult ist, und zurück in den Kindergarten geht es ja dann nicht mehr.Einmal eingeschult ist man schulpflichtig.
Mein Mann gibt regelmäßig zu bedenken, dass er aufgrund seiner geringen Größe, seines geringen Alters und dann auch noch seiner "Klugheit" wahrscheinlich nicht akzeptiert werden würde und auch das war es ja, was ich hier bei jemandem las... Ich habe das bisher für ziemlich unwahrscheinlich gehalten, aber Kinder sind offenbar doch gemeiner als ich immer annehmen wollte.
Nach dem Schulbesuch habe ich das Gespräch mit der Kindergärtnerin gesucht und dabei kam heraus, dass er sich dort verhalten hat, wie ich es erwartet hätte. Er ist offen, gesellig und wissbegierig, hat alles mit Freuden mitgemacht. Allerdings gab sie zu bedenken, dass er wenn ihn etwas interessiert Feuer und Flamme dafür ist, mag er etwas nicht, macht er auch nicht mit. Das wohl gestern nicht so, aber so ist sein Wesen. Im Grunde halte ich das für normal, aber möglicherweise macht er dann überhaupt nichts, von dem was man von ihm fordert. Das kann im nächsten Jahr auch noch so sein, das muss sich bis dahin nicht ändern.
Im Kindergarten selber ist schon manchmal frustrierend für ihn. Vielleicht ist es für mich aber auch schlimmer als für ihn. Mir fehlt (trotz der geringen Kinderzahl - 15 Kinder im gesamten Kindergarten) die Individualität und auch die Förderung. Was er bis jetzt gelernt hat, könnte er auch bei uns zu hause gelernt habe, will sagen ich erkenne nichts, was mir unbekannt wäre, was mein Sohn an Können mitgebracht hat (dabei meine ich in erster Linie Lieder und Gedichte, die hatten wir schon im Kindergarten und die haben wir mit ihm zu hause auch gelernt) Und ansonsten berichtet er gar nichts, wirklich nichts vom Kindergarten. Selten, von Ungerechtigkeiten, aber ich nehme an, er kann damit umgehen. Zum Beispiel berichtet er, dass er immer nur angemeckert wird, auch wenn er mit anderen zusammen Unsinn macht, bekommt er das Geschimpfe. Aufgrund der geringen Kinderzahl ist die Auswahl an Freunden auch nicht so groß. Der, den mein Sohn als Freund bezeichnet, ist eher so einer, wo ich immer denke, den möchte man eigentlich nicht zum Freund haben. Petzten bis zum Umfallen, Anstiften zum Unsinn machen und dann den anderen verpfeifen und es genießen, wenn der Freund Schimpfe bekommt (der Ausgeschimpfte ist in dem Falle immer mein Sohn). Da ich aber keinen Einfluss darauf habe, muss ich darauf vertrauen, dass mein Sohn irgendwann erkennt, dass das kein guter Freund ist. Ich habe auch das Gefühl, dass ich ihn deshalb in eine andere Umgebung bringen muss, damit er noch mal erlebt, dass Freunde so nicht sind. Er selbst verhält sich so nicht. Hat auch schon böse Zurückweisung von diesem vermeintlichen Freund erfahren und festgestellt, dass man sich als Freund so nicht verhält und das für ihn selber niemals so in Frage kommen würde.....
Während ich das hier so schreibe, wird mir klar, dass die Schule kein Allheilmittel ist. Ein Kindergartenwechsel wäre auch eine Variante - nur dass ihm da der blöde Mittagsschlaf erhalten bliebe. Er schläft seit er 3 Jahre alt ist keinen Mittag mehr. Und im Osten sind die Kindergärten so unflexibel, dass jedes Kind sich jeden Mittag hin legen muss. Mit dem Ergebnis, dass er die anderen, die vielleicht tatsächlich noch schlafen, stört. Das stört die Erzieher usw...
Ich versuche ihn immer nach dem Mittagessen nach Hause zu holen, aber das klappt nicht immer und ohne meine Eltern gar nicht. Das hat den Preis, dass er am Nachmittag nur noch mit Großen zusammen ist.... keine Kinderkontakte am Nachmittag, auch blöd, aber besser als schlafen...
Ich weiß es immer noch nicht, aber die Tendenz geht dahin im Kindergarten zu bleiben, den aber zu wechseln... Ich werde euch berichten
vielen Dank für Eure Tipps und die anregende Diskussion.
Ich denke, ein Kinderarzt (jedenfalls unsere) hat schon massig Kinder gesehen und erlebt und kann es durchaus einschätzen, ob ein Kind weiter ist als andere.
Das ist mein Sohn sicherlich, aber ihr wisst selbst, dass es um Umgang mit dem eigenen Kind "normal" ist, wie es sich verhält.
Gestern nun war er auf Besuch in der Grundschule, mit den anderen Kinder, die in diesem Jahr regulär eingeschult werden. Es hat ihm sehr gut gefallen! Aber mir ist natürlich auch klar, dass es ihm nicht zwingend gefallen muss, wenn er erst einmal eingeschult ist, und zurück in den Kindergarten geht es ja dann nicht mehr.Einmal eingeschult ist man schulpflichtig.
Mein Mann gibt regelmäßig zu bedenken, dass er aufgrund seiner geringen Größe, seines geringen Alters und dann auch noch seiner "Klugheit" wahrscheinlich nicht akzeptiert werden würde und auch das war es ja, was ich hier bei jemandem las... Ich habe das bisher für ziemlich unwahrscheinlich gehalten, aber Kinder sind offenbar doch gemeiner als ich immer annehmen wollte.
Nach dem Schulbesuch habe ich das Gespräch mit der Kindergärtnerin gesucht und dabei kam heraus, dass er sich dort verhalten hat, wie ich es erwartet hätte. Er ist offen, gesellig und wissbegierig, hat alles mit Freuden mitgemacht. Allerdings gab sie zu bedenken, dass er wenn ihn etwas interessiert Feuer und Flamme dafür ist, mag er etwas nicht, macht er auch nicht mit. Das wohl gestern nicht so, aber so ist sein Wesen. Im Grunde halte ich das für normal, aber möglicherweise macht er dann überhaupt nichts, von dem was man von ihm fordert. Das kann im nächsten Jahr auch noch so sein, das muss sich bis dahin nicht ändern.
Im Kindergarten selber ist schon manchmal frustrierend für ihn. Vielleicht ist es für mich aber auch schlimmer als für ihn. Mir fehlt (trotz der geringen Kinderzahl - 15 Kinder im gesamten Kindergarten) die Individualität und auch die Förderung. Was er bis jetzt gelernt hat, könnte er auch bei uns zu hause gelernt habe, will sagen ich erkenne nichts, was mir unbekannt wäre, was mein Sohn an Können mitgebracht hat (dabei meine ich in erster Linie Lieder und Gedichte, die hatten wir schon im Kindergarten und die haben wir mit ihm zu hause auch gelernt) Und ansonsten berichtet er gar nichts, wirklich nichts vom Kindergarten. Selten, von Ungerechtigkeiten, aber ich nehme an, er kann damit umgehen. Zum Beispiel berichtet er, dass er immer nur angemeckert wird, auch wenn er mit anderen zusammen Unsinn macht, bekommt er das Geschimpfe. Aufgrund der geringen Kinderzahl ist die Auswahl an Freunden auch nicht so groß. Der, den mein Sohn als Freund bezeichnet, ist eher so einer, wo ich immer denke, den möchte man eigentlich nicht zum Freund haben. Petzten bis zum Umfallen, Anstiften zum Unsinn machen und dann den anderen verpfeifen und es genießen, wenn der Freund Schimpfe bekommt (der Ausgeschimpfte ist in dem Falle immer mein Sohn). Da ich aber keinen Einfluss darauf habe, muss ich darauf vertrauen, dass mein Sohn irgendwann erkennt, dass das kein guter Freund ist. Ich habe auch das Gefühl, dass ich ihn deshalb in eine andere Umgebung bringen muss, damit er noch mal erlebt, dass Freunde so nicht sind. Er selbst verhält sich so nicht. Hat auch schon böse Zurückweisung von diesem vermeintlichen Freund erfahren und festgestellt, dass man sich als Freund so nicht verhält und das für ihn selber niemals so in Frage kommen würde.....
Während ich das hier so schreibe, wird mir klar, dass die Schule kein Allheilmittel ist. Ein Kindergartenwechsel wäre auch eine Variante - nur dass ihm da der blöde Mittagsschlaf erhalten bliebe. Er schläft seit er 3 Jahre alt ist keinen Mittag mehr. Und im Osten sind die Kindergärten so unflexibel, dass jedes Kind sich jeden Mittag hin legen muss. Mit dem Ergebnis, dass er die anderen, die vielleicht tatsächlich noch schlafen, stört. Das stört die Erzieher usw...
Ich versuche ihn immer nach dem Mittagessen nach Hause zu holen, aber das klappt nicht immer und ohne meine Eltern gar nicht. Das hat den Preis, dass er am Nachmittag nur noch mit Großen zusammen ist.... keine Kinderkontakte am Nachmittag, auch blöd, aber besser als schlafen...
Ich weiß es immer noch nicht, aber die Tendenz geht dahin im Kindergarten zu bleiben, den aber zu wechseln... Ich werde euch berichten