Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule
Verfasst: Do 29. Sep 2016, 09:28
Hallo Momo,
ich gebe Dir vollkommen Recht. Nur leider haben wir kein Umfeld welches so ein Lernen zulässt. Und auch über Schule hinaus kein Umfeld welches das toleriert und akzeptiert.
Bereits in der Grundschule wird hier Druck vermittelt, spätestens ab Kl.3. Und dieses System zieht sich durch, wird mit jedem Jahr mehr. Lerne das, das auch noch und das. Spaß oder Freude ist das schon lange nicht mehr.
Ich würde meine Kinder viel später erst an die Leistungsgesellschaft anpassen, aber diese Leistungsgesellschaft umgibt uns, hüllt und ein, darin leben wir und es gibt nur zwei Möglichkeiten, mitmachen oder ausscheren mit allen Konsequenzen, mit positiven aber auch negativen. Wir machen mit, da es hier keine uni gibt die eben viel Wert auf gutes Witze erzählen legt oder soziale Kompetenz. die wollen Noten, am besten die Besten. Und auch die Arbeitgeber schauen zuerst auf die Note, zuletzt auf Teamgeist oder Verantwortung. Keiner bescheinigt mir ja, in Latein war Kind jetzt nicht so gut, aber im helfen war er spitze.
Im Grunde habt ihr schon Recht, aber das will hier keiner wissen und es verlangt auch keiner. Nur Leistung zählt.
@Rabaukenmama
Der Kindergarten war daher die freieste Zeit, weil Kind machen konnte was es eben gerne machen wollte. Im Zuge dessen war die Elternarbeit Null, da man Kind eben nicht treiben musste die HA zu erledigen, sich auf Prüfungen vorzubereiten, Gedichte auswendig zu lernen, Vokabeln täglich zu üben, das mitzubringen oder jenes, alles fremdbestimmte Dinge. Schule ist hier Muss und da kann Kind sich nicht aussuchen was es will.
Selbständig zu denken lernt man hier nicht. Man erhält brav Befehle (vom Lehrer) welche man ausführen muss. Und es geht im späteren Leben gleich mal so weiter. Und genau hier liegt das Problem - unser gesellschaftliches Problem. Spätestens ab Kl.10 will man Noten sehen und genau darüber wird das Kind beurteilt. Wenn es in der Momo-freien-Schule keine Prüfungen gibt, wie wird man nach 10 Jahren wissen wo man steht im Verhältnis zu den anderen? Wenn ich Papas Hof übernehme wird das wohl keinen interessieren, wenn ich mich an der Uni einschreiben will oder um eine Lehrstelle und Noten vorweisen muss, dann habe ich ein Problem. Was ist, wenn ich einen Bewerbungstest machen muss, damit aber noch nie konfrontiert wurde? Wenn die mich eben nach Herder fragen, ich den aber nie behandelt habe, weil der mich nicht interessierte und Schule das von einem ja auch nicht zwingend verlangte. Dann hatte ich eine tolle entspannte Schulzeit, aber jetzt fliegt es mir um die Ohren, denn Arbeitgeber nehmen keine Rücksicht auf meine alternative Schulform. Da hilft mir auch keiner, wenn ich aufführen kann, wie viele Bälle ich zum jonglieren brauche. Die freie Wirtschaft interessiert das nicht.
VLG
ich gebe Dir vollkommen Recht. Nur leider haben wir kein Umfeld welches so ein Lernen zulässt. Und auch über Schule hinaus kein Umfeld welches das toleriert und akzeptiert.
Bereits in der Grundschule wird hier Druck vermittelt, spätestens ab Kl.3. Und dieses System zieht sich durch, wird mit jedem Jahr mehr. Lerne das, das auch noch und das. Spaß oder Freude ist das schon lange nicht mehr.
Ich würde meine Kinder viel später erst an die Leistungsgesellschaft anpassen, aber diese Leistungsgesellschaft umgibt uns, hüllt und ein, darin leben wir und es gibt nur zwei Möglichkeiten, mitmachen oder ausscheren mit allen Konsequenzen, mit positiven aber auch negativen. Wir machen mit, da es hier keine uni gibt die eben viel Wert auf gutes Witze erzählen legt oder soziale Kompetenz. die wollen Noten, am besten die Besten. Und auch die Arbeitgeber schauen zuerst auf die Note, zuletzt auf Teamgeist oder Verantwortung. Keiner bescheinigt mir ja, in Latein war Kind jetzt nicht so gut, aber im helfen war er spitze.
Im Grunde habt ihr schon Recht, aber das will hier keiner wissen und es verlangt auch keiner. Nur Leistung zählt.
@Rabaukenmama
Der Kindergarten war daher die freieste Zeit, weil Kind machen konnte was es eben gerne machen wollte. Im Zuge dessen war die Elternarbeit Null, da man Kind eben nicht treiben musste die HA zu erledigen, sich auf Prüfungen vorzubereiten, Gedichte auswendig zu lernen, Vokabeln täglich zu üben, das mitzubringen oder jenes, alles fremdbestimmte Dinge. Schule ist hier Muss und da kann Kind sich nicht aussuchen was es will.
Selbständig zu denken lernt man hier nicht. Man erhält brav Befehle (vom Lehrer) welche man ausführen muss. Und es geht im späteren Leben gleich mal so weiter. Und genau hier liegt das Problem - unser gesellschaftliches Problem. Spätestens ab Kl.10 will man Noten sehen und genau darüber wird das Kind beurteilt. Wenn es in der Momo-freien-Schule keine Prüfungen gibt, wie wird man nach 10 Jahren wissen wo man steht im Verhältnis zu den anderen? Wenn ich Papas Hof übernehme wird das wohl keinen interessieren, wenn ich mich an der Uni einschreiben will oder um eine Lehrstelle und Noten vorweisen muss, dann habe ich ein Problem. Was ist, wenn ich einen Bewerbungstest machen muss, damit aber noch nie konfrontiert wurde? Wenn die mich eben nach Herder fragen, ich den aber nie behandelt habe, weil der mich nicht interessierte und Schule das von einem ja auch nicht zwingend verlangte. Dann hatte ich eine tolle entspannte Schulzeit, aber jetzt fliegt es mir um die Ohren, denn Arbeitgeber nehmen keine Rücksicht auf meine alternative Schulform. Da hilft mir auch keiner, wenn ich aufführen kann, wie viele Bälle ich zum jonglieren brauche. Die freie Wirtschaft interessiert das nicht.
VLG