@koschka,
Bei der Matheolympiade hat mein Sohn die letzten drei Male eh schon mitgemacht.
Wir waren immer zur Siegerehrung, dieses Jahr war es ein 2. Preis.
Wenn man einmal mitgemacht hat, gehört das irgendwie dazu, dass man dabei bleibt.
So scheint das mein Sohn zu sehen.
In der Korrektur steht dann ständig an der Seite
"Wie kommst du darauf?"
"Begründung fehlt!"
"Antwortsatz fehlt"
"Lösungsweg nicht nachvollziehbar"
Er konnte alle Aufgaben lösen, formal hat er aber Defizite.
Ich halte mich nun einfach zurück und überlasse meinem Mann und Sohn das Feld.
Ein Talent ist keine Verpflichtung und es kann sich beizeiten nochmal zeigen und entfalten oder auch nicht.
Du hast recht, er muß nicht mehr leisten als andere.
@bliss,
das ist erstaunlich, wenn du schreibst, dass dein Sohn erzählt, in seinem Kopf keine Langeweile zu kennen,
eine wunderbare Ressource!
Und wieder bin ich beeindruckt von diesem reifen Pragmatismus, am Anfang der Stunde schnell den notwendigen Meldebeitrag leisten, dann kann er entspannen und eigenen Gedanken nachgehen;
Das ist bei meinem Sohn ähnlich, er kann das aber nicht so schön kommunizieren wie deiner
Letztes Jahr zu Nikolaus hat er sich
"Einstieg in Python" gewünscht und hat die 450 drögen Seiten voller Begeisterung gelesen und ein wenig zu programmieren begonnen,
aber das war es dann auch schon,
anschließend hat er wieder er Comics gelesen
@rabaukenmama,
Klar muß ein Talent nicht zwangsläufig dazu führen, dass man es auch mit Begeisterung füllt,
wäre aber praktisch

.
Meine grundsätzlichen Unsicherheiten und Überlegungen gehen eben in die Richtung
" Wie verantwortlich sind Eltern, dass Talente nicht verkümmern?"
Und diesbezüglich schwanke ich immer zwischen
"vollkommen in Ruhe lassen" und "antreiben".
Das "Problem" liegt aber zum Teil auch in mir, da ich selber keine innere Struktur keinen roten Faden habe, der mich im Umgang mit den Kindern intuitiv leitet
Ich schwanke zwischen rationalen Überlegungen und impulsiver, situtionsbedingter Unberechenbarkeit.
@momo,
Danke für deine Worte,
mein Kleiner ist halt ein wahnsinnig rationales Kind,
seine Bedürfnisse sind ihm selber häufig nicht klar und er entdeckt diese dann durch Zufall beim Ausprobieren,
nur der Anstoß etwas zu versuchen, muß leider immer von außen kommen
Danke noch mal,
ihr habt mir mal wieder vor Augen geführt, dass unser Einfluss als Eltern begrenzt ist und ich denke, dass ist die bessere Alternative, jedenfalls zu sowas, wie dem: