Re: WISC IV - Auffälligkeiten in der Schule/ Bitte um Hilfe
Verfasst: So 7. Mai 2017, 07:32
Einen schönen guten Morgen,
da wir uns am kommenden Mittwoch in der weiterführenden Schule anmelden müssen, kann ich nicht mehr schlafen und weiß nicht, ob angesichts der überraschend unausgeglichenen Testergebnisse unser Sohn trotz Gymnasialempfehlung nicht besser auf der Realschule aufgehoben wäre. Er selbst möchte aufs Gymnasium, aber mehr weil seine Freunde auch dorthin gehen und nicht weil er scharf darauf ist, noch mehr Zeit fürs Lernen zu verwenden.
Für die Realschule spricht, dass der Stoff weniger ist. Allerdings sind die Anforderungen an gute Heftführung, Aufmerksamkeit und korrekte Rechtschreibung, denke ich, die gleichen wie am Gymnasium. Und wenn ich ihn nun gegen seinen Willen an der Realschule anmelde, bringt das motivationstechnisch wahrscheinlich auch nichts.
Nun habe ich stundenlang ADS und ADHS recherchiert, finde unseren Sohn teilweise wieder und teilweise auch nicht. Er war auf alle Fälle ein Schreikind und hat als Baby bei Reizüberflutung gelitten. Ich bin von selbst darauf gekommen, dass er dringend viel Struktur im Alltag braucht und habe mehr oder weniger unbewusst unser Leben danach ausgerichtet.
In Krippe und Kindergarten hatte er null Auffälligkeiten und wurde von den Erzieherinnen immer als unkompliziert, brav, schlau und fröhlich eingeschätzt. Seine Sozialkompetenz in den verschiedenen Einrichtungen wurde und wird bis heute immer als herausragend beschrieben.
Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass unser Sohn sich in Krippe und Kindergarten immer extrem angepasst hat und dann am Nachmittag bei mir zu Hause ausgetickt ist. Das habe ich auf die Reizüberflutung am Vormittag geschoben. Dieses Verhalten hat sich allerdings seit der Grundschule gelegt. Er ist jetzt eigentlich durchgängig sehr angenehm im Umgang, braucht zwar Coaching, damit er die HA durchhält, lässt aber gut mit sich reden und nimmt auch Hilfe an.
Eine Frage an die ADS-Experten - Ist für ADS-Betroffene ein Wert von 120 beim Arbeitsgedächtnis zu erreichen?
@ Maca
Nun habe ich ganz viele deiner Beiträge gelesen. Ich finde auch viele Ähnlichkeiten zwischen deiner Tochter und unserem Sohn. Habe ich das richtig verstanden, dass sie sowohl Legasthenie als auch ADS hat?
Und dass sie den schulischen LRS-Standard-Test gemeistert hat, aber dann mit einem anderen Test doch Legasthenie nachgewiesen wurde?
Schöne Grüße an alle,
GreenPapaya
da wir uns am kommenden Mittwoch in der weiterführenden Schule anmelden müssen, kann ich nicht mehr schlafen und weiß nicht, ob angesichts der überraschend unausgeglichenen Testergebnisse unser Sohn trotz Gymnasialempfehlung nicht besser auf der Realschule aufgehoben wäre. Er selbst möchte aufs Gymnasium, aber mehr weil seine Freunde auch dorthin gehen und nicht weil er scharf darauf ist, noch mehr Zeit fürs Lernen zu verwenden.
Für die Realschule spricht, dass der Stoff weniger ist. Allerdings sind die Anforderungen an gute Heftführung, Aufmerksamkeit und korrekte Rechtschreibung, denke ich, die gleichen wie am Gymnasium. Und wenn ich ihn nun gegen seinen Willen an der Realschule anmelde, bringt das motivationstechnisch wahrscheinlich auch nichts.
Nun habe ich stundenlang ADS und ADHS recherchiert, finde unseren Sohn teilweise wieder und teilweise auch nicht. Er war auf alle Fälle ein Schreikind und hat als Baby bei Reizüberflutung gelitten. Ich bin von selbst darauf gekommen, dass er dringend viel Struktur im Alltag braucht und habe mehr oder weniger unbewusst unser Leben danach ausgerichtet.
In Krippe und Kindergarten hatte er null Auffälligkeiten und wurde von den Erzieherinnen immer als unkompliziert, brav, schlau und fröhlich eingeschätzt. Seine Sozialkompetenz in den verschiedenen Einrichtungen wurde und wird bis heute immer als herausragend beschrieben.
Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass unser Sohn sich in Krippe und Kindergarten immer extrem angepasst hat und dann am Nachmittag bei mir zu Hause ausgetickt ist. Das habe ich auf die Reizüberflutung am Vormittag geschoben. Dieses Verhalten hat sich allerdings seit der Grundschule gelegt. Er ist jetzt eigentlich durchgängig sehr angenehm im Umgang, braucht zwar Coaching, damit er die HA durchhält, lässt aber gut mit sich reden und nimmt auch Hilfe an.
Eine Frage an die ADS-Experten - Ist für ADS-Betroffene ein Wert von 120 beim Arbeitsgedächtnis zu erreichen?
@ Maca
Nun habe ich ganz viele deiner Beiträge gelesen. Ich finde auch viele Ähnlichkeiten zwischen deiner Tochter und unserem Sohn. Habe ich das richtig verstanden, dass sie sowohl Legasthenie als auch ADS hat?
Und dass sie den schulischen LRS-Standard-Test gemeistert hat, aber dann mit einem anderen Test doch Legasthenie nachgewiesen wurde?
Schöne Grüße an alle,
GreenPapaya