Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...
Verfasst: Mo 18. Mär 2019, 13:45
Nun, wenn es keine Vorteile der Akzeleration gäbe, gäbe es sie sicherlich nicht.
Ich sehe die Vorteile im Grundschulalter ganz klar: Das Kind bewegt sich in einem Umfeld, was sozial und kognitiv besser zu ihm passt, es kann seiner Entwicklung gemäß beschult werden und muss nicht 1-2 oder gar 3 Jahre später Sachen lernen, die längst "durch" sind, was sicherlich äußerst frustrierend ist und auf Kosten von Motivation und Lernfreude geht.
Es muss sich im Idealfall nicht immerzu anpassen, was Energie kostet und ggf. auch das Selbstwertgefühl torpediert. (das Thema hatten wir ja in letzter Zeit mehrfach)
Ab Pubertät allerdings habe ich auch so meine Bedenken...
Dann ist das junge Kind womöglich in doppelter und dreifacher Hinsicht "Alien". Weil es neben einem kognitiven Vorsprung und evtl. anderen Interessen/Denken dann auch noch körperlich hinterherhinkt.
Die anderen von dir, alibaba, genannten Nachteile kann ich aus momentaner Sicht und mit Blick auf unseren Lebensstil und den, den bspw meine jugendlichen Nichten pflegen, eigentlich nicht als so problematisch betrachten. (Wir wohnen in Sachsen und da machen durch G8 sowieso so einige Jugendliche noch vor dem 18. Geburtstag Abitur.)
Ich kann das Drama daran nicht so ganz erkennen, zumal die von dir aufgezählten Sachen ja nicht täglich einschränken, wohingegen man im Schulalltag täglich und viele Stunden in der Peergroup unterwegs ist und die halt wünschenswerterweise eben möglichst gut passen sollte.
Was im Grundschulalter bei Kindern mit großem Entwicklungsvorsprung halt bei regulärer Einschulung nicht der Fall ist. Bei sehr akzelerierten, sehr viel jüngeren Kindern in der Pubertät dann aber eben womöglich auch wieder nicht.
Leider kann keiner vorhersagen, in welcher Richtung der Leidensdruck und die unschönen Auswirkungen größer sein werden - ob eher das jüngere Alter negativ zum Tragen kommt oder das sich immerzu nach unten anpassen müssen.
Das ist wohl sehr indivduell.
Bei meinem Kind sehe ich aktuell vor allem - neben dem Vorsprung - den starken Lernwillen und fände es schlicht schade, sie jetzt noch so lange "in der Warteschleife" verharren zu lassen.
Zumal unser Kindergarten leider nicht allzu viel bietet. (bei 19 Kindern mit einer Erzieherin ist da auch nicht so viel machbar)
Rein nach aktueller Lage würde die Entscheidung darum deutlich pro Einschulung ausfallen. Aber ich versuche eben auch weiter zu denken und habe da dann so meine Zweifel.
Ich sehe die Vorteile im Grundschulalter ganz klar: Das Kind bewegt sich in einem Umfeld, was sozial und kognitiv besser zu ihm passt, es kann seiner Entwicklung gemäß beschult werden und muss nicht 1-2 oder gar 3 Jahre später Sachen lernen, die längst "durch" sind, was sicherlich äußerst frustrierend ist und auf Kosten von Motivation und Lernfreude geht.
Es muss sich im Idealfall nicht immerzu anpassen, was Energie kostet und ggf. auch das Selbstwertgefühl torpediert. (das Thema hatten wir ja in letzter Zeit mehrfach)
Ab Pubertät allerdings habe ich auch so meine Bedenken...
Dann ist das junge Kind womöglich in doppelter und dreifacher Hinsicht "Alien". Weil es neben einem kognitiven Vorsprung und evtl. anderen Interessen/Denken dann auch noch körperlich hinterherhinkt.
Die anderen von dir, alibaba, genannten Nachteile kann ich aus momentaner Sicht und mit Blick auf unseren Lebensstil und den, den bspw meine jugendlichen Nichten pflegen, eigentlich nicht als so problematisch betrachten. (Wir wohnen in Sachsen und da machen durch G8 sowieso so einige Jugendliche noch vor dem 18. Geburtstag Abitur.)
Ich kann das Drama daran nicht so ganz erkennen, zumal die von dir aufgezählten Sachen ja nicht täglich einschränken, wohingegen man im Schulalltag täglich und viele Stunden in der Peergroup unterwegs ist und die halt wünschenswerterweise eben möglichst gut passen sollte.
Was im Grundschulalter bei Kindern mit großem Entwicklungsvorsprung halt bei regulärer Einschulung nicht der Fall ist. Bei sehr akzelerierten, sehr viel jüngeren Kindern in der Pubertät dann aber eben womöglich auch wieder nicht.
Leider kann keiner vorhersagen, in welcher Richtung der Leidensdruck und die unschönen Auswirkungen größer sein werden - ob eher das jüngere Alter negativ zum Tragen kommt oder das sich immerzu nach unten anpassen müssen.
Das ist wohl sehr indivduell.
Bei meinem Kind sehe ich aktuell vor allem - neben dem Vorsprung - den starken Lernwillen und fände es schlicht schade, sie jetzt noch so lange "in der Warteschleife" verharren zu lassen.
Zumal unser Kindergarten leider nicht allzu viel bietet. (bei 19 Kindern mit einer Erzieherin ist da auch nicht so viel machbar)
Rein nach aktueller Lage würde die Entscheidung darum deutlich pro Einschulung ausfallen. Aber ich versuche eben auch weiter zu denken und habe da dann so meine Zweifel.