@Meine3
"Warum möchtest du deinen Sohn (nochmal) testen lassen?"
Um das festzuhalten - ICH will gar nichts!
Ich bin der Hafenwärter. Kommt also ein Skipper zu mir und bittet mich um Hilfe, weil sein Boot ein Leck hat und er es nicht reparieren kann, dann ist es meine Aufgabe mich darum zu kümmern. Deshalb bin ich ja Hafenwärter.
Der Mensatest war nur Mittel zum Zweck und wurde eher aus Spaß von mir angeregt. Das mein Kind etwas treibt, das merke ich nicht erst seit gestern. Das schöne an so klugen Kindern ist ja, das sie das was sie treibt auch argumentieren können. Nicht für umsonst hält man meinen 14-jährigen immer für älter. Was wäre ich für eine Mutter, wenn mich das nichts anginge. Und in dem Alter meines Kindes muss ich mir sehr wohl überlegen wie ich so eine Testung angehe. Da kann der Schuss nämlich auch nach hinten losgehen. Daher werde ich nicht zur Mensa gehen. Nur testen das hilft uns nicht weiter. Außerdem verfolgt mein Sohn ein konkretes Ziel. Der will etwas Bestimmtes. Ich benötige also auch ein IQ-Gespräch, eine Art Dritter - ohne Mama. Da werde ich jetzt mal schauen.
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Hallo Alibaba,
okay, okay. Ist ja gut

. Ich habe gefragt, weil ich nicht wusste, dass dein "Kind" ein Teenager ist! Denn hier geht es ja überwiegend um Kinder im "Kleinkind" oder Grundschulalter. Ich habe also etwas vorausgesetzt, was dann wiederum vorausgesetzt hätte, dass es von der Mutter ausgeht.
Ich denke, wenn dein Sohn das gerne machen möchte, dann sollte er es tun. Da bin ich ganz bei dir! Mensa ist dann tatsächlich nicht der richtige Ort, wenn du sagst, dass er dazu noch ein "Gespräch" möchte oder Anamnese nötig ist. Aber du hattest ja ursprünglich gerade nach Mensa gefragt..
Inwiefern der Online-Test von Mensa nun "aussagekräftig" ist, weiß ich auch nicht. Auch die anderen, heutzutage kursierenden IQ-Tests sind nicht aussagekräftig und viiiel zu leicht. .Ich glaube, da ist jeder einigermaßen intelligente Mensch "hochbegabt", nicht unbedingt beim Mensa-Onlinetest, aber bei dem was da sonst noch so kreucht und fleucht. Früher (vor 10 Jahren oder so) gab es noch "richtige" IQ-Tests im Netz, gibts jetzt kaum noch... Ich habe daher auch so meine persönlichen Zweifel mit dem Mensa-Online Test. Die wären ja auch doof, wenn sie nicht empfehlen würden, den Mensa-Test machen zu lassen, immerhin verdienen sie ja damit Geld

... Ich würde nicht zu Mensa gehen. Auch wenn es mich irgendwie "juckt"

, zu wissen, wie hoch mein IQ ist, wenn ich einen Test von "offizieller" Stelle mache.
Der IQtest im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zur Ausbildung, war zwar auch ein "richtiger" und sehr umfangreicher IQ-Test mit Zeitlimits, den gängigen Aufgaben und einem Psychologen, der das dann ausgewertet hat. Aber es waren auch Aufgaben dabei, die eher untypisch für IQ-Tests sind (Multitasking Aufgaben, also gleichzeitig etwas hören und bei einem bestimmten Stichwort was aufschreiben und nebenher bestimmte Begriffe, bestimmten Symbolen zuordnen, oder Multiple Choice-Fragen zur Sozialkompetenz a la: was würdest du tun, wenn...) und es wurde eben ein Prozentrang als Ergebnis angegeben und kein IQ...
Ich hatte das bislang nur so verstanden (aus bisherigen Posts), dass dein Sohn bereits getestet wurde, aber damals keine "eindeutige" HB festgestellt wurde? Oder hab ich das falsch verstanden? Auch DA (wenn man also zum "Fachmann" geht), kann man sich ja in die Nesseln setzen. Wir waren ja mit Sohnemann bei einer Psychologin, die von sich selbst behauptete, viel Erfahrung mit IQ-Testungen zu haben und nun haben wir den "Salat". Einen Gesamt-IQ konnte sie, wie gesagt, nicht verlässlich ermitteln, da er in Teilbereichen nicht motiviert war. Er hat "mitgemacht", aber sie hat gemerkt, dass er eben nicht alles zeigt. Wenn man den Test aber nun so nehmen würde, wie er ist, ist auch mein Sohn nicht hochbegabt, sondern "nur" überdurchschnittlich intelligent mit einer sprachlichen Höchstbegabung. Und dass das Ergebnis, grade im Bereich VG, in dem er so "niedrig" abgeschlossen hat, nicht der Realität entspricht, sehe ich immer wieder im Alltag im Vergleich mit Gleichaltrigen. Der verarbeitet Informationen sehr schnell und absolviert Aufgaben, sofern sie ihn anregen SEHR schnell... Nur nicht vielleicht genau die, die da abgefragt wurden, weil ihn das feinmotorisch angestrengt hat (das ist so seine Schwäche, die Feinmotorik, sonst hat er aber keine bemerkbaren Schwächen im kognitiven Bereich, das beschränkt sich rein auf visuell-kinestätische Fähigkeiten, die bei ihm eher "schwach" sind - im Vergleich zum Rest, nicht zu anderen Gleichaltrigen

) und eben dazu noch sehr eintönig war.
Wie auch immer: dein Sohn ist in "Nöten" (fühlt sich anders, so wie du es beschreibst, habe ich mich in der Pupertät auch gefühlt

) und er sollte das tun. Den IQ-Test.
Beim Elterntreff der DGhK, das letzte Woche stattgefunden hat, hat die Leiterin ein spontanes "oh je" hören lassen, als ich den Namen der Psychologin nannte (sie hat nachgefragt). Lustigerweise war ihr Sohn im Vorschulalter nämlich auch bei der selben "Fachkraft", mit einem SEHR ähnlichen Ergebnis (Dispkrepanz zwischen Teilbereichen zu groß, Kind nicht motiviert genug, Test nicht auswertbar) und ihr Sohn wurde dann zu einem späteren Zeitpunkt von einem erfahrenen und auf Hochbegabung spezialisierten Fachmann getestet und die HB eindeutig bestätigt.
Ich höre immer wieder Gutes vom IBZ, zumindest bei uns in der Region...Vielleicht schaust du dir das mal an. Je nachdem wo du lebst. Oder du fragst mal bei der "regionalen" Betreuung vom DGhK an, welche Adressen die empfehlen können für eine Testung mit Gespräch?!
Gruß
Nora