Rabaukenmama hat geschrieben:
Die öffentlichen Einrichtungen versetzt voneinander zu schließen (wie du vorschlägst) würde sehr viel Organistion bedürfen, für die keine Zeit mehr ist. Und es ist auch nicht sinnvoll, wenn man bedenkt, dass das Virus auf Metall- oder Kunststoffoberflächen (z.B. Türklinken) 8-13 Stunden überdauern kann.
Ich schrieb:
aber es wäre viel sinniger die Risikogruppen generell in Quarantäne zu schicken
als ALLE öffentlichen EInrichtungen versetzt voneinander und zu unterschiedlichen Zeiten zu schließen.
Damit meinte ich, dass es
keinen Sinn macht, öffentliche Einrichtungen versetzt voneinander zu schließen.
Mehr Sinn würde ergeben, wenn zumindest in Deutschland einheitlich gehandelt worden wäre. Also ALLE Einrichtungen zum selben Zeitpunkt für den selben Zeitraum schließen, wenn man dies schon machen möchte/muss.
Jetzt ist es aber so, dass in dem einen Bundesland die Schulen bereits geschlossen sind, woanders sind sie noch offen, bis dienstag oder mittwoch oder gar noch länger (Sachsen zum Beispiel). Da und dort werden Massenveranstaltungen verschoben, aber der öffentliche Personenverkehr bleibt bestehen. Und so weiter. DAS ergibt für mich keinen Sinn.
Auch ergibt für mich keinen Sinn, dass Menschen, die im Risikogebiet waren (bei uns ist das jetzt bei einer Familie der Fall, die im Elsaß war), zu Hause bleiben sollen, aber nicht die ganze Familie, sondern nur der Teil, der tatsächlich dort war. Wenn man aber zusammen in einem Haushalt lebt, ergibt DAS überhaupt keinen Sinn. Schließlich könnte sich der Vater anstecken (da ja manche das Virus "still" in sich tragen und keine Symptome zeigen, so könnte es auch bei seiner Familie sein) und NOCH keine Symptome zeigen, zur Arbeit gehen, dort wieder Menschen anstecken, etcpp... Im konkreten Beispiel sind Mutter und die beiden Kinder zu Hause für die nächsten zwei Wochen (seit Montag) und der Vater geht weiterhin normal arbeiten. DAs ist doch unsinnig

.
Was die Sterblichkeitsrate angeht: da gibt es solche und solche Aussagen. Ich nehem zurück, dass die Sterberate geringer ist, aber zumindest ist sie geschätzt nicht wesentlich höher.
Ich bin auch nicht gegen all diese Maßnahmen. Es geht mir darum, dass die Maßnahmen nicht konsequent und nicht einheitlich sind (Beispiel der Familie, die im Elsaß war). Und dennoch unheimliche Ängste und Sorgen auslösen und Probleme, wie die Betreuung der Kinder dann eben doch durch die Großeltern, die aber doch besonders gefährdet sind. WENN also eine generelle Schließung von Kindergärten und Schulen veranlasst wird, müssten gleichzeitig die Eltern auch freigestellt werden, was natürlich geht wegen der Wirtschaft und so. Aber OHNE diese Maßnahme, also dass die Eltern oder zumindest ein Elternteil zu Hause bleiben darf, ist auch das komplett unsinnig.
Und so weiter und so fort.
Abgesehen davon plädiere ich vor allem dafür, dass Alte und krankheitsbedingt vorbelastete Menschen in Quarantäne sollten und nicht (noch?) gesunde Kinder zu Hause bleiben sollen. Zudem scheint mir der Zeitrahmen (5 Wochen) recht willkürlich. Corona scheint schon vor den ersten Symptomen ansteckend zu sein. Reichen da 5 Wochen aus?
Meine Tante will unbedingt mit zum Schulranzen-Kauf unserer Tochter. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht verantwortlich sein will, dass sie an Corona erkrankt und dass sie bitte an sich denken soll und zu Hause bleiben soll. Sie hat geweint und gemeint das verstehen die Kinder doch nicht. Na und? Dann verstehen die Kinder das halt nicht. Ich möchte nicht verantwortlich sein für ihren Tod. Also hier wäre auch ein Appell an die Älteren und Vorerkrankten notwendig, von sich aus zu Hause zu bleiben. Junge, gesunde Menschen sollten sich von Bekannten und Verwandten fernhalten, die gefährdet sind schwer von Corona betroffen zu sein, etc.
Ich denke, das Ganze hat Ausmaße, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können. 5 Wochen zu Hause bleiben bringt da mal rein garnichts.