@charlotte: wir sind auch alle ganz normal geimpft wie gesagt, nur die Kleine aus o.g. Gründen nicht. Dennoch gelten wir bei einigen unserer Bekannten als Impfgegner, die anderen wiederum nennen uns Impfbefürworter. Und beides ist falsch

. Ich wäge ab. Betrachte ich das impfen als nützlicher als das nicht impfen, bzw. die Gefahr der Krankheit als größer als die Gefahren durch das impfen, so lasse ich impfen, anderenfalls nicht.
Das diskutieren mit festgefahrenen sehr einseitig denkenden Menschen finde ich mittlerweile sehr mühsig. Wir haben einige "Freaks" in unserem Bekanntenkreis, die auch teilweise sehr haarsträubende Theorien, bzw. Ansichten haben. Da kann ich nur noch mit den Augen rollen

. Ich spare mir hier auch die Energie das sachlich ausdiskutieren zu wollen. Ich lasse diese Meinungen dann einfach so stehen. Ebenso haben wir aber auch Bekannte und Verwandte, die sehnlichst drauf warten, dass endlich (?!) der Impfstoff freigegeben wird, die zu Besuch in unser Haus kommen (sich selbst eingeladen haben

), dann aber die gesamte Zeit im geschlossenen Raum die Maske tragen, die meinen Mann einen "Nazi" schimpfen, weil er offen ausspricht, was viele denken: dass die Freigabe des Impfstoffes viel zu verfrüht ist und das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Warum sie ihn einen Nazi schimpfen? Klar! "impfkritisch"= Verschwörungstheoretiker=Querdenker=Coronaleugner= Demogänger= da gibts auch Rechte! Okay du bist ein Nazi.
Es tut mir leid, aber diese auch von den öffentlichen Medien unterstützte Schlussfolgerung ist ebenso haarsträubend wie Verschwörungstheorien. Hier treffen zwei Fronten aufeinander, keine ist "besser" als die andere.
Meine Meinung: Die Wahrheit liegt meist in der Mitte. Ich halte nichts von Radikalisierung, egal in welche Richtung. Mein Lebensmotto war schon immer: leben und leben lassen. Habt euch lieb, habt Respekt voreinander, seid tolerant. Mir fehlt die Toleranz, die Akzeptanz und der Respekt gegenüber andersdenkenden in unserer Gesellschaft und zwar in beide Richtungen grade enorm. Es macht mich traurig.
Ich denke auch, so wie schon zu Beginn der Pandemie, dass ein sehr drastischer, aber dafür kürzerer Lockdown insgesamt weniger schädlich und vor allem effektiver wäre. Da komme ich wieder zum Grenzen schließen. Ich habe keine Beweise, aber für mich ist recht sicher, dass die Politiker vor der Bevölkerung wussten, was da auf uns zu kommt. Und sie haben es "erstmal laufen lassen" und dann reagiert und gesagt, sie haben schnell reagiert. Ich denke nicht, dass ihre Beweggründe zu handeln wie sie handeln sich drastisch geändert haben. Es wird nur offensichtlicher. Ein Lockdown, also ein schließen der Grenzen im Dezember/Januar und Urlaubssperre wäre wohl effektiver gewesen als die jetzt halbgaren Versuche das Virus zu kontrollieren. Denn nun ist es da und es wird nicht weg gehen. Sicherlich wäre es eventuell auch anderweitig ins Land gekommen, aber man hätte große Ausbrüche verhindern und somit die Infektionsketten viel schneller und lückenloser nachvollziehen können.
Ich bin daher auch jetzt eher für einen harten Lockdown beispielsweise zwischen Herbst- und Weihnachtsferien gewesen, mit Kita-Schließung und Schulschließung, in der Hoffnung, dass die Zahlen dann so weit runter gehen, dass man danach dann wieder in einen "normaleren" Alltag starten kann und die Fälle sich wieder besser nachvollziehen lassen.Wobei eben die Frage ist, inwiefern diese Zahlen überhaupt aussagekräftig sind, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Deine Vermutung, dass das Virus nicht mehr so aggressiv ist, ist auch ein Ansatz. Es könnte tatsächlich bereits Mutationen des Virus geben. Ich denke, aber wenn dem so ist, ist das nur ein Puzzleteil des Gesamtbildes.
Dieser Halb-Lockdown wird sich bis zum Frühling hinziehen, denn bekanntermaßen verbreiten sich Viren in den kalten Jahreszeiten einfach schneller und das mit dem Masken tragen bringt nunmal nichts und Abstand hält der Großteil der Bevölkerung nur, wenn sie beobachtet werden und selbst dann oft nicht. Die Regierung argumentiert hier dann wieder mit ihren Zahlen.
Was die Zahlen angeht:Ja, man kann diese Zahlen so leicht manipulieren, indem man weniger oder mehr testet. Ich vertraue Statistiken schon seit dem Studium nicht mehr. Deswegen interessieren sie mich auch nicht sonderlich, ehrlich gesagt. Ich schaue darauf, was um mich herum geschieht. Fakt ist, dass ich jetzt sehr viel mehr Menschen kenne, die Coronafälle in ihrer Familie oder ihrem Bekanntenkreis haben. Einer war schwerwiegend mit CoVid, der war aber eben bei der 1. Welle. Es war ein 10-jähriges Mädchen...
@Katze: wenn es soweit kommen sollte, dass die Regierung eine Impfpflicht einführt, wenn auch nur eine versteckte, indem diejenigen, die sich weigern zu impfen, bspw. nicht mehr verreisen dürfen, nicht mehr zu Veranstaltungen dürfen oder man anderweitig diskriminiert wird, weil man nicht geimpft ist, DANN bin ich auch soweit auf die Straßen zu gehen. Bevor es keinen seriös, sprich langfristig und voll umfänglich getesteten Impfstoff gibt, werde ich meine Kinder nicht impfen lassen. Diese Entwicklung finde ich verheerend. Es sollte weiterhin einem selbst überlassen bleiben, ob man sich oder seinen Kindern Medikamente/Impfungen spritzt oder nicht, OHNE dafür als Mensch zweiter Klasse angesehen zu werden und ich bin froh, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin
