Re: Welche Förderung kann man im KiGa "erwarten"?
Verfasst: Sa 14. Jan 2023, 09:49
Dein letzter Betrag kommt für mich angstgesteuert rüber. Da ist gar kein "das würde meinem Kind gefallen", sondern sehr viel "ich will nicht, dass..." und (sinngemäß) "ich traue ihr nicht zu, dass" oder "sie soll noch nicht..." und "sie könnte Schwierigkeiten haben...".
Lies dienen Betrag noch mal durch und überleg, was du einer guten Freundin raten würdest, wenn sie vor der Entscheidung stünde.
Es spricht nichts dagegen, noch keine vorzeitige Einschulung anzustreben, aber dann sollten eindeutig die positiven Aspekte für deine Tochter überwiegen. Sie ist jetzt schon ein eigenständiger, vollwertiger Mensch und eine einzigartige Persönlichkeit. Da sollten bei Entscheidungen, die sie betreffen, nicht DEINE Ängste im Vordergrund stehen.
Wenn du z.B. die Möglichkeit hast, in diesem Jahr sehr viel hochwertige Zeit mit deiner Tochter zu verbringen, dann kann durchaus eine Option sein, sie einfach ein Jahr zu Hause zu lassen. Dann könnt ihr gemeinsam Dinge unternehmen, die euch beide Freude machen, und du ksnnst auf ihre Bedürfnisse individuell eingehen.
Wenn du eine tolle Kindergarten- oder Vorschulgruppe findest, wo es nicht nur um Körpergröße, schnell laufen und cool tun geht, und deine Tochter dort guten Anschluss findet, ist das auch eine Möglichkeit.
Aber sie in der bestehende Kindergartengruppe zu belassen, wo sie sich JETZT SCHON nicht wohlfühlt, und wo die Freundinnen auch noch bald weg sein werden, damit sie "nicht so früh aufstehen muss" oder "weil sie so zart ist und die Schultasche zu schwer sein könnte" finde ich persönlich eben sehr angstgesteuert.
Meine Erfahrung mit meinen Jungs ist, dass bestehende persönliche Eigenheiten und Vorlieben sich mit zunehmenden Alter kaum verändern. Mein älterer Sohn war mit 4 Jahren schon derselbe Morgenmuffel, der er heute mit fast 13 noch ist. Meinem jüngeren Sohn (10) muss man morgens nur auf die Schulter klopfen und er ist hellwach und springt aus dem Bett. Das war auch mit 4 Jahren schon so.
Genauso gehen meinem älteren Sohn viele Dinge immer noch sehr nah. Mit 5 Jahren hat er nicht mal geschafft, "Barbapapa" im Fernsehen zu schauen. Hat sich ein anderes Kind verletzt, ist er in Tränen ausgebrochen. Kurz vor der Einschulung saß er während eines Kindergarten-Ausflugs mit einem Theaterbesuch ("Hänsel und Gretel")die ganze Zeit weinend auf dem Schoß seiner Linblings-Kindergärtnerin. Das war mit 6, 7 und 8 Jahren noch dasselbe. Kriterium für eine Einschulungsentscheidung ist das aber keine.
Generell kenne ich kein Kind, das mit 5 Jahren (hoch-)sensibel war und mit 6 Jahren plötzlich nicht mehr. Solche Eigenheiten sind einfach Teil unser Kinder. Aber unabhängig davon sind wir als Eltern es, die die Wahl haben, unseren Kindern zuzutrauen, Herausfoerderungen zu meistern, oder ihr Scheitern mit unseren Ängsten heraufzubeschwören.
Wäre deine Tochter nur 2 Monate älter, würdest du ihr all das auch nicht zutrauen? Hältst du sie wirklich für so labil? Und wenn sie in einem Jahr immer noch zart und sensibel ist, und Schlaf für sie so wichtig ist, lässt du sie dann zurückstellen, obwohl sie jetzt schon schulreif wäre?
Sorry, bin gerade sehr direkt, aber ich versuche damit, dir zu mehr Klarheit über deine Beweggründe zu verhelfen. Alles Gute bei deiner Entscheidung
.
Lies dienen Betrag noch mal durch und überleg, was du einer guten Freundin raten würdest, wenn sie vor der Entscheidung stünde.
Es spricht nichts dagegen, noch keine vorzeitige Einschulung anzustreben, aber dann sollten eindeutig die positiven Aspekte für deine Tochter überwiegen. Sie ist jetzt schon ein eigenständiger, vollwertiger Mensch und eine einzigartige Persönlichkeit. Da sollten bei Entscheidungen, die sie betreffen, nicht DEINE Ängste im Vordergrund stehen.
Wenn du z.B. die Möglichkeit hast, in diesem Jahr sehr viel hochwertige Zeit mit deiner Tochter zu verbringen, dann kann durchaus eine Option sein, sie einfach ein Jahr zu Hause zu lassen. Dann könnt ihr gemeinsam Dinge unternehmen, die euch beide Freude machen, und du ksnnst auf ihre Bedürfnisse individuell eingehen.
Wenn du eine tolle Kindergarten- oder Vorschulgruppe findest, wo es nicht nur um Körpergröße, schnell laufen und cool tun geht, und deine Tochter dort guten Anschluss findet, ist das auch eine Möglichkeit.
Aber sie in der bestehende Kindergartengruppe zu belassen, wo sie sich JETZT SCHON nicht wohlfühlt, und wo die Freundinnen auch noch bald weg sein werden, damit sie "nicht so früh aufstehen muss" oder "weil sie so zart ist und die Schultasche zu schwer sein könnte" finde ich persönlich eben sehr angstgesteuert.
Meine Erfahrung mit meinen Jungs ist, dass bestehende persönliche Eigenheiten und Vorlieben sich mit zunehmenden Alter kaum verändern. Mein älterer Sohn war mit 4 Jahren schon derselbe Morgenmuffel, der er heute mit fast 13 noch ist. Meinem jüngeren Sohn (10) muss man morgens nur auf die Schulter klopfen und er ist hellwach und springt aus dem Bett. Das war auch mit 4 Jahren schon so.
Genauso gehen meinem älteren Sohn viele Dinge immer noch sehr nah. Mit 5 Jahren hat er nicht mal geschafft, "Barbapapa" im Fernsehen zu schauen. Hat sich ein anderes Kind verletzt, ist er in Tränen ausgebrochen. Kurz vor der Einschulung saß er während eines Kindergarten-Ausflugs mit einem Theaterbesuch ("Hänsel und Gretel")die ganze Zeit weinend auf dem Schoß seiner Linblings-Kindergärtnerin. Das war mit 6, 7 und 8 Jahren noch dasselbe. Kriterium für eine Einschulungsentscheidung ist das aber keine.
Generell kenne ich kein Kind, das mit 5 Jahren (hoch-)sensibel war und mit 6 Jahren plötzlich nicht mehr. Solche Eigenheiten sind einfach Teil unser Kinder. Aber unabhängig davon sind wir als Eltern es, die die Wahl haben, unseren Kindern zuzutrauen, Herausfoerderungen zu meistern, oder ihr Scheitern mit unseren Ängsten heraufzubeschwören.
Wäre deine Tochter nur 2 Monate älter, würdest du ihr all das auch nicht zutrauen? Hältst du sie wirklich für so labil? Und wenn sie in einem Jahr immer noch zart und sensibel ist, und Schlaf für sie so wichtig ist, lässt du sie dann zurückstellen, obwohl sie jetzt schon schulreif wäre?
Sorry, bin gerade sehr direkt, aber ich versuche damit, dir zu mehr Klarheit über deine Beweggründe zu verhelfen. Alles Gute bei deiner Entscheidung