Zuerst: ich finde es auch sehr schade, dass dein Sohn für die Biliguale Klasse nicht genommen wurde, kann mir aber auch vorstellen, gerade für Wien, dass da sich wirklich viele Kinder beworben haben, deren Muttersprache schon Englisch ist, und die sind natürlich dann besser sprachlich aufgestellt als dein Sohn. B1-Hörverstehens- und Leseverstehensaufgaben löst mein Sohn übrigens auch mit Leichtigkeit, aber flüssig fehlerfrei sprechen kann er deshalb noch lange nicht. Wir haben hier auch viele Flüchtlinge betreut und B1 (in Deutsch) hatten die fitteren von Ihnen innerhalb eines Jahres. Beim Schulbesuch der Berufsschulen sind sie trotzdem gescheitert. Das soll jetzt nicht die Leistung deines Sohnes schmälern. Ich finde es echt wahnsinn, dass er schon ind er Grundschule so gut Englisch kann, ich kann mir aber eben schon vorstellen, dass es auch - in Wien - viele Kinder gibt, die es noch besser können. Bei uns in der Gegend wäre er sicher der einzige
Unser Sohn ist ja auch in einer Hochbegabtenklasse. Einfache Strecke ca. 35 km. Morgens kann er leider gar nciht mit dem ÖPNV fahren, da es keine passende Verbindung gibt, so dass ihn mein Mann mit dem Auto hinfährt. Er verlässt dann um 6:40 Uhr das Haus, Schule beginnt um 7:30 Uhr. Am Rückweg fährt er aber mit dem ÖPNV. Wenn ich ihn an einer bestimmten Stelle abholen kann, steigt er um 12:49 Uhr in den Bus und ist dann eine Stunde später zuhause. Wenn ich ihn nicht abholen kann, muss er 1x umsteigen und ist insgesamt tatsächlich 90 Minuten unterwegs. Als er mit der Schule angefangen hat, war er frisch 9 Jahre alt. Er hat sich zu Beginn genau 1x verfahren, hat aber auch wieder alleine nach Hause gefunden. Das Busfahren macht ihm gar nichts aus. Obwohl ihm beim Autofahren immer schlecht wurde, hat er sich mit dem Busfahren gut daran gewöhnt und nutzt jetzt die Zeit, um ungestört Handy spielen zu können. Und manchmal zieht er sogar seine Vokabelkärtchen raus und lernt
Heute ist eine Infoveranstaltung unserer Schule zum HB-Zug und ich soll als Elternvertreter der Weitfahrer auch noch ein paar Worte sagen. Ich habe unseren Sohn auch noch gefragt, was ich sagen soll. Ob sich die weite Strecke lohnt. Und ja, ich soll seine Schule in den höchsten Tönen loben (auch wenn er nicht immer gerne zur Schule geht) und es lohne sich auf jeden Fall. Das nächstgelegene Gymnasium (10 Minuten Busfahrt) kam für ihn nie in Frage.
Insofern würde ich wirklich die Begabtenklasse in Betracht ziehen. Zumindest bei meinem Sohn in der Klasse sind die Kinder da auch wirklich anders. Also die Kinder sind sehr verschieden, haben alle verschiedene Hobbies, Interessen, .... aber genau dadurch wird keiner ausgeschlossen.
Ach so, noch zu Alibabas Beitrag: Seien Freunde, die er hier hatte, hat Sohn immer noch, auch wenn er in eine andere Schule geht. Bezugspunkte für hier vor Ort sind die Ministranten und der Musikverein. Die Kontakte gehen nicht verloren, wenn man woanders zur Schule geht. Interessanterweise hat aber meine Tochter, die mit all ihren Freundinnen auf das naheliegende Gymnasium geht, fast alle ihre Grundschulfreundinnen verloren - bis auf die eine, die eben nicht auf das Gymnasium geht
