Re: Hochbegabt und keine lust
Verfasst: Fr 13. Jan 2012, 14:29
Hallo
nun möchte ich mich doch zu dem Thema äußern.
Koschka, Dein Bild der Montessoripädagogik ist ein vollkommen anderes als meines. Das liegt vermutlich, wie Du schon schriebst, an den unterschiedlichen Konzeptionen der einzelnen Einrichtungen.
Zum Thema Kindergarten kann ich nicht viel sagen, aber in unserer Monte-Schule läuft es vollkommen anders, als das, was Du hier beschreibst.
Spielen hat hier einen sehr hohen Stellenwert. Stichwort "lernen durch spielen". In den Spielräumen unserer Schule gibt es natürlich Playmo, Lego und Puppen. Warum auch nicht? (ich kenne nur von Waldorf, dass die Puppen dort keine Gesichter haben).
Auf dem Schulhof befinden sich viele Sträucher, Holz und alles mögliche, was die Phantasie anregt.
Mehr Freiraum für Kreativität kann man einem Kind kaum geben, als das, was bei uns tagtäglich praktiziert wird. Das Kind entscheidet zum großen Teil selbst was es wann, wo und wie lernt. Eigene Gedanke sind erwünscht und werden umgesetzt. Dabei bekommen die Kinder Unterstützung und die nötige Zeit. Ich denke, alles wichtige Dinge für ein eigenständiges handeln, vorrausgesetzt, die Kinder nehmen das Angebot an und die Eltern lassen sich drauf ein.
Selbstverständlich ist eine intensive Betreuung und entsprechende Qualifikation von Nöten, um diese Pädagogik umzusetzen.
Und sicherlich hat auch Monte seine Schwachpunkte, aber die sehe ich nicht in dem, was Ihr da wohl erfahren habt. Vermutlich hattet Ihr das große Pech, an einen Kindergarten geraten zu sein, der irgendwie sein Ziel verfehlt hat. Schade eigentlich ...
Fredericke, bieten die Erzieher ihr denn nichts passendes für sie an? Sie haben doch so viele Möglichkeiten. Ich würde dem Kind die Chance geben, Kindergarten mal regelmäßig zu erleben. Ich weiß jetzt nicht, warum sie nicht häufiger geht. Weil sie nicht will oder noch aus anderen Gründen?
Meiner Meinung nach sollte sie regelmäßig gehen oder gar nicht. So muss sie sich jedes Mal wieder überwinden und neu zurechtfinden. Wie soll sie da ein Kind finden, das zu ihm passt?
Meine Kinder haben auch immer lange Eingewöhnungsphasen. Mir hilft dann meist mein Bauchgefühl. Bin ich auch der Meinung, das ist nicht das richtige fürs Kind, lass ich es bleiben.
Bin ich aber der Meinung, das ist gut für mein Kind und auszuhalten, dann versuche ich, ihm dies zu erklären und ihm zu helfen, dass es dort anzukommt. Bisher sind wir damit gut gefahren und so manches Desaster hat sich dann doch noch ins Gegenteil gewandelt.
So, muss jetzt arbeiten, LG
nun möchte ich mich doch zu dem Thema äußern.
Koschka, Dein Bild der Montessoripädagogik ist ein vollkommen anderes als meines. Das liegt vermutlich, wie Du schon schriebst, an den unterschiedlichen Konzeptionen der einzelnen Einrichtungen.
Zum Thema Kindergarten kann ich nicht viel sagen, aber in unserer Monte-Schule läuft es vollkommen anders, als das, was Du hier beschreibst.
Spielen hat hier einen sehr hohen Stellenwert. Stichwort "lernen durch spielen". In den Spielräumen unserer Schule gibt es natürlich Playmo, Lego und Puppen. Warum auch nicht? (ich kenne nur von Waldorf, dass die Puppen dort keine Gesichter haben).
Auf dem Schulhof befinden sich viele Sträucher, Holz und alles mögliche, was die Phantasie anregt.
Mehr Freiraum für Kreativität kann man einem Kind kaum geben, als das, was bei uns tagtäglich praktiziert wird. Das Kind entscheidet zum großen Teil selbst was es wann, wo und wie lernt. Eigene Gedanke sind erwünscht und werden umgesetzt. Dabei bekommen die Kinder Unterstützung und die nötige Zeit. Ich denke, alles wichtige Dinge für ein eigenständiges handeln, vorrausgesetzt, die Kinder nehmen das Angebot an und die Eltern lassen sich drauf ein.
Selbstverständlich ist eine intensive Betreuung und entsprechende Qualifikation von Nöten, um diese Pädagogik umzusetzen.
Und sicherlich hat auch Monte seine Schwachpunkte, aber die sehe ich nicht in dem, was Ihr da wohl erfahren habt. Vermutlich hattet Ihr das große Pech, an einen Kindergarten geraten zu sein, der irgendwie sein Ziel verfehlt hat. Schade eigentlich ...
Fredericke, bieten die Erzieher ihr denn nichts passendes für sie an? Sie haben doch so viele Möglichkeiten. Ich würde dem Kind die Chance geben, Kindergarten mal regelmäßig zu erleben. Ich weiß jetzt nicht, warum sie nicht häufiger geht. Weil sie nicht will oder noch aus anderen Gründen?
Meiner Meinung nach sollte sie regelmäßig gehen oder gar nicht. So muss sie sich jedes Mal wieder überwinden und neu zurechtfinden. Wie soll sie da ein Kind finden, das zu ihm passt?
Meine Kinder haben auch immer lange Eingewöhnungsphasen. Mir hilft dann meist mein Bauchgefühl. Bin ich auch der Meinung, das ist nicht das richtige fürs Kind, lass ich es bleiben.
Bin ich aber der Meinung, das ist gut für mein Kind und auszuhalten, dann versuche ich, ihm dies zu erklären und ihm zu helfen, dass es dort anzukommt. Bisher sind wir damit gut gefahren und so manches Desaster hat sich dann doch noch ins Gegenteil gewandelt.
So, muss jetzt arbeiten, LG