Wenn Deine Tochter ohnehin Taschengeld bekommt - was spricht dann dagegen dass sie sich davon beim Bäcker Kuchen oder sonst-was kaufen darf (wenn ihr in Sichtweite seid)? Wenn sie noch nicht so recht wissen sollte, wie viel ihr Geld "wert" ist dann laßt sie ruhig mal "anrennen" - wenn ihr ohnehin immer bei derselben Bäckerin einkauft kann die Frau ja vorbereitet werden und wenn sie Deiner Tochter dann erklärt, was und wie viel sie für "ihr" Geld bekommt kann sie es wahrscheinlich eher annehmen als von Euch.
Nix, von ihrem Taschengeld darf sie sich ja kaufen, was sie möchte, dass meiste geht aber fürs Pferd im Kaufhaus drauf ;)Aber von meinem Geld doch bitte das, was auch gebraucht wird, bzw. was ich in Auftrag gebe, wenn sie unbedingt selbst einkaufen möchte. Denn leider haben wir das Geld nicht im Überfluss
Trotzdem halte ich es nicht für den richtigen Weg dem Kind das, was es gerne machen würde, zu verbieten, nur weil es sich verletzen könnte. Und so wie Du die Dinge beschreibst passieren die Verletzungen häufiger durch Wutanfälle als durch "falsches" handhaben von Werkzeugen.
Als Übungsmaterial zum Schneiden darf sie das Stück Fleisch auf ihrem Teller nehmen. Von einem Braten essen 4 Personen 2-3 Tage. Das ist mir zu teuer und wertvoll, als das sie das zum Metzeln nehmen darf. Sie muss akzeptieren können, dass nicht jeder alles darf. Ich geh ja auch nicht bei uns mach Experimente mit ihren Salzteigfiguren oder so, dass gehört ja auch ihr und ich hab dabei nix zu suchen. Privatsphere und das Achten von Dingen anderer sollte sie schon begreifen können.
Bringen die Strafen, die ihr da verhängt, Einsicht oder Besserung? Mir wird ja auch manchmal geraten meinen Großen zu bestrafen wenn er was absichtlich kaputt gemacht hat (was leider auch manchmal vorkommt). Doch wenn ich mal eine Strafe verhängt habe war der Effekt praktisch null bzw. negativ, sprich: mein Sohn hat kurz darauf das nächste Teil ruiniert. Daher würde mich interessieren ob ihr einen Lerneffekt bei Eurer Tochter seht oder ob es nur Machtspielchen sind, die letzten Endes sie "gewinnt".
Ist natürlich immer schwer zu sagen, ob die Konsequenzen ein Verhalten geändert haben, oder ob es Entwicklung, Launen oder sonst was ist. Definitiv weiß sie, welche Konsequenzen folgen, fordert die dann auch ein bzw. nimmt diese ohne zu murren an. Konsequenzen oder Strafen sollten immer im direkten Zusammenhang stehen, zur Tat. Oft dient es ja auch dazu, damit sie wieder runterkommt ( verlassen des Raumes, ins Zimmer,...) Jedenfalls haben Dinge wie beißen anderer etc. aufgehört. Drüber gesprochen wird zusätzlich, dieses ist auch unerlässlich.
Wenn die Kinder keine Konsequenzen für ihr Handeln lernen finde ich es schwierig für später, wenn sie die Konsequenzen tragen müssen. Wenn sie 14 sind, sieht die Strafe für Körperverletzung halt ganz anders aus.... dann lieber jetzt lernen.
Bei Deiner Beschreibung sehe ich übrigens viel Eifersucht auf das, was die große Schwester bekommt und darf. Wie verhält sich eigentlich die Große im Umgang mit der Kleinen? Was macht oder sagt sie, wenn ihr die Kleine was "wegnehmen" will und wie reagiert der Rest der Familie auf das Bedürfnis der Kleinen, endlich etwas "für Große" zu bekommen. Spricht irgend etwas dagegen dass die Kleine zumindest teilweise die gleichen Dinge bekommt wie ihre Schwester? Entweder macht es ihr wirklich mehr Freude bzw. sie fühlt sich dadurch anerkannter oder sie kommt mit der Zeit drauf, dass sie doch etwas anderes will.
Die beiden sind ja nur 15 Monate auseinander. Daher dürfen sie eigentlich alles, was die andere auch darf. Da machen wir wenig Unterschiede, was theoretisch für die Große natürlich unfair wäre, aber sie stört es nicht. Die Große ist ruhiger. Aber manchmal platzt ihr auch der Kragen. Jetzt aktuell hat die Kleine ihre Lieblings Monster High Puppe zerstört.... Wenn es hart auf hart kommt, tritt die Große natürlich als Beschützer auf. Sie hängen wie Pech und Schwefel zusammen, auch in Kiga. Obwohl sie in unterschiedlichen Gruppen sind. Sie schlafen auch in einem Zimmer, da ich irgendwann die "Lauferei" leid war. Allerdings streiten die beiden sich ununterbrochen. Die Kleine ist sehr Ehrgeizig und die Große legt die Latte halt sehr hoch. Vielleicht war es auch ein Fehler, dass sie beiden nahezu gleichberechtig sind. So hat die Kleine vielleicht nicht gelernt, dass sie die "kleinere" ist und versteht daher vielleicht nicht, dass sie mit den geistigen Leistungen der Großen nicht mithalten kann, keine Ahnung.
Wie wärs mit Staubsaugen, Wäsche aufhängen, abhängen, zusammenlegen, in den Schrank räumen, Fenster putzen, Wohnung kehren,Böden wischen, Auto saugen, Adventskerzen anzünden (unter Aufsicht), Waschmaschine befüllen, starten, Spülmaschine befüllen starten, alleine Tisch decken, beim Nachbar klingeln um nach etwas zu bitten, selber telefonieren, Adventskranz binden, Schuhe putzen, beim Einkaufen alles raussuchen, vom Taschengeld selber etwas beim Bäcker kaufen, Puppenhausdach anmalen, Batterien wechseln, Wohnung/Haustür aufschliessen (vorlaufen lassen), Kasperletheater spielen (Kinder spielen den erwachsenen vor , auch Zirkus oder so), Weihnachtsbriefe schreiben, Einwerfen lassen, Kind führt beim zu Fuss gehen durch den Ort, KLeiderwahl komplett selber, IN der Küche viel helfen lassen (was wird gebraucht, was zuerst...), Spielmaterial für Fingerfertigkeit (Bügelperlen, Faltbasteleien, loomen?), Kind alleine 10min in der Wohnung lassen, Kind Vorschläge zum Wohnungsdekorieren machen ´lassen,..Kinderzimmer umrämen (macht ihr ja vielleicht gerade...), Auto aussaugen,.. eigenes "Tagebuch" ...
Helfen im Haushalt machen beide, so sie Lust haben. Meine Große ist eher ein fauler Vertreter und überwacht die arbeit lieber.
Staubsaugen mit dem Akkusauger,
Wäsche ( Waschmaschine einräumen, anstellen, ausräumen, aufhängen, zusammenlegen, wegpacken)
Fensterputzen - nicht
Fußleisten und Eckenputzen lass ich grundsätzlich von den Kindern erledigen ( wobei die Große da meist keine Lust zu hat)
beim Kochen helfen, einzelne Gerichte nahezu allein kochen ( im Wechsel, da beide gleichzeitig in der Küche gibt ärger)
Decken und Abräumen machen sie seitdem sie laufen können

Spülmaschine anmachen auch, ausräumen geht nur, wenn sie mir das reichen, da sie an die Schränke nicht rankommen

Staub wischen, aufräumen,....
Weihnachtsschmuck ist in Produktion, wir haben dieses Jahr nur selbstgemachen Schmuck und bekommen einen Nostalgiebaum

Gebastelt und gestrichen wird ihr mehrmals die Woche, die Kids und ich basteln alles an Deko selbst, meist mit Sachen die wir beim Spazierengehen finden.
Puppenhaus bringt erst der Weihnachtsmann

Brote selbst schmieren macht nur die Kleine, und wenn sie gut drauf ist, bekommen wir auch geschmierte Brote. Meine Große vermeidet es lieber, selbst zu schmieren
Jeder macht sein eigenes Bett, nur das Elternbett macht die Große ( die Kleine hat da kein Bock zu, sie überzieht dafür die Betten neu und verbringt Stunden damit die Bettdecke in den Bezug zu bekommen und alle Knöpfe zu zumachen.
Außerdem kümmern sie sich um die Tiere. Einer die Kaninchen und einer den Hund. Es wechselt dann täglich.
- Wenn ich es so schreibe, klingt es ja, als ob ich im Haushalt nichts mehr mache, aber dadurch dauert der Haushalt natürlich manchmal auch extrem lange.
Ebenso spiele ich mit den Kindern, schlage Dinge bei Wiki nach ( heute hab ich dann gelernt: warum leuchtet der Mond, obwohl es ja keine Sonne ist, die brennt,....) bastel, helfe beim Forschen, Lernen,... oder was sie gerade sonst so machen wollen.
Im Prinzip sieht es so aus, dass ich versuche den Größtenteil des Haushaltes und der Renovierungsarbeiten Vormittags in den Griff zu bekommen ( funktioniert, wenn beide Kinder Kindergarten haben), Essenkochen, Küche wieder aufräumen ( dann machen die Kids eine Pause), und dann non-stop Kinderbelustigung, wenn ich nicht arbeiten bin. Und trotzdem scheint es nicht zu reichen.... Zumal sie dann noch um meine Aufmerksamkeit kämpfen damit ich ja nicht mit einem 1 Minute länger rede als mit dem anderen.