Re: Erziehungskonzepte und eigene Vorstellungen
Verfasst: Do 8. Jan 2015, 21:48
Da melde ich mich doch auch mal zu Wort: diese authentische Antwort habe ich exakt so auch schon von meinem Sohn bekommen... es ist egal, ob ich Koffer packen muss, die Küche aufräumen, am Schreibtisch arbeiten, er würde gerne mitmachen und helfen (denn das könne er besonders gut und sei auch bestimmt weder jetzt müde noch morgen früh). Letztendlich ist es auch bei ihm eine große Anhänglichkeit und der Wunsch nach ständigem Kontakt. Anziehen ist ähnlich wie von Rabaukenmama beschrieben; liegt einfach nicht im Fokus des Interesses, Denk- Sprach- Bewegungsspiele, Lieder erfinden alles spannender als sich die Hose anzuziehen. Ich glaube, die Male, die Sohnemann sich alleine ein Kleidungsstück angezogen hat, kann ich an einer Hand abzählen, bzw. ohne komplette 1:1 Begleitung funktioniert nicht.
Und das sind dann oft Situationen, in denen mir Erziehungsratgeber (und wenn sie noch so entspannt und großzügig sind wie z.B. die von Juul) wenig weiterhelfen. Denn durch das Gezappel, Erzähle und mit dem Kopf in den Wolken sein, kommt es vor, dass ich noch so früh und organisiert beginnen kann mit Anziehen, wenn wir z.B. in den Kiga gehen oder Rausgehen möchten... es dauert und dauert und dauert... wäre ja mit nur einem Kind nicht so ein Problem, aber wenn der Kleine dann bereits müde wird, anfängt zu Schreien, weil es einfach zu lange dauert, dann gerate ich an meine Grenzen. Da fehlt mir dann auch die Ruhe und die GEduld, denn da muss ich dann einfach auch schauen, dass es für beide Kinder und für mich passt (gerade jetzt in der Schneeanzug-Zeit).
Dennoch greife ich gern auf die Bücher von Jesper Juul oder Gordon zurück, weil sie mir immer wieder die Möglichkeit geben, mich darauf zu besinnen, wovon möchte ich ausgehen und die Wahrnehmung nicht im Negativ- Modus zu belassen. Hilft wie gesagt nicht immer in der konkreten Situation, aber um mich wieder zu entspannen und gelassener zu werden in meiner grundsätzlichen Haltung meinen Kindern und mir selbst gegenüber.
Eben das Miteinander- leben zu genießen, weniger zu mahnen und zu gängeln, nicht drohen, nicht erpressen, nicht bestechen... heisst nicht, dass es immer klappt. Manchmal versuche ich auch nach besonders konfliktreichen Tagen, mich an diese besonderen Momente zu erinnern, also das Gefühl noch einmal hervorzuholen: wie war das als ich merkte, ich bin schwanger= nicht mehr für mich allein verantwortlich? Wie war der Moment nach der Geburt, das erste miteinander in Kontakt treten? Was hat mein Kind da von mir gebraucht? Und merke, dieses Gefühl der Liebe ist das, worauf ich bauen kann. Klingt jetzt vielleicht ein wenig arg pathetisch, ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.
lg orangenminze
Und das sind dann oft Situationen, in denen mir Erziehungsratgeber (und wenn sie noch so entspannt und großzügig sind wie z.B. die von Juul) wenig weiterhelfen. Denn durch das Gezappel, Erzähle und mit dem Kopf in den Wolken sein, kommt es vor, dass ich noch so früh und organisiert beginnen kann mit Anziehen, wenn wir z.B. in den Kiga gehen oder Rausgehen möchten... es dauert und dauert und dauert... wäre ja mit nur einem Kind nicht so ein Problem, aber wenn der Kleine dann bereits müde wird, anfängt zu Schreien, weil es einfach zu lange dauert, dann gerate ich an meine Grenzen. Da fehlt mir dann auch die Ruhe und die GEduld, denn da muss ich dann einfach auch schauen, dass es für beide Kinder und für mich passt (gerade jetzt in der Schneeanzug-Zeit).
Dennoch greife ich gern auf die Bücher von Jesper Juul oder Gordon zurück, weil sie mir immer wieder die Möglichkeit geben, mich darauf zu besinnen, wovon möchte ich ausgehen und die Wahrnehmung nicht im Negativ- Modus zu belassen. Hilft wie gesagt nicht immer in der konkreten Situation, aber um mich wieder zu entspannen und gelassener zu werden in meiner grundsätzlichen Haltung meinen Kindern und mir selbst gegenüber.
Eben das Miteinander- leben zu genießen, weniger zu mahnen und zu gängeln, nicht drohen, nicht erpressen, nicht bestechen... heisst nicht, dass es immer klappt. Manchmal versuche ich auch nach besonders konfliktreichen Tagen, mich an diese besonderen Momente zu erinnern, also das Gefühl noch einmal hervorzuholen: wie war das als ich merkte, ich bin schwanger= nicht mehr für mich allein verantwortlich? Wie war der Moment nach der Geburt, das erste miteinander in Kontakt treten? Was hat mein Kind da von mir gebraucht? Und merke, dieses Gefühl der Liebe ist das, worauf ich bauen kann. Klingt jetzt vielleicht ein wenig arg pathetisch, ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.
lg orangenminze