Eve12345 hat geschrieben:Es hilft mir auf jeden Fall mit euch zu schreiben... Und ich muss einfach versuchen anders zu denken, das fällt mir leider ein bisschen schwer.
Ich scheitere immer noch täglich beim Versuch anders zu denken

. Da war das gewöhnen an die ungewöhnlichen Schlafgewohnheiten meiner Kinder noch eine der leichteren Übungen. Als mal die meisten Gleichaltrigen keinen Mittagsschlaf mehr hatten und sich die Eltern-Austausch-Fragen um was anderes als einschlafen und durchschlafen gedreht haben (war ab ca. 3-4 Jahren der Fall) habe ich mit Erklärungen meinerseits aufgehört.
Eve12345 hat geschrieben:Da hast du schon recht, jedes Kind hat so seine Probleme aber meine Maus is hald schon sehr eine nörglerin und sehr oft unzufrieden. War schon immer so. Als Baby im auto wie am spieß geschriehen, sehr aktiv, im wagen keine ruhige Minute usw...sie ist motorisch u sprachlich sehr weit vorne, zur Zeit ist dad zwar schön zu sehen aber bringt keine Erleichterung. Sie fordert dadurch noch mehr.
Ui, im Wagen ist mein Großer auch nie gelegen, keine Sekunde. Das war ein Rund-um-die-Uhr-Tragekind. Als Baby hat er auch oft geschrieen wie am Spieß, das wurde aber deutlich besser als er mobil wurde und krabbeln konnte, also mit ca. 7 Monaten. Dann kam die Zeit wo er überall dran war, Laden ausgeräumt hat, sich ständig selbst verletzt usw. Im Alter von 8 Monaten bis 2 1/2 Jahren hat er vom abgehackten Fingerglied

über den Schädelbruch

bis zum Stomunfall

alles durchprobiert, etlich Schrammen, blaue Flecken und blaue Augen inklusive. Es war schon peinlich beim einkaufen im Stammsupermarkt von den Verkäuferinnen gefragt zu werden "Was hat er denn jetzt SCHON WIEDER?". Wenn es um ein sehr "aktives Kind" geht kann ich durchaus mitreden. Da dachte ich oft ich wäre als Mutter unfähing weil Gleichaltrige nicht annähernd so viele Unfälle hatten. Aber eine Freundin meinte mal ganz liebt sie würde ja sehen dass mein Sohn viel neugieriger und aktiver ist als die anderen Kleinkinder und wenn wer "mehr macht" dann passiert auch zwangsläufig mehr.
Eve12345 hat geschrieben:Meine Freundinnen betonen oft, mein Kind ist so brav...es ist alles harmonisch u schön. Natürlich glaub ich nicht dass es immer so ist, aber selbst hab ich das leider noch nie sagen können. Seid drei Jahren ein forderndes meist müdes kind ist echt nicht leicht. Ständig kommen neue Phasen.. Irgendwas ist immer (mal streitet sie nur mit anderen Kindern, mal bekommt sie ihre täglichen Wutanfälle usw...) natürlich gibt es sehr schöne tage aber die sind leider eher vereinzelt. Ich komm mir vor jeden Tag nur zu "überleben"
Ich bin leider selbst immer noch im Überlebens-Status. Dabei ist mir wohl bewusst dass es bei uns wirklich anders ist als in den meisten Familien.
Wir haben schon viel mit unseren Kinder erlebt: mit dem Großen körperliche Agressionen gegen jüngere Kinder, psychosomatisches einnässen, Fäkalien an die Wände schmieren, ständige Verlustängste dass ich weggehen und ihn allein lassen könnte, Quitschanfälle wenn ihm was nicht passt,...
Und mit dem kleinen: ständiges davonlaufen (im freien auch auf die Straße

) so dass ich mittlerweile T-Shirts mit meiner Telefonnummer bedrucken habe lassen um ihn schneller wieder zu bekommen. In Situationen wie Ferienspiel-Startfest, Freibad oder Einkaufszentrum mit einem 6jährigne im Schlepptau einen gehörlosen 4jährigen suchen geht extrem an die Nergen. Dann hat der Kleinen noch unbeschreibliche Wutanfälle, wir haben jede Menge kaputte Einrichtungsgegenstände (Schubladen, Möbelfronten, Vorhänge,...), absichliche Provokationen wie erbrechen-herbeiführen oder das Schlafzimmer unter Wasser setzen (erst vergangenes Wochenende) und immer wieder diese fürchterlichen WUUs (=Wutanfall ungeklärter Ursache), oft mehrmals täglich, dann wieder ein paar Tage Ruhe.
Der letzte WUU des Kleinen war vergangene Nacht um ca. 0h30. Er wollte ein Flaschi und wollte doch keines, hat meinen Mann, der aufgestanden ist, um eines zu machen, unter lautem Geschrei geschlagen und getreten. Hat das Flaschi durchs Zimmer geschleudert und im nächsten Moment wieder verlangt und ca. 20 Minten ohne Unterbrechung durchgebrüllt (da hilft gar nichts und ignorieren ist der bessere Weg weil man ihm in den Phasen ohnehin nichts recht machen kann) bis er es doch teilweise getrunken hat und wieder eingeschlafen ist. Nächste Wachphase war um ca 5h, aber nur kürzer. Da hat er mich das Flaschi suchen lassen um noch ein bißchen zu nuckeln. Fix aufgestanden ist er um 6h10. Sein Bruder ist am Vorabend um 22h45 eingeschlafen. So in etwa sind bei uns die Nächte mit einem 4- und einem 6-jährigen Kind

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Und dann sitze ich mal mit den Verwandten zusammen und höre die Frau meines Cousins erzählen dass ihre Mädels (4 und 7 Jahre) jeden Tag um 19h30 ins Bett fallen und durchschlafen. Ich höre mir am Spielplatz von einer Zwillingsmutter (Kinder gerade 3 geworden) Klagen an dass sie mit ihren Kindern "gar nicht viel machen könne" weil die ständig schlafen. Von 18h30bis 7h30 und dann noch ein 2-3 stündiger Mittagsschlaf. Ich höre Erfolgsmeldungen dass 2jährige Kinder Tag und Nacht trocken sind und mein 4jähriger hat noch ständig Windeln und mein 6jähriger näßt täglich ein. Irgenwie komme ich mir oft vor als wäre ich in einem Irrenhaus gelandet und das wäre nur ein Traum aus dem ich hoffentlich bald aufwache

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Sorry, ist jetzt teilweise OT und kommt garantiert wie jammern rüber (und ist es auch), aber ich kann dich gut verstehen, eve12345

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