sinus hat geschrieben:@meine3: Zum Thema "schwerer Aufgaben". Da wurde uns von der Beratungsstelle gesagt, dass es da auch wichtig wäre, dem Kind Feedback zu geben. Also es reicht nicht, einfach andere/zusätzliche Aufgaben zu geben, man solle das auch mit einem Ziel und einer Rückmeldung verbinden. Denn nur weil Kinder begabter sind, sind sie noch lange nicht fleißiger als andere. Auch sie sind ggf auch bisschen faul und brauchen einen äußeren Anreiz, sich anzustrengen. Zumal, wenn sie womöglich schon verinnerlicht haben, dass Schulaufgaben eh öde und doof sind.
Darum sollte es bspw Wochenaufgaben geben im Zusammenhang mit zusätzlichen Aufgaben, die dann auch wirklich (verpflichtend) abgearbeitet werden sollen und am Ende vorgezeigt werden.
Vielleicht ist also die Unterstützung bei den Aufgaben gar nicht mal so das Wichtigste (zumal Hb-chen tendenziell eh am liebsten selber, statt nach Vorgaben denken!) , sondern eher ein Ziel und ein Feedback.
Und das ist ja für einen Lehrer evtl. gar nicht mal soooo viel Mehraufwand. Im Grunde muss der Lehrer die Aufgabe nur formulieren. ("Löse diese Aufgaben bis Ende der Woche und erkläre, wie du es gemacht hast und ob es dafür verschiedene Rechenwege gibt" o.ä) und das dann einsammeln und/oder einen Blick drauf werfen und mit einem Feedback fürs Kind versehen.
Also wenn ihr ein Gespräch dazu führt, wie zusätzliche Förderung aussehen könnte, ist das ggf auch für euch ein wichtiger Hinweis!
Danke dir. Es ist meiner Meinung nach auch nicht nur das reine Koppeln an ein bestimmtes Lernziel und die Kontrolle durch die Lehrerin, sondern auch die Anerkennung, die ja völlig fehlt. Bei einem begabten Kind wird schnell alles als selbstverständlich betrachtet. Wenn das Kind dann doch mal eine Frage hat (zu den Zusatzaufgaben), wird gesagt :" darum kann ich mich jetzt nicht auch noch kümmern. Ich hab hier andere Kinder, die kommen beim normalen Stoff schon nicht mit." Klar, das verstehe ich. RICHTIG ist es aber dennoch nicht. Nur weil es schwerere Aufgaben macht, darf das Kind keine Fragen mehr haben oder ein Lob erwarten, wenn es die Aufgaben richtig gelöst hat?

Da ist einfach ein Fehler im gesamten System... Mein Sohn lebt von Aufmerksamkeit und Lob. Wenn er für seine "Leistungen" kein Feedback erhält und nicht gelobt wird, sinkt sehr schnell die Motivation, sich weiter zu bemühen.
Und ja: leider ist er auch echt faul

. Er ist hoch motiviert, bei für ihn spannenden Dingen, aber bei schulischen Belangen fehlt es ihm oft an Ehrgeiz. So ist er laut Aussage der KL das einzige Kind, dass nicht die Fleiß-Hausaufgaben macht

und das Kind, das die wenigsten Leseperlen hat. Was daran liegt, dass der aus dem Schulbuch oder Erstleserbücher lesen soll, um eine solche zu bekommen. Das langweilt ihn aber zu Tode. Er ist grade im Comic-Fieber und liest eigentlich ständig, aber selten liest er mir laut aus einem Erstleser oder der Lesefibel 10 Minuten am Stück vor (für 10 Minuten am Stück lesen bekommt man eine Leseperle) und ich bekomme ihn auch nicht oft dazu motiviert...
Wenn er die "Dödel"-Aufgaben in Mathe gemacht hat, die ihn (O-Ton) "ankotzen", hat er oft keine Lust mehr auf noch mehr Aufgaben. ERSATZ nach kurzer Prüfung des Lernstoff wäre also für meinen Sohn das richtige. Das sich auf langweiliges, schon erlerntes zu konzentrieren ermüdet meinen Sohn enorm (wirklich übermäßig). Das nimmt ihm die gesamte Motivation und auch Energie. In Deutsch ebenfalls. Die KL sagt, er kommt eigentlich nie zum differenzieren im Unterricht, weil er bei den Pflicht-Aufgaben derart rumtrödelt... Sie weiß aber, dass er bereits alle Buchstaben kennt und schreiben (wenn auch nicht schön!) kann, sie weiß, dass er sehr gut lesen kann. Warum nicht GLEICH differenzieren? An der Feinmotorik kann er auch arbeiten, wenn er einen kleinen Text schreibt oder schwierige Wörter anstatt 1 0x das H zu schreiben...
Nun ja. Vielleicht bringt das Aufklärungsgespräch ja was. NOCH wissen die Lehrerinnen gar nichts von dem Ergebnis und den daraus gewonnenen Erkenntnissen (auch wenn es vermutet wurde ihrerseits) und es gibt ja durchaus auch Schulen, die sich bemühen, wenn sie wissen, womit sie es zu tun haben.