Re: suche Rat und Erfahrungen
Verfasst: Do 17. Sep 2020, 08:44
Doof stellen:
Ja, klar, das ist ein Versuch der Anpassung und evtl auch ein "soziales Experiment".
Meist geht das nicht so besonders gut aus.
Bspw wenn ein Kind plötzlich haut, statt es verbal zu regeln, weil andere das ja auch so machen. Und dann total über sich selbst schockiert ist und sich selbst fragt, warum es das gemacht hat.
Meine Große ist auch mitunter in "Babysprache", die sie selbst nie benutzt hatte, "zurückgefallen". Was sehr unglaubwürdig wirkte.
Auch schien sie manchmal sehr geistesabwesend, so dass man mitunter fast denken konnte, sie sei eher etwas zurückgeblieben, als besonders schlau.
Sehr auffallend waren auch die kleinen Tanzaufführungen im Kindergarten. Sie stellte sich immer in die letzte Reihe und schaute genau, was die anderen machten und machte dadurch alles zeitverzögert. Es sah immer aus, als mache sie das alles zum ersten Mal, wogegen die anderen Kinder viel routinierter wirkten.
Das wirkte jedenfalls immer höchst ungeschickt und tapsig.
Die Tanzlehrerin schwärmte aber von ihr, sie sei so fantasiebegabt und kreativ. (sie machten kaum Choreographien, sondern mehr sowas wie erzählerischer Ausdruckstanz)
Vermutlich war sie also vor allem bei den Aufführungen so "verkopft", weil ihr sehr bewusst war, das andere zusehen...
Als sie mit 9 Jahren von ihrer Hochbegabung erfuhr, reagierte sie auch sehr, naja, sagen wir mal – interessant:
Sie antwortete mehrere Wochen lang fast nur mit "Miau" und verhielt sich auch oft "katzig". Maunzte, schmuste wie eine Katze, fauchte wenn ihr was nicht gefiel...
Ich denke, das war u.a. ein Ausdruck ihrer Verunsicherung und auch des Protestes gegen den Fakt, dass sie so besonders schlau sein sollte...
Also schon auch so ein bisschen was wie "dumm stellen".
Rollenspiele spielte sie übrigens auch etwa ab 2 Jahren immer sehr intensiv. Meist lebte sie mehrere Wochen und Monate in nur einer Rolle und das tw in allen Lebenslagen.
("Das Vogelbaby will im Nest bleiben", "Das Vogelbaby ist hingefallen, weil es noch nicht richtig fliegen kann" usw. usf.)
Ich durfte sie dann zeitweise auch nicht mit ihrem Namen ansprechen, sondern nach ihrer Rolle.
Und das wie gesagt monatelang, nicht bloß mal so ein paar Tage...
(Also war das mit dem katzigen Verhalten mit 9 sicher auch eine Art Rückfall in diese kleinkindliche Phase.)
Ja, klar, das ist ein Versuch der Anpassung und evtl auch ein "soziales Experiment".
Meist geht das nicht so besonders gut aus.
Bspw wenn ein Kind plötzlich haut, statt es verbal zu regeln, weil andere das ja auch so machen. Und dann total über sich selbst schockiert ist und sich selbst fragt, warum es das gemacht hat.
Meine Große ist auch mitunter in "Babysprache", die sie selbst nie benutzt hatte, "zurückgefallen". Was sehr unglaubwürdig wirkte.
Auch schien sie manchmal sehr geistesabwesend, so dass man mitunter fast denken konnte, sie sei eher etwas zurückgeblieben, als besonders schlau.
Sehr auffallend waren auch die kleinen Tanzaufführungen im Kindergarten. Sie stellte sich immer in die letzte Reihe und schaute genau, was die anderen machten und machte dadurch alles zeitverzögert. Es sah immer aus, als mache sie das alles zum ersten Mal, wogegen die anderen Kinder viel routinierter wirkten.
Das wirkte jedenfalls immer höchst ungeschickt und tapsig.
Die Tanzlehrerin schwärmte aber von ihr, sie sei so fantasiebegabt und kreativ. (sie machten kaum Choreographien, sondern mehr sowas wie erzählerischer Ausdruckstanz)
Vermutlich war sie also vor allem bei den Aufführungen so "verkopft", weil ihr sehr bewusst war, das andere zusehen...
Als sie mit 9 Jahren von ihrer Hochbegabung erfuhr, reagierte sie auch sehr, naja, sagen wir mal – interessant:
Sie antwortete mehrere Wochen lang fast nur mit "Miau" und verhielt sich auch oft "katzig". Maunzte, schmuste wie eine Katze, fauchte wenn ihr was nicht gefiel...
Ich denke, das war u.a. ein Ausdruck ihrer Verunsicherung und auch des Protestes gegen den Fakt, dass sie so besonders schlau sein sollte...
Also schon auch so ein bisschen was wie "dumm stellen".
Rollenspiele spielte sie übrigens auch etwa ab 2 Jahren immer sehr intensiv. Meist lebte sie mehrere Wochen und Monate in nur einer Rolle und das tw in allen Lebenslagen.
("Das Vogelbaby will im Nest bleiben", "Das Vogelbaby ist hingefallen, weil es noch nicht richtig fliegen kann" usw. usf.)
Ich durfte sie dann zeitweise auch nicht mit ihrem Namen ansprechen, sondern nach ihrer Rolle.
Und das wie gesagt monatelang, nicht bloß mal so ein paar Tage...
(Also war das mit dem katzigen Verhalten mit 9 sicher auch eine Art Rückfall in diese kleinkindliche Phase.)